Spannendes Fantasy-Erlebnis
Nijura - Das Erbe der ElfenkroneDas Elfenvolk ist in Gefahr. Ein machtbesessener Mensch hat die Elfenkrone in die Finger bekommen und somit die Elfen unter seiner Kontrolle. Nur die Halbelfe Nill kann jetzt noch das schreckliche Schicksal ...
Das Elfenvolk ist in Gefahr. Ein machtbesessener Mensch hat die Elfenkrone in die Finger bekommen und somit die Elfen unter seiner Kontrolle. Nur die Halbelfe Nill kann jetzt noch das schreckliche Schicksal der Elfen abwenden. Sie ist die Auserwählte den unrechtmäßigen König zu stürzen.
Die Autorin entführt den Leser in ein spannendes und magisches Abenteuer. Anfangs wird die Geschichte von Arane und Scapa – zwei Waisenkindern – erzählt. Danach begleitet man Nill und ihre Gefährten auf ihrer gefährlichen Reise zum König, um das Elfenvolk zu retten. Sowohl die Charaktere als auch die Schauplätze werden detailliert beschrieben. Dabei schafft die Autorin es immer wieder die Atmosphäre greifbar aufzubauen.
Auch wenn nicht alle Wendungen im Buch überraschend sind, gibt es einige unerwartete Ereignisse. Vor allem das Ende, so wie es eintritt, war nicht unbedingt vorhersehbar. Auch bei den Charakteren verhält es sich ähnlich. Bei einigen kann man sich sicher sein, auf welcher Seite sie stehen. Bei anderen spekuliert man immer selbst mit, was ihre nächsten Handlungen sein könnten. Das macht es natürlich besonders spannend.
Nill ist ein sympathischer Hauptcharakter. Sie hatte es in ihrer Kindheit als Halbelfe nicht immer leicht. Dennoch versucht sie in den Leuten das Gute zu sehen. Das macht sie manchmal etwas naiv und sie begibt sich unbedarft in gefährliche Situationen. Bei ihr ist durchaus eine Charakterwandlung zu erkennen und ihr Abenteuer hat sie deutlich verändert. Die Geschichte überzeugt auch mit gut ausgearbeiteten Nebencharakteren, die die Handlung bereichern.
Es gibt aber auch einige negative Punkte. An manchen Stellen ist die Handlung etwas lang gezogen und es wird sich in Details verloren. Zudem wechselt die Erzählperspektive öfters mal von einem Satz zum nächsten, was ich persönlich nicht mag. Auch wird hin und wieder unvermittelt ein Absatz eingeschoben, der von einem vergangenen Ereignissen erzählt. Das dient natürlich dazu die Handlung besser zu erklären, aber oft wurde es nicht so gut eingebaut und diese plötzlichen Zeitsprünge lassen einen erst einmal verwirr zurück.
Ein spannendes Fantasy-Erlebnis mit interessanten Charakteren, das manchmal düster und traurig sein kann, aber auch schöne und magische Momente hat.