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Veröffentlicht am 08.09.2018

Der Traummacher

Der Traummacher
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Simona Wiesner erliegt einem Herzleiden. Ihre Mutter Franziska kommt darüber nicht hinweg. Eines Tages glaubt sie, Simonas Stimme zu hören. Kurz darauf wird Franziska tot in ihrem Keller gefunden. Auf ...

Simona Wiesner erliegt einem Herzleiden. Ihre Mutter Franziska kommt darüber nicht hinweg. Eines Tages glaubt sie, Simonas Stimme zu hören. Kurz darauf wird Franziska tot in ihrem Keller gefunden. Auf ihrem Körper sind viele menschliche Bisswunden. Bald gibt es eine zweite Frauenleiche, Simonas beste Freundin und Geschäftspartnerin. Auch diese weist Bisswunden auf. Nils Trojan und sein Team ermitteln.

Es ist ein spannender und mysteriöser Fall, um den sich Trojan kümmern muss. Wer war diese Simona Wiesner, und warum sterben Menschen aus ihrem Umfeld auf so grausame Weise? Als Leser fliegt man förmlich durch die Geschichte, wobei die eigentlichen Ermittlungen von den sonstigen Geschehnissen in den Hintergrund gerückt werden. Doch dies trübt den Lesespaß nicht.

Das große Rätsel um Simona und den Tod der beiden anderen Figuren erhält trotzdem noch genug Raum. Gut ausgearbeitete Charaktere vervollständigen die Geschichte zu einem gelungenen Roman. Natürlich gibt es zwischendurch einige Wendungen, welche alles in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Dieser Psychothriller besitzt alle Zutaten, wie sie von diesem Genre erwartet werden. Dabei verzichtet Bentow auf zu ausführliche Beschreibungen der Verletzungen. Hier überlässt er es der Fantasie seiner Leser, in welchem Zustand genau sich die Opfer befinden.

„Der Traummacher“ ist das sechste Buch aus der Reihe um Nils Trojan. Da der Leser kaum etwas über die vergangenen Fälle erfährt, lässt sich das Buch ohne Vorkenntnisse lesen.

Veröffentlicht am 08.09.2018

Fremdes Leben

Fremdes Leben
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Cilly Castrup erwacht aus dem Koma und kann sich an fast nichts mehr erinnern. Sie glaubt aber, mit einem Achim verheiratet zu sein. Im Krankenhaus stellen sich jedoch Carsten Beermann als ihr Ehemann ...

Cilly Castrup erwacht aus dem Koma und kann sich an fast nichts mehr erinnern. Sie glaubt aber, mit einem Achim verheiratet zu sein. Im Krankenhaus stellen sich jedoch Carsten Beermann als ihr Ehemann und Maik als ihr gemeinsamer Sohn vor. Sie selbst heiße Claudia Beermann. Aber Claudia kann sich an die Einzelheiten des Unfalls von Cilly erinnern. Bei Flashbacks erinnert sich Claudia immer mehr an die Begebenheiten vor ihrem Unfall. Doch irgendetwas stimmt mit diesen Erinnerungen nicht.

Petra Hammesfahr ist mit „Fremdes Leben“ ein sehr guter Roman gelungen. Zu Beginn ist die Geschichte für den Leser nicht besonders anspruchsvoll. Mit jedem Flashback und Claudias Versuchen, daraus die Vergangenheit zu rekonstruieren, nimmt das Buch Fahrt auf.

Lange Zeit sind Claudia und der Leser auf der Suche nach den wahren Geschehnissen, denn oft passen die verschiedenen Erinnerungsfetzen nicht zusammen und werfen dadurch eine vorherige Theorie des Geschehens über den Haufen.

Das Buch liest sich gut, und gegen Ende fliegen die Seiten nur noch so dahin. Viele Wendungen verwirren nicht nur den Leser, und bis zum Ende waren auch all meine Spekulationen über das wirkliche Geschehen falsch. Während des Lesens steht immer die Frage im Raum, wie alles zusammenhängen mag. Denn Claudia hat auch grausame Erinnerungen an einen Mord, an ein Feuer sowie an tote und entsorgte Kinder. Könnte sie das getan haben?

„Fremdes Leben“ ist ein toller Roman, den ich gerne weiterempfehle. Die langsam aufkommende Gänsehaut während des Lesens bleibt noch einige Zeit nach Ende erhalten.

Veröffentlicht am 08.09.2018

Das Wesen

Das Wesen
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Ein Kind ist angeblich verschwunden. Nach einem anonymen Hinweis fahren die Kommissare Seifert und Menkhoff an die genannte Adresse. Der Vater des Kindes ist der Psychiater Dr. Joachim Lichner. Diesen ...

Ein Kind ist angeblich verschwunden. Nach einem anonymen Hinweis fahren die Kommissare Seifert und Menkhoff an die genannte Adresse. Der Vater des Kindes ist der Psychiater Dr. Joachim Lichner. Diesen hatten die Kommissare bereits vor 15 Jahren wegen Mordes verhaftet. Lichner verbrachte die nächsten Jahre im Gefängnis. Damals behauptete er unschuldig zu sein. Jetzt sagt er, dass es überhaupt kein Kind gibt.

Den Leser erwartet ein spannender Psychothriller mit guten und überraschenden Wendungen. Wie Kommissar Seifert, aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird, erfährt auch der Leser nur Stückchen für Stückchen, was genau hinter dem Verschwinden des Kindes steckt.

Lange Zeit wechseln sich die Geschehnisse der Jahre 1994 und 2009 ab. Das damalige Geschehen und seine Auswirkungen auf den aktuellen Fall werden dadurch deutlich. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Es ist lange unklar, welche Rolle bestimmte Personen spielen. Gemeinsam mit Seifert fragt man sich oft, was die Wahrheit ist. Menkhoffs Verhalten ist dabei jedoch keine große Hilfe. Das Buch liest sich gut und schnell. Die Spannung bleibt durchweg erhalten.

Eine tolle Geschichte, ich kann dieses Buch weiterempfehlen. Es gibt eine Fortsetzung, „Der Sarg“. Nachdem ich „Das Wesen“ erst nach „Der Sarg“ gelesen habe, rate ich dazu, die Bücher in der Reihenfolge zu lesen.

Veröffentlicht am 08.09.2018

Der Sarg

Der Sarg
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Eva leidet an Albträumen. Sie ist gefangen in einem Sarg und kann sich nicht befreien, egal was sie versucht. Dann wacht sie jedes Mal auf und hält ihren Traum für Realität, doch das kann er unmöglich ...

Eva leidet an Albträumen. Sie ist gefangen in einem Sarg und kann sich nicht befreien, egal was sie versucht. Dann wacht sie jedes Mal auf und hält ihren Traum für Realität, doch das kann er unmöglich sein. Zeitgleich werden in Köln Frauen entführt und lebendig in einem Sarg vergraben. Eine dieser Frauen ist Evas Halbschwester. Durch den Tod von Evas Halbschwester ermittelt die Polizei auch im familiären Umfeld. Schon bald ist klar, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt.

Für Leser mit Platzangst ist diese Geschichte eher nicht geeignet, denn die Panik, welche die Frauen befällt, ist spürbar. Mit eindeutigen Worten beschreibt Arno Strobel die Geschehnisse. Falsche Fährten und Wendungen erhalten die Spannung bis zum Schluss. Das Ermittlerteam und Eva sind gut dargestellt und erreichen den Leser. Das Buch liest sich flüssig.

Hier eine gute Rezension ohne Spoiler zu schreiben, fällt mir schwer. Die Geschichte hat gute Handlungsstränge, die erst gegen Ende zusammenfinden. Daher kann ich nicht näher erläutern, welche Punkte mir gut gefallen haben. Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

„Der Sarg“ ist der zweite Teil einer Reihe, kann aber unabhängig vom ersten Teil gelesen werden. Das Privatleben des Hauptkommissars Menkhoff ist wohl im Vorgänger-Roman etwas aus den Fugen geraten, doch was genau geschehen ist, erfährt der Leser nicht.

Veröffentlicht am 17.06.2018

Die Geschichte des Wassers

Die Geschichte des Wassers
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Mit ihrem Segelboot „Blau“ begibt sich 2017 die fast 70-jährige Signe auf eine riskante Reise von Norwegen an die französische Küste. Sie hat eine besondere Fracht geladen. Während ihrer Fahrt schweifen ...

Mit ihrem Segelboot „Blau“ begibt sich 2017 die fast 70-jährige Signe auf eine riskante Reise von Norwegen an die französische Küste. Sie hat eine besondere Fracht geladen. Während ihrer Fahrt schweifen ihre Gedanken immer wieder in die Vergangenheit ab. 2041 herrscht eine große Dürre in Südeuropa. Die Menschen fliehen Richtung Norden, doch selbst in den dortigen Lagern reicht das Wasser nicht ewig. David und seine Tochter Lou kämpfen ums Überleben.

Diese Geschichte nimmt den Leser emotional mit. Da ist einmal die Umweltaktivistin Signe und der Rückblick in eine Vergangenheit, in der der Mensch glaubte, Wasser im Überfluss zu haben. Doch David und Lou erleben noch keine 30 Jahre später, dass dies ein Trugschluss war. Ihr verzweifelter Versuch an Wasser und Nahrung zu kommen wühlt auf.

Beide Erzählstränge haben gut ausgearbeitete Figuren und ihre spezielle Art der Spannung. Das Buch liest sich flüssig und schnell. Wobei das Buch auch mal zur Seite gelegt werden muss, um die gelesenen Ereignisse zu verarbeiten

„Die Geschichte des Wassers“ ist kein leichter Roman. Er stellt Ansprüche an seinen Leser. Bereits während die Geschichte gelesen wird, kommen Vergleiche zu unserer heutigen Zeit und unseren Umgang mit dem wertvollen Gut Wasser auf. Was David und Lou erst 2041 widerfährt, ist für manche Menschen schon bittere Realität, da ihnen der Zugang zu sauberem Wasser fehlt.

Dieses Buch ist der zweite Teil des großen „Klima-Quartetts“ von Maja Lunde. Im ersten Teil „Die Geschichte der Bienen“, zeigt sich die Auswirkungen des Verschwindens der Bienen und anderen Bestäubern. Beide Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.

Ich danke dem Bloggerportal und dem btb Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Weitere Rezensionen unter www.nicole-plath.de