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Veröffentlicht am 14.09.2018

Ein richtig tolles Hörbuch

Drei Frauen am See
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Marie, Friederike, Alexandra und Jule sind beste Freundinnen seit der Schulzeit. Dreißig Jahre lang treffen sie sich jedes Jahr zu Pfingsten im Haus am See, bis ein großer Streit sie entzweit.
Als Marie ...

Marie, Friederike, Alexandra und Jule sind beste Freundinnen seit der Schulzeit. Dreißig Jahre lang treffen sie sich jedes Jahr zu Pfingsten im Haus am See, bis ein großer Streit sie entzweit.
Als Marie zehn Jahre später stirbt, hat sie nur einen großen letzten Wunsch, nämlich die anderen wieder zusammenzubringen. Sie vererbt ihnen das Haus am See, aber nicht ohne Bedingungen.

Werden die drei früheren Freundinnen über ihren Schatten springen?
Was ist damals passiert, dass sie so viele Jahre lang nicht mehr miteinander geredet haben?


Meine Meinung:
Ich habe bisher alle Bücher von Dora Heldt verschlugen und mich deshalb auch besonders auf dieses neue Werk der Autorin gefreut, dem ich zuerst als Hörbuch begegnet bin.
Meine hohen Erwartungen wurden auch dieses Mal nicht enttäuscht. Dank der wunderbar flüssigen Erzählweise und der tollen Lesestimme (die z.T. schauspielerische Qualitäten rüberbringt) bin ich sofort tief in die Geschichte eingetaucht.
Die vier Freundinnen werden sehr liebevoll aus verschiedenen Perspektiven und in verschiedenen Zeiten beschrieben, so dass man sich recht schnell ein gutes Bild von den so unterschiedlichen Frauen machen kann. Durch die diversen Zeit- und Ortssprünge in der Erzählung muss man bei dem Hörbuch teilweise richtig aufpassen, aber durch sie wird die Geschichte auch unglaublich lebendig und spannend sowie hintergründig. Nach und nach kommt man als Hörerin dahinter, was wohl in der Vergangenheit passiert ist, das die Frauen entzweit hat, die doch so lange so gut und intensiv befreundet waren.

Durch den Tod von Marie und diverse andere Schicksalsschläge wird die Geschichte teilweise auch sehr emotional, jedoch völlig ohne kitschig zu wirken. Mich hat die Geschichte beim Hören teilweise so berührt, dass ich Tränen in den Augen hatte.


Fazit:
Die Geschichte und die Art der Erzählung haben mir unglaublich gut gefallen. Ich bin sehr froh, dass ich das Hörbuch angehört habe, denn es hat mir aufgrund seiner kurzweiligen und spannenden Machart manche lange Autofahrt sehr versüßt.

Veröffentlicht am 04.09.2018

Gewohnt gut gemachte Fantasy – auch im Spin-Off

Das Erbe der Macht - Die Chronik der Archivarin: Der verschollene Mentiglobus
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Nach den ersten 12 Bänden (in vier Hardcovern erschienen) gibt es nun zur Serie „Das Erbe der Macht“ das Spin-Off „Die Chronik der Archivarin“ zur Geschichte von Johanna von Orleans und Leonardo da Vinci, ...

Nach den ersten 12 Bänden (in vier Hardcovern erschienen) gibt es nun zur Serie „Das Erbe der Macht“ das Spin-Off „Die Chronik der Archivarin“ zur Geschichte von Johanna von Orleans und Leonardo da Vinci, die in diesem Band vertieft wird. Johanna und Leonardo finden einen mit ihren Erinnerungen befüllten Mentiglobus, den sie scheinbar noch nie zuvor gesehen haben. Wie kommt es, dass sie an bestimmte Ereignisse aus ihrer Vergangenheit überhaupt keine Erinnerung mehr haben? Was wird der Mentiglobus enthüllen, was so lange weggeschlossen war?


Meine Meinung:
Andreas Suchanek schafft es auch in diesem Spin-Off zur Serie „Das Erbe der Macht“ den Leser von der ersten Seite an gefangen zu nehmen. Es geht im gewohnt halsbrecherischen Tempo durch die Erzählung, die wieder mit unglaublich vielen neuen Ideen, Zusammenhängen, Artefakten und Wesen der ganz besonderen Welt aufwartet!

Wir erfahren so vielen über die Vergangenheit von Johanna und Leonardo, was total erhellend für das Verständnis ist. Schön sind auch die vielen Anspielungen auf die vorherigen Bände. Ein kleines bisschen fies sind hingegen viele, viele Anspielungen auf das, was noch kommen wird. Das gibt schon einige gemeine Cliffhanger…

Einzig gefehlt hat mir ein wenig der Humor, den diese Serie ansonsten so auszeichnet. Dass nicht mehr davon rüberkommt liegt wohl vor allem daran, dass Jennifer Denver und Alexander Kent fast überhaupt nicht vorkommen. Aber das wird sich sicherlich im nächsten Hardcover ändern!


Fazit:
Das Spin-Off ist auf jeden Fall sehr lesenswert und für Fans der Serie ein absolutes Must Read.

Veröffentlicht am 04.09.2018

Toll recherchierter und spannend zu lesender historischer Roman aus der Zeit nach dem Wiener Kongress

Die Festung am Rhein
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Franziska ist entsetzt, weil ihr Bruder, der als Soldat für die preußische Armee arbeitet, als mutmaßlicher Spion und Landesverräter verhaftet wurde und unter dem Verdacht steht, geheime militärische Pläne ...

Franziska ist entsetzt, weil ihr Bruder, der als Soldat für die preußische Armee arbeitet, als mutmaßlicher Spion und Landesverräter verhaftet wurde und unter dem Verdacht steht, geheime militärische Pläne entwendet und an die Franzosen gespielt zu haben. Als Halbfranzose liegt der Verdacht zwar nahe, aber Franziska ist felsenfest von der Unschuld ihres Bruders überzeugt und setzt alles daran, seine Unschuld zu beweisen. Dabei nimmt sie sogar in Kauf, mit dem strengen preußischen Offizier Rudolph Harten zusammenarbeiten zu müssen, der vielleicht doch gar nicht so streng ist, wie sie glaubt…


Meine Meinung:
Der Roman „Die Festung am Rhein“ von Maria W. Peter spielt 1822 in Koblenz. Man merkt beim Lesen auf jeder Seite, wie viel Mühe und Arbeit in der Recherche dieses historischen Romans steckt, ohne dass dies irgendwo störend oder zu übertrieben wirkt. Ich habe mich im Gegenteil sehr darüber gefreut, mehr über diese spannende Zeit und das alltägliche Leben der Leute im Rheinland zu erfahren – und dies so nebenbei.

Neben dem tollen historischen Roman ist die Handlung auch ein spannender Krimi, und sie nimmt immer wieder neue Wendungen, bis am Schluss alle Fäden logisch zusammengeführt werden.

Darüber hinaus haben mir die handelnden Personen, allen voran Franziska und Rudolph, sehr gut gefallen. Sie sind authentisch, liebevoll gezeichnet und liefern sich wirklich sehr schöne Dialoge, die mich des Öfteren zum Schmunzeln gebracht haben.


Fazit:
Alles in allem ist dies für mich ein sehr gut erzählter spannender historischer Krimi, den ich sehr gerne gelesen habe!

Veröffentlicht am 04.09.2018

Toll erzähltes berührendes Hörbuch

Das rote Adressbuch
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Doris ist 96 Jahre alt und lebt allein in Schweden. In ihrem Leben hat sie viel erlebt, war in Paris, New York, dann wieder in Schweden. Sie hat ganz unterschiedliche Menschen kennengelernt und die Wirren ...

Doris ist 96 Jahre alt und lebt allein in Schweden. In ihrem Leben hat sie viel erlebt, war in Paris, New York, dann wieder in Schweden. Sie hat ganz unterschiedliche Menschen kennengelernt und die Wirren des zweiten Weltkriegs überlebt. Nun wird sie von einem mobilen Pflegedienst betreut.
Für ihre Großnichte Jenny schreibt sie ihre bewegte Geschichte zwischen den Kontinenten auf.


Meine Meinung:
Das Hörbuch wird von zwei Sprecherinnen gelesen – eine liest die Passagen aus der Gegenwart der alten Doris, die andere liest die Erzählung aus Doris’ Leben in der Vergangenheit. Dadurch kann man unglaublich gut zuhören und gut zwischen den beiden Zeiten unterscheiden.

Die Autorin schafft es, durch extrem gute Beobachtungen und genaue Beschreibungen dem Hörer / der Hörerin ein sehr genaues Bild zu geben vom Aussehen der Personen in Doris‘ Leben, Städten und Orten, Erlebnissen. Für mich war es wirklich ungewöhnlich, wie gut und ausführlich diese beschreibenden Schilderungen waren.

Durch die eindringliche Erzählweise und die spannenden und bewegenden Erlebnisse von Doris hat mich das Hörbuch gleich in seinen Bann gezogen und die Geschichte hat mich wirklich berührt. Teilweise habe ich richtige Beklemmungen gespürt, wenn gar so etwas Packendes passiert ist.


Fazit:
Dieses Hörbuch hat mir so gut gefallen, dass ich dadurch Hörbücher grundsätzlich für mich wiederentdeckt habe. Ich werde mir nun auch wieder andere Hörbücher besorgen, die ich zum Beispiel im Auto hören kann.

Veröffentlicht am 23.08.2018

Hat mich berührt und gefesselt

Zwischen uns ein ganzes Leben
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Judith lebt als Jüdin 1940 im von den Deutschen besetzten Paris und muss erleben, wir ihr Leben von den Besatzern immer schwieriger gemacht wird. Hoffnung gibt ihr nur ihre Liebe zu Bankierssohn Christian, ...

Judith lebt als Jüdin 1940 im von den Deutschen besetzten Paris und muss erleben, wir ihr Leben von den Besatzern immer schwieriger gemacht wird. Hoffnung gibt ihr nur ihre Liebe zu Bankierssohn Christian, der sie schließlich sogar versteckt.
Viele Jahre später ist Jacobina in Washington auf der Suche nach ihrer Halbschwester Judith, als Béatrice in ihr Leben tritt. Diese ist nicht wirklich zufrieden in ihrem Job bei der Weltbank und ihrer Beziehung und hilft Jacobina bei der Suche und die beiden Frauen freunden sich an.
Wie der Zufall es will, führt die Suche weiter, als sie jemals gedacht hätten…


Meine Meinung:
Der Roman von Melanie Levensohn lässt sich dank ihrer sehr flüssigen und packenden Erzählweise sehr gut lesen. Ich war direkt in der Handlung gefangen, was für mich noch einmal durch die unterschiedlichen Perspektiven und zeitlichen Zusammenhänge, in denen der Roman erzählt ist, unterstützt wurde.
Mit den Protagonistinnen konnte ich mich gleich identifizieren, denn ich fand sie authentisch erzählt mit einer für mich nachvollziehbaren Entwicklung.
In der Handlung hat mich zum einen die Leidensgeschichte Judiths im besetzten Paris sehr mitgenommen, zum anderen habe ich aber auch mit Béatrice, die es nicht leicht mit ihrem Chef und auch in ihrer Beziehung hatte, mitgefühlt.


Fazit:
Ich kann den Roman nur empfehlen, da er mich gepackt und berührt hat.