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Veröffentlicht am 20.10.2018

Selbstgebackenes Brot – ein Gedicht!

Sauerteig
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Einen Sauerteig selbst ansetzen – das macht glücklich. Und Glück ist es, wonach der Mensch strebt – egal ob beim Yoga, mit Detox – oder eben auch beim Brot backen. So begibt sich die Autorin auf eine Reise ...

Einen Sauerteig selbst ansetzen – das macht glücklich. Und Glück ist es, wonach der Mensch strebt – egal ob beim Yoga, mit Detox – oder eben auch beim Brot backen. So begibt sich die Autorin auf eine Reise rund ums Brot und den Sauerteig. Sämtliche Erkenntnisse und Rezepte daraus trägt sie in diesem Buch zusammen.

Brot selbst backen ist etwas, was unheimlich Spaß macht. Ein klein wenig ein Gefühl der Selbstversorgung, aber natürlich auch Stolz, wenn es wieder mal ein leckeres Brot geworden ist.

All das darf man mit dem Buch herausfinden, das auch optisch direkt sehr ansprechend ist. Das Buch kommt als Hardcover sehr wertig daher, auch innen geht es dank der schönen Aufmachung und der tollen Fotos so weiter.

Von der Art und Weise her ist dieses Buch kein klassisches Kochbuch, sondern eher ein inspirierendes, gar unterhaltendes Buch rund ums Brot. Denn man geht mit auf eine Reise und bekommt so die unterschiedlichsten Informationen rund um den leckeren Laib Brot. So erfährt man beispielsweise etwas über die verschiedenen Mehltypen, wie man einen guten Sauerteigansatz bekommt, warum ein Gärkörbchen wichtig ist oder auch wie man sich eine Sicherheitskopie vom Sauerteigstarter erstellt. Inhaltlich ist das alles gut zu verstehen, wenn etwas vielleicht sehr fachlich erläutert ist, dann ist es absolut nicht kompliziert erklärt, sondern auch für Laien nachvollziehbar. Von der Sprache her ist es also kein Problem dieses Buch zu verstehen.

Man findet im Buch die unterschiedlichsten Rezepte, so zum Beispiel für ein Dinkelbrot, ein Vollkornbrot, für Geduldsbrötchen, Cracker, belgische Papadams und auch Brezen mit Hefe und Sauerteig. Eine schöne Auswahl also, allerdings sind es maximal so 16 Rezepte - wer also noch mehr Rezepte erwartet - nicht in diesem Buch.

Hinsichtlich des Sauerteigstarters habe ich mir da bei bzw. durch die Darstellung etwas schwerer getan, so dass ich mich auch weiterhin noch online eingelesen habe. Die Darstellung von „200 g Starter plus“ fand ich ein wenig ungünstig formuliert, weil eben nicht klar daraus hervorgeht, ob man diesen aus der vorherigen Masse nimmt oder ob das „plus“ ein „und“ ist. Aber gut, wenn man sich noch weiter ins Thema einliest, dann wird man schlau draus. Schade finde ich es dennoch ein wenig.

Auch habe ich die Darstellungsform des Buches nicht immer als ganz gut empfunden. Durch die Interviews zwischendurch ist das Buch mehr in Magazin-Form und wirklich unterhaltsam, die Informationen sind dadurch aber irgendwie auch sehr verstreut. Die Rezepte natürlich auch, das finde ich aber nicht so dramatisch. Schwieriger finde ich, wie man sich all die Hinweise und guten Ratschläge merken soll, wenn sie so kunterbunt im Buch verteilt sind. Das fand ich ein bißchen schade.

Alles in allem hat mir dieses Buch echt gut gefallen, manchmal hätte ich mir noch klarere Aussagen bzw. eher eine Zusammenfassung aller Ratschläge gewünscht, aber das ist in diesem Buch wohl eher gewollt so, dass es ein unterhaltsames Buch ist. Ich habe für mich einiges an Rezepten und Tipps für mich mitnehmen können, kann das Buch durchaus empfehlen und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 18.10.2018

Kohl ist vielfältig!

Kohl
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In diesem Kochbuch zeigt Mette Løvbom verschiedene Varianten, wie man Kohl lecker zubereitet. So findet sicher jeder ein leckeres Rezepte und kann für sich selbst feststellen, wie vielfältig Kohl doch ...

In diesem Kochbuch zeigt Mette Løvbom verschiedene Varianten, wie man Kohl lecker zubereitet. So findet sicher jeder ein leckeres Rezepte und kann für sich selbst feststellen, wie vielfältig Kohl doch sein kann. Dass er außerdem noch sehr gesund ist, ist natürlich ein toller weiterer Effekt.

Gerade im Herbst merkt man wieder, welches Gemüse auf Saison hat: Kohl. Doch da gibt es ja sehr unterschiedliche Arten und natürlich auch ganzjährig erhältlichen Kohl. Also war es interessant, dass ich mich hier mal weitergebildet habe – mithilfe dieses Buches.

Zu Beginn des Buches gibt es erst einmal eine kleine Einführung ins Buch sowie ins Zubereiten (allerdings wirklich sehr kurz) von Kohl, bevor es dann mit den verschiedenen Rezepten losgeht. Hier gibt es dreierlei Kategorien: „Die Leichten“, „Die Reichhaltigen“, „Die Festlichen“ sowie „Die Schnellen“. Hier findet man dann Rezepte wie „schnell eingelegte rote Zwiebeln“ (Beilage zu einem Brokkoli-Gericht), Blumenkohl mit Grünkohlpest und gerösteten Haferflocken, Wirsing mit Chili, Salzmandeln und Kräutern. Oder auch eine Paella aus rohrem Blumenkohl mit Rosenkohl und Chorizo, Kohl aus dem Wok, Grünkohlsalat mit Bacon, Weihnachtsrotkohl oder auch Barbecue-Blumenkohl mit Kressedip.

Die Rezepte sind übersichtlich aufgebaut, d.h. Zutaten aufgeführt, daneben die ausformulierte Zubereitung. Gelegentlich gibt es noch Tipps dazu, das ist aber nicht immer der Fall. Dazu abgebildet findet man noch Symbole für den verwendeten Kohl (vom Blumen- über den Grün- und Weißkohl bis hin zum Brokkoli und Wirsing) sowie die mögliche Beilage (Geflügel, Fisch, Wild, Lamm, etc.). Die Rezepte sind auch immer wieder schön mit den Bilder des umgesetzten Gerichts gestaltet. Man bekommt also direkt mit, wie das Gericht dann fertig zubereitet aussieht.

Generell hat mir dieses Kohl-Kochbuch eigentlich recht gut gefallen. Was ich aber nicht so gut fand, war die Tatsache, dass viele Rezepte einen Salat mit Kohl anbieten. So dass man Kohl hier immer wieder roh ist. Und wie sich Kohl durchaus auswirkt, ist ja jedermann bekannt… sicher ist es so, dass mit dem regelmäßigen Verzehr von Kohl eine gewisse Gewöhnung des Körpers eintritt, dennoch muss ich sagen, dass ich kein großer Fan von Kohl als Rohkost bin.

Ansonsten hat mir dieses Kochbuch hinsichtlich der Vielfalt an Rezepten und verwendeten Kohlsorten durchaus gut gefallen. Auch die Gestaltung fand ich gut und übersichtlich, so gibt es hinten im Buch dann nochmal eine Übersicht nach Kohlsorten sowie ein Stichwortregister. Die Umsetzbarkeit der Rezepte war auch keine große Kunst, man muss also kein Sternekoch für all diese Rezepte sein.

Entsprechend vergebe ich hier 4 von 5 Sternen und spreche eine Empfehlung aus.

Veröffentlicht am 15.10.2018

Wenn die Arbeit mit Haien absolute Erfüllung ist.

Shark Club – Eine Liebe so ewig wie das Meer
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Maeve arbeitet als Meeresbiologin und erforscht dabei das Verhalten von Haien. Für viele undenkbar, zumal sie damals, mit 12 Jahren, zuerst von ihrer großen Liebe Daniel geküsst - und dann von einem Hai ...

Maeve arbeitet als Meeresbiologin und erforscht dabei das Verhalten von Haien. Für viele undenkbar, zumal sie damals, mit 12 Jahren, zuerst von ihrer großen Liebe Daniel geküsst - und dann von einem Hai gebissen wurde. Durch ihren Beruf ist sie viel in aller Welt unterwegs und kehrt dann nach ihrem dreißigsten Geburtstag in das Hotel ihrer Großmutter zurück, der Ort, an dem sie aufwuchs. Durch Zufall befreundet sie sich mit einem kleinen Mädchen und merkt dabei, dass sie ihrer Vergangenheit nicht entfliehen kann und sich dem stellen muss....

Das Buch kommt mit dem ansprechendem Cover in einem schönen grün-Ton daher, dank dem erhabenen Schriftzug darauf und der wunderbaren Gestaltung ist es wirklich ansprechend. Natürlich ist auch die Geschichte entsprechend interessant, so dass ich mich schnell beim Lesen eingefunden habe.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Locker, leicht, man erfährt immer mal wieder etwas über die Unterwasserwelt, allen voran dabei über Haie. Auch merkt man einen gewissen literarischen Hintergrund, denn im Hotel von Maeves Großmutter, dem Hotel der Musen, ist jedes Zimmer einem Schriftsteller gewidmet. Entsprechend lernt man auch hier dazu - außer man weiß all das schon. Vom Stil her war es nicht schwer zu lesen, manchmal ein klein wenig zu kitschig für meine Verhältnisse oder zu arg umschreibende Situationen. („Vielleicht würde ein Teil von uns für immer zurückbleiben und an den Rändern unseres Lebens herumschweifen....“) Mir war das ein bißchen zu viel des Guten.

Ansonsten ist die Geschichte wirklich unterhaltsam, man wird gut unterhalten beim Lesen, es geht nicht nur um die Liebe, sondern wird auch durchaus spannend. Das Buch nimmt immer mal wieder die ein oder andere Wende an, es kommt vielleicht anders als man es vermutet. Insofern war ich beim Lesen wirklich gefesselt, wollte unbedingt zügig wissen wie es weitergeht. Ein Buch, das ich recht schnell gelesen habe. Natürlich gibt es auch sehr lustige Momente, ebenso wie recht traurige Szenen - all das gehört eben zum Leben dazu, und so wird auch in diesem Buch nichts beschönigt.

Mir hat das Buch alles in allem recht gut gefallen. Ein unterhaltsamer Roman, in dem die Liebe natürlich ein großes Thema war, aber nicht nur das. Ich wurde beim Lesen sehr gut unterhalten, habe gelacht und mitgefühlt. Der Schreibstil hat mir im gesamten gute gefallen, bis auf manche für mich eher kitschige Aussagen. Insofern vergebe ich hier 4 von 5 Sternen und spreche eine Empfehlung aus.

Veröffentlicht am 01.10.2018

Wenn Cookies mal nicht aus dem Ofen sondern der Pfanne kommen.

Cookies aus der Pfanne
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Leckere Cookies kennt inzwischen natürlich jeder - und doch kennt man noch nicht alles so ganz genau: denn hier kann man diese nun zuhause auch sehr unkompliziert nachbacken - in der Pfanne. Einfach und ...

Leckere Cookies kennt inzwischen natürlich jeder - und doch kennt man noch nicht alles so ganz genau: denn hier kann man diese nun zuhause auch sehr unkompliziert nachbacken - in der Pfanne. Einfach und schnell funktioniert dies - und man benötigt dazu lediglich eine Pfanne mit Deckel - und keinen Backofen. Im Buch findet man die verschiedensten Rezepte dazu, mit Nüssen, Schokolade und auch Obst.

Cookies mal anders - das fand ich spannend und sehr ausprobierenswert. Entsprechend habe ich es dann auch umgesetzt und mich mal daran probiert, denn wer kann leckeren Cookies schon widerstehen?

Zuerst findet man im Buch ein Grundrezept inklusive einer Schritt-für-Schritt-Anleitung sowie Tipps- und Tricks zur Zubereitung, bevor es dann an die einzelnen Rezepte geht. Hier findet man leckere Rezepte für den „Cookie Schokolade total“, „Dreifach-Nuss-Cookie“, Pekanuss-Cookie, Apfel-Karamellkeks-Cookie oder auch den Mango-Schoko Cookie.

Von den Zutaten her ist es meiner Ansicht nach immer wieder gut machbar, es sind keine großartig ungewöhnlichen Zutaten nötig, auch kein explizites Zubehör.
Von der Umsetzung her sind die Rezepte kurz und knackig geschildert - links daneben die Angabe über die benötigte Pfanne, die Personen-Menge, die man mit diesem Cookie versorgen kann, die Zutatenliste sowie die Zeiten (Zubereitung, Back- und Ruhezeit). Rechts daneben findet man dann ein großes Foto des jeweiligen Cookies.

Grundsätzlich hat mir dieses Buch wirklich gut gefallen. Die Idee, dass man Cookies auch mal in der Pfanne zubereiten kann, finde ich echt genial. Auch die Zutaten sind nicht zu ausgefallen und hat man dann doch auch meist zuhause - außer einer Mango jetzt beispielsweise, aber die kann man ja planbar einkaufen.
Beim Zubereitungstext hätte ich mir manchmal noch ein bißchen genauere Infos erwartet, ob der Deckel zum Beispiel nicht wirklich erst nur zum Schluss drauf kommt bzw. welche weiteren Kniffe es vielleicht noch gibt, damit wirklich alles funktioniert. Beim Rezept für den Cookie mit Nuss-Nougat-Creme beispielsweise bereitet man Nuss-Nougat-Creme auf Backpapier so vor, dass man die Klekse anschließend im Kühlschrank für eine halbe Stunde kalt stellt. Ich glaube, dass hier ein kurzes Einfrieren noch besser geholfen hätte, so war es doch noch nicht wirklich gut vom Backpapier abzubekommen. (Und ja, die halbe Stunde haben wir definitiv eingehalten... es war gut vorbereitet.)

Alles in allem hat mir das Buch echt gut gefallen, es ist mal was ganz anderes, dass man einen Cookie so zubereitet. Finde ich beispielsweise auch dann praktisch, wenn sich mal spontaner Besuch ankündigt, für den man sonst vielleicht nicht unbedingt etwas zum Kaffee im Haus hätte. Die Cookies sind schnell zubereitet und echt lecker. Abzug bekommt das Buch für mich, weil ich mir hier manchmal noch ein paar ausführlichere Beschreibungen bzw. Tipps gewünscht hätte. Aber generell echt ein tolles Backbuch, das ich nur empfehlen kann und dem ich 4 von 5 Sternen gebe.

Veröffentlicht am 04.09.2018

Von sehr bekannten bis hin zu eher unbekannten Bösewichten.

Das Buch der Schurken
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In diesem Buch hat Martin Thomas Pesl eine Übersicht über die 100 fiesesten, amüsantesten und coolsten Bösewichte geschafft – eingeteilt in verschiedene Kategorien – wie beispielsweise die Rachsüchtigen, ...

In diesem Buch hat Martin Thomas Pesl eine Übersicht über die 100 fiesesten, amüsantesten und coolsten Bösewichte geschafft – eingeteilt in verschiedene Kategorien – wie beispielsweise die Rachsüchtigen, die Egoschweine, fatale Frauen oder auch verrückte Wissenschaftler.

Das Buch mit dem durchaus interessanten Cover zeigt die 100 genialsten Bösewichte der Weltliteratur auf, die von Martin Thomas Pesl ausgewählt, entlarvt und vorgestellt werden. Eingeteilt hat er dieses Buch in verschiedene Kategorien, so findet man Felix Krull (Thomas Mann) unter den Gierigen, Moby Dick bei den Rachsüchtigen, Fräulein Rottenmeier bei den Erziehungsberechtigten, Juliette (Sade) bei den fatalen Frauen und beispielsweise Prof. James Moriarty (Arthur Conan Doyle) bei den Königen des Verbrechens. Natürlich sind es noch viele weitere Bösewichte, das sei nur mal als kleine Auswahl genannt.

Nach einer schwarzen Kapitelbeginnseite jeweils werden die einzelnen Bösewichte dann vorgestellt, so gibt’s erst einmal eine kurze Vorstellung (Name, Autor, Buchtitel, Originalfassungsjahr), ein kurzes Statement aus dem Buch und eine Illustration von Kristof Kepler. Anschließend dann eine Textzusammenfassung mit kurzem Fragebogen sowie Bewertung (1 bis fünf Sterne) in verschiedenen Kategorien (Todesopfer, nachtragend, dreist, beliebt, Charmefaktor, etc.). Alles ist je nach Schurke ein bißchen anders aufgebaut und nicht immer exakt gleich – weil ja auch jeder Schurke anders ist.

Inhaltlich ist es ein wirklich vollgepacktes Buch, was auch an der Schriftgröße liegen mag – die ausführliche Schurkenbeschreibung findet man in Schriftgröße 8 (geschätzt) vor. Vom Verständnis her ist es natürlich besser, wenn man einigen Bösewichten in literarischer Form schon einmal begegnet ist – so hat man dann vielleicht schon ein Bild von ihnen, eine gewisse Ahnung. Inhaltlich ist alles ganz gut verständlich, manchmal war es mir einen Ticken zu fachlich, da hätte ich es mir noch unterhaltsamer gewünscht, wenngleich es ja nur um eine Beschreibung geht. Dennoch ist es so, dass die Sätze gut verständlich waren, nie etwas großartig umständlich verschachtelt war oder mit schwierigen Fachbegriffen oder Fremdwörtern versehen war.

Für mich war es ein interessanter Einblick in die Welt der Schurken und Bösewichte. Das Buch ist kein Buch, welches man direkt am Stück lesen muss, sondern in das man immer mal wieder hineinblättern kann – was ich sehr angenehm finde. Alles in allem ist das Buch wirklich toll gemacht, eine spannende Übersicht, mit passenden, tollen Illustrationen versehen. Natürlich ist nicht jeder Bösewicht gleich interessant und es gibt welche, die stechen einfach aus der Masse hervor – aber das ist in Ordnung. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und ich kann das Buch durchaus empfehlen.