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Veröffentlicht am 05.08.2018

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Achtsam reisen
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Was macht man, wenn man im Moment nicht vereisen kann? Man liest ein Buch über das Reisen. Achtsam reisen hat mich durch die ansprechende Gestaltung neugierig gemacht und weil es darum geht, beim Reisen ...

Was macht man, wenn man im Moment nicht vereisen kann? Man liest ein Buch über das Reisen. Achtsam reisen hat mich durch die ansprechende Gestaltung neugierig gemacht und weil es darum geht, beim Reisen die Dinge bewusster wahrzunehmen. Das Buch ist wie folgt aufgebaut.

Die Reiseplanung

Alles vorbereiten und packen

Den Stecker ziehen

Den Weg finden

Sich mit Menschen verbinden

Tauche ein!

Essen und Trinken

Bildschönes Reisen

Wenn etwas schief geht

Reisen mit Kindern
# Die Heimkehr

Es gibt jede Menge Illustrationen, die wirklich sehr schön sind. Sie passen zum Inhalt und haben den Text untermalt. Ich habe sie mir gerne angesehen und ohne diese schöne Gestaltung wäre die Bewertung nicht ganz so gut ausgefallen.

Der Untertitel lautet "Kabellos glücklich" und darum geht es auch stark, das Handy ausschalten und sich seiner Umgebung bewusst werden. Hierfür gibt es einige Tipps, die aber nicht wirklich neu sind und auf die man auch so kommt. Zum Beispiel, dass man eine Armbanduhr mit nimmt, sodass man nicht aufs Handy sehen muss, um die Uhrzeit zu erfahren. Es werden aber auch wichtige Dinge aufgegriffen, wie dass es beim Reisen nicht nur darum geht, danach das beste Bild auf Facebook zustellen.

Die Autorin versucht ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass man die Momente genießen soll und Fotos zwar gut und schön sind, es aber nicht nur darum geht. Und wie schön es sein kann, einfach mal von allen mit dem Handy einhergehenden Verpflichtungen abzuschalten. Ich hätte mehr etwas mehr über das bewusste Reisen gewünscht und etwas weniger darum, wie es am besten klappt, das Handy wegzulassen. Wobei ich eh nicht so der Handy-Typ bin und deswegen diese Ratschläge wohl auch anders wahrgenommen habe, wie jemand der wirklich permanent am Handy sitzt.

Fazit:
Ein wirklich sehr schön gestaltetes Buch, welches einem Tipps gibt, wie man auch ohne Handy und Co. seine Reise gestalten kann und auch, wie man es schafft, nicht immer nur das Handy in der Hand zu halten.
Ich hätte mir noch mehr Impulse für das bewusste Reisen gewünscht.

Veröffentlicht am 05.08.2018

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Never Loved Before
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Auf Never Loved Before wurde ich durch die vielen unterschiedlichen Stimmen neugierig. Schon im Vorfeld habe ich einige Besprechungen gelesen und wusste so dann, um was es in dem Buch geht. Der Klappentext ...

Auf Never Loved Before wurde ich durch die vielen unterschiedlichen Stimmen neugierig. Schon im Vorfeld habe ich einige Besprechungen gelesen und wusste so dann, um was es in dem Buch geht. Der Klappentext klang für mich sehr ansprechend, aber auch mysteriös. Was ist damals passiert und wer ist er, dass sie ihn hassen würde?

Ich bin sehr froh, dass ich von Anfang an wusste, welche Thematik in diesem Roman behandelt wird, sonst wäre ich wohl ziemlich überrascht und auch schockiert gewesen, da ich so eine Geschichte bei dem Cover und dem Klappentext nicht erwartet hätte. Falls Du dich völlig von dem Buch überraschen lassen möchtest, dann solltest du nun aufhören zu lesen, ansonsten keine Sorge, ich verrate nichts, was nicht schon durch die Leseprobe offensichtlich wird.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt und in zwei Zeitebenen. Diese sind klar gekennzeichnet mit dem Vermerk Gegenwart und Damals. Aber auch durch die Namen, damals hießen die beiden Will und Katie, doch nach den schlimmen Ereignissen benützen beide einen anderen Namen, Ethan und Katherine. Mir hat es gefallen, aus den Perspektiven der beiden zu lesen, so konnte man beide Charaktere besser verstehen. Wobei Ethan den ein oder anderen Gedanken hatte, der mir sauer aufgestoßen ist. Aber er tat mir auch leid, genau wie Katie. Ihre Kapitel aus der Vergangenheit waren manchmal richtig hart. Deswegen an dieser Stelle eine Trigger-Warnung. Die Autorin schreibt zwar sehr gefühlvoll und einfühlsam, aber leicht zu lesen fand ich es trotzdem nicht.

Katie würde mit 12 Jahren entführt und misshandelt, Will hat sie damals gerettet. So ist Will für Katie ein richtiger Held und sie hängt sehr an ihm. Doch nicht alle sehen in Will einen Helden, den es war sein Vater, der Katie entführt hat. Ganz nach dem Prinzip, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, verurteilen ihn viele Menschen. Ethan macht hier definitiv nicht alles richtig, aber ich fand, es passte zum Kontext, zu seiner Vergangenheit. Zum Ende gab es dann einen fiesen Cliffhanger, sodass ich unbedingt auch Band 2 lesen möchte.

Ich finde es schade, dass die Anmerkung der Autorin an das Ende des Buches gepackt wurde, für mich hätte diese an den Anfang gehört. Da die Autorin in dieser auch eine Warnung ausspricht, dass es im Buch um die Vergewaltigung eines Kindes geht. Nicht jeder kann solche Geschichten lesen, und da diese Thematik auch nicht durch den Klappentext deutlich wird, hätte wenigsten die Anmerkung der Autorin zu Beginn helfen können.


Fazit:
Keine leichte Kost, Never loved Before ist kein typisches Erotik-Buch.
Katherine wurde als Kind entführt und missbraucht, die Folgen davon sind noch Jahre später deutlich.
Aber auch Ethan kämpft mit seiner Vergangenheit.
Zwei zerbrochene Seelen.
Nach Jahren treffen die beiden wieder aufeinander, es funkt zwischen ihnen, sie helfen sich gegenseitig.
Doch nur Ethan weiß, wer Katherine wirklich ist, Katherine hat keine Ahnung, das sich hinter Ethan ihr Held Will verbirgt......

Veröffentlicht am 29.07.2018

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Najaden - Das Siegel des Meeres
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Über Najaden - Das Siegel des Meeres habe ich sehr unterschiedliche Meinungen gehört und wollte mir selbst eine Meinung bilden. Ich habe in letzter Zeit sehr wenig High-Fantasy gelesen, so habe ich mich ...

Über Najaden - Das Siegel des Meeres habe ich sehr unterschiedliche Meinungen gehört und wollte mir selbst eine Meinung bilden. Ich habe in letzter Zeit sehr wenig High-Fantasy gelesen, so habe ich mich sehr auf das Genre gefreut.

Die Geschichte und die Welt ist sehr komplex. Am Ende gibt es ein Glossar und es gibt auch zwei Karten. Ich selbst hatte mit den ungewöhnlichen Namen etwas Probleme und auch im Verlauf der Handlung bin ich bei manchen durcheinander gekommen. Auch fiel es mir schwer, mich zu Beginn in diese Welt einzufügen, weil mir ein bisschen das Wieso und weshalb gefehlt hat.

Um was geht es in der Geschichte? Dies in wenigen Worten zu formulieren ist gar nicht so leicht. Es gibt verschiedene Reiche und jedes möchte natürlich seine Interessen wahren. Es gibt Magie, in Form, dass manche Menschen besondere Fähigkeiten haben und z.B. Heilen können und Menschen können auch die Gestalt wandeln, aber nur in eine bestimmte. Leider hat sich mir nicht erschlossen, warum dies so war. Warum das Volk des Sultans sich in Schakale in Menschen Form verwandeln konnte. Da hätte ich mir gerne mehr Informationen gewünscht und auch warum man nicht auf die magischen Steine verzichten konnte.

Es gibt eine alte Prophezeiung und deswegen ziehen die zwei Sultanssöhne aus und suchen das Siegel um ihr Reich zu retten, dabei versklaven sie dann nebenbei noch andere Reiche. Die Geschichte ist an manchen Stellen brutal, aber ich finde diese Grausamkeiten in sich Stimmig, heißt es passt zur Geschichte und den Charakteren. Man kann als Autor nur etwas andeuten, oder es ausführlicher Beschreiben, hier wurden die Dinge genauer betrachtet. Sie finden nun das Siegel, doch es ist kein Gegenstand, sondern ein junges Mädchen.

Ich kann nicht behaupten, dass ich irgendeinen von den Charakteren wirklich mochte oder sympathisch fand. Trotzdem war mir ihr Schicksal nicht egal, gegen Ende habe ich mit gefiebert, denn es wurde richtig spannend. Aber ich kann nicht sagen, diesen oder jenen mochte ich besonders. Die Männer waren im Allgemeinen nicht sehr sympathisch dargestellt, viele zeichneten sich durch Gewalt aus und dadurch, dass sie über Frauen bestimmt haben. Dies passt aber auch zum Großen und Ganzen der Geschichte.

Auch Meliaé fand ich manchmal schwierig, sie setzt sich etwas in dem Kopf und hält daran fest. Ihre Entscheidungen fand ich manchmal nicht sehr logisch. Doch kann man es ihr manchmal kaum verdenken. Es gibt so viele Intrigen und Pläne, sodass ich manchmal wirklich überlegen musste. Wer denn gerade Feind ist und wer nun doch verbündeter bzw. Mittel zum Zweck. Es gibt einen Plan und dann wird doch alles über den Haufen geworfen und schwupps ist es doch wieder anders. Das macht es spannend, aber manchmal auch nicht so leicht zu folgen. Dafür war das Buch sehr flüssig geschrieben und ich empfand an keiner Stelle Langeweile.

Und ich muss einfach noch etwas zum Ende sagen. Ich hoffe, es gibt einen zweiten Band. Denn so finde ich das Ende unbefriedigend.

Fazit:
Eine interessante High-Fantasy Geschichte.
Hin und wieder haben mir noch mehr Infos gewünscht.
Wer eine romantische Liebesgeschichte sucht, mit ein bisschen Fantasy ist hier falsch.
Die Liebesgeschichte ist zwar da, dominiert aber nicht die Geschichte und nimmt nur einen Teil der Handlung ein.
Die Grundidee der Geschichte hat mir sehr gefallen und ich hoffe wirklich, es wird noch einen zweiten Band geben.

Veröffentlicht am 23.07.2018

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Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren
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Um was geht es in diesem Buch? Um die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren. Ok., ganz so einfach ist es auch nicht. Denn wieso passieren Dinge einfach? Es muss doch einen Grund geben. Warum ertrinkt ...

Um was geht es in diesem Buch? Um die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren. Ok., ganz so einfach ist es auch nicht. Denn wieso passieren Dinge einfach? Es muss doch einen Grund geben. Warum ertrinkt ein 12 jähriges Mädchen, obwohl sie eine gute Schwimmerin ist. Dinge passieren nicht einfach so, es muss einen Grund geben, da ist Suzy sich sicher. Und sie hat auch schon einen Verdächtigen, Quallen.

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren, ist ein besonderes Buch. Das Cover finde ich richtig schön und auch passend, da Quallen eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen und es passt einfach perfekt, wie sich das Mädchen an dieser Qualle festhält.

Wusstet ihr das manche Quallen Arten unsterblich sind? Dass Quallen schon praktisch ewig auf der Erde existieren und dass manche Arten hochgiftig sind? Ich wusste es nicht und auch Suzy nicht, bis sie bei einem Ausflug auf diese giftige Quallen Art stößt und ihr wird klar, das muss der Grund sein, warum ihre beste Freundin gestorben ist. Sie ist nicht einfach so gestorben, sie wurde von einer Qualle vergiftet, es gab einen Grund. Und diesem Grund wird sie nun nachgehen, damit sie es auch beweisen kann.

Wir als Leser begleiten Su dabei und lernen jede Menge über Quallen. Aber auch über Zombie Armeisen (sehr interessant). Und wir lernen auch, wie sich Menschen einfach verändern, dass Freundschaften nicht immer bestand haben. Und, dass manche Dinge einfach passieren. In dem Buch geht es auch um Trauerbewältigung und es enthält viele schöne Worte / Ansätze. Es ist zwar ein Jugendbuch mit jungen Protagonisten, aber trotzdem in keinster Weise kindisch gemacht. Erzählt wird in verschiedenen Zeitebenen, Su denkt immer wieder zurück an die Vergangenheit in Bezug auf ihre verstorbene Freundin Franny und sich.

Auch die Themen Mobbing und das Erwachsen werden spielen neben dem Umgang mit dem Tod und der Trauer, so wie Freundschaft eine Rolle. Und dann natürlich noch die Quallen und nicht zu vergessen die Zombie Armeisen.


Fazit:
Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren, handelt von vielen wichtigen Dingen.
Von Freundschaft und wie sich diese mit dem Erwachsen werden verändern können, davon wie individuell Trauerbewältigung sein kann und über Mobbing.
Noch dazu gibt es einige spannende Fakten über die Natur.
Es ist eine besondere Geschichte darüber, dass es nicht immer einen Grund gibt und man lernen muss dies zu akzeptieren.

Veröffentlicht am 20.07.2018

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Spinster Girls – Was ist schon normal?
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Was ist schon normal? Eine Frage, die für Evie sehr wichtig ist, denn sie ist es in ihren Augen nicht und wohl auch nicht in den Augen der groben Maße. Doch was ist schon normal, wer darf das festlegen? ...

Was ist schon normal? Eine Frage, die für Evie sehr wichtig ist, denn sie ist es in ihren Augen nicht und wohl auch nicht in den Augen der groben Maße. Doch was ist schon normal, wer darf das festlegen? Evie leidet an Zwängen und Ängsten. Ein Thema, welches ich sehr interessant finde und die Umsetzung hier ist wirklich gelungen. Ich habe Evie ihre Krankheit 100 prozentig abgekauft und zum Teil wurde die Atmosphäre so bedrückend und spannungsgeladen, ihr Wunsch sich zu waschen so groß, sodass ich als Leser mit ihr mitgelitten habe. Dieses Verlangen von ihr war so mächtig, der Zwang so groß, und auch wenn es falsch war, wollte ich nur, dass diese Last von ihr fällt.

Der Beginn der Geschichte war klasse, viel Humor und Witz und Ehrlichkeit. Evie berichtet uns sehr direkt und authentisch von ihrer Erkrankung, ich war begeistert. Dann kam Oli auf die Bildfläche und ich musste ihn einfach mögen, ich meine Donnie Darko ist sein Lieblingsfilm und auch seine zwei anderen Favoriten liebe ich, ja Filme verbinden^^. Und genau deswegen büßte Evie dann einige Sympathiepunkte bei mir ein. Sie hat etwas gemacht, was ich überhaupt nicht gut finde, sie hat dafür gesorgt, dass andere über Oli lachen. Nach dieser Szene fiel es mir eine Weile schwer Evie zu mögen.

Nun kam dann auch das Thema Feminismus in der Geschichte dazu. Was mir persönlich an dieser Stelle etwas zu viel war. Wir hatten Evie mit ihren Ängsten und Zwängen und Jungs, immer wieder Jungs und nun noch das Thema Feminismus, mit Aussagen wie "Alle Jungs sind bescheuert". Noch dazu wurde ständig getrunken, vielleicht habe ich zu viele amerikanische Bücher gelesen, aber 16 Jährige, die sich andauert und ohne Probleme betrinken, was völlig in Ordnung ist im Buch, fand ich nicht gut und auch befremdlich. Im Mittel Teil des Buches habe ich mich über einiges geärgert und hätte es am Liebsten abgebrochen.

Zum Glück habe ich dies aber nicht, denn im letzten Drittel wurde es wieder richtig gut. Die Fronten unter den Mädchen haben sich geklärt und ich hatte das Gefühl, dass manche nun toleranter dargestellt wurden. Und auch die Mutter von Evie hat sich gefangen. Und auch das Thema Feminismus wurde besser rüber gebracht, besonders die Aussage im Bezug auf physische Erkrankungen hat mir gefallen. Und auch, wie den Mädchen bewusst wurde, dass sie zwar von Jungs fordern, sie nicht nach ihrem Aussehen etc. zu beurteilen, sie es aber im Gegenzug bei den Jungs machen.



Fazit:
Was ist schon normal?
Starker Anfang, witzig und authentisch berichtet Evie über ihre Ängste und Zwänge.
Mittig ging es mir dann zu viel um Jungs und das Thema Feminismus in Kombi mit Evies Erkrankungen und den ganzen Jungs war es mir zu viel.
Das letzte Drittel war dann wieder stark, es gab hier so viele tolle Aussagen in Bezug auf das Normalsein, aber auch über Feminismus.
Würde ich das Buch trotz meinem genervt sein in der Mitte empfehlen? Ja.