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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2020

Unsympathische Ermittlerin

Er will sie sterben sehen
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„Er will sie sterben sehen“, ein Thriller dessen Klappentext einem schon Gänsehaut beschert.

Die 22 jährige Susana wird nach ihrem Junggesellinnenabschied vermisst. Tage später findet man sie mehr tot ...

„Er will sie sterben sehen“, ein Thriller dessen Klappentext einem schon Gänsehaut beschert.

Die 22 jährige Susana wird nach ihrem Junggesellinnenabschied vermisst. Tage später findet man sie mehr tot als lebendig, denn es wurden ihr Löcher in den Schädel gebohrt und Würmer dort eingesetzt. Als die Polizei dort eintrifft lebt Susana noch, doch leider oder Gott sei Dank nur noch ein paar Sekunden, bis sie ihren Todeskampf endgültig verliert.

Inspectora Elena Blanco wird zu diesem offensichtlichen Mord hinzugezogen, bei dem es deutliche Anzeichen gibt, dass es sich hierbei um eine Wiederholungstat handelt, denn auch Susanas Schwester wurde vor Jahren nach ihrem Junggesellenabschied, auf die gleiche Weise, umgebracht. Der Mörder sitzt seit dem hinter Gitter, so glaubt die Polizei.

Klingt super spannend, doch mir hat dieser Thriller leider nicht so gut gefallen.

Zum Einen bin ich anfänglich über die vielen spanischen Namen und Orte gestolpert, die für mich fremd klangen, aber mich auch immer mal wieder verwirrten, da ich nicht gleich wusste, wer das jetzt nochmal war. Ein flüssiges Lesen war deswegen nicht möglich. Gerade dann nicht, wenn ich das Buch erst wieder zur Hand genommen hatte.
Zum Anderen, und das ist auch der Hauptgrund, war die Ermittlerin mir ziemlich unsympathisch. Sie hat eine Hintergrundgeschichte, die zwar spannend und traurig war, aber durch ihre Sex- und Alkoholexzesse kam sie mir so unnahbar vor und irgendwann war mir ihre Geschichte auch ziemlich egal. Und so zog sich das Buch dann, für mich, ziemlich in die Länge. Die eigentliche Story wiederum war gar nicht mal so schlecht, doch sie hatte stets, durch die genannten Kritikpunkte, einen bitteren Beigeschmack.

Das Ende war wirklich gut und lässt auch eine weitere Story, rund um Elena Blanco, vermuten. Da allerdings bin ich dann raus. Leider!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.07.2018

Leider enttäuscht

Truly Madly Guilty
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Nachdem ich mit dem Buch fertig war, war ich tatsächlich sprachlos. Daraufhin habe ich mir mal die Bewertungen für dieses Buch angeschaut und schnell festgestellt, dieses Buch trennt die Leser in zwei ...

Nachdem ich mit dem Buch fertig war, war ich tatsächlich sprachlos. Daraufhin habe ich mir mal die Bewertungen für dieses Buch angeschaut und schnell festgestellt, dieses Buch trennt die Leser in zwei Lager. Die einen, die es geliebt haben und die anderen, die es nicht mochten.

Im Wechsel aus Vergangenheit und Gegenwart erzählen die zwei Freundinnen Clementine und Erika ihre Geschichte. Dabei geht es hauptsächlich um den „Tag der Grillparty“. Denn dort fragt Erika ihre Freundin, da sie schon zwei Kinder hat, ob sie deren Eizellen haben kann. Sie selbst kann keine Kinder bekommen und nach zig künstlichen Befruchtungen möchten sie immer noch nicht die Hoffnung aufgeben.
Doch die Frage trifft die Freundin mehr als vor den Kopf. Kann so etwas eine Freundschaft überhaupt aushalten?

Das war es, was man vom Klappentext her weiß. Erwartet habe ich eine Geschichte über Freundschaft, die das Thema „künstliche Befruchtung“ gemeinsam angehen oder aber, dass die Freundschaft an dem Thema zerbricht. Außerdem habe ich die Serie „Big little Lies“, die ebenfalls von der Autorin ist, geliebt. Somit war klar, das Buch konnte nur spannend werden.
Dass es aber viel mehr um etwas Anderes geht, als die Themen Befruchtung und Freundschaft, kam mir erst nach der Hälfte in den Sinn, denn auf der besagten Grillparty geschieht noch viel mehr.

Was hat mich aber jetzt gestört?

Ich hatte keinen Draht zu eine der Beiden, geschweige denn zu deren Familienangehörigen. Folge dessen fand ich es ziemlich anstrengend mich die ganze Zeit mit deren Psyche zu befassen. Das ist auch mein Hauptkritikpunkt. Für mich wurde es dann leider langweilig und ich konnte mich nicht gegen das Querlesen währen, bis zu Stellen, die dann wieder spannender wurden.

Dass mir die Beiden so unsympathisch waren, lag unter anderem daran, dass sie so sehr mit sich selbst beschäftigt waren, versunken in Selbstmitleid und Hass. Eigenschaften, die mich beim Lesen, gefühlsmäßig runtergezogen haben.

Zugeben muss ich aber, dass die zweite Hälfte mir tatsächlich etwas besser gefiel und das Ende eine kleine Überraschung parat hielt, die dafür sorgte, dass ich nochmal einen halben Stern drauf packen konnte.

Letztendlich bin ich aber, wegen der Erwartungshaltung, eher enttäuscht. - Schade, wo ich doch auch gleichzeitig Fan, wegen der Serie bin.

Veröffentlicht am 04.07.2018

Zu vorhersehbar und nicht das, was ich mir vorgestellt habe

Mein wundervoller Antikladen im Schatten des Eiffelturms
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Wo findet man die Liebe, wenn nicht in Paris?

Die junge Anouk ist von der Liebe ziemlich enttäuscht und hat sich geschworen, Gefühle in der Form nicht mehr an sich ranzulassen. Deswegen schmeißt sie ...

Wo findet man die Liebe, wenn nicht in Paris?

Die junge Anouk ist von der Liebe ziemlich enttäuscht und hat sich geschworen, Gefühle in der Form nicht mehr an sich ranzulassen. Deswegen schmeißt sie sich, mit vollem Elan, in ihre Selbstständigkeit, - dem kleinen Antikladen, in eins der schönsten Viertel in Paris.

Ihre große Herausforderung besteht darin, das passende Stück für jeden einzelnen Kunden zu finden und somit die eigene Geschichte des Antiquariats aufleben zu lassen.

Auf der Suche nach einem bestimmten Cello läuft ihr der mysteriöse Tristan über dem Weg. Beide scheinen Gefallen einander zu finden, doch Anouk kann sich dem nicht öffnen, da sie traumatisiert, durch ihre Vorgeschichte, nicht mehr vertrauen kann und so wehrt sich vehement dagegen.

Derzeit machen auch schlimme Schlagzeilen in Paris die Runde. Kunsträuber seien unterwegs. Ist das das mulmige Gefühl, welches Anouk beschleicht, wenn sie Tristan in die Augen schaut?

Für mich war diese Geschichte leider zu vorhersehbar. Anouk als Charakter fand ich auch sehr anstrengend. So mit aller Gewalt allen zu misstrauen und auf Biegen und Brechen sich nicht mehr verlieben zu wollen, was dazu führte, dass ich an manchen Stellen leider schon die Augen verdrehte. Am meisten habe ich mich auf die Szenen mit der Schwester gefreut. Die fand ich nämlich, im Gegensatz zu Anouk gut in ihrer Rolle. Genauso erging es mir übrigens mit der Mutter, die ich auch ziemlich taff fand.

Am Ende konnten mich aber auch die paar Szenen, die wunderschöne Kulisse und der angenehme Schreibstil nicht überzeugen über diese Dinge hinwegzusehen. Immer wieder musste ich mich aufraffen, zum Weiterlesen. Dabei war ich voller Hoffnung auf eine romantische Geschichte an der Seine, ähnlich wie Nicolas Barreau es schafft den Leser in seinen Bann zu ziehen. Stattdessen hatte ich mehr das Gefühl, dass mit aller Gewalt Spannung mit eingebaut wurde, die für mich leider nicht aufging.

Ich weiß aber, dass viele diese Geschichte sehr mochten und auch den Vorgänger, „Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine“. Vielleicht werde ich es nochmal mit dem Vorgänger versuchen, denn beide Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.

Somit kann ich abschließend sagen: „Ich habe sie dort nicht gefunden, die Liebe.“

Veröffentlicht am 26.03.2018

Leider zu viele Lückenfüller und Wiederholungen

Wie wir waren
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Eine herzzerreißende Geschichte, wie Pearl Harbor. Achterbahnfahrt der Gefühle, zum Mitfühlen- und weinen…

…all das dachte ich, kommt auf mich zu, als ich diesen Klappentext gelesen hatte.

In dieser ...

Eine herzzerreißende Geschichte, wie Pearl Harbor. Achterbahnfahrt der Gefühle, zum Mitfühlen- und weinen…

…all das dachte ich, kommt auf mich zu, als ich diesen Klappentext gelesen hatte.

In dieser Geschichte geht es um die Ärztin Alice. Verheiratet mit Ben, mit dem sie zwei Mädchen hat. Die pubertierende Jools und die neunmalkluge Holly.
Die vier spiegeln nach außen hin die perfekte Familie, doch hinter der Fassade lauert der Alltag. Ben spielt immer mehr mit dem Gedanken noch mehr erleben zu können. Als Chirurg bietet sich eines Tages die Möglichkeit nach Eritrea in Afrika, für eine Operation, zu gehen. Obwohl Alice ihn versucht davon abzuhalten, geht er seinen Weg.

In Eritrea werden Ben und sein Kollege dann von einer Gruppe Bürgerkriegsrechtler entführt.

Zuhause, in England deutet aber alles daraufhin, dass die zwei bei einem Anschlag gestorben sind.
Für Alice beginnt eine harte Zeit. Besonders dann, als sie es endlich geschafft hat darüber hinwegzukommen, sich neu verliebt hat und wieder heiraten möchte…

…denn dann steht plötzlich Ben wieder vor der Tür.

Für mich klingt der Inhalt dieser Geschichte absolut herzzerreißend. Ich war im Glauben, dass es hier um den Konflikt geht, für wen Alice sich dann entscheiden wird.

Vielmehr ging es die ersten 350 Seiten, eher um eine Art Charakterbeschreibung, in der wir immer wieder erfahren, wie dumm Jools ist, wie klug ihre Schwester Holly ist und ganz viele Lückenfüller, wie z.B. man einen Damenbart entfernt, wie man Chlamydien behandelt oder alles rund um die Kardashians.

Für mich ergab sich dadurch die Schwierigkeit, dass ich mit keinen von den Charakteren richtig warm wurde.

Dass die, für mich, eigentliche Geschichte auch erst im letzten Drittel anfing, fand ich sehr schade, wobei ich aber sagen muss, dass mich wenigstens das Ende dann noch ein wenig berührt hat, doch leider zu spät. Bei einer Buchlänge von 512 Seiten muss man leider ganz schön viel Unnützes lesen, was die Geschichte auch so gar nicht voran bringt.

Wegen dem doch noch emotionalen Ende vergebe ich zweieinhalb Sterne, zumal viele diese Geschichte auch mochten. Ich hatte wohl einfach etwas anderes erwartet. Muss aber definitiv wegen der Lückenfüller auch Sterne abziehen.

Veröffentlicht am 04.02.2026

Erwartungen nicht erfüllt

This Story Might Save Your Life
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🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension
📚 Rezensionsexemplar / Thriller
thisstorymightsaveyourlife Rowohlt #tiffanycrum
Buddyread: @lineslieblingsbuecher Insta

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Schon lange habe ich mich ...

🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension
📚 Rezensionsexemplar / Thriller

thisstorymightsaveyourlife

Rowohlt #tiffanycrum
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Schon lange habe ich mich auf "This Story Might Save Your Life" gefreut. Podcast-Setting, verschwundene Protagonistin und der beste Freund als möglicher Täter. All das klang nach einer Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Die Erwartungen waren entsprechend hoch.

🔎 Worum geht’s?

Joy und Benny sind beste Freunde und führen einen erfolgreichen Survival-Podcast über Leben und Tod. Als Joy plötzlich verschwindet, ebenso wie ihr Ehemann Xander, gerät Benny unter Verdacht. Ein gefundenes Manuskript von Joy offenbart Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit und stellt alles infrage, was man über sie zu wissen glaubte.

🧠 Meine Meinung:

Der Aufbau der Geschichte ist grundsätzlich spannend. Die Handlung schreitet tageweise nach Joys Verschwinden voran und wird durch Auszüge aus ihrem Manuskript ergänzt, die Einblicke in die Vergangenheit geben. Dieses Konzept funktioniert theoretisch gut, konnte mich aber praktisch nie ganz abholen.
Über weite Strecken wusste ich nicht, wohin die Geschichte eigentlich will.  Vor allem fehlte es mir an Atmosphäre. Spannung baute sich auch nur schleppend auf, Überraschungen blieben selten, und echtes Miträtseln kam kaum zustande. Schade für unseren Buddyread.
Die zentrale Frage, was ist mit Joy passiert?, trägt die Handlung zwar, doch der Weg zur Auflösung fühlte sich träge an. Erst ab etwa Seite 273 (2. Teil) kommt spürbar Bewegung in die Geschichte, diese hält jedoch nicht lange genug an, um den vorherigen Spannungsmangel auszugleichen.
Einen Thriller habe ich hier nicht gefunden. Für mich ist es eher ein Spannungsroman, dem genau das entscheidende Quäntchen Spannung fehlt. Auch der Podcast als zentrales Element wirkte auf mich eher skurril als faszinierend und konnte meine emotionale Bindung zur Geschichte nicht stärken.

✅️ Fazit:

This Story Might Save Your Life startet mit einer vielversprechenden Idee, bleibt für mich aber hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zu wenig Atmosphäre, zu wenig Nervenkitzel, zu wenig Raum für eigene Theorien. Positiv bleibt das Grundkonzept und die kurze Phase, in der das Buch zeigt, was es hätte sein können.
Oder kurz gesagt:
Diese Geschichte wollte mein Leben retten, hat mich aber eher auf eine Probe gestellt, mit erschwerten Bedingungen. Ein Fiebertrum, den ich überlebt habe.

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