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Veröffentlicht am 06.09.2018

stilvoll

Dinner mit Rose
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Kurze Inhaltszusammenfassung:
Josie flüchtet, nachdem sie ihren Freund inflagranti mit ihrer besten Freundin im eigenen Haus erwischt hat, zu ihrer alleinstehenden Tante Rose nach Neuseeland um dort ihren ...

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Josie flüchtet, nachdem sie ihren Freund inflagranti mit ihrer besten Freundin im eigenen Haus erwischt hat, zu ihrer alleinstehenden Tante Rose nach Neuseeland um dort ihren Liebeskummer zu bekämpfen. Kaum ist sie auf der kleine Farm ihrer Tante angekommen, wird bei Rose die unheilvolle Diagnose Krebs gestellt und mit einer Chemotherapie begonnen, doch die Krankheit schreitet rasch voran und schon bald muss sich Josie neben ihrem neuen Vollzeitjob als Physiotherapeutin auch um ihre kranke Tante und deren Tiere kümmern. Zusätzlich trifft sie auch auf ihre alte Jugendliebe Matt, der inzwischen aber bereits liiert ist und Josies Leben wird durch die vielen emotionalen Ereignisse ganz schön auf den Kopf gestellt.

Meine Meinung:
Die Autorin hat es geschafft, trotz des ernsten Themas auch die Krebserkrankung von Rose und den Umgang mit der Krankheit und den Kampf gegen den Krebs mit allen Höhen und Tiefen sehr einfühlsam zu beschreiben. Vor allem Rose geht sehr würdevoll mit ihrer Krankheit um und bewahrt ihren Stil, zB indem sie sich für das Dinner in Schale wirft und Schmuck anlegt, bis zum Schluss auf. Sie möchte ihrer Nichte Josie nicht zur Last werden und so dreht sie selbst auch mit am Rad des Schicksals. Für Rose steht der Zusammenhalt der Familie an erster Stelle und so ist es auch nicht verwunderlich, dass auch während ihrer schweren Krankheit sämtliche Verwandten täglich zu Besuch kommen und sich gerne um sie kümmern möchten. Josie ist eine sehr tapfere, junge Frau, die von einer Tragödie in die nächste stolpert und scheinbar mit ihren Aufgaben immer mehr wächst. In kurzer Zeit hat sie sich auch an das Farmerleben und an das alte zugige Haus ihrer Tante Rose und an die vielen neuen Aufgaben gewöhnt und gleichzeitig auch wieder alte Freundschaften aufgewärmt und ihre Liebe zu ihrem Jugendfreund Matt wieder neu entdeckt.


Mein Fazit:
„Dinner mit Rose“ ist ein sehr gefühlvolles Buch, das zugleich traurig, aber auch sehr schön ist, sodass sich das Lesen wirklich loht und dass es das Erstlingswerk der Autorin ist, hat man an keiner Stelle gemerkt!

Veröffentlicht am 05.09.2018

Tanz mit dem Wassermann

Wassermanns Zorn
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Kurze Inhaltszusammenfassung:
Manuela Sperling tritt nervös, aber voller Energie ihren ersten Tag bei der Polizei in der Abteilung Mord an. Ihr Vorgesetzter Hauptkommissar Stiffler behandelt sie herablassend, ...

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Manuela Sperling tritt nervös, aber voller Energie ihren ersten Tag bei der Polizei in der Abteilung Mord an. Ihr Vorgesetzter Hauptkommissar Stiffler behandelt sie herablassend, sie erkennt, dass sie sich ihre Sporen erst verdienen muss und zusätzlich bekommt sie an ihrem ersten Tag auch schon eine Wasserleiche zu Gesicht, die den Namen ihres Vorgesetzten auf ihrem Körper eingraviert hat. Manuela lässt sich nicht so leicht unterkriegen und kämpft sich durch Vorurteile Frauen gegenüber, aber auch gegen unehrliche und gefährliche Kollegen, die sie beseitigen wollen. Manuelas erste Woche verläuft äußerst turbulent, lebensgefährlich und bringt sie an ihre Grenzen.

Meine Meinung zum Buch:
Der Autor hat es geschafft, die angespannte, geladene Stimmung von Beginn an bis zum Ende des Buches durchgehend aufrecht zu halten. Gut gelungen finde ich auch die unterschiedlichen Handlungsstränge, die erst am Ende des Buches richtig miteinander verwoben werden. Einerseits begleiten die LeserInnen Manuela in ihrer ersten Arbeitswoche bei der Polizei in der Abteilung Mord, aber andererseits bekommt man auch einen Einblick in die Intrigen innerhalb des Polizeiapparates und lernen Lavinia mitsamt ihren Schatten aus ihrer Vergangenheit kennen. Beeindruckend finde ich aber auch die Rolle des Wassermanns und seine persönliche Lebensgeschichte, die ihn geprägt hat und die ihn in seinen Handlungen lenkt. Der Autor gibt viele Details aus den Biografien der Charaktere preis und streut diese nach und nach ein, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann und immer weiter lesen möchte. Am Ende des Buches überschlagen sich die Ereignisse, sodass es für meinen Geschmack schon etwas zu viel des Guten war, hier wäre weniger mehr gewesen um näher an der Realität zu bleiben.

Titel und Cover:
Der Titel ist stimmig mit dem Buch und auch das Cover passt aufgrund der Farbgestaltung in Grün-Blau-Tönen und auch aufgrund der geladenen Stimmung gut zum Inhalt des Buches.

Mein Fazit:
Spannend fand ich den offenen Schluss, denn hier bleibt Raum für Spekulationen und auch eine eventuelle Fortsetzung ist nicht auszuschließen.

Veröffentlicht am 21.08.2018

zuerst locker, dann ernsthaft

Truly Madly Guilty
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Kurze Inhaltszusammenfassung:
Erika und Clementine sind seit Kindesalter Freundinnen, obwohl sie in komplett unterschiedlichen Verhältnissen aufgewachsen sind. Als Erwachsene verstehen sie sich nicht mehr ...

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Erika und Clementine sind seit Kindesalter Freundinnen, obwohl sie in komplett unterschiedlichen Verhältnissen aufgewachsen sind. Als Erwachsene verstehen sie sich nicht mehr so gut, halten aber weiterhin den Schein aufrecht und treffen sich regelmäßig bis es eines Tages während einer Party zu einem großen Unglück kommt.

Meine Meinung zum Buch:
Die Schreibweise der Autorin ist sehr bildhaft und im Stil einfach gehalten, sodass man das Buch wirklich gut und schnell lesen kann. Als Personen sind mir Erika und Clementine ein wenig klischeehaft und oberflächlich erschienen, aber zum Ende hin haben sie an prägnanten Eigenschaften hinzugewonnen und sind authentischer geworden. Die Situation mit dem Unglück, das für alle Beteiligten eine drastische Wende im Leben bedeutet hat, finde ich sehr treffend geschildert und verleiht dem Buch auch Tiefgang.

Mein Fazit:
Ich hatte bisher von der Autorin noch nichts gelesen, wurde aber positiv überrascht: Was als leichter Roman begann, hat am Ende dann doch noch zum Nachdenken angeregt.

Veröffentlicht am 15.08.2018

Jeder hat seine eigene Wahrheit

Vier.Zwei.Eins.
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Kurze Inhaltszusammenfassung:
Laura und Kit sind bei jeder absoluten Sonnenfinsternis mit Freude dabei, sofern es ihnen irgendwie möglich ist. Im Jahr 1999 sind beide noch frisch verliebte Teenager. ...



Kurze Inhaltszusammenfassung:
Laura und Kit sind bei jeder absoluten Sonnenfinsternis mit Freude dabei, sofern es ihnen irgendwie möglich ist. Im Jahr 1999 sind beide noch frisch verliebte Teenager. Sie erleben eine faszinierende Sonnenfinsternis und kurz darauf haben sie ein schreckliches Erlebnis. Sie beobachten Beth, die von einem Mann vergewaltigt wird, eilen zu Hilfe und rufen die Polizei. Die Situation ist nicht so eindeutig, wie es scheint und es kommt zu einer nervenaufreibenden Gerichtsverhandlung bis hin zum völligen Rückzug von Laura und Kit und einem möglichst anonymen Leben unter anderen Namen. Eines Tages, Kit befindet sich gerade auf einer Sonnenfinsternisexpedition und Laura ist schwanger und alleine zuhause – steht Beth wieder vor der Tür mit besorgniserregenden Neuigkeiten.

Meine Meinung zum Buch:
Mich hat der Thriller richtig gefesselt und ich konnte mich kaum entscheiden, wem ich mehr Glauben schenken soll und wer aus einer kleinen Notlüge ein riesiges Schlamassel folgen lässt. Aus einer scheinbar harmlosen Situation wird plötzlich eine bedrohliche Situation, aus Freunden werden Feinde und im Endeffekt kann man niemandem mehr wirklich trauen, oder doch? Das Spiel mit der Unsicherheit und das Hin- und Hergerissenwerden zwischen den unterschiedlichen Wahrnehmungen und Wahrheiten, finde ich sehr gelungen. Die sehr detaillierten Berichte über die einzelnen Sonnenfinsternisse habe ich schon ein wenig zu viel an Background Information gefunden, das hat mich nicht ganz überzeugen können. Auch die Charaktere waren zu Beginn etwas schwierig einzuschätzen und nicht ganz so sympathisch, aber mit der Zeit habe ich einen Bezug zu ihnen entwickeln können.

Mein Fazit:
Mich hat der Thriller wirklich gepackt und ich wurde zwischen den unterschiedlichen subjektiv empfundenen Wahrheiten der einzelnen Personen hin- und hergerissen. Ein äußerst spannender und lesenswerter Thriller!

Veröffentlicht am 10.08.2018

Liebe und Untreue

Untreue
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Kurze Inhaltszusammenfassung:
Linda ist mit ihrem Leben unzufrieden und unglücklich, obwohl sich dies Außenstehende niemals von ihr erwarten würden, denn sie hat einen Beruf, den sie gerne ausübt, eine ...



Kurze Inhaltszusammenfassung:
Linda ist mit ihrem Leben unzufrieden und unglücklich, obwohl sich dies Außenstehende niemals von ihr erwarten würden, denn sie hat einen Beruf, den sie gerne ausübt, eine Familie und noch dazu einen wohlhabenden und einfühlenden Ehemann, der ihr finanziell alles Erdenkliche ermöglicht und auch ihr gegenüber sehr aufmerksam und mitfühlend agiert. Trotzdem verfällt Linda zuerst in eine Monotonie, bekommt Schlafstörungen und sucht schließlich mehrere Therapeuten auf, bis sie merkt, was sie wirklich in ihrem Leben ändern will um es wieder spannender zu machen. Durch Zufall trifft sie im Zuge eines Interviews einen ehemaligen Schulkollegen, der jetzt Politiker ist, verheiratet, und sich trotzdem mit Linda auf eine Affäre einlässt. Für Linda wird aus der Affäre eine Obsession, die ihr komplettes Leben bestimmt und gleichzeitig auch ihre Beziehung zu ihrem Mann wieder aufpeppt.

Meine Meinung zum Buch:
Es ist für mich in diesem Fall sehr schwierig eine Bewertung über das Buch abzugeben: Einerseits schätze ich den Autor Paolo Coelho sehr und habe schon viele Werke von ihm gelesen. Besonders gut gefällt mir, dass er mit „Untreue“ ein populäres Thema aufgegriffen hat und von vielen verschiedenen Blickwinkeln beschrieben hat. Die Sprache ist relativ einfach und das Buch ist zügig zu lesen, trotzdem behandelt es Themen, die aufwühlen und die auch nach dem Lesen des Buches noch zum Nachdenken anregen. Besonders die Darstellung der Hauptcharakterin Linda hat mir sehr gut gefallen, da sie sehr facettenreich beschrieben wird und auch wenn ihr Verhalten teilweise völlig irrational erscheint, so zeigt es auch, dass sie trotz ihrem „vermeintlich glücklichen“ Leben viel komplizierter denkt und komplexere Angelegenheiten hinterfragt, sodass sie es nicht allzu leicht hat in ihrem Leben. Allerdings hätte der Autor meiner Meinung nach, an manchen Stellen noch mehr in die Tiefe gehen können, denn teilweise war es mir zu viel „Roman“ und zu wenig an „Literatur“, so wie ich es ansonsten von Paolo Coelhos Werken gewohnt bin.
Folgendes Zitat hat mich sehr angesprochen:
„ Das Leben ist kein langer Urlaub, sondern eine niemals endende Lehrzeit.“ (Coelho 2014, S. 314).
Und die wichtigste Lektion ist: lieben zu lernen.

Titel und Cover:
Das Cover gefällt mir in seiner Schlichtheit sehr gut und auch die roten Kirschen bilden auf dem hellen Untergrund einen schönen Kontrast und passen zudem perfekt zum Inhalt des Buches. Der kurze, knackige Titel gefällt mir eigentlich auch, obwohl „Untreue“ meiner Meinung nach nicht das Hauptthema des Buches ist.

Mein Fazit:
Die Bücher von Paolo Coelho sind einfach Klassiker, die man gelesen haben muss und gerade mit „Untreue“ spricht er ein sehr populäres Thema an.