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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2025

Spannende Szenen, aber nicht ganz ausgereift

Das Lied der Tiefe
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So lange sie denken kann, wird Imogen von ihrem Ziehvater, dem König Nemea, unterdrückt und in seiner Burg versteckt. Er ist grausam und gnadenlos und hat seinem Kommandanten den Befehl gegeben, alle Sirenen ...

So lange sie denken kann, wird Imogen von ihrem Ziehvater, dem König Nemea, unterdrückt und in seiner Burg versteckt. Er ist grausam und gnadenlos und hat seinem Kommandanten den Befehl gegeben, alle Sirenen zu jagen, zu foltern und zu töten. Nun will er Imogen mit genau diesem Kommandanten vermählen, um sie für immer unter seiner Kontrolle zu haben.

Während sie ihr Verlobter verführt, erwacht in Imogen eine Macht, die sie nicht kennt und nicht beherrschen kann. Sie weiß nur: sie muss die Burg und die Insel verlassen, um sich zu retten. Sie überredet Theodor, den König des Nachbarreiches, ihr zu helfen. Auf der Flucht merken die beiden, dass sie etwas verbindet, dem sie sich nicht entziehen können. Und eine ebenso gefährliche wie spannende Reise beginnt…

Der Roman ist packend geschrieben, hat viele gute Szenen und hat mich gut unterhalten. Leider bleiben die Geheimnisse oft ungelöst und häufig konnte ich die Beweggründe der Protagonisten nicht ganz nachvollziehen. Diese sind für mich nicht immer glaubhaft, zu schnell wird aus der eingeschüchterten Imogen eine gnadenlos mordende Kriegerin. Zu häufig wechselt Theodor von mürrisch auf liebevoll-besorgt. Die Beziehung zwischen den beiden ist reizvoll, aber an manchen Stellen auch einfach zu gewollt.

Für mich ist das Thema super gewählt und teilweise auch gut umgesetzt, doch vielleicht hätte man sich etwas mehr Zeit dafür nehmen sollen. Manche sehr flapsige Äußerungen der Charaktere passen für mich nicht in die entsprechende Szene zwischen einem König und seinen Untergebenen. Besonders geärgert hat mich aber das offene Ende. Leider war mir vorab nicht bewusst, dass es einen zweiten Teil gibt und selbst dann hätte man in meinen Augen ein runderes Ende finden können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2019

Anfangs bisschen schleppend, aber dann sehr faszinierend

Der Zorn der Einsiedlerin
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Adamsberg kehrt nach Frankreich zurück und wird gleich mit einem Fall begrüßt. Dieser lässt sich allerdings recht schnell lösen und zeigt gerade hier seinen Scharfsinn und seine Logik.

Eigentlich mehr ...

Adamsberg kehrt nach Frankreich zurück und wird gleich mit einem Fall begrüßt. Dieser lässt sich allerdings recht schnell lösen und zeigt gerade hier seinen Scharfsinn und seine Logik.

Eigentlich mehr nebenbei erfährt er von einigen Todesfällen durch die Einsiedlerspinne. Wahrscheinlich mehr aus Intuition bleibt er dran an diesem Mysterium und versucht seine Brigade zu überzeugen in diese Richtung zu ermitteln.

Es ist mein erstes Buch von Fred Vargas, deshalb bin ich auch mit dem Style nicht so vertraut. Mir war es anfangs einfach zu viel Nebenhandlung, wo keine richtige Spannung aufgekommen ist. Es erklärt die Arbeit und Herangehensweise von Adamsberg, vielleicht war es auch nötig, um einen Einblick zu bekommen.

Von dem eigentlichen Fall wird hier nur am Rande gesprochen, tendiert dann aber immer mehr in diese Richtung. Dadurch hatte man erstmal genügend Zeit, dass Team kennenzulernen.

Die Problematik der Spinnenbisse bzw. dem Tod durch diesen Biss fand ich sehr beeindruckend. Besonders hat es sehr viele Fragen aufgeworfen, wie es überhaupt möglich ist. Diese Fragen haben mich bis zum Schluss begleitet.

Der Roman zeigt ganz deutlich, dass Genie und Wahnsinn eng beieinander liegen.

Mir hat am Anfang die Spannung gefehlt, einfach durch zu viele Nebenhandlungen. Dafür hat es mich am Schluss umso mehr fasziniert.

Veröffentlicht am 24.09.2018

Temporeiche, spannende Geschichte

Fünf plus drei
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Sam Berger ist der meistgesuchte Mann Schwedens. Wegen einem Mord, den er nicht begangen hat. Darum wird er in Sicherheit gebracht. Doch schon bald weiß er nicht mehr, wem er trauen kann. Seine Kollegin ...

Sam Berger ist der meistgesuchte Mann Schwedens. Wegen einem Mord, den er nicht begangen hat. Darum wird er in Sicherheit gebracht. Doch schon bald weiß er nicht mehr, wem er trauen kann. Seine Kollegin Molly ist plötzlich nicht mehr die, für die er sie gehalten hat und nur er kann ganz Schweden retten.
„Fünf plus drei“ ist temporeich und spannend. Man kommt an der Seite von Sam Berger kaum zum Atmen und doch kann man das Buch nicht weglegen. Alles ist anders als man dachte und manche Zusammenhänge bleiben ganz im Dunkeln. Sehr gut, sehr aufregend und unglaublich fesselnd.

Veröffentlicht am 21.08.2018

Spannende Geschichte lässt manche Frage offen

Totes Gleis
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Der Fernsehjournalist Lucas Hermes befindet sich in einer Krise. Beruflich und auch privat läuft es gerade nicht besonders gut für ihn. Sein Job ist in Gefahr, Wohnung und Freundin hat er bereits verloren. ...

Der Fernsehjournalist Lucas Hermes befindet sich in einer Krise. Beruflich und auch privat läuft es gerade nicht besonders gut für ihn. Sein Job ist in Gefahr, Wohnung und Freundin hat er bereits verloren. So verbeißt er sich in die Aufklärung einer Bombenserie, die Berlin unsicher macht. Schnell wird ihm klar, dass die Anschläge ausländerfeindliche Hintergründe haben. Als er feststellt, dass auch hohe Politiker beteiligt sind und auch die Stasi seine Nachforschungen nicht gutheißt, schwebt er bereits in Gefahr.
„Totes Gleis“ ist spannend und erzählt einige interessante Hintergründe aus der Zeit, als die Mauer noch Berlin in 2 Hälften teilte. Sowohl die Besuche in der DDR als auch diverse Unterschiede zwischen Ost und West finde ich sehr interessant. Leider sind mir trotzdem die Hauptpersonen nicht sympathisch geworden. Vor allem die Ideen von Lucas, wie er sich durch Betrügereien Geld beschafft, machen ihn sehr unsympathisch. Auch das Ende des Romans lässt mich eher mit Fragezeichen zurück. Eine Fortsetzung ist hier wohl schon in Planung und klärt dann hoffentlich die noch offenen Fragen.

Veröffentlicht am 14.08.2018

Eine unerschrockene Truppe Kinder nimmt es selbst in die Hand

Küstenkids
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Erst eine verletzte Möwe am Strand, dann ein alter Mann, der im Sand zusammen bricht. Was ist hier los? Liegt es am Fisch von Fiedes Imbissbude oder steckt noch etwas anderes dahinter? Die Neugier von ...

Erst eine verletzte Möwe am Strand, dann ein alter Mann, der im Sand zusammen bricht. Was ist hier los? Liegt es am Fisch von Fiedes Imbissbude oder steckt noch etwas anderes dahinter? Die Neugier von Yannick, Fynn, Fenja und Merle ist geweckt und sie beginnen zu ermitteln.
Die „Küstenkids“ waren unser erster Kinderkrimi, den ich mit meiner 12-jährigen Tochter gelesen habe. Die Charaktere sind spannend ausgewählt. Da ist der pfiffige Yannick, der wie ein wandelndes Lexikon zu vielen Themen einen Vortrag hält. Dann Fenja, die Zicke, die kein neues Mädchen in ihrer Gruppe duldet. Ihr Bruder Fynn, der doch hin und wieder seine Schwester in die nötigen Schranken weist. Und natürlich die schüchterne Merle, die Neue, die sich zu gerne den dreien anschließen würde. Mit Witz und Cleverness und völlig unerschrocken machen sie sich an die Aufklärung ihrer „Fälle“.
Die Geschichte beginnt leider etwas langatmig und wenig spektakulär. Erst der zweite Fall bringt die erwartete Spannung und lässt uns miträtseln und gebannt weiterlesen. Trotzdem mögen wir die Kids und würden sehr gerne noch mehr von ihnen lesen!