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Veröffentlicht am 18.02.2019

Wo ist zu Hause?

Worauf wir hoffen
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Fatima Farheen Mirzas Debütroman “Worauf wir hoffen“ erzählt von einer muslimischen Familie in Kalifornien. Die Eltern Rafiq und Laila stammen aus Indien und stellen die erste Einwanderergeneration dar. ...

Fatima Farheen Mirzas Debütroman “Worauf wir hoffen“ erzählt von einer muslimischen Familie in Kalifornien. Die Eltern Rafiq und Laila stammen aus Indien und stellen die erste Einwanderergeneration dar. Sie haben drei Kinder: die Töchter Hadia und Huda und den Sohn Amar. Die Eltern sind sehr religiös und setzen in ihrem Leben in der muslimischen Gemeinde die Überzeugungen und Glaubensvorschriften gewissenhaft um. Bei den Töchtern funktioniert das lange Zeit gut. Nur der Sohn ist von Anfang an schwierig und rebellisch, gerät immer wieder in Konflikte in der Schule und mit dem strengen Vater. Später wird Amar sagen, dass er sich in dieser Familie nie zu Hause gefühlt hat. Die Mutter liebt ihren Jüngsten über alles und versucht auszugleichen.
Der Roman beginnt mit der Hochzeit der Ältesten, die entgegen der Tradition keine arrangierte Ehe eingeht, sondern ihren Partner selbst ausgesucht hat. Sie hat ihren Bruder Amar eingeladen, der drei Jahre zuvor die Familie nach einer weiteren Auseinandersetzung mit dem Vater verlassen hat. Am Hochzeitstag sieht er Amira Ali, die Liebe seines Lebens wieder, und es kommt erneut zum Bruch, weil er vom Verrat seiner Mutter erfährt.
Die Autorin wählt eine sehr komplexe Romanstruktur, die für den Leser manchmal verwirrend ist. Sie erzählt die Familiengeschichte nicht linear, sondern mit ständigen Perspektivwechseln und Zeitsprüngen, wobei sie mal weit zu den Anfängen in Indien zurückgeht, dann wieder eine zukünftige Entwicklung beschreibt, wo Hadia und ihre Kollegen den an einem Hirntumor leidenden Vater behandeln. Es gibt kein Happy End in dieser Geschichte, aber sie endet dennoch versöhnlich, weil der Vater am Ende begreift, dass er den Vorschriften des Glaubens nicht immer oberste Priorität hätte einräumen dürfen, sondern dem Sohn auch mit Liebe und Mitmenschlichkeit hätte begegnen müssen.
Die Autorin spricht viele Themen an, die ihre eigenen Erfahrungen spiegeln: Inwieweit müssen sich Einwanderer assimilieren? Können sie nach 9/11 in einer westlichen Zivilisation noch demonstrativ ihren muslimischen Glauben leben? Wie löst die nächste Generation den Konflikt zwischen den überkommenen Traditionen, dem gebotenen Respekt gegenüber den Eltern und der Rücksicht auf das Ansehen in der Gemeinschaft einerseits und dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben andererseits? Mirza zeigt, wie schwer es vor allem Mädchen haben, weil sie durch Glaubens- und Verhaltensvorschriften noch viel stärker eingeschränkt sind als Jungen.
Mir hat der Roman gefallen, obwohl er sich wegen der beschriebenen Struktur, vor allem aber durch das Porträt einer von tiefer Frömmigkeit geprägten Lebensart nicht gerade mühelos liest. Die unzähligen nicht übersetzten religiösen Begriffe machen es nicht einfacher, diese fremde Welt zu verstehen, aber die Anstrengung lohnt sich.

Veröffentlicht am 11.11.2018

Wie gehen wir mit unserem eigenen Tod um?

Die Unsterblichen
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In “Die Unsterblichen“, Chloe Benjamins zweitem Roman, geht es um die Golds, eine jüdische Einwandererfamilie der zweiten Generation. Die Golds leben in der Lower East Side in New York. An einem heißen ...

In “Die Unsterblichen“, Chloe Benjamins zweitem Roman, geht es um die Golds, eine jüdische Einwandererfamilie der zweiten Generation. Die Golds leben in der Lower East Side in New York. An einem heißen Sommertag in den endlos langen, ereignislosen Ferien suchen die vier Kinder der Familie Gold eine Wahrsagerin auf, die angeblich jedem seinen genauen Todestag vorhersagen kann. Varya, 13, Daniel, 11, Klara 9 und Simon, 7 bekommen in Einzelgesprächen diese Auskunft, die ihr Leben verändert.
Benjamin erzählt in vier Abschnitten jeweils aus der Perspektive von einem der Geschwister und in der Reihenfolge ihrer Todesdaten die Lebensgeschichten, die etwa ein halbes Jahrhundert abdecken. Simon geht als 16jähriger mit seiner Schwester Klara nach San Francisco und genießt dort angesichts seiner geringen Lebenserwartung sein Leben in vollen Zügen - ohne Rücksicht auf mögliche Risiken. Klara verwirklicht ihren Traum, Magierin zu werden und ist zusammen mit ihrem Mann zuletzt sehr erfolgreich in Las Vegas. Daniel ist Arzt beim Militär und leidet sein Leben lang unter der Prophezeiung. Varya soll laut Vorhersage 88 Jahre alt werden, lebt aber so, als müsste sie durch übertriebene Vorsicht selbst dazu beitragen. Sie verliert nacheinander ihre Geschwister. Nach dem glamourösen Anfang, in dem Simon und Klara buchstäblich im Rampenlicht stehen, wirkt die zweite Hälfte zunehmend düster.
Der eindrucksvolle Roman behandelt eine Reihe von Themen neben der zentralen Frage, ob das Wissen um den eigenen Todestag ein Fluch oder ein Segen ist und inwiefern es die Lebensentscheidungen beeinflusst. Für den Leser sieht es so aus, als ob die vier Protagonisten mit diesem Wissen Entscheidungen treffen, die zwangsläufig zu dem angekündigten Tod führen. Es gibt keine Fantasy-Elemente und keinen faulen Zauber, sondern eher so etwas wie eine „self-fulfilling prophecy“. Daneben geht es um Liebe und um familiäre Beziehungen, um Trauer und Verlust. Die Geschwister sind unauflöslich miteinander verbunden und dennoch über Jahre getrennt, zerstritten, einander entfremdet. Der Roman berührt, auch wenn er teilweise etwas konstruiert wirkt und vor allem der vierte Abschnitt um die Biologin Varya eine Menge wissenschaftliches Material enthält, das den Lesefluss hemmt. Mir hat der Roman mit kleinen Einschränkungen gut gefallen.

Veröffentlicht am 30.09.2018

Die Wurzeln der Gewalt

Die Gestalt der Ruinen
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In seinem neuen Roman “Die Gestalt der Ruinen“ setzt sich Juan Gabriel Vásquez mit der Geschichte Kolumbiens und der bis heute anhaltenden Instabilität auseinander. Im Mittelpunkt der Erzählung stehen ...

In seinem neuen Roman “Die Gestalt der Ruinen“ setzt sich Juan Gabriel Vásquez mit der Geschichte Kolumbiens und der bis heute anhaltenden Instabilität auseinander. Im Mittelpunkt der Erzählung stehen zwei Attentate, die das Land entscheidend geprägt haben: die Ermordung von General Rafael Uribe Uribe im Oktober 1914 durch zwei Handwerker und der Tod des liberalen, oft mit John F. Kennedy verglichenen Politikers Jorge Eliécer Gaitán am 9. April 1948, auf den der Bogotazo genannte Volksaufstand und später der blutige Bürgerkrieg “Violencia“ zwischen den Anhängern der liberalen und der konservativen Partei folgten. Die Taten des grausamen Drogenbarons Pablo Escobar und seiner paramilitärischen Einheiten in den 80er Jahren haben den Staat weiter destabilisiert und gespalten und sein Ansehen in der Welt nachhaltig beschädigt (“Narco-Republik“).
Die zentrale Figur des Romans ist der Schriftsteller Vásquez, der zweifach in Erscheinung tritt: als realer Autor und als fiktive Figur, der eine Fülle von autobiografischen Details, z.B. die Jahre im Exil in Barcelona, die zu früh geborenen Zwillingstöchter, seine eigenen Bücher samt literarischen Einflüssen Authentizität verleihen. Die Romanfigur Vásquez wird von dem ihm bekannten Arzt Doktor Benavides mit Carlos Carballo, einem paranoiden Verschwörungstheoretiker, zusammengebracht. Carballo hat sein Leben der Aufklärung des Mordes an Gaitán gewidmet und möchte Vásquez als Autor eines Buches gewinnen, das endlich die offizielle Version des Einzeltäters Joan Rosa Sierra widerlegt und die Wahrheit über eine nie aufgedeckte Verschwörung offenlegt. Für Carlos Carballo hängen die Morde an General Uribe und Gaitán zusammen, folgen sie nach seiner Überzeugung doch demselben Muster von sichtbaren Tätern und verdeckt agierenden Verschwörern. Auch andere Ereignisse und Morde an Prominenten gehören für ihn in dieselbe Kategorie: 9/11, die Ermordung von John F. Kennedy, der Tod von Lady Di usw. sind für ihn ebenfalls anders verlaufen, als die offizielle Version uns glauben machen möchte. Die “wirkliche“ Wahrheit muss erst noch aufgedeckt werden. Nach anfänglicher wütender Ablehnung lässt sich Vásquez immer mehr in die Sache hineinziehen, nicht zuletzt um in Benavides´ Auftrag die aus seinem makabren Privatmuseum gestohlenen Knochenreste von Uribe und Gaitán zurückzuholen, die für alle Beteiligten allmählich den Status von Reliquien annehmen.
Juan Carlos Vásquez liefert zwar eine gründliche Auseinandersetzung mit Verschwörungstheorien und ihren Vertretern, zeigt das undurchdringliche Geflecht von nicht beweisbaren Theorien, Gerüchten und Anekdoten, muss aber letztlich schlüssige Beweise für Verschwörungen schuldig bleiben - genauso wie der Jurist Marco Tulio Anzola, der im Fall Uribe mit seinen Aussagen und Veröffentlichungen u.a. des Buches “Wer sind sie?“ sein Leben in Gefahr brachte und notgedrungen ins Exil ging. Vásquez´ Buch ist eine sogenannte Autofiktion, in der sich autobiografische Bezüge und die fiktionale Handlungsebene vermischen. Es ist außerdem ein historischer Roman, der sich mit einer Fiktion verbindet. So führt der Autor den Leser in ein verwirrendes Labyrinth. Unscharfe Fotos und Dokumente scheinen den Wahrheitsgehalt der Darstellung zu belegen, und dennoch ist es ein Werk der Fiktion.
Mir hat der nicht leicht zu lesende, zu epischer Breite und ungeheurer Detailfülle neigende Roman insgesamt gefallen, thematisiert er doch die Frage nach Realität und Fiktion genauso wie das Leiden der Kolumbianer an der von Generation zu Generation vererbten Geschichte von Gewalt und Tod. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen.

Veröffentlicht am 14.09.2018

Die lange Nacht der Geschichte(n)

Königskinder
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Max und Tina befinden sich mit dem Auto auf dem Heimweg in den Schweizer Bergen. Als sie einen gesperrten Alpenpass im Greyerzer Land befahren, kommen sie im Schneesturm von der Straße ab und bleiben ...

Max und Tina befinden sich mit dem Auto auf dem Heimweg in den Schweizer Bergen. Als sie einen gesperrten Alpenpass im Greyerzer Land befahren, kommen sie im Schneesturm von der Straße ab und bleiben im Graben liegen. Sie müssen die Nacht im Auto verbringen und auf die Schneefräse warten. Um sich die Zeit zu verkürzen, erzählt Max Tina eine wahre Geschichte, die sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zugetragen hat. Jakob Boschung, ein früh zur Vollwaise gewordener armer Hirte, hütet im Sommer hoch oben auf dem Berg die Kühe der Bauern aus der Ebene. Eines Tages begegnet er Marie, der Tochter eines reichen Bauern, und sie verlieben sich ineinander Der Bauer duldet diese Beziehung nicht. Der chancenlose Jakob verpflichtet sich für mehrere Jahre als Soldat. Marie wartet auf ihn. Dann muss er nach Versailles gehen und sich um die Kühe von Prinzessin Elisabeth, der Schwester von Ludwig XVI. auf ihrem Bauernhof in der Nähe des Schlosses kümmern. Als die Prinzessin von den getrennten Liebenden erfährt, spannt sie ihren Bruder ein und nutzt diplomatische Wege, um Jakob nach Versailles zu holen. Endlich sind die Liebenden wieder vereint. Ihr ungetrübtes Glück dauert jedoch nicht lange, denn die Französische Revolution bricht aus.
Capus erzählt eine berührende Geschichte von einer großen Liebe, die alle Widerstände überwindet und lange Jahre der Trennung überdauert. Max und Tina diskutieren und streiten, wie sie das immer tun, obwohl sie sich lieben und in den wirklich wichtigen Dingen übereinstimmen. Tina protestiert, wenn die Geschichte ihrer Meinung nach kitschig oder unglaubwürdig zu werden droht. Max verteidigt seine Version. Das Ganze wird mit viel Humor und Wortwitz erzählt. Capus´ Roman ist kurz, aber kein Leichtgewicht. Die gewählte Struktur ist raffiniert – eine Geschichte in der Geschichte – und sprachlich virtuos, manchmal drastisch; "… quer durch den Wald an urinierenden, defäkierenden und kopulierenden Hochadligen vorbei,…“ (S. 112). Den französischen Hof beschreibt er so: “…, überall diese parfümierten und gepuderten Hofschranzen, diese Gecken und Speichellecker mit ihren Hintergedanken, (…), rund um die Uhr wimmelt es im Schloss von müßiggängerischen, nichtsnutzigen Claqueuren, überall unterwürfige Lakaien, selbstgefällige Galane, läufige Hunde und kaltgeile Kokotten, an jeder Ecke lauern geschminkte und parfümierte Blutsauger und Lustknaben, nirgends ist man sicher vor dem hündischen Gehechel der Schmarotzer, dem Gewinsel der Intriganten, dem schwanzwedelnden Kratzbuckeln der Parasiten und Manipulateure und ihrem falschen Gesäusel, ihrer devoten Knickserei -…“ (S. 73). So ein Satz nimmt schon mal eine ganze Seite ein.
Ich habe den Roman gern gelesen und bleibe weiterhin ein Fan von Alex Capus.

Veröffentlicht am 25.08.2018

Die See, die See

Manhattan Beach
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Jennifer Egans neuer Roman “Manhattan Beach“ ist zugleich historischer Roman und Krimi. Die Autorin zeichnet ein gut recherchiertes Porträt von New York zur Zeit der Wirtschaftskrise und während des ...

Jennifer Egans neuer Roman “Manhattan Beach“ ist zugleich historischer Roman und Krimi. Die Autorin zeichnet ein gut recherchiertes Porträt von New York zur Zeit der Wirtschaftskrise und während des Zweiten Weltkriegs. Eddie Kerrigan, der Vater der Protagonistin Anna, arbeitet zunächst als Laufbursche für einen Gewerkschaftsboss, später für Dexter Styles, einen reichen und mächtigen Gangster, der verschiedene Nachtclubs besitzt. Eines Tages begleitet die 11jährige Anna ihren Vater zum Anwesen der Styles und lernt dessen Familie kennen. 8 Jahre später ist der Vater seit 5 Jahren spurlos verschwunden. Anna kümmert sich mit Mutter Agnes um die schwerstbehinderte jüngere Schwester Lydia. Zunächst führt sie in der Werft Messungen durch, dann bewirbt sie sich als erste Frau um eine Ausbildung als Taucherin – anfangs vergeblich. In dieser reinen Männerdomäne will man keine Frauen. Doch eines Tages überwindet sie alle Widerstände und repariert von da an mit ihren Kollegen Kriegsschiffe in der Werft. Als sie eines Tages einen Nachtclub besucht, sieht sie Dexter wieder, der sie aber nicht erkennt. Sie bemüht sich um Kontakt zu ihm, weil sie glaubt, dass er etwas über den Verbleib ihres Vaters weiß. Anna hat nie aufgehört, nach ihm zu suchen, ihn zu vermissen. Sie ist überzeugt, dass er wegen seiner Tätigkeit für das Syndikat sterben musste. Dexter Styles hat tatsächlich Informationen für sie. Dexter und Anna fühlen sich zueinander hingezogen und bringen sich damit in Lebensgefahr.
Der vielschichtige Roman wird aus drei verschiedenen Erzählperspektiven mit mehreren Wechseln der Zeitebene erzählt. Der Leser blickt aus Annas, Eddies und Dexters Sicht auf die Ereignisse. Jeder der drei hat ein Geheimnis. Ihre Schicksale sind unauflöslich miteinander verknüpft, wie erst allmählich deutlich wird. Neben der Krimihandlung gewährt die Autorin Einblick in den zeitgenössischen Kontext: die Kriegsereignisse ebenso wie die Stellung der Frau in der damaligen Gesellschaft, die Rolle der Gewerkschaften und des organisierten Verbrechens. Sehr detaillierte Beschreibungen von Tauchgängen samt Ausrüstung und den mit der Arbeit in der Tiefe verbundenen Gefahren zeigen, dass Egan auch hier sehr gründlich recherchiert hat. Neben den genannten Figuren ist jedoch das Meer der heimliche Protagonist dieses Romans, denn nicht das städtische New York steht im Mittelpunkt, sondern Brooklyn und Manhattan Beach. Die Autorin teilt die Faszination ihrer Protagonisten für den Sehnsuchtsort Meer und seine symbolische Bedeutung, seine reinigende und erneuernde Kraft, aber auch seine sichtbare Oberfläche mit einem verborgenen Untergrund, die die Ereignisse auf der Handlungsebene spiegelt.
Mir hat der auch sprachlich anspruchsvolle Roman gut gefallen. Spannung bezieht er vor allem aus der Tatsache, dass die verschiedenen Erzählstränge erst gegen Ende zusammengeführt und erst dann alle zurückgehaltenen Antworten gegeben werden. Der Leser braucht etwas Geduld, aber es lohnt sich.