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Veröffentlicht am 02.10.2018

Was für ein toller Auftakt! Ich möchte mehr!

Das Mädchen aus Feuer und Sturm
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Für mich gibt es nichts schöneres als abends in eine magische, fantasievolle Geschichte einzutauchen. Auch wenn es hier viele ähnliche Geschichten gibt, zählt Fantasy zu meinem Lieblingsgenre. Bei "Das ...

Für mich gibt es nichts schöneres als abends in eine magische, fantasievolle Geschichte einzutauchen. Auch wenn es hier viele ähnliche Geschichten gibt, zählt Fantasy zu meinem Lieblingsgenre. Bei "Das Mädchen aus Feuer und Sturm" habe ich direkt aufgehorcht, als ich das Setting mitbekommen habe. Eine fantasievolle Geschichte, die in einer japanischen Welt mit Samurai, einem Kaiser und Geishas spielt... Das klang neuartig und hat mich direkt neugierig gemacht.

Der Leser taucht direkt mit dem ersten Kapitel in die Geschichte ein. Es gibt keine große Einleitung, sondern die Handlung beginnt sofort. Mariko ist auf dem Weg zu ihrer Hochzeit, wo sie gegen ihren Willen den Sohn des Kaisers heiraten soll. Unterwegs wird ihre Reisegruppe überfallen, sodass sie sich alleine durchschlagen muss. Als Junge verkleidet taucht sie bei einer Gruppe von Banditen unter. So lernt sie eine ganze neue Welt kennen, muss sich neue Fähigkeiten aneignet. Dabei gerät nicht nur sie, sondern auch ihr Herz in Gefahr.

Die Handlung wird nicht nur aus Marikos sondern auch aus anderen Sichten erzählt. Häufiger wird so auch die Perspektive ihres Bruders oder eines anderen Banditen geschildert. Es gibt jedoch auch Perspektiven, die einmalig in einem Kapitel beschrieben werden. Die Anzahl bleibt jedoch übersichtlich und wechselt nicht zu häufig. Durch die verschiedenen Sichten bekommt der Leser jedoch einen viel breiteren Einblick in die Welt. Es werden weitere Themen angeschnitten und auch neue Fragen aufgeschmissen. Bei der ein oder anderen Frage kann der Leser auch sehr schön miträtseln, sodass eine gewisse Spannung aufgebaut wird.

Genial ist auch, dass die Geschichte einen manchmal überrascht. Ein paar Sachverhalte sind genauso wie erwartete eingetreten, dafür konnten mich andere überraschen, sodass es nicht langweilig wurde. Vor allem zum Ende hin sind ein paar Aspekte aufgetaucht, die zu einem offenen Ende geführt haben, aber jetzt auch mehrere mögliche Fortgänge ermöglichen. Ich mag es, wenn eine Geschichte nicht vorhersehbar und gradlinig ist. Der Nachteil ist jedoch, dass durch das offenen Ende viele Fragen ungeklärt bleiben und sich der Leser bis zum nächsten Jahr gedulden muss, bis die Fortsetzung erscheint.

Ein weiterer Aspekt, der mir ausgesprochen gut gefallen hat, ist die Erzählweise. Es ist keine wirkliche Erzählung, aber ein großer Fokus liegt auf der Atmosphäre, der Umgebung und den Personenbeschreibungen. Im Verhältnis gab es gefühlt gar nicht so viel wörtliche Rede. So hatte ich am Ende jedoch das Gefühl die einzelnen Charaktere zu kennen und konnte mir auch die einzelnen Szenerien gut vorstellen. Wer schon ein anderen Buch der Autorin gelesen hat, wird den Schreibstil in jedem Fall wieder erkennen. Er hat definitiv etwas märchenhaftes.

Ein kleiner Kritikpunkt sind für mich die Fantasie-Elemente. Es gibt im Buch viele magische oder übernatürliche Elemente. Es scheint beispielsweise Magie zu geben, jedoch wird dieses Thema nur stiefmütterlich behandelt. Bis zum Ende war mir nicht klar, woher die Magie kommt, wer sie benutzten kann oder was die Grenzen der Magie sind. Es ist zwar schön, dass es zu Beginn keine seitenlangen Einführungen gibt, aber zwischen drinnen hätte ich mir hier mehr Erklärungen gewünscht. Ich hoffe somit, dass diese Fragen in der Fortsetzung geklärt werden.

Insgesamt hat mich das Buch, das Szenario und auch die Handlung gefesselt. Es ist abwechslungsreich, überraschend und teilweise einfach nur magisch. Ich freue mich schon sehr nächstes Jahr wieder in Marikos Welt eintauchen zu können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Abenteuer
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Thema
Veröffentlicht am 22.08.2018

Avery und Cade sind einfach nur ein Traumpaar

Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
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Bei dem Cover von „Redwood Love“ war es Liebe auf den ersten Blick. Ich weiß, wie enttäuschend es häufig ist, sich ein Buch basierend auf dem äußeren Erscheinungsbild auszuwählen. In den meisten Fällen ...

Bei dem Cover von „Redwood Love“ war es Liebe auf den ersten Blick. Ich weiß, wie enttäuschend es häufig ist, sich ein Buch basierend auf dem äußeren Erscheinungsbild auszuwählen. In den meisten Fällen wird die Geschichte der Verpackung nicht gerecht. Außerdem hat mich der Wirbel, der in den sozialen Medien um die Reihe gemacht wird, interessiert. Ich war neugierig und wollte mir meine eigene Meinung bilden.

In dem Buch wird der Leser nach Redwood, einem idyllischen Städtchen, entführt. Für Avery bedeutet dieser Ort ein Neuanfang. Sie hat eine miserable Ehe hinter sich und zieht mit ihrer autistischen Tochter Hailey wieder in die Nähe ihrer Mutter. Avery möchte eigentlich nichts mehr von Männern wissen, wäre da nicht der gutaussehende Tierarzt Cade.

Vielleicht klingt der Klappentext nach einer 0815 Liebesgeschichte, aber die ist es nicht. Ein besonderes Element ist der Autismus. Er ist nicht das Hauptthema in dem Buch, aber dennoch immer wieder präsent. Mir hat die realistische Darstellung gefallen und auch noch den ein oder anderen neuen Blickwinkel aufgezeigt. In der Literatur bekommt man häufiger mit, wie das Sozialverhalten eines autistischen Kindes ist. Bis dato habe ich mir noch nicht so viele Gedanken gemacht, wie schwierig dies für Eltern sein muss.

Für mich war es häufig sehr bewegend, wie Avery mit ihrer Tochter umgeht. Hailey redet nicht und scheint für die meisten Dinge keine Begeisterung zu zeigen. Dennoch zeigt Avery viel Geduld und gibt so viel Liebe, obwohl sie nie ein „Ich liebe dich“ von ihrer Tochter hören wird. Das hat sie für mich zu einem sehr starken, außergewöhnlichen Charakter gemacht.

Cade ist in vieler Hinsicht das genaue Gegenteil von Avery. Er hatte noch keine lange Beziehung und wollte auch bis dato keine Familie gründen. Seine zwei Brüder, mit denen er die Arztpraxis führt, waren ihm immer genug. Doch als er Avery und Hailey kennenlernt, fängt er an sich ein ruhigeres Leben mit einer festen Bindung zu wünschen.

Auch wenn die Geschichte recht vorhersehbar scheint, hält sie ein paar kleinere Überraschungen parat. Das besondere ist jedoch nicht die Handlung an sich, sondern die ganzen Emotionen, die Atmosphäre und der Schreibstil. Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte nach Redwood entführt. Ich habe mich selber für einen Bewohner des Städtchens gefühlt. Jeder passt auf jeden Fall, es gibt keine Geheimnisse und jeder kennt sich. Ich mochte es sehr, wie sich jeder kümmert. Ich mochte den Alltag in der Arztpraxis mit ihren drei sympathischen, attraktiven Tierärzten. Und ich mochte wie ich einfach die ganze Zeit ein Kopfkino hatte.

Bei diesem Buch bin ich so froh, dass ich mich auf die hübsch verpackte Geschichte eingelassen habe. In meinen Augen ist der Hype komplett gerechtfertigt. Im Herbst erscheint der zweite Teil der Reihe und ich freue mich schon darauf nach Redwood zurückzukehren.

Veröffentlicht am 20.07.2018

Sei nicht die Kopie eines anderen!

Tanz der Sonne entgegen
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„Ich habe mich damit abgefunden, dass mein Leben ein ausgemaltes „Malen nach Zahlen“-Bild ist in den vorgegebenen Farben, nicht selbst erschaffen, ohne große Anstrengung, ohne Vielfalt und Kreativität. ...

„Ich habe mich damit abgefunden, dass mein Leben ein ausgemaltes „Malen nach Zahlen“-Bild ist in den vorgegebenen Farben, nicht selbst erschaffen, ohne große Anstrengung, ohne Vielfalt und Kreativität. Auf den ersten Blick ist es ganz nett anzuschauen, doch auf den zweiten Blick wird es nur noch künstlich und wie eine Kopie.“

Mona ist ganz anders als ihre Schwester Rebecca, die sportliche und ehrgeizige Ballerina ist. Obwohl sie so unterschiedlich sind, drängt ihre Mutter beiden in die gleiche Richtung. Mona passt jedoch nicht in diese Vorgaben. Sie ist mollig, ein bisschen verrückt und führt heimlich einen Blog. Als sie auf einer Tanzparty Neal kennenlernt und mit ihm in den Sonnenaufgang tanzt, fühlt sie sich seit langer Zeit das erste Mal komplett frei. Wird sie es schafft ihren eigenen Weg zu gehen und sich dauerhaft lebendig zu fühlen?

Meine Schwester und ich sind ebenfalls sehr unterschiedlich, sodass ich mich häufig mit Mona identifizieren konnte. Anders als sie, durfte ich jedoch immer die Person sein, die ich gerne wollte, und durfte die Hobbies ausleben, die ich gerne haben wollte. Ich kann mir nur vorstellen, wie es sein muss, wenn man diese Freiheiten nicht hat. Wie es sein muss, wenn man sich immer verstellt, nur um die Anerkennung der eigenen Eltern zu bekommen.

Für Mona ist dies keine Vorstellung, sondern der Alltag. In einer Art emotionalen Gefängnis wird ihr immer wieder vorgehalten, dass sie nicht wie ihre Schwester ist und dass sie nicht sie selber sein kann. Irgendwann fängt sie selber an zu glauben, dass sie Dinge, wie beispielsweise Tanzen, nicht kann, und verschließt sich. Der Moment auf der Tanzparty, als sie die Augen schließt und tanzt, war sehr emotional beschrieben. Nach all den Jahren einmal frei zu sein, muss sich fantastisch anfühlen.

Für mich war es sehr bewegend mitzuerleben, wie Mona sich selber entdeckt, sich die Frage stellt, wovon sie eigentlich träumt und was sie in ihrem Leben eigentlich machen möchte. Es ist eine Reise zu ihrer wahren Persönlichkeit und eine Ode an das Leben. Neal zeigt ihr erstmalig, wie wichtig es ist nicht die Kopie eines anderen zu sein. Das Buch ist voll von so vielen positiven Emotionen, dass sie irgendwann auch selber auf den Leser abfärben. Ich habe ungemein Lust jetzt selber mir einen Sonnenaufgang anzuschauen, zu tanzen bis mir die Füße weh tun und die Welt zu bereisen.

„Tanz der Sonne entgegen“ ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch eine Geschichte über Träume, die Lebensfreude und die Freiheit. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung. Das Buch hat mich bewegt, zum Lachen sowie Nachdenken gebracht und wird mir noch lange im Kopf herumschwirren.

Veröffentlicht am 17.06.2018

So viel besser als meine Erwartungen

Hades' Hangmen - Styx
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Styx ist der junge, stimmenlose Anführer des Motorradclubs Hades Hangmen und hat Probleme sich gegen seine Feinde zu behaupten. Geschäfte werden zum Teil vereitelt und er vermutet eine Ratte in seinem ...

Styx ist der junge, stimmenlose Anführer des Motorradclubs Hades Hangmen und hat Probleme sich gegen seine Feinde zu behaupten. Geschäfte werden zum Teil vereitelt und er vermutet eine Ratte in seinem Club. Eines Abends taucht plötzlich eine junge, verletzte Frau in seinem Hof auf. Als Mae die Augen aufschlägt, weiß es, dass er ihre Augen bereits einmal gesehen hat. Sie ist eine der wenigen Menschen, mit denen er sprechen kann, und er weiß, dass er sie nie wieder gehen lassen will.

Seit der „King“-Reihe von T.M. Frazier weiß ich, dass mir Geschichten über Gangs gefallen. Ich habe bei diesem Buch wieder eine ähnliche Handlung erwartet und wurde hier positiv überrascht. Seit einiger Zeit habe ich mir angewöhnt – falls es eins gibt – das Vorwort der Autoren zu lesen. In diesem schreibt Tillie Cole, dass sie im Studium eine Abschlussarbeit über Sekten und Kulte geschrieben hat. Hierfür hat sie mit einigen Menschen, die aus Sekten ausgetreten sind, gesprochen und ihre Erfahrungen zum Teil in dieses Buch eingearbeitet. Zunächst habe ich mich gefragt, wie der Klappentext zu einer Sekte passt. Es war jedoch gut, dass ich so auf diese Thematik vorbereitet war.

In dem Klappentext wird zwar Styx vorgestellt, aber über Mae wird relativ wenig geschrieben. Bereits auf den ersten Seiten wird deutlich, dass sie in einer religiösen Sekte groß geworden ist und keine Erfahrungen jenseits der Mauern, die die Gemeinde umgeben haben, hat. Bei ihrer Flucht wird sie verletzt und landet bei den Hades Hangmen. Ihre Geschichte hat mich zutiefst bewegt, da ich mit ihr fühlen konnte, wie schwer es sein muss, wenn die eigenen Überzeugungen sich plötzlich als falsch erweisen. Ich weiß, dass es weltweit viele Kulte und Sekte gibt, jedoch habe ich mir nie viele Gedanken darüber gemacht, wie schwierig es sein muss so einer Gemeinde den Rücken zu kehren und sich ein neues Leben aufzubauen. Mich hat noch mehr bewegt im Hinterkopf zu haben, dass diese Erzählung zum Teil auf tatsächlichen Erfahrungsberichten beruht.

Styx Geschichte ist ebenfalls interessant. Er ist nicht von Geburt aus stumm, dennoch fällt es ihm sehr schwer Worte zu formen und wenn, dann gelingt es ihm nur unter großem Stottern. Dennoch hat er über Gebärdensprache einen Weg gefunden mir seinen Brüdern zu kommunizieren und wird von diesen geachtet.

Neben diesen faszinierenden Charakteren hat mir gefallen, wie diese beiden Welten in der Geschichte aufeinandertreffen. Maes Welt bestand bis zu der Flucht nur aus Gehorsam und Sittsamkeit. In der Welt von den Hades Hangmen trifft sie nun auf Männer, die gewaltbereit und freizügig sind. Sie kennt die Technologien nicht und muss sich erst an ihre Freiheit gewöhnen. Auch wenn es die offensichtlichere Anpassung ist, verändert sich Styx ebenfalls. Es war spannend, diese Entwicklung mitzuerleben.

Basierend auf dem Klappentext hatte ich zunächst eine ganz andere Geschichte erwartet und bin sehr positiv überrascht worden, dass sie viel emotionaler und tiefgründiger war. Von der Autorin habe ich bereits „A thousand boy kisses“ gelesen. Dies war für mich ebenfalls ein sehr bewegendes Buch. Tillie Cole bleibt sich in ihrer Art somit treu und glänzt wieder mit vielen Emotionen. Es ist ein schwieriges Thema, dass sie grandios in das Buch eingebaut hat. Ich werde in Zukunft die Augen nach weiteren Büchern der Autorin offen halten und diese mit Sicherheit auch lesen.

Veröffentlicht am 16.05.2018

Ein Buch, das ich mit Sicherheit noch häufiger lese

Ladies Man - Wenn du mich loslässt
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„Ich habe vieles so tief in mir vergraben, dass ich ganz vergessen habe, dass es überhaupt noch da ist. Dass ich früher mal total freigiebig war, dass ich es geliebt habe, mich um Paul zu kümmern. Dass ...

„Ich habe vieles so tief in mir vergraben, dass ich ganz vergessen habe, dass es überhaupt noch da ist. Dass ich früher mal total freigiebig war, dass ich es geliebt habe, mich um Paul zu kümmern. Dass ich wirklich gern daheim war – in allen Heimen, die ich hatte. Dass ich mich stet um meine Freunde sorge, weil ich nicht will, dass sie verletzt werden.“

Von Katy Evans habe ich schon mehrere Bücher gelesen, wie „Mr. President“ oder auch die „Real“-Reihe. Die „Saint“-Bücher habe ich bis jetzt noch nicht gelesen, aber das ist auch nicht notwendig, um dieses Buch zu lesen. Wer die Bücher kennt, kann sich jedoch trotzdem auf ein Wiedersehen mit Saint freuen. Jedes Buch der Autorin hat sich bis jetzt dadurch ausgezeichnet, dass es faszinierende Charakter hatte und eine Handlung, die mich nicht losgelassen hat, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. So ging es mir auch bei „Ladies Man“. Ich habe das Buch wirklich an einem Abend ausgelesen, weil ich wissen wollte, wie es weiter geht.

In dem Buch geht es um Gina, die von ihrer ersten großen Liebe sehr enttäuscht wurde und seitdem keine feste Bindung mehr eingeht. Stattdessen verstickt sie sich hinter einem gut geschminkten Gesicht und geht lieber eine Beziehung mit einem netten Mann ein, als mit einem an den sie ihr Herz verlieren könnte. Der einzige, der sie wirklich erreicht, ist ihr bester Freund Tahoe. Er ist ein Womanizer und Herzensbrecher. Doch auch in ihn steckt eine gewisse Leere. Könnten die beiden mehr sein als nur gute Freunde? Und kann Gina noch einmal ihr Herz öffnen?

Auch wenn Tahoe hier als Mann vorgestellt wird, vor dem einen Mütter warnen, ist er der perfekte beste Freund. Er taucht nachts auf, um einen zu trösten, schreibt lustige SMS und hat immer ein offenes Ohr. Zwar ist er auch ein Milliardär und selbstbewusst, dennoch ist er nicht dominant oder allzu bestimmend, wodurch er sich von Charakteren aus anderen Büchern unterscheidet. So einen von seiner Sorte hätte ich gerne auch noch in meinem Leben. Er war mir einfach sympathisch.

Gina war mir ein ebenso sympathischer Charakter. Ihre Entwicklung in dem Buch hat mir besonders gut gefallen, weil sie auf mich nicht übereilt und dadurch sehr realistisch sowie nachvollziehbar gewirkt hat. Ich konnte mit ihr mitfühlen, habe ein bisschen mit ihr gelitten und mich umso mehr für sie gefreut.

Ein weiterer großer Pluspunkt ist die Sprache. Die einzelnen Szenen konnte ich mir sehr gut vorstellen und die beschriebene Atmosphäre war so schön. Im Vergleich zu anderen Büchern der Autorin werden in dieser Geschichte wenige Schlafzimmerszenen beschrieben. Eigentlich habe ich kein Problem damit, wenn auch solche Szenen vermehrt in einem Buch vorkommen, aber ich fand es auch angenehm, dass hier ein stärkerer Schwerpunkt auf die Charaktere und ihre Entwicklung gelegt wird.

Für mich ist dieses Buch einfach genial. Von meiner Seite aus gibt es die 5 Sterne für einen perfekten Abend auf der Couch.