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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.07.2018

Auf der Suche nach der Heimat

Häuser aus Sand
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Hala Alyan schreibt mit "Häuser aus Sand" ihr Romandebüt. Die palästinensisch- amerikanische Autorin und Lyrikerin begleitet mehrere Generationen einer Familie in den Zeiten des Nahostkonfliktes beginnend ...

Hala Alyan schreibt mit "Häuser aus Sand" ihr Romandebüt. Die palästinensisch- amerikanische Autorin und Lyrikerin begleitet mehrere Generationen einer Familie in den Zeiten des Nahostkonfliktes beginnend in de 60 er Jahren bis heute. Die Kapitel nähern sich immer mehr der Gegenwart und sind immer aus der Perspektive und dem erleben einer Person geschrieben. So bekommt der Leser die unterschiedlichsten eindrücke, wie Heimat wahrgenommen wird- wohin es jedem zieht und das es in Familien ganz unterschiedliche Ansichten von Traditionen und Kultur gibt, was natürlich auch zu Konflikten geht. die Personen kommen nah, ohne zu nah zu sein, da die Kapitel einfach immer wieder neue Gedanken in den Mittelpunkt kt stellen. Man sollte sich zeit nehmen, da doch sehr viel passiert und man sonst auch schnell den Überblick, den Zusammenhang und vielleicht dann sogar auch die Lust am lesen verliert. Mir hat es die äugen geöffnet, wie es auch zu Spannungen und Konflikten kommen kann und wie multikulturell auch die Einstellungen und Ansichten im Nahen Osten sind. es liest sich aber nicht leicht und durch die thematisch schwere Kost ist es auch nichts für zwischendurch, oder als Einschlaflektüre zu empfehlen. Mir hätten für den vollen Stern doch weniger Perspektivwechsel gefallen, was z.T auch etwas verwirrend war. die Kapitel sind mit 30 Seiten jeweils sehr lang..

Dennoch eine absolute Leseempfehlung und die Geduld werd es u lesen.

Veröffentlicht am 13.07.2018

Lost in Japan

Unter der Mitternachtssonne
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Klappentext/Inhalt:


Ein zwanzig Jahre alter Mord. Eine Verkettung unlösbarer Rätsel. Ein Detektiv, der entschlossen ist, das dunkle Geheimnis zu entschlüsseln.

Osaka, 1973: Der Pfandleiher Kirihara ...

Klappentext/Inhalt:


Ein zwanzig Jahre alter Mord. Eine Verkettung unlösbarer Rätsel. Ein Detektiv, der entschlossen ist, das dunkle Geheimnis zu entschlüsseln.

Osaka, 1973: Der Pfandleiher Kirihara wird ermordet in einem verlassenen Gebäude aufgefunden. Der unerschütterliche Detektiv Sasagaki nimmt sich des Falls an, der von nun an sein Leben bestimmt. Schnell findet er heraus: Ryo, der wortkarge Sohn des Opfers, und Yukiho, die hübsche Tochter der Hauptverdächtigen, sind in das Rätsel um den Toten verwickelt. Beinahe zwanzig Jahre lang versucht Sasagaki mit zunehmender Verzweiflung, den Mord aufzuklären, in dessen Netz sich Täter, Opfer und Polizei verfangen haben. Bis über alle Grenzen hinaus, bis hin zur Obsession.

Mein Eindruck:

Das Setting in Japan hat mich begeistert und über die Orte und das Japan in den 70 er/ 80 er Jahren habe ich einiges erfahren können. Auch bezüglich des Essens, den Umgang miteinander konnte ich etwas in die japanische Kultur eintauchen. Was mich hin und wieder etwas verwirrt hat sind die vielen japanischen Namen, die manchmal sogar geschlechtsbestimmende Schwierigkeiten für mich gebracht hatten. Zum Glück war das Lesezeichen dabei, auf dem ich immer Wieder mal nachlesen konnte. es waren so viele Protagonisten, das ich schon bevorzugt habe lange Passagen zu lesen, um nicht den Überblick zu verlieren.
Das Ende war für mich etwa aus dem Ärmel gezaubert und hat mic etwas unbefriedigt zurückgelassen. Ebenfalls war es kein Thriller im herkömmlichen Sinne. Ich hatte überlegt 3 Sterne daher zu vergeben. Da es aber mein erster japanischer "Thriller"war, hätte ich dies etwas ungerecht empfunden. Ich werde sicher von Higashino noch andere Bücher lesen. In einem Artikel habe ich auch gelesen, dass dieses Buch auch als Episodenroman in einer Zeitung erschienen ist und. nachträglich als Gesamtwerk überarbeitet wurde. ich glaube, das merkt man diesem Buch auch etwas an, da diese Struktur auffällig ist.

Fazit:

Ich würde dieses Buch Lesern empfehlen, die sich einfach mal etwas wagen wollen und sich auf neues auch einlassen können. Mainstream ist es auf gar keinen Fall und es gibt bestimmt genug Leser, die dieses Buch frustrierte zur Seite legen.

Veröffentlicht am 13.07.2018

Wir fahren nach Berlin

Die Heuhaufen-Halunken - Gülleduft und Großstadtmief
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Inhalt/Klappentext

Droht dir ein Feind mit arger List,
brauchst du nur 'ne Menge Mist«
Die Heuhaufen-Halunken sind aufgeregt: Endlich besuchen sie Alfons und Marius in ihrer Filiale in Berlin. Doch kaum ...

Inhalt/Klappentext

Droht dir ein Feind mit arger List,
brauchst du nur 'ne Menge Mist«
Die Heuhaufen-Halunken sind aufgeregt: Endlich besuchen sie Alfons und Marius in ihrer Filiale in Berlin. Doch kaum angekommen, gibt es Ärger, denn die Villa von Marius' Eltern, in der sie untergebracht sind, liegt mitten im Revier von Kalle und seiner Großstadt-Gang. Natürlich sind ihnen die Halunken ein Dorn im Auge und so legen sich die Stadtganoven sofort mit ihnen an: Als mahnende Warnung sprühen sie eine unmissverständliche Botschaft an die Hauswand und bringen den Pool mit Waschmittel zum Überschäumen. Das lassen die Halunken natürlich nicht auf sich sitzen und rächen sich mit einem Halunken-Plan in guter alter Bauerntradition!

(Quelle: cbj Kinderbuch)

Mein Fazit:

Sven Gerhardt hat mir der Illustratorin Vera Schmidt Band 3 der Heuhaufen- Halunken aus Dümpelwalde geschrieben. Der Frühling steht vor der Tür und irgendwie braucht die Bande mit Meggy ( der sympathischen und toughen Anführerin), ihrem kleinen Bruder Schorsch, den Freunden Knolle und Alfons und der kleinen Cousine Lotte etwas Abwechslung. da kommt die Einladung ihres ehemaligen Bandenkollegen Marius aus Berlin gerade Recht und sie machen sich mit Lottes Mutter auf den Weg nach Berlin.
Dort angekommen machen sie Bekanntschaft mit einer etwas übellaunigen Hausangestellten und starten schon direkt am ersten Tag in ein gülliges Abenteuer- mehr wird aber nicht verraten.
Die Charaktere sind gut gewählt, so dass sich sich Jungs und Mädchen identifizieren können. es gibt starke Mädchen, Freundschaft und Zusammenhalt, Kampf und Versöhnung. Alles, was ein gutes Kinderbuch braucht und eine Message rüberbringt, die Kinder nachdenken lässt, dass zu es immer einen Weg zur Versöhnung gibt- und immer beide Parteien den Anfang machen können. Meiner Tochter 9 und meinem Sohn 12 hat das Buch gut gefallen, sie haben gebannt zugehört. Den Abzug eines Sternes gab es , weil für mich als Vorleser etwas der "Spaß" gefehlt hat- das ist aber nur mein ganz persönliches Gefühl und ich habe es trotzdem gerne vorgelesen- man kann gespannt sein, wie es für die Heuhaufen- Halunken weitergeht- vielleicht wieder mal Berlin?


Veröffentlicht am 27.05.2018

Ein Trip in die Hölle

Tiefer denn die Hölle (Ein Martin-Bauer-Krimi 2)
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Peter Gallert und Jörg Reiter schreiben mit " Tiefer denn die Hölle" ihren 2. Kriminalroman um den Polizeiseelsorger Martin Bauer, der auf eigene Faust und mit der sehr sympathischen Verena Dohr im Umfeld ...

Peter Gallert und Jörg Reiter schreiben mit " Tiefer denn die Hölle" ihren 2. Kriminalroman um den Polizeiseelsorger Martin Bauer, der auf eigene Faust und mit der sehr sympathischen Verena Dohr im Umfeld eines Leichenfundes ermitteln, die von Bauers katholischen Kollegen Monsignore Rüdiger Vaal vor Ort betreut werden sollte. Dieser erleidet dabei einen Herzanfall und landet im Krankenhaus. Bauer nimmt für Vaal die Ermittlungen auf, auf der Suche nach einem alten Bekannten, der für ihn im Zusammenhang mit dem Herzanfall wohl sehr bedeutsam ist, wie er es wirr seinem Kollegen vermittelt. Bauer selbst steckt in Beziehungsproblemen mit seiner Frau und der bevorstehenden Geburt seines 2. Kindes. Die Ermittlungen lassen ihn an seine Grenzen stoßen, die er auch hin und wieder übertritt. Den beiden Autoren gelingt es, gute Charaktere zu entwickeln und einen Plot, der zum Ende hin noch einmal für Aufsehen, einen Showdown und Spannung sorgt. Freunde des Ruhrgebietes mit seinen alten Zechen und der Kumpelmentalität kommen hier genauso auf ihre Kosten, wie Krimileser, die gerne auch mal andere ermittelnde Protagonisten, als nur Kommissare erleben wollen. Ein kurzweiliges Buch, z.T etwas Klischee, was dem guten Gesamteindruck aber keinen Abzug gibt.

Veröffentlicht am 04.05.2018

Meisterlich ermittelt

K.O. durch Meister
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Aus dem Inhalt:


Der Kölner Musiker Magnus Meister muss seine mageren Einnahmen aufbessern. Er soll für einen alten Freund Sabotagefälle auf den Baustellen der Bestkauf GmbH aufklären und gleich zu Beginn ...

Aus dem Inhalt:


Der Kölner Musiker Magnus Meister muss seine mageren Einnahmen aufbessern. Er soll für einen alten Freund Sabotagefälle auf den Baustellen der Bestkauf GmbH aufklären und gleich zu Beginn seiner Ermittlungen gibt es einen Toten. Der Abteilungsmacho der Firma ist nach einer Betriebsfeier ungebremst gegen einen Baum gefahren. Gibt es eine Verbindung zwischen seinem Tod und den dubiosen Vorgängen auf den Baustellen? Magnus Meister braucht Humor, seine Band und die Hilfe seiner Freunde, um die Fäden zu entwirren.

Susanne Grulich schreibt mit K.O. durch Meister ihr Debüt über den Kölner Musiker und Privatdetektiv Magnus Meister, der neben seinem Job als Musiker, auch ermittlerische Qualitäten aufweist. Susanne Grulich kennt sich in Köln aus. Das Lokalkolorit ist für jeden Kölner spürbar und auch Touristen fühlen sich gleich wieder nach Köln versetzt. In einem spannenden und unvorhersehbaren Finale zeigt Magnus Potential sich auch in weiteren Bänden auszuzeichnen und man gespannt sein, wie es mit Magnus und seiner Lebensgefährtin Eliza weitergeht. Wer ein Faible für Köln, Rockmusik und einen besonderen Ermittler hat, der ist hier genau richtig.