Wenn die Christbaumanhänger lebendig werden
Das WeihnachtswunderTheo sitzt ausgerechnet am Heiligen Abend ganz alleine zu Hause. Seine Eltern müssen bis spät am Abend arbeiten und haben deswegen keine Zeit, mit ihrem Sohn den Weihnachtsbaum zu schmücken. Also kramt ...
Theo sitzt ausgerechnet am Heiligen Abend ganz alleine zu Hause. Seine Eltern müssen bis spät am Abend arbeiten und haben deswegen keine Zeit, mit ihrem Sohn den Weihnachtsbaum zu schmücken. Also kramt Theo alleine in der alten Umzugskiste und hängt noch die letzten vier Christbaumanhänger an den Tannenbaum: ein Schaukelpferd, ein Rotkehlchen, ein Zinnsoldat und ein Engelchen. Dann sitzt er am Fenster und sieht eine Sternschnuppe am Himmel vorbei ziehen. Sofort wünscht er sich, nicht mehr alleine zu sein. Kurz darauf erwachen die vier Christbaumanhänger zum Leben und ein magischer Weihnachtsabend nimmt seinen Lauf. Denn jeder Anhänger hat einen Wunsch und Theo gibt sein Bestes, um diese Wünsche zu erfüllen.
Der Einband dieses Buchs ist zauberhaft und sehr weihnachtlich gestaltet. Die Farben Rot und Gold stechen hervor. Überall auf dem Einband verstreut sind Tannenzweige und Baumschmuck. Im Vordergrund stehen natürlich die vier zum Leben erwachten Christbaumanhänger, die mit Theo auf Wanderschaft gehen. Auch die Haptik des Einbandes ist besonders, denn der Autorenname, der Titel und der Untertitel sind geprägt und lassen sich ganz wunderbar erfühlen. Entfernt man den Schutzumschlag, so erscheint ein wundervoll gestalteter Einband in weiß mit goldenen Ranken, ebenfalls findet man hier Engelchen, Rotkehlchen, Zinnsoldat und Schaukelpferd. Hier hat sich der Verlag große Mühe gegeben und Liebe zum künstlerischen Detail bewiesen. Das Buch ist einfach wunderschön anzusehen.
Die Geschichte ist mit ihren 64 Seiten und zahlreichen Illustrationen eher kürzer und somit bereits für jüngere Kinder geeignet. Der Verlag empfiehlt ein Alter von 6 Jahren, ich bin mir aber sicher, dass auch mein drei-jähriger Sohn Freude an diesem Buch haben wird.
Ein wenig ungewöhnlich beginnt diese Geschichte, da die Stimmung sehr traurig ist. Theo fühlt sich einsam und verlassen. Sein einziger Wunsch ist ein wenig Gesellschaft am heiligen Abend. Dieser Wunsch geht für ihn in Erfüllung und so streift Theo mit seinen lebendig gewordenen Figuren durch die Stadt, um eine jede glücklich zu machen, nur um danach wieder alleine unter dem Weihnachtsbaum zu sitzen. Aber keine Sorge, die Geschichte hat ein magisches Happy End und zeigt, wie wichtig es ist, dass wir uns füreinander Zeit nehmen.