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Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Täuschung

Die Täuschung
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Nachdem ich nun schon so viele Bücher von Charlotte Link gelesen habe, freute ich mich auf dieses. Allerdings muss ich gleich sagen dass es nicht ihr bestes Buch ist. Die Geschichte ist vorhersehbar und ...

Nachdem ich nun schon so viele Bücher von Charlotte Link gelesen habe, freute ich mich auf dieses. Allerdings muss ich gleich sagen dass es nicht ihr bestes Buch ist. Die Geschichte ist vorhersehbar und dadurch nicht ganz so spannend. Sonst ist Charlotte Link sich treu geblieben. Sie bringt wieder mehrere Handlungsstränge die einem zum weiterlesen animieren. Durch ihren tollen Schreibstil ist schon von der ersten Seite an eine gewisse Spannung da, die leider hier aber nicht ganz so intensiv ist wie in anderen Werken. Frau Link hat hier versucht ein raffinierten, psychologischen Spannungsroman zu kreieren, was ihr auch teilweise gelungen ist.

Nichts ist so wie es scheint. Peter Simon ist ein liebender Ehemann und Vater und auch im Beruf hat er Erfolg. Als er nach Frankreich fährt um dort mit einem Freund eine Segeltour zu machen ist etwas anders als sonst. Seine Frau Laura bekommt nicht wie üblich einen Anruf von ihm und auch die sein Freund Christopher ist komisch am Telefon sowie ein befreundetes Paar der Simons. Irgendetwas scheint nicht zu stimmen, also begibt Laura sich auf die Suche nach ihren Mann und fördert dabei Widersprüche zu Tage und Dinge die ihren Mann in einem ganz anderen Licht dastehen lassen.

Zur gleichen Zeit treibt sich ein Mörder ganz in der Nähe von dem Ferienhaus der Simons rum. Er hat eine junge Frau und ihre 4 jährige Tochter ermordet. Hat diese Tat etwas mit Peters verschwinden zu tun?

Auch wenn es für mich nicht ein gewohnter Charlotte Link Roman war, habe ich ihn doch gerne gelesen. Allerdings sollte man nicht mit zu hohen Erwartungen an dieses Buch ran gehen, denn dann könnte man enttäuscht werden.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Seelenangst

Seelenangst
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Seelenangst ist der zweite Fall für Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin. Insgesamt gibt es vier Bücher mit der Ermittlerin und jedes behandelt ein ganz eigenes Thema. Nicht jedem ...

Seelenangst ist der zweite Fall für Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin. Insgesamt gibt es vier Bücher mit der Ermittlerin und jedes behandelt ein ganz eigenes Thema. Nicht jedem liegt dieses Thema im vorliegenden Buch. So ging es mir zu mindestens. Es wird das Thema Satanismus und die Werktaten dahinter beschrieben und dieses Thema liegt mir nicht ganz so. Sonst ist das Buch wieder ein toller Thriller der Spannend und blutig ist und es wirklich bis an die ekelschwelle schafft. So gibt es Szenen die einen dem Magen umdrehen, die aber trotzdem zum Buch passen.

Es ist knapp 6 Monate her als Clara einen Serienkiller geschnappt hat der sich „Der Namenlose“ nannte. Die Ruhe die sich daraufhin im LKA eingestellt hat drückt, denn es gibt wieder einen neuen Serienmörder. Er nennt sich „Der Drache“ und tötet Menschen die nach außen hin eine weiße Weste haben, doch eigentlich ein ganz schmutziges Geschäft betreiben. „Der Drache“ hat eine ganze Armee die ihm dabei unterstützen und eine dunkle Macht hinter sich. Er weist den Ermittlern einen ganz bestimmten Weg auf. Dieser führt sie nach Rom – zum Chef-Exorzisten des Vatikans…

Was mir an dem Buch gut gefallen hat war die Spannung, aber auch das ungewisse bis zum Ende. Der Autor verrät nicht zu viel und hält so die Fäden bis zum Schluss zusammen. Er fügt sie am Ende brillant zusammen. Wenn es ein anderes, sagen wir mal, Hauptthema gewesen wäre hätte mir das Buch besser gefallen. Aber mit dem ganzen Satanismus etc war es mir doch zu heftig.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Der Kaffeedieb

Der Kaffeedieb
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Bisher kannte ich nur die Kulinarischen Krimis rund um Xavier Kiefer von Tom Hillenbrand und war deswegen ganz gespannt auf diesen historischen Roman. Cover und Titel haben weiter dazu beigetragen das ...

Bisher kannte ich nur die Kulinarischen Krimis rund um Xavier Kiefer von Tom Hillenbrand und war deswegen ganz gespannt auf diesen historischen Roman. Cover und Titel haben weiter dazu beigetragen das ich dieses Buch lesen wollte. Beides passt gut zusammen, aber hat wenig mit der dann beschriebenen Geschichte zu tun.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und ich kam gut in die Geschichte rein. Doch hat es der Autor geschafft mich gleichzeitig zu verärgern. Er baut an mehreren Stellen eine Spannung auf und macht plötzlich einen Szenenwechsel und gibt dem Leser nur noch eine minimalistische, nicht mehr spannende Rückblendung. Was ich sehr schade finde, denn das Buch hätte viel Spannender sein können.

Obediah Chalon gehörte zum englischen Adelshaus. Da er aber katholisch ist, wurde ihm bzw seiner Familie alles weggenommen. Statt sich aber eine ehrliche Arbeit zu suchen versteht er sich darauf zu betrügen und versucht sein Glück an der Börse. Doch der Virtuose erleidet Schiffbruch an der Börse und hat allen Grund zu verzweifeln. Doch da bekommt er von der Vereinigten Ostindischen Kompanie ein Angebot. Er soll für die VOC einige der begehrten Kaffeepflanzen der Türken stehlen. Dazu bekommt er die finanzielle Unterstützung die er benötigt. Obidiah fängt an Pläne zu schmieden und sich eine bunte Gruppe von Unterstützern zusammen zu stellen.

Die Geschichte an sich klingt spannend, aber es hätte sich hier um irgendetwas X-Beliebiges handeln können was Obediah und seine Begleiter stehlen wollen. Es ging mir hier viel zu wenig um den Kaffee, der laut Titel und der Buchbeschreibung im Vordergrund stehen sollte.

Tom Hillebrand lässt seine Protagonisten alle etwas Blass wirken und man kann sich mit keinem so wirklich anfreunden. Sie bleiben einem bis zum Schluss fremd. Was ich hingegen sehr gut fand sind die historischen Ereignisse und auch Fakten über Dechiffrierung und naturwissenschaftliche Bereiche einfließen.

Dies ist ein historischer Roman den man einmal lesen kann, aber nicht unbedingt lesen muss. Dafür geht mir die ganze Mission am eigentlichen Ziel Kaffeepflanzen zu stehlen vorbei.

Veröffentlicht am 27.02.2026

The Woman in Suite 11

The Woman in Suite 11
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The Woman in Suite 11 von Ruth Ware ist eine Fortsetzung zu dem Buch The Woman in Cabin 10. Man muss den Vorgänger nicht unbedingt gelesen haben um in diesen Thriller einzutauchen. Um ehrlich zu sein, ...

The Woman in Suite 11 von Ruth Ware ist eine Fortsetzung zu dem Buch The Woman in Cabin 10. Man muss den Vorgänger nicht unbedingt gelesen haben um in diesen Thriller einzutauchen. Um ehrlich zu sein, ich habe den ersten Teil gelesen und so gut wie keine Erinnerungen mehr daran. Beide Bücher sind in sich abgeschlossen und können separat gelesen werden.

Lo Blacklock hatte vor 10 Jahren eine traumatische Schiffsreise erlebt. Sie schrieb ein Buch darüber, hat geheiratet und wurde Mutter. Doch langsam möchte sie wieder ins Berufsleben als Journalistin starten. Da kommt die Einladung zu einer Luxushoteleröffnung in der Schweiz genau richtig. Doch sie ahnt nicht das sie dort mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird und sie wieder in ungeahnte Schwierigkeiten gerät.

Ich lese die Bücher von Ruth Ware recht gerne. Sie hat einen angenehmen Schreibstil. Die Bücher lassen sich leicht und schnell lesen. Zudem paart sie eine subtile mit einer sehr greifbaren Allerdings konnte mich damals schon The Woman in Cabin 10 nicht ganz überzeugen daher hatte ich gehofft, dass die Fortsetzung besser wird. Doch leider empfand ich die Hauptprotagonistin noch für genauso naiv und gutgläubig wie im ersten Band. Sie hat aus ihrer Erfahrung nicht wirklich was gelernt. Am liebsten hätte ich sie mehrfach geschüttelt und ihr gesagt sie soll doch endlich mal ihren Kopf einschalten. Sie manövriert sich in Situationen die nicht hätten sein müssen. An anderen Stellen handelt sie so unbedacht das ich an ihrem Verstand zweifelte. Gerade aufgrund ihrer gemachten Erfahrungen sollte sie eigentlich vorsichtiger sein.

Auch die Geschichte baut sich etwas schleppend und zäh auf. Nach gut einem viertel des Buches war noch nicht viel passiert und man stand gefühlt immer noch am Anfang der Geschichte. Zudem gibt es viele Wiederholungen und unnötiges Geplänkel. Darunter leidet die Spannung. Bis dann ein Mord geschieht ist das Buch schon zur Hälfte, wenn nicht gar mehr gelesen gewesen. Die Auflösung war sehr vorhersehbar und hatte ich mir im Großen und Ganzen so gedacht gehabt.

Es wirkt alles sehr konstruiert, langatmig, teilweise unrealistisch und nichtssagend. Für mich blieben auch noch ein paar Kleinigkeiten offen die nicht geklärt wurden. Schade aber dieser Thriller konnte mich nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Belladonna

Belladonna
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Belladonna von Karin Slaughter ist Band 1 ihrer Grant-County Reihe. Dabei handelt es sich um einen Thriller der nichts für zartbesaitete Menschen ist.

Die Collegeprofessorin Sybill wird in einem Restaurant ...

Belladonna von Karin Slaughter ist Band 1 ihrer Grant-County Reihe. Dabei handelt es sich um einen Thriller der nichts für zartbesaitete Menschen ist.

Die Collegeprofessorin Sybill wird in einem Restaurant ermordet aufgefunden. Die junge Frau wurde aufgeschlitzt und Vergewaltig. Zudem findet man bei weiteren Untersuchungen das Gift Belladonna in ihrem Körper. Die Kinderärztin und Gerichtsmedizinerin Sara Linton hat Sybill gefunden und zusammen mit ihrem Ex Mann dem Polizisten Jeffrey Tolliver macht sie sich auf die Suche nach einem sadistischen Psychopathen ohne zu ahnen das es noch weitere Opfer geben wird.

Ich bin etwas Zwiegespalten was das Buch anbelangt. Die Grundidee fand ich spannend und interessant. Allerdings hatte ich mit der Sprache und dem sehr detaillierten Bluttaten so meine Schwierigkeiten. Die Autorin hat einen recht vulgären und ordinären Sprachschatz in dem Buch gebraucht. Sowas nimmt mir die Freude an einem Buch.

Zudem kam kaum wirklich Spannung auf und die Story plätscherte stellenweise vor sich her. Es gab Stellen die wurden für mich zu sehr ausgeschmückt und andere zu schnell abgehandelt. Gerade die Beschreibungen von den Morden oder einer Vergewaltigung müssen nicht so detailliert und bildhaft beschrieben werden. Dies ist aus meiner Sicht nicht essentiell um Spannung oder einen Gänsehautfaktor in das Buch einzubauen. Auch bleibt die Ermittlungsarbeit teilweise auf der Strecke und das Motiv des Täters wird nicht klar herausgestellt. Bis man auf den Täter kommt gibt es viele falsche Spuren oder Ideen denen gefolgt wird. Selbst als der Leser den Täter schon erkannt hat, dauerte es noch bis die Ermittler in die richtige Richtung dachten. Am Ende gibt es einen unnötigen Actiongeladenen Showdown. Was für amerikanische Thriller typisch ist.

Die Sprecherin Nina Petri hat einen guten Job gemacht. Sie hat das Buch angenehm eingelesen. Sie gibt jedem Charakter seine eigene Stimmel und spielt gut mit dem Tempo. Ich konnte ihrer Vortragsweise gut folgen.

Wie gesagt auf der einen Seite fand ich die Story gut, an der Umsetzung und der Sprache hapert es.

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