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Veröffentlicht am 20.09.2018

Berührende Geschichte

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren
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Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:
https://sabzbuecherblog.blogspot.com/2018/09/rezension-die-wahrheit-uber-dinge-die.html

Inhalt:

Dieses preisgekrönte Debüt erforscht, was es heißt, am Leben ...

Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:
https://sabzbuecherblog.blogspot.com/2018/09/rezension-die-wahrheit-uber-dinge-die.html

Inhalt:

Dieses preisgekrönte Debüt erforscht, was es heißt, am Leben zu sein. Dass Dinge einfach passieren, kann Suzy nicht akzeptieren. Sie macht sich über vieles Gedanken: den Schlafrhythmus von Schnecken, die jährliche Zahl der Quallenstiche oder wie alt man ist, wenn das Herz 412 Millionen Mal geschlagen hat – gerade mal 12 Jahre. In dem Alter ist Suzys Freundin Franny im Sommer ertrunken, obwohl sie eine gute Schwimmerin war. Suzy muss herausfinden, wie das geschehen konnte. Es ist ein weiter, erkenntnisreicher Weg in einer Welt voller Wunder, bis sie begreift, dass der einzige Trost manchmal ist, Dinge anzunehmen, die man nicht ändern kann. Eine ergreifende Geschichte der Selbstfindung und ein großer Blick auf unsere Existenz.

Meine Meinung:

Schreibstil

Der Schreibstil ist unglaublich einnehmend, mitreißend und schön. Ich hätte das Buch in einem Rutsch durchlesen können, aber da ich es in einer Leserunde gelesen habe, musste ich es in zwei Rutschen durchlesen. Es fiel mir wirklich schwer, nach dem ersten Abschnitt aufzuhören.
Die Kapitel sind alle sehr kurz, wodurch man nur so durch das Buch fliegt.

Hauptfigur

Suzy ist 12 Jahre alt und geht in die 7. Klasse. Es ist schon einen Monat her, seit das Allerschlimmste passiert ist – ihre ehemals beste Freundin Franny ist im Urlaub ertrunken. Su kämpft sehr mit dem Verlust und möchte nicht hinnehmen, dass sowas einfach so passiert. Sie ist ein super neugieriges Mädchen, sie liest viel und macht sich über alles Mögliche Gedanken. Ich finde die Kleine so sympathisch und finde es daher umso trauriger, dass sie in ihrer Klasse eine Außenseiterin ist.

Geschichte

Die Geschichte fand ich sehr schön und bewegend. Wir erfahren nicht nur, wie Suzy versucht mit dem Verlust klarzukommen, sondern durch kurze Intermezzos auch mehr über die Freundschaft zwischen Su und Franny. Außerdem lernen wir auch einiges über Quallen, die eigentlich ganz faszinierende Geschöpfe sind.

Fazit:

Insgesamt eine berührende Geschichte über ein wundervolles Mädchen, das lernt, dass man manchmal nichts anderes tun kann als loszulassen.
4,5 von 5 Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Thema
Veröffentlicht am 16.03.2018

Spannung pur!

Schneewittchen muss sterben (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 4)
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Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:
https://sabzbuecherblog.blogspot.de/2018/03/rezension-schneewittchen-muss-sterben.html

Inhalt:

Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird ...

Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:
https://sabzbuecherblog.blogspot.de/2018/03/rezension-schneewittchen-muss-sterben.html

Inhalt:

Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd…

Meine Meinung:

Zunächst einmal muss ich sagen, dass das Buch schon seit ein paar Jahren bei mir rumliegt. Ich weiß gar nicht seit wann genau, schätze aber, dass ich es kurz nach Erscheinen im Jahr 2010 gekauft habe. Nach dem ich es nun gelesen habe, ärgere ich mich, denn ich hatte die ganze Zeit einen kleinen Schatz in meinem Bücherregal liegen und habe nichts gemerkt.

Der Schreibstil der Autorin ist richtig gut und das Buch ist sehr angenehm zu lesen. Auch das Cover gefällt mir, der Himmel wirkt recht düster und die Blutflecken zeigen schon einmal, was auf einen zukommt.

Das Buch beginnt mit der Rückkehr von Tobias, der wegen Doppelmordes an zwei Mädchen zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde und seine Strafe nun abgesessen hat. Erst nach seiner Rückkehr werden ihm die Konsequenzen für seine Eltern deutlich – seine Mutter ist ausgezogen und hat ihren Namen geändert, sein Vater hat seinen Gasthof verloren und einen Haufen Schulden gemacht. Nun muss sich Tobias nicht nur dem Hass der Dorfbewohner, sondern auch seiner Vergangenheit stellen. Denn obwohl er verurteilt wurde, erinnert er sich selbst angeblich nicht an die Tat und auch die Leichen der Mädchen wurden nie gefunden.
Als eines Tages jedoch eine Mädchenleiche gefunden wird und die Polizei zu ermitteln beginnt, kommen leise Zweifel an Tobias’ Schuld auf.

Im Verlaufe der Geschichte lernen wir auch die anderen Dorfbewohner kennen und alle scheinen irgendwie Dreck am Stecken zu haben: Wieso lügen einige der Dorfbewohner? Wieso ist ein Mann aufgrund des einen Anrufs so schockiert? Wieso denkt eine Frau „Bitte, bitte nicht noch einmal“ als sie ein Mädchen sieht, das einem der Opfer von damals ähnelt? Je weiter wir in der Geschichte voranschreiten, desto mehr Hinweise und Rätsel gibt es.

Besonders positiv aufgefallen sind mir die Kapitel, in denen keine Namen genannt wurden. Man weiß also, was dieser jemand gerade denkt und was er tut, aber nicht um wen es sich dabei handelt. Das hat nicht nur die Spannung in die Höhe getrieben, sondern mich auch ein bisschen wahnsinnig gemacht, weil ich einfach so gar keinen Schimmer hatte, wer das sein könnte, es aber unbedingt wissen wollte. Zum Glück gab es nur wenige solcher Kapitel, sonst hätte ich die Spannung wahrscheinlich gar nicht ausgehalten.
Aber auch abgesehen von diesen Kapiteln strotzt das Buch nur so vor Spannung. Ich hatte keine ruhige Minute! Selbst am Ende, wo sich alles aufgeklärt hat und ich dachte, ich könnte nun endlich einmal durchatmen – Fehlanzeige! Der Spannungsbogen umfasst tatsächlich die erste bis zur letzten Seite.

Der einzige Störfaktor waren für mich die vielen Charaktere. Da in dem Dorf alles Familien wohnen, fiel es mir manchmal schwer einzuordnen, zu welcher Familie die einzelnen Dorfbewohner nun gehörten und in welchem Verhältnis sie z.B. zu Tobias, dem verurteilten Doppelmörder, standen.

Fazit:

Ein sehr angenehmer Schreibstil und ein von vorne bis hinten unglaublich spannendes Buch. Es erhält von mir 4,5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 03.09.2017

Fantastisches Buch

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr
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Inhalt:

Prinzessin Dylia, die sich selbst „Prinzessin Insomnia“ nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von einem alptraumfarbenen Nachtmahr. Havarius ...

Inhalt:

Prinzessin Dylia, die sich selbst „Prinzessin Insomnia“ nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von einem alptraumfarbenen Nachtmahr. Havarius Opal, wie sich der ebenso beängstigende wie sympathische Gnom vorstellt, kündigt an, die Prinzessin in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereit hält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen. Walter Moers erzählt dieses Märchen aus der zamonischen Spätromantik voller skurriler Charaktere mit der ihm eigenen Komik: spannend und anrührend zugleich.

Meine Meinung:

Ich liebe Walter Moers. Ich habe alle Zamonien-Romane gelesen und fand alle, mit einer Ausnahme, wirklich toll. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Geschrieben wurde das Buch aus der 3. Person.
Moers hat einen einzigartigen und unglaublich fantasievollen Schreibstil. Durch seine anschauliche Erzählweise kann man gar nicht anders, als sich alles direkt vorzustellen.
Die Cover der Zamonien-Romane sind immer sehr liebevoll gestaltet und auch dieses Buch bildet da keine Ausnahme. Allerdings hat Moers es das erste Mal nicht selber illustriert, sondern sich von Lydia Rode unterstützen lassen. Und sie hat ihren Job fantastisch gemacht! Ich habe selten ein so hübsches Buch mit so wunderschönen Illustrationen gesehen bzw. gelesen.

Prinzessin Dylia, oder auch Prinzessin Insomnia, leidet unter der seltensten aller Krankheiten von ganz Zamonien. Sie ist so selten, dass sie die einzige Person ist, die überhaupt darunter leidet, weshalb sie auch keinen richtigen Namen hat, sondern nur „die Krankheit“ genannt wird. Ein wesentliches Symptom ist die Schlaflosigkeit, bzw. Insomnie. Das geht so weit, dass Dylia manchmal wochenlang nicht schläft – ihr Rekord liegt bei vier Wochen.
Je länger Dylia wach bleibt, desto schärfer werden ihre Sinne: So kann sie bspw. nach sechs Tagen Schlaflosigkeit die Gefühle eines Pfirsich ertasten, nach neun Tagen Farben schmecken und nach elf Tagen ihre Hände röntgen.
Trotz ihrer Krankheit kann Dylia jedoch allem auch immer etwas Positives abgewinnen – was auch daran liegen könnte, dass sie alles Negative verdrängt.
Nicht nur ihre verschärften Sinne betrachtet sie als Vorteil, sondern auch die ganze Zeit, die sie sich mit Denken beschäftigen und amüsieren kann. Besonders hervorzuheben ist außerdem noch Dylias Fantasie und ihr leidenschaftliches Verhältnis zur Sprache und zu Wörtern.

Havartius Opal ist ein Nachtmahr und ihr fragt euch zu recht, was das eigentlich sein soll. „Ein Alptraum ist ein Paket, das du bekommst. Der Nachtmahr ist der Postbote, der es zustellt.“ (S. 77).
Havartius beschert Dylia jedoch nicht nur einen Alptraum, er hat sie auserwählt. Das bedeutet, dass es sein oberstes Ziel, seine Aufgabe ist, sie in den Wahnsinn zu treiben und ihr Ableben damit zu beschleunigen. Trotz seiner hinterhältigen und verschlagenen Art, ist er doch auch echt witzig und mir richtig ans Herz gewachsen.

Diese spannende Geschichte handelt von einer außergewöhnlichen und abenteuerlichen Reise durch das Gehirn, bei der Dylia und der Nachtmahr auf dem Weg zum dunklen Herzen u.a. Zwielichtzwergen, Zergessern, Geomen, Irrschatten und Grillos begegnen – mit einem Ende, das mich sogar ein bisschen berührt hat.

Fazit:

Insgesamt handelt es sich bei diesem Buch um eine spannende Geschichte über eine abenteuerliche Reise von Dylia und dem Nachtmahren durch Dylias Gehirn. Der Schreibstil besticht mit viel Fantasie und Humor. Ein typischer Moers-Roman eben. Aber auch die Charaktere sind einzigartig und interessant. Leider konnte mich dieses Buch aber nicht so sehr fesseln, wie andere Zamonien-Romane. Zudem fehlte mir auch das typische Zamonien-Universum ein bisschen, das ich sonst immer so toll finde. Das Buch bekommt von mir 4,5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.08.2025

Toller Auftakt

These Ancient Flames 1: Awake
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Protagonisten:

Ich mochte Meiling auf Anhieb. Sie ist knallhart und wahrscheinlich die beste Kämpferin weit und breit. Das muss sie auch sein als zweite Offizierin der Leibwache von Kaiwen, der Fürstin ...

Protagonisten:

Ich mochte Meiling auf Anhieb. Sie ist knallhart und wahrscheinlich die beste Kämpferin weit und breit. Das muss sie auch sein als zweite Offizierin der Leibwache von Kaiwen, der Fürstin des ersten Kantons. Für die Menschen, die ihr etwas bedeuten – allen voran ihr bester Freund Tao – würde sie alles tun.
Wie Tao gehört sie dem Augurenclan an, also denjenigen, die Magie wirken und eine Verbindung zu Drachen eingehen können.

Raven ist ebenfalls magisch begabt. Er ist der Sohn von Fürst Ignació, dem Herrscher von Marviento. Er verkörpert den klassischen Badboy: düster, besitzergreifend und überzeugt davon, dass er nichts Gutes und niemanden verdient. Mit ihm wurde ich leider nicht so richtig warm, ich fand ihn eher anstrengend.
Als Meiling und Raven aufeinandertreffen, sprühen sofort die Funken. Die beiden wollen sich immer entweder an die Gurgel oder an die Wäsche.

Besonders ins Herz geschlossen habe ich Tao und Cole. Beide bringen viel Humor mit und sorgen für unterhaltsame Momente.

Story:

Meiling und Tao leben im ersten Kanton, der als Ursprung der Magie und der Drachenverbindungen gilt. Doch die Drachen sind vor langer Zeit verschwunden. Niemand weiß, warum. Früher galten sie als Gottheiten, heute verlieren viele Menschen den Glauben an sie.
Raven und Cole sind jedoch überzeugt, dass die Drachen noch existieren, und wollen sich auf die Suche machen. Wer wäre dafür besser geeignet die Drachen zu finden als der Fürstensohn des ersten Kantons und seine Freundin Meiling, die Drachen noch immer verehrt? Es muss also ein Plan her, wie Raven Meiling und Tao dazu bringen kann, sich ihnen anzuschließen.

Die Geschichte hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Es wurde nie langweilig, und ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn ich weiterlesen konnte. Besonders gut gefallen hat mir, wie die Autorin die magische Welt mit einer modernen, technischen Welt verbindet. Die Mischung aus Drachen, Magie und Handys hat mich zunächst überrascht, aber dann wirklich überzeugt.
Das Ende hingegen kam mir etwas zu abrupt und war für mich nicht ganz nachvollziehbar.

Schreibstil:

Der Schreibstil gefällt mir sehr. Ich bin locker und leicht durch die Seiten geflogen und die Charaktere werden sehr lebendig beschrieben.

Fazit:

Ein tolles Setting, spannende Handlung, vielfältige Charaktere und ein angenehmer Stil. Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Und der versteckte Farbschnitt ist optisch ein echtes Highlight.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Schönes und informatives Buch

Kleine und große Wunder der Meere
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Dieses Kinderbuch enthält neun kurze Sachgeschichten über faszinierende Phänomene aus der Unterwasserwelt. Es geht zum Beispiel um die Zähne der Haie oder den Gesang der Buckelwale.

Besonders gelungen ...

Dieses Kinderbuch enthält neun kurze Sachgeschichten über faszinierende Phänomene aus der Unterwasserwelt. Es geht zum Beispiel um die Zähne der Haie oder den Gesang der Buckelwale.

Besonders gelungen finde ich die Struktur: Jede Geschichte ist mit 5 Minuten kurz genug, damit Kinder aufmerksam bleiben, und am Ende gibt es eine zusätzliche Seite mit spannenden Fakten. So können Kinder nicht nur in die Geschichten eintauchen, sondern gleichzeitig auch Sachwissen über die Bewohner des Meeres mitnehmen – und selbst ich habe noch einiges dazugelernt!

Der Schreibstil ist bildhaft und sehr ansprechend, aber beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass sich der Text eigentlich reimen sollte. Die Sätze sind rhythmisch und melodisch, doch der erwartete Reim bleibt aus – was mich etwas irritiert hat. Ein Blick in die englische Originalversion löste das Rätsel: Dort reimen sich die Verse tatsächlich. Leider ist dieser Effekt in der Übersetzung verloren gegangen.

Die Illustrationen hingegen sind einfach zauberhaft. Sie haben mir und dem Kind richtig gut gefallen und tragen wunderbar zur Atmosphäre des Buches bei.

Alles in allem ein wunderschön gestaltetes, informatives Buch, das uns gut gefallen hat

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