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Feliz

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2018

Ein Tierarzt, dem die Frauen zu Füßen liegen

Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
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Das Cover ist mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch. Es ist mir viel zu kitschig und sorgt dafür, dass ich es in der Buchhandlung vermutlich nicht einmal in die Hand genommen hätte. Ich hätte es passender ...

Das Cover ist mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch. Es ist mir viel zu kitschig und sorgt dafür, dass ich es in der Buchhandlung vermutlich nicht einmal in die Hand genommen hätte. Ich hätte es passender gefunden, wenn man die Polaroids einfach weggelassen hätten und das Cover lediglich eine Holzoptik gehabt hätte.
Die Story ist aber hervorragend: Avery braucht nach einer schwierigen Scheidung einen ruhigen Ort für sich und ihre autistische Tochter Hailey. Niemals hätte sie jedoch damit gerechnet, wie groß die Einmischung der Menschen in dem kleinen Ort in ihr eigenes Leben ist. Sie bekommt innerhalb von wenigen Tagen einen neuen Job, eine Betreuung für Hailey und einen neuen Mann. Doch ist sie überhaupt schon bereit für eine neue Liebe mit dem attraktiven Tierarzt Cade O'Grady?
Ich habe mich schon auf den ersten Seiten in Cade verliebt. Man merkt von Anfang an, dass er ein guter Kerl ist, der für die Menschen und die Tiere, die er liebt, sein ganzes Herz gibt. Auch Avery ist eine tolle Hauptperson, sie ist eine starke Persönlichkeit, die es schafft, ihre furchtbare Ehe hinter sich zu lassen und sich liebevoll um ihre Tochter kümmert. Die Geschichte ist an sich nicht neu, die liebevolle Umsetzung und der leichte Schreibstil machen sie aber dennoch zu etwas Besonderem. Man fühlt sich in Redwood sofort heimisch und verliebt sich mit jeder Zeile mehr in deren Bewohner.

Veröffentlicht am 23.08.2018

Ein würdiger Abschluss der Reihe

Wie die Erde um die Sonne
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Brittainy Cherry schafft es einfach immer wieder, mich mit ihren Büchern zu berühren und dieses macht das keine Ausnahme.
Lucy ist ein Freigeist, die das Leben in vollen Zügen genießt und ein riesiges ...

Brittainy Cherry schafft es einfach immer wieder, mich mit ihren Büchern zu berühren und dieses macht das keine Ausnahme.
Lucy ist ein Freigeist, die das Leben in vollen Zügen genießt und ein riesiges Herz hat. Graham hingegen fühlt gar nichts. Dies ändert sich erst, als seine Tochter geboren wird und ihn seine Frau mit dem Baby alleine lässt. Graham ist mit dieser Rolle total überfordert und bittet mit großem Widerwillen seine Schwägerin Lucy um Hilfe. Diese überlegt nicht lange und kümmert sich gerne um die kleine Talon. Nach und nach kommen sich dann auch die beiden näher, doch diese Liebe ist zum Scheitern verurteilt...

Das Cover ist das Einzige, das mir an dem Buch nicht gefällt. Es passt nicht zu anderen, die ausschließlich ein Männerporträt zeigten, nicht einen Mann mit nacktem Oberkörper. Zudem passt dieser Mann überhaupt nicht zu Graham, wie er im Buch geschildert wird.
Das Buch ist der Abschluss der Romance-Elements-Reihe, deren Teile inhaltlich nicht zusammenhängen, aber sich thematisch jeweils auf ein Element fokussieren. Ich habe auch schon die anderen Teile verschlungen und mich natürlich riesig auf den letzten Teil gefreut. Die Vorfreude auf dieses Buch hat sich definitiv mehr als gelohnt. Die Geschichte hat mich ab der ersten Seite in ihren Bann gezogen. Lucy schafft es sofort, dass man sie ins Herz schließt und sich wünscht, dass sie glücklich wird. Auch bei Graham hatte ich dieses Gefühl, auch wenn er sich manchmal wie ein absolutes Arschloch verhält. Er ist aber nicht der typische Badboy, sondern ein Mann, der als Kind niemals wirkliche Liebe erfahren hat und diese aus diesem Grund aus seinem Leben verbannt hat. Seine Tochter allerdings liebt er mit jeder Faser seines Seins und spätestens damit schafft er es in mein Herz. Jane bzw. Lyric habe ich leidenschaftlich verabscheut. Wie kann man ein Baby, das jeden Tag um sein Leben kämpft, verlassen und selbst dann nicht zurückkommt, wenn es der Kleinen besser geht?
Die Autorin schafft es durch den einfühlsamen Schreibstil wirklich, dass man jede Handlung der Personen mit Emotionen begleitet. Ich habe schon lange bei einem Buch nicht mehr so geweint, so gelacht und so leidenschaftlich mitgefiebert.

Es ist ein unglaubliches Buch, das es schafft, dass man sich mit jeder Seite immer mehr in die Figuren und ihre Geschichte verliebt. Man leidet, man liebt und vor allem fühlt man unglaublich mit, sodass das Buch einer emotionalen Achterbahnfahrt gleicht, an der man aber mit Freuden teilnimmt.

Veröffentlicht am 24.05.2018

Unterhaltsamer Roman mit dem nötigen Tiefgang

Wenn's einfach wär, würd's jeder machen
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Das Cover gefällt mir eigentlich sehr gut. Es ist so bunt, wie man das von den anderen Romanen Petra Hülsmanns kennt. Doch genau darin liegt auch die Krux, denn ich hätte mir ein Cover gewünscht, das ebenso ...

Das Cover gefällt mir eigentlich sehr gut. Es ist so bunt, wie man das von den anderen Romanen Petra Hülsmanns kennt. Doch genau darin liegt auch die Krux, denn ich hätte mir ein Cover gewünscht, das ebenso wie die vorherigen Bücher gestreift ist. Das hätte sich im Regal einfach noch besser gemacht.

Die Story hingegen konnte mich komplett überzeugen: Annika ist Lehrerin für Geografie und Musik am Goethe-Gymnasium. Hier ist sie ziemlich zufrieden. die Kollegen sind nett, die Schüler auch und der Job bietet keine großen Herausforderungen. Dies ändert sich, als sie zwangsversetzt wird. Ausgerechnet an die gefürchtete Astrid-Lindren-Schule im Brennpunkt-Viertel Ellerbrook. Hier regieren Vernachlässigung, Gewalt und Drogen. Annika ist ganz und gar nicht angetan davon, sich nun mit schwierigen Schülern herumzuschlagen und ihr angenehmes Leben am Goethe-Gymnasium aufzugeben. Sie nimmt sich vor, möglichst schnell wieder an ihre alte Schule zurückzukehren und ruft dafür die Musical-AG ins Leben. Wider Erwarten melden sich viele Schüler, um das Musical ins Leben zu rufen und Annika braucht jemanden, der ihr bei der Inszenierung helfen kann. Die Wahl fällt auf Tristan, einen Theaterregisseur und Annikas Schwarm aus Schulzeiten....

Zu Beginn des Romans fand ich Annika als Charakter ein bisschen schwierig. Ich kann nicht sagen, dass ich sie gar nicht mochte, aber sie war einfach so ein Mitläufertyp: Bloß nicht auffallen, bloß nicht anders sein, bloß nicht mehr machen als erforderlich. Ganz frei kann ich mich von diesen Eigenschaften wohl auch nicht machen, aber von Protagonisten erwartet man ja immer etwas mehr. Man merkt ihre Veränderung aber schon, als sie neu an die ALS kommt. Sie beginnt sehr schnell sich für ihre Schüler einzusetzten und nimmt deren Sorgen und Probleme auch in ihre Freizeit mit. Diese Entwicklung geht aber ein einem Maße vonsatten, dass es immernoch glaubwürdig erscheint. Die Schüler fordern einfach eine ganz andere Aufmerksamkeit als an ihrer alten Schule. Diese waren ein besonderes Highlight in dem Buch. Ich habe sie direkt ins Herz geschlossen und man konnte gar nicht anders als sie gern zu haben. Dabei ist es egal, ob Heaven-Tanita, Meikel, Jo, Maryam oder Hamed. Sie alle sind unglaublich gut beschrieben, dass man sich schnell so fühlt, als würde man sie wirklich kennen ("Weißt du, was ich mein?" - Das wird wohl einer meiner Lieblingssätze bleiben).
Mein absoluter Liebling ist aber von Anfang an Sebastian. Er ist derjenige, der Anni auch unangenehme Wahrheiten sagt, ohne aber sie verletzten zu wollen. Er versucht einfach nur das Beste aus ihr herauszuholen, weil er überzeugt ist, dass sie mehr ist und mehr kann, als sie zu zeigen vermag. Schon deswegen kam für mich überhaupt nicht in Frage, Tristan als potentiellen Freund für Anni zu sehen. Der fühlt sich einfach nur geschmeichelt von ihrer Schwärmerei, sieht sie aber gar nicht, wie sie wirklich ist. Dazu trägt natürlich auch Anni selbst bei, indem sie aus Angst abgelehnt und als Nerd bezeichnet zu werden, ihre Hobbys und Leidenschaften versteckt. Dies ist eine Verhaltensweise mit der ich mich gut identifizieren kann. Wenn man sich nicht anpasst, wird man in der Schule häufig belächelt, ausgegrenzt oder Schlimmeres (Heute ist mir das allerdings relativ egal. Ich würde mich selbst als Nerd bezeichnen und finde das eher positiv, schließlich stehe ich dazu, dass ich Harry Potter, Taylor Swift und Fußball liebe). Sebastian nimmt aber hin, dass Anni gerne klassische Musik und Popsongs auf ihrem Klavier spielt und mag sie deswegen vielleicht sogar noch mehr. Sie kann ihm gegenüber absolut ehrlich sein und das macht ihn zum absoluten Traumtypen.

Die hervorragenden Charaktere werden auch durch den leichten, flüssigen Schreibstil zum Leben erweckt. Man ist sofort in das Buch eingetaucht und wollte es auch gar nicht mehr verlassen, sodass selbst eine vierstündige Zugfahrt kurzweilig erscheint.

Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Es ist natürlich kein Buch, das literarisch hoch anspruchsvoll ist, das habe ich aber auch gar nicht erwartet und das will ich gar nicht. Trotzdem ist das Buch kein seichter Roman, sondern behandelt durchaus schwierige Themen, wie Gewalt und Vernachlässigung. Auch dass es kein vollständiges Happy End gibt, unterstreicht die Problematiken der Gesellschaft ohne einen moralischen Zeigefinger zu erheben. Also ein sehr gelungenes Buch, das ich definitiv weiterempfehlen werde.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Tolles Setting, das ein bisschen braucht, um sich zu entfalten

When Shadows Darken the Sun
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Die Gestaltung des Buches war ehrlich gesagt zunächst einmal der Hauptgrund, warum ich es unbedingt lesen wollte. Es sieht einfach nur wunderschön aus. Sowohl der Farbschnitt als auch der Schutzumschlag ...

Die Gestaltung des Buches war ehrlich gesagt zunächst einmal der Hauptgrund, warum ich es unbedingt lesen wollte. Es sieht einfach nur wunderschön aus. Sowohl der Farbschnitt als auch der Schutzumschlag sehen sehr edel aus und passen einfach perfekt zu der Geschichte.

Diese hat mich fast ebenso sehr gereizt: Seit Jahrzehnten treten die Erbin des Taghofes und der Erbe des Nachthofes in einem magischen Turnier gegeneinander, in dem die Vorherrschaft über den dritten Hof entschieden werden soll. In den letzten Aufeinandertreffen konnte immer der Nachthof die Auseinandersetzungen für sich entscheiden, dies soll sich allerdings dieses Jahr ändern. Cass ist mit einer Delegation von Lichtkriegern an den Nachthof gereist, um dafür zu sorgen, dass der Taghof endlich wieder an die Macht gelangen kann. Doch sie hat nicht mit dem Erben des Nachthofes gerechnet: Prinz Nox ist ganz anders, als sie erwartet hat und als sie nach einem gefährlichen Zwischenfall zusammenarbeiten müssen, kommen sie sich unerwartet näher. Sie lernen mehr über einander und die Höfe des jeweils anderen und plötzlich ist es gar nicht mehr so leicht, den anderen als Gegner zu sehen. Doch die Tag-und-Nachtspiele stehen an und diese lassen keinen Raum für Gefühle zwischen Cass und Nox.

Ich war wirklich gespannt auf das Buch, weil ich zum einen die Gestaltung unglaublich schön fand und zum anderen extrem gespannt war, wie die Welt in dem Buch aussehen würde. Leider konnte es mich nicht komplett überzeugen, was auch am Schreibstil liegt. Dieser ist zwar leicht und fließend, aber ich habe trotzdem recht lange gebraucht, um richtig in die Geschichte finden zu können. Das liegt vor allem daran, dass man direkt in die Geschichte geworfen wird und sich erst einmal orientieren muss. Man bekommt dafür aber gar nicht so richtig die Zeit, weil schon auf den ersten Seiten so viel passiert, dass ich wirklich Schwierigkeiten hatte, hinterher zu kommen. Dadurch hatte ich lange nicht wirklich das Gefühl, die Welt und die Charaktere wirklich greifen zu können, sodass mir ein bisschen der Sog fehlte, der dafür gesorgt hätte, dass ich das Buch unbedingt weiterlesen wollte.

Leider hatte ich auch deswegen so ein bisschen meine Probleme mit den Charakteren. Ich mochte Cass und Nox dabei sogar recht gerne, aber bei den Nebencharakteren hatte ich ein paar Schwierigkeiten, sie richtig kennenzulernen und habe sie immer wieder verwechselt. Man hat kaum Zeit Cass und die übrigen Lichtkrieger kennenzulernen, bevor man Nox und seine Kämpfer trifft. Dadurch fehlte mir oft ein bisschen die Individualität, auch wenn das im Laufe des Buches etwas einfacher wird und sie mir zumindest zum Teil ans Herz gewachsen sind, aber bis zu diesem Punkt hat es dann doch ein wenig gedauert. Bei Cass und Nox war das ein wenig leichter, weil man durch ihre jeweiligen Sichtweisen schon früh einen guten Einblick in ihr Gefühlsleben bekommt. Ich mochte, dass besonders Nox ganz anders ist, als man zunächst vermutet hätte. Seine Freunde, sein Hof und sein Volk bedeuten ihm viel, sodass komplett verständlich ist, warum es ihm so wichtig ist, dass er die Spiele für sich entscheidet. Cass hat es mir ein bisschen schwerer gemacht, wahrscheinlich weil sie nie alles von sich zeigt. Mir war allerdings schon recht früh klar, was sie verbirgt, sodass der große Plottwist für mich ein bisschen ausblieb. Ich hatte die ganze Zeit ein bisschen gehofft, dass ich falsch liege und dass es vielleicht noch ein paar mehr Überraschungen im weiteren Verlauf der Geschichte geben würde, aber leider folgte es so ein bisschen den typischen Strukturen eines Fantasy Buchs. Das ist keinesfalls schlecht, aber mir fehlte dadurch das Besondere, das dafür sorgt, dass ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht.

Ähnlich ging es mir auch mit dem Setting. Ich fand die Idee wirklich gut, dass es regelmäßig Spiele zwischen den Erben des Tag- und Nachthofes gibt, die entscheiden, wer die Macht über den dritten Hof bekommt. Allerdings kamen mir die Spiele fast ein bisschen kurz. Ich habe komplett verstanden, warum die Lichtkrieger schon früher an den Hof der Nacht reisen, um sich zu akklimatisieren und dass sie dadurch auch das Volk am Hof der Nacht kennenlernen, aber die Spiele wirkten gegenüber den anderen Herausforderungen fast ein bisschen nebensächlich. Vielleicht habe ich das auch so empfunden, weil ich nie so ganz greifen konnte, was genau der dritte Hof überhaupt ist. Es ist klar, dass der Nachthof dadurch mehr Macht bekommt und genau das für den Taghof vom Nachteil ist, aber ich hatte manchmal ein paar Schwierigkeiten, die Welt in ihrer Gänze greifen zu können, zumal man gar keine Möglichkeit hat, den Taghof kennenzulernen.

Alles in allem mochte ich das Buch und nachdem ich erst einmal in die Geschichte gefunden hatte, habe ich es auch recht schnell durchgelesen. Allerdings fehlte mir ein bisschen der Sog, das Besondere, das dafür gesorgt hätte, dass ich es mich komplett gefangen nimmt und ich kaum aufhören konnte zu lesen. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass der zweite Teil genau das schaffen könnte, weil man jetzt schon einen Einblick in die Welt bekommen hat und dadurch im nächsten Teil tiefer in sie eintauchen könnte.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Cozy Lovestory

First-Time Caller
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Das Cover gefällt mir wirklich gut, weil es den Vibe des Buches einfach perfekt einfängt. Die Farben in dem hellen Rosa und Pfirsich geben einen guten Eindruck, wie sich das gesamte Buch anfühlt und die ...

Das Cover gefällt mir wirklich gut, weil es den Vibe des Buches einfach perfekt einfängt. Die Farben in dem hellen Rosa und Pfirsich geben einen guten Eindruck, wie sich das gesamte Buch anfühlt und die Darstellung von Aiden und Lucie entspricht schon sehr meiner Vorstellung von ihnen.

Die Story fand ich ebenfalls reizvoll: Aiden Valentine, der Host der Late-Night Radiosendung Heartstrings, hat den Glauben an die Liebe verloren. Dabei hilft es nicht, dass er jede Nacht Menschen bei belanglosen Liebesproblemen helfen muss. Doch dann meldet sich eines Abends die 12-jährige Maya, die um Dating Tipps für ihre Mutter bittet. Doch Lucie überrascht sie dabei und geht selbst ans Telefon. Spontan schüttet sie Aiden ihr Herz aus und erzählt, dass sie endlich wieder Magie in einer Beziehung fühlen möchte. Als das Gespräch viral geht, sieht die Besitzerin des Radiosenders eine Chance, um die stagnierenden Hörerzahlen zu erhöhen und lädt Lucie in Aidens Sendung ein. Zusammen sollen die beiden jemanden suchen, der die Magie in ihr Leben zurückbringen kann. Doch je mehr Zeit sie in der engen Kabine verbringen, desto näher kommen sich die beiden und Lucie fragt sich, ob die Liebe nicht näher ist, als er erwartet.

Ich habe schon sehr viel Positives über das Buch gehört und wollte das Buch deswegen unbedingt selbst lesen. Ich hatte allerdings wahrscheinlich gerade deswegen ein bisschen zu hohe Erwartungshaltung und habe meine Zeit gebraucht, um in die Geschichte zu finden. Das liegt auch an dem Schreibstil. Ich musste mich wirklich daran gewöhnen, wie das Buch geschrieben ist. Das bedeutet nicht, dass ich ihn nicht mochte, aber er ist ungewohnt und wirkt zu Beginn manchmal ein wenig holprig. Nachdem ich aber ein besseres Gefühl für die Geschichte bekommen habe, konnte ich das Buch wirklich gut durchlesen.

Die Charaktere habe ich hingegen ziemlich schnell in mein Herz geschlossen. Es wird ziemlich schnell deutlich, dass Aiden ein guter Kerl ist, auch wenn er sich selbst was anderes einredet. Ich habe es geliebt zu sehen, wie aufmerksam er Lucie, aber auch ihrer Familie gegenüber ist. Ich konnte sehr gut verstehen, dass er damit auch ihr Herz gewinnen konnte. Ich fand zwar nicht immer gut, dass er seine Gefühle und Emotionen schwer in Worte fassen konnte, was für einen Radiomoderator, der eine Show zum Thema Liebe moderiert, doch ein wenig ungewöhnlich ist, aber ich konnte seine Gründe dennoch nachvollziehen und war froh, dass er versucht hat, besser darin zu werden. Lucies rundum positive Art hat es mir da etwas leichter gemacht, sie ins Herz zu schließen. Sie ist einfach ein guter Mensch und will das Beste für alle in ihrem Umfeld, sodass sie selbst fast immer zu kurz kommt. Ich kann diese Einstellung wirklich gut verstehen, es hat mich aber ab einem gewissen Zeitpunkt ein bisschen frustriert, weil ich das Gefühl hatte, dass sie sich nie wirklich für sich einsetzt und nicht erkennen kann, dass sie es wert ist. Die Dynamiken in ihrem Umfeld mochte ich hingegen extrem gerne. Ich habe geliebt, wie nahe sie dem Vater ihrer Tochter und dessen Ehemann steht, aber auch wie gut die Beziehung zu ihren Arbeitskollegen in der Werkstatt ist. Ich hatte, als ich erfahren habe, dass sie als Mechanikerin arbeitet, zunächst Angst, dass sie dort mit Diskriminierung konfrontiert sein könnte, aber die Männer kümmern sich um sie, während sie sie gleichzeitig dennoch komplett ernstnehmen und als Mechanikerin akzeptieren.

Allgemein lebt das Buch vor allem von dem cozy Vibe und weniger von der Spannung der Story. Das finde ich auch grundsätzlich vollkommen in Ordnung, aber mich konnte die Geschichte einfach nicht so richtig fesseln. Mir war ziemlich klar, was passieren wird und wie der weitere Verlauf des Buches ist, sodass mir einfach so ein bisschen der Sog fehlte, um die Geschichte in einem Zug durchlesen zu können. Es hat mich zwar durchaus unterhalten, aber ich habe wegen der positiven Rezensionen zu dem Buch wahrscheinlich einfach zu viel erwartet.

Alles in allem habe ich das Buch wirklich gerne gelesen und die cozy Vibes genossen, zumal ich die Charaktere wirklich in mein Herz geschlossen habe. Allerdings habe ich vermutlich einfach zu viel erwartet, sodass mich die Geschichte nicht so sehr in ihren Bann ziehen konnte, wie ich erwartet habe.

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