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silvia1981

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2018

Wunderschöne Geschichte mit breiter Gefühlspalette

Scarlett (Scarlett 1)
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Das Buch "Scarlett - Ein Löffelchen Geheimnis und der Duft von Magie" der Autorin Laurel Remington hat mich, obwohl es sich eigentlich um ein Kinderbuch ab 10 Jahren handelt, sofort in seinen Bann gezogen. ...

Das Buch "Scarlett - Ein Löffelchen Geheimnis und der Duft von Magie" der Autorin Laurel Remington hat mich, obwohl es sich eigentlich um ein Kinderbuch ab 10 Jahren handelt, sofort in seinen Bann gezogen. Das Cover ist auffallend und passend gestaltet und lädt zusammen mit dem Titel definitiv dazu ein, das Buch in die Hand zu nehmen. Der Klappentext zeigt, dass die Autorin mit der Geschichte aktuelle Themen aufgreift. Nicht nur der Blog und der Traum, damit möglichst viele Follower zu erreichen, auch die Lust auf das selber kochen und backen passt perfekt in die aktuelle Zeit - vor allem mit dem Thema handgeschriebenes Kochbuch und Rezepte ausprobieren kann ich mich selber total identifizieren und wollte die Geschichte deswegen unbedingt lesen. Der abschließenden Aussage: "Ein Buch, das einfach glücklich macht!", kann ich nur zustimmen, auch wenn es traurige Momente enthält.

Schon die ersten Seiten haben mich total in ihren Bann gezogen und ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Am meisten beeindruckt hat mich die breite Palette an Gefühlen, die die Autorin in der Geschichte in mir hervor gerufen hat. Ich konnte mich sehr gut in Scarlett hinein versetzen und mit ihr sämtliche Gefühlregungen von Einsamkeit, Scham und Trauer bis hin zu großer Freude, Glück und Liebe miterleben und auch Tränen vergießen. Die Autorin hat mit ihr eine tolle Protagonistin erschaffen, die während der 250 Seiten eine große Wende in ihrem bisher einsamen und fast schon verzweifelten Leben durchmacht und dadurch gestärkt und mit positiven neuen Wendungen in die Zukunft startet. Auch die weiteren Personen fand ich gut getroffen und jede war für mich authentisch in ihrem Verhalten dargestellt.

Ich habe es geliebt, den Kochclub zu verfolgen und war mehr als erfreut, doch noch zumindest ein Rezept im Buch vorzufinden und werde die Zimtteilchen auf alle Fälle selbst ausprobieren! Mir ist beim Lesen geradezu das Wasser im Mund zusammen gelaufen .

Dieses Buch bekommt auf alle Fälle einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal und ich kann es wirklich jedem empfehlen, dieses wundervolle Buch zu lesen! Es ist nicht nur für Teenager, sondern auch für Erwachsene eine schöne und vielleicht auch lehrreiche Lektüre. Die kurzen Kapitel sind sehr angenehm und auch die Innengestaltung lässt keine Wünsche offen! Glänzende fünf Sterne von mir!

Veröffentlicht am 26.07.2018

Ich will nach Sizilien!

Nie wieder Amore!
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Der neue Roman "Nie wieder Amore!" von Tessa Hennig hat mir wieder einmal bewiesen, warum ich seit Jahren ein Fan der Autorin bin. Ich finde ihn sogar einen der besten ihrer bisherigen Werke und habe die ...

Der neue Roman "Nie wieder Amore!" von Tessa Hennig hat mir wieder einmal bewiesen, warum ich seit Jahren ein Fan der Autorin bin. Ich finde ihn sogar einen der besten ihrer bisherigen Werke und habe die Geschichte regelrecht verschlungen, die wahnsinnig tollen Eindrücke von Sizilien in mir aufgesogen und die Gefühle der wieder einmal richtig großartigen Charaktere intensiv miterlebt und -gefühlt.

Das Land ist so zauberhaft beschrieben, die Leute sind so gut getroffen, wie man sich Italiener einfach vorstellt und kennt, die Autorin hat in mir wahnsinnige Reiselust geweckt, am Liebsten würde ich sofort selbst dorthin reisen! Die Charaktere sind wunderbar gewählt und ich habe sie alle sehr gerne kennen und lieben gelernt. Allen voran natürlich Moni, die man um ihren Kampfgeist und ihre positive Art bewundern muss. Aber auch ihre Tochter Tanja und ihren Enkel Jan, die auf dieser Reise so richtig aufgeblüht und in gewisser Weise neue Menschen geworden sind. Und nicht zuletzt natürlich auch Francesca und Lena, die mit ihrer Persönlichkeit, ihrer Leidenschaft zum Land und ihren Plänen punkten. Aber auch die Geschichte, die die Autorin erzählt, hat mir sehr gut gefallen und obwohl die Suche nach Vincenco schnell aus den Augen verloren wird und sich alles nur noch um die Sprachschule dreht, so bekommt der Leser doch ein Ende präsentiert, mit dem man eigentlich gar nicht mehr rechnet, das dafür umso zaubervoller ist und die an sich sehr aufregende und in gewisser Weise durchaus spannende Geschichte toll abrundet. Mehr will ich hier zum Inhalt auch gar nicht verraten.

Dieses Buch erhält auf alle Fälle einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal, ich kann es nur jedem ans Herz legen, der gerne eine tolle Geschichte aus dem schönen Italien lesen möchte, die auf alle Fälle Spannung, Gefühle, tolle Persönlichkeiten und gute Unterhaltung mit sich bringt. Ich vergebe sehr gerne fünf glänzende Sterne und freue mich sehr auf weitere Romane von Tessa Hennig!

Veröffentlicht am 15.06.2018

Spannung vom Anfang bis zum Ende

Alles Begehren
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Der Roman "Alles begehren" von Ruth Jones konnte mich noch mehr in seinen Bann ziehen, als ich es anfangs vermutet hatte. Das Thema Affäre, das Leben auf einen Moment zurück spulen, um eine andere Entscheidung ...

Der Roman "Alles begehren" von Ruth Jones konnte mich noch mehr in seinen Bann ziehen, als ich es anfangs vermutet hatte. Das Thema Affäre, das Leben auf einen Moment zurück spulen, um eine andere Entscheidung zu treffen bzw. nach vielen Jahren nochmal die Wahl zu haben - alleine der Klappentext verspricht schon sehr viel und ich war sehr gespannt darauf, mehr zu lesen.

Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht, denn die Autorin hat es geschafft, tatsächlich über 480 Seiten hinweg Spannung aufzubauen bzw. zu halten, die es dem Leser nicht erlaubt, das Buch zur Seite zu legen und für mich nicht mal eine einzige langatmige Phase darin enthalten war. Der Schreibstil ist sehr angenehm, durch den Wechsel der Erzählungen zum Einen zwischen den Jahren 1985 und 2002, aber auch innerhalb diesen Teilen aus der Sicht verschiedener Personen, hat die Geschichte ein hohes Tempo und man wird richtig gefangen genommen. Den Text würde ich als absolut modern, authentisch, gefühlvoll und nachvollziehbar beschreiben und er regt definitiv zum Nachdenken an, welche Entscheidungen im Leben die Richtigen sind. Die sehr umfassende Geschichte ist, auch mit ihrem Prolog und Epilog im Jahr 2017, absolut stimmig und die Autorin hat ihr ein sehr passendes und befriedigendes Ende gegeben. An zwei Stellen hätte ich mir vielleicht ein paar Sätze oder Seiten mehr gewünscht, nämlich in Bezug auf die weitere Entwicklung von Kate und Callum nach dem Zeitpunkt von Ailsas Unfall und im Epilog, wie Kate ihr Leben weiter verlaufen ist.

Nicht nur das Thema war toll, auch die Personen in der Geschichte wurden von der Autorin wunderbar umgesetzt. Kate ihr Leid kam sehr gut herüber (auch wenn sie manchmal leicht nervig wirkte), welche Probleme und Suchten sie hatte, warum sie sich so sehr in ihren Beruf, die Schauspielerei, hinein gehängt hat, auch der Alltag von Schauspielern wurde immer wieder gut und interessant vermittelt. Und warum sie Callum nie vergessen konnte und bei dem erneuten Treffen nach 17 Jahren alles wieder von vorne begann und welches wahre Gesicht sie auch im Weiteren zeigte. Sehr beeindruckt hat mich auch Callum, seine "Sucht" nach Kate und trotzdem die Liebe zu seiner Frau bzw. Familie, die in ihm zu einem sehr großen Zwiespalt führte, der sehr deutlich spürbar war und mich emotional berühren konnte. Matt und Belinda waren für mich tolle Ehepartner, die ebenfalls in ihren Gefühlen und Handlungsweisen sehr authentisch dargestellt wurden. Und ebenso Hetty hat für mich einen guten Platz in der Geschichte eingenommen.

Zum Inhalt möchte ich gar nichts wiedergeben, weil dies in meinen Augen viel zu viel an Spannung nehmen würde, die hier absolut zum Lesevergnügen mit dazu gehört. Mein einziger Kritikpunkt ist das Cover, das in meinen Augen in keinem Bezug zum Thema steht und mich vermutlich nicht unbedingt dazu bewegen würde, das Buch überhaupt in die Hand zu nehmen. Die Geschichte hätte ein viel aufregenderes, spannenderes Cover verdient gehabt, z.B. in Form eines auffälligen Musters. Trotzdem möchte ich hier fünf Sterne vergeben, weil mich die Geschichte mit ihrer Spannung, ihren Gefühlen und ihrer Stimmigkeit einfach mehr als überzeugt hat. Ich werde das Buch definitiv weiterempfehlen!

Veröffentlicht am 18.03.2018

Sehr interessant und gut verständlich geschrieben

Das geheime Leben der Seele
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Das Buch "Das geheime Leben der Seele" von Sabine Wery von Limont hatte mich hauptsächlich deswegen angesprochen, weil bei einem Mitglied unserer Familie eine Angststörung vorliegt und ich mir erhofft ...

Das Buch "Das geheime Leben der Seele" von Sabine Wery von Limont hatte mich hauptsächlich deswegen angesprochen, weil bei einem Mitglied unserer Familie eine Angststörung vorliegt und ich mir erhofft hatte, in diesem Buch gute Antworten auf meine vielen Fragen dazu zu finden. Alle wurden natürlich nicht beantwortet, dafür benötigt man dann doch spezielle Fachliteratur, aber die Autorin gibt einen sehr umfassenden allgemeinen Einblick in das Leben der Seele bzw. die Psychologie, den ich sehr interessant fand und sehr froh bin, dieses Buch gelesen zu haben und nun manche Mitmenschen mit ganz anderen Augen sehen zu dürfen. Die Autorin hat zudem einen so interessanten, leicht verständlichen und sympathischen Schreibstil, dass sich dieses Buch nicht wie ein herkömmlicher, trockener und mit Fachbegriffen gespickter Ratgeber, sondern vielmehr wie ein Roman lesen lässt, den man nicht mehr zur Seite legen möchte.

In ihren sehr umfangreichen Erläuterungen bekommt man viele Informationen, die mir viel neues Wissen und Verständnis beigebracht haben. Gerade als Mama war es für mich sehr interessant zu erfahren, inwiefern man seine Kinder im Mutterleib schon prägt und inwieweit das Gehirn bei der Geburt schon ausgebildet ist, wie man die Seele nach der Geburt jedoch noch steuern kann und mit welchen Erziehungsformen man in späteren Jahren Persönlichkeitsstörungen hervor rufen kann bzw. welche Störungen es überhaupt gibt und wie sich Betroffene selbst sehen. Interessant war auch zu erfahren, inwiefern sich die mitunter weit zurück liegende Vergangenheit früherer Generationen auf unser heutiges Leben auswirkt. Aber die Erkenntnisse aus dem Buch reichen noch viel weiter, angefangen vom limbischen System und die Botenstoffe des Gehirns, die der Körper in bestimmten Situationen sendet, über Bedürfnisse, Störungen, Psychosomatik und Therapie. Dies alles erläutert die Autorin fachkundig, aber doch für Laien sehr verständlich und genau im richtigen Umfang, um einen guten ersten Einblick zu gewähren und trotzdem den Leser an der Fülle an Text nicht zu überfordern. Gut fand ich auch die Fallbeispiele, die sehr ausführlich einzelne Fälle erklären. Zudem macht die Autorin Mut, sich einem Therapeuten anzuvertrauen.

Dieses Buch sollte meiner Meinung nach jeder gelesen haben. Man lernt dadurch tatsächlich sich selbst und das Verhalten anderer Menschen mehr zu verstehen und es regt sehr an, sich über das Thema Gedanken zu machen. Auch wenn man sich selbst und andere Menschen nicht ändern kann, schafft es mit Sicherheit mehr Verständnis und ist vielleicht ein erster Schritt, in manchen Situationen umzudenken. Gerade weil seelische Leiden oft als Spinnerei abgetan werden, was sie jedoch keinesfalls sind, und dann lange nicht ernst genommen werden, jedoch bei stärkeren Störungen auch dem restlichen Körper schaden können und Auswirkungen auf das Immunsystem und den Allgemeinzustand haben, sollte sich jeder einmal mit diesem Thema auseinander gesetzt haben. Das Cover finde ich ebenfalls sehr gelungen und die geschwungenen Linien stellen für mich einen guten Bezug zum Thema dar, wenn auch vielleicht statt pinker Schrift z.B. grün hätte gewählt werden können, um auch Männer besser anzusprechen. Von mir gibt es auf alle Fälle fünf Sterne für dieses tolle Werk!

Veröffentlicht am 21.10.2017

Krimi und Unterhaltung zugleich

Fastenopfer
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Auf das Buch "Fastenopfer" von Anton Leiss-Huber war ich sehr gespannt, zumal ich Altötting sehr gut kenne und gerne Bücher aus Gegenden lese, zu denen ich einen Bezug habe. Titel und Cover finde ich ansprechend ...

Auf das Buch "Fastenopfer" von Anton Leiss-Huber war ich sehr gespannt, zumal ich Altötting sehr gut kenne und gerne Bücher aus Gegenden lese, zu denen ich einen Bezug habe. Titel und Cover finde ich ansprechend und passend. Es wirkt etwas blutrünstig, genau so beginnt der Kriminalroman auch, der aber nebenbei im Anschluss zudem viel Unterhaltung bietet.

Die Geschichte bot mir genau das, was ich mir erwartet hatte. Jemand, der atemberaubende Spannung will, ist bei diesem Buch wahrscheinlich falsch. Der Autor setzt auf einen durchaus interessanten Kriminalfall für den absolut liebenswerten Oberkommissar Max Kramer, der gleich überaus peinlich in die Geschichte startet, gepaart mit viel Unterhaltung in Form von sehr gut gelungenen Nebendarstellern. Monsignore Jospeh Hirlinger und dessen Haushälterin Fräulein Schosi geben ein witziges Gespann ab, der Altöttinger Frauenbund wurde super eingebracht und auch Max`Jugendliebe Maria Evita, Novizin im Altöttinger Kloster, lässt so manches Schmunzeln ins Gesicht zaubern. Dazu kommen einige sehr schweigsame Zeitgenossen, alle irgendwie in den Fall verwickelt, in dem es um das Tilly-Denkmal bzw. antike Kirchenfiguren geht, aber wie sie zusammen hängen, bleibt lange undurchsichtig und erfährt man wirklich erst auf den letzten Seiten.

Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen, das Buch ließ sich sehr flüssig lesen. Auch die Kapiteleinleitungen in Form von Zitaten aus dem Lukas-Evangelium fand ich originell und dass in den Dialogen der bayerische Dialekt in sicher für jeden gut verständlicher Form mit einfließt, finde ich sehr gelungen. Mich hat der Autor in jeder Hinsicht überzeugt und ich werde sehr gerne auch noch seinen ersten Fall lesen bzw. hoffe auf weitere Bände um Kommissar Max Kramer.