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Veröffentlicht am 12.12.2018

Bei Yog und den dreiundzwanzig minderen Teufeln - das kann nur ein grausamer Scherz sein...

Das gleißende Band
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Kurzbeschreibung

Ein Wintersturm bringt Leovel in eine teuflische Klemme: Aus purem Zufall zieht sie die Thronerbin ihrer Erzfeinde aus dem Schnee und rettet ihr damit das Leben. Nun besteht ein gleißendes ...

Kurzbeschreibung

Ein Wintersturm bringt Leovel in eine teuflische Klemme: Aus purem Zufall zieht sie die Thronerbin ihrer Erzfeinde aus dem Schnee und rettet ihr damit das Leben. Nun besteht ein gleißendes Band zwischen Leovel und dem Mädchen – stirbt eine von ihnen, reißt sie die andere mit in den Tod. Der Zauber wird sich erst lösen, wenn Leovel herausfindet, wer das Mädchen töten will. Als feindliche Schwertkämpferin ist Leovel im fremden Hofstaat Verdächtige, Gejagte und Jägerin zugleich. Umschlossen von einer Mauer aus Misstrauen muss sie sich mit einem verbrecherischen Magier einlassen, um einen ersten Hinweis auf die Verschwörer zu erlangen.

Meinung

"Bei Yog und den dreiundzwanzig minderen Teufeln - das kann nur ein grausamer Scherz sein" ( Seite 23)


"Das gleißende Band" ist eine fantastische Geschichte von Irene Euler. Das Buch ist am 1. Oktober 2018 im Drachenmond Verlag erschienen, umfasst 498 Seiten und ist als ebook oder als Broschur erhältlich. Die Titel aus dem Drachenmond Verlag sind für mich immer besonders ansprechend. Sie werden mit Hingabe ausgesucht und liebevoll individuell gestaltet. Es sind Bücher die man gerne im Regal stehen hat. Nach dem sammeln von Erfahrungen als Self - Publisher - Autorin, ist dies die erste Verlagsveröffentlichung von Irene Euler. "Wer ein Leben rettet, trägt die Verantwortung dafür." Die Chinesen sagen, wenn man einmal jemandem das Leben gerettet hat, ist man immer für ihn verantwortlich. Aus diesem Sprichwort heraus entwickelte sich bei der Autorin der Gedanke an ein nicht sichtbares, aber absolut verbindliches Zeichen dieser Verantwortung - das gleißende Band. Unwissentlich und ungewollt rettet Leovel in einem Schneesturm einem kleinen Mädchen das Leben. Wie sich herausstellt handelt es sich dabei um die entführte Tochter des feindlichen Herrscherpaares. Die auf Zufall beruhende Heldentat verbindet die beiden nun auf Leben und Tod. Nur wenn Leovel herausfindet wer der Thronerbin nach dem Leben trachtet und die Bedrohung beseitigt, kann das gleißende Band gelöst werden.


Das gleißende Band ... Auf Leben und Tod mit einer anderen Person verbunden zu sein - diese Entscheidung bewusst zu fällen wäre schon nicht einfach - aber unwissentlich und zudem verbunden mit einer Erzfeindin, da lösen sich gleich mehrere Flüche von Leovels Lippen. Da hätte sie das Mädchen eher im Schnee liegengelassen, als diese Bürde freiwillig auf sich zu nehmen. Leovel kam als Jugendliche zum Heer. Dort wurde sie zur Schwerttochter ausgebildet. Eine prägsame, gewaltgelenkte und entbehrungsreiche Zeit, die sie zu der machten, die sie nun ist. Leovel ist eher von aufbrausendem Temperament, kann sich nur schwer zurücknehmen oder ihren Mund halten. Sie ist mutig, stark und selbstbewusst. Sie braucht niemanden an ihrer Seite. Anderen zu vertrauen fällt ihr sehr schwer. Am liebsten verlässt sie sich nur auf sich selbst. Ein wenig sarkastisch. Ein wenig ironisch. Ein wenig zynisch. Gesegnet mit trockenem Humor. Das ist Leovel. Sie mag auf den ersten Blick vielleicht nicht die Sympathieträgerin schlechthin sein, doch sie ist eine wirklich gut erdachte Hauptprotagonistin für diese Erzählung. Ausgestattet mit Ecken und Kanten, nicht unfehlbar oder fehlerfrei. Am besten nimmt man sie so wie sie ist und begleitet sie durch die Geschichte. Die Autorin hat viele weitere interessante Charaktere erschaffen. Kaum einer ist durchsichtig und einfach zu durchschauen. Auch der Geschichte geschuldet weiß man nie wem man trauen kann.


Der Einstieg ins Buch fiel mir nicht all zu schwer, obwohl das Eintauchen in eine unbekannte fantastische Welt immer ein wenig verwirrend und herausfordernd ist. Es gilt Unerforschtes kennenzulernen und zu verinnerlichen. Damit komme ich aber meist gut zurecht. Der Leser steigt zum Zeitpunkt des Wintersturms und der Rettung der Thronerbin in die Geschichte ein. Er wird somit mitten ins Geschehen geworfen und erhält erst nach und nach langsam Informationen zum bestehenden Weltenentwurf und der herrschenden Situation. Gemeinsam mit Leovel, und ohne Wissensvorsprung ihr gegenüber, spürt der Leser der Entführung der Herrschertochter nach. Dabei scheinen sich Abgründe aufzutun. Verschiedenste Theorien werden aufgeworfen und immer neue Verdachtsmomente treten ein. Man weiß kaum noch wem man trauen kann, wer in die vermeintliche Intrige verstrickt ist oder von der vermuteten Verschwörung weiß. Zudem wird Leovel mit Misstrauen begegnet und ihre rüde Art macht es nicht gerade einfacher. Durchaus neugierig machend und spannend geht es durch die Seiten. Es gibt auch viele Momente zum Schmunzeln und zum Lachen. Dazu sollte man mit Leovels Humor konform gehen. Schon die Idee zum gleißenden Band fand ich ansprechend. Wie die Autorin diese dann aufbereitet hat, gefiel mir richtig gut. Das Buch ist ab 18 Jahren empfohlen. Ich würde es älteren Jugendliche und Erwachsene anraten. Keinesfalls darf der Leser eine typische Jugendstory mit klischeehaften Charakteren, sterotyper Handlung und optionaler Liebesgeschichte erwarten. Im Gegensatz zu solchen, bietet diese Erzählung eine willkommene Abwechslung.


Der Bücherliebhaber erlebt die Erzählung aus Leovels Sicht. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gut zurecht. Klar, leicht, bildhaft, einnehmend und flüssig führt sie durch die Zeilen. Die Sprache fand ich zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenehm. Erdachte Flüche, Redewendungen und Sprüche fand ich äußerst gelungen eingearbeitet.


Fazit: "Das gleißende Band" ist eine fantastische Geschichte von Irene Euler. Die erste Verlagsveröffentlichung der Autorin hat durch seine anziehende Gestaltung und seinen ansprechenden Klappentext meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Ein absolut spannendes und unterhaltsames Fantasyabenteuer mit einer interessanten Idee, einer besonderen etwas wahnhaften Protagonistin und einem verwirrenden Intrigenspiel. Es ist lohnenswert mehr über den Kampf zweier verfeindeter Länder zu erfahren. Das eine wird von Magiern unterstützt. Im anderen zeigt Magie keine Wirkung. Dem sollte man doch auf den Grund gehen. Von mir gibt es ***** Sterne.

Zitat

"Ein gleißendes Band entsteht, wenn ein Mensch einem anderen das Leben rettet und die Lebensgefahr für den Geretteten noch nicht entgültig vorüber ist. Erst wenn jene Bedrohung, von der die Lebensgefahr anfänglich ausging, aufgehoben ist, löst sich das Band. Bis dahin sind Retter und Geretteter untrennbar miteinander verbunden. Sie können sich nicht weit voneinander entfernen und sie können nicht ohne einander leben. Wenn der eine stirbt, stirbt der andere ebenfalls."

(Seite 22 / 23)

Veröffentlicht am 21.11.2018

Ein verfluchter Flecken Erde, diese Highlands...

Die Melodie der Schatten
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Kurzbeschreibung

Schottland, 1837: Die junge Fiona Hemington ist auf dem Weg zu ihrer Tante in den Highlands, als ihre Kutsche in einen Hinterhalt gerät. Halbtot vor Angst und Erschöpfung schlägt sie ...

Kurzbeschreibung

Schottland, 1837: Die junge Fiona Hemington ist auf dem Weg zu ihrer Tante in den Highlands, als ihre Kutsche in einen Hinterhalt gerät. Halbtot vor Angst und Erschöpfung schlägt sie sich bis zu einem abgelegenen Herrenhaus durch. Doch der Besitzer ist Fiona ebenso unheimlich wie das alte Gemäuer. Nachts quälen sie dunkle Traumbilder und seltsame Geräusche: Schritte, Stimmen, eine wiederkehrende Melodie. Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Haus, seit die gälischen Pächter gewaltsam vertrieben wurden? Oder ist Fiona dabei, den Verstand zu verlieren?

Meinung

"Es ist auf Blut erbaut, dem Blut all dieser Menschen. Und ihre Seelen werden keine Ruhe geben, bis die Schuld gesühnt ist." (Zitat)


"Die Melodie der Schatten" ist ein Schottland Roman von Maria W. Peter. Das Buch ist am 26. Oktober 2018 bei Bastei Lübbe erschienen, umfasst 672 Seiten und ist als Taschenbuch, Hörbuch und ebook erhältlich. Die Autorin hat bereits einige historische Geschichten veröffentlicht. Für mich war dies das erste Buch von ihr. Schottlands Historie. Geformt durch Hochstimmung, Ehre, Glorie und Bedeutsamkeit wie auch durch Elend, Entbehrung und dem Fall. Das Land voller Legenden und Mythen mitsamt seiner Vergangenheit lädt zum ersinnen mysteriöser Erzählungen ein. Ich lies mich also gerne in das faszinierende Setting mit wildromantischen Hügellandschaften, endlos scheinenden grünen Tälern, bizarren Felsen und beeindruckenden Burgen entführen. Aber auch die schottische gesellschaftspolitische Lage birgt viel Romanpotential. Auf dem Weg von Edinburgh nach Inverness entkommt Lady Fiona, nach einem Überfall auf ihre Reisegesellschaft, als einzige Überlebende. Alleine, entkräftet und verängstigt irrt sie durch die Highlands, bis sie Zuflucht in einem einsam gelegenen Herrenhaus findet. Ein unheimlicher Hausherr. Ein fast unbewohnt wirkendes Gemäuer. Unheilverkündende Gerüchte. Eigentümliche Geräusche, unheimliches Klopfen, geisterhafte Stimmen, rätselhafte Lichter und grauenhafte Träume suchen Fiona plötzlich heim und sie fürchtet den Verstand zu verlieren...


Die junge Fiona Catherine Hemington soll nach dem Tod ihrer Mutter bei ihrer Tante als Gesellschafterin leben. Ihr Vater, Earl Hemington, Richter Seiner Majestät des Königs, ist ein unterkühlter Mann und hält Fiona aufgrund ihrer Kränklichkeit und ihren Absonderlichkeit von der Öffentlichkeit fern. Da es kaum Hoffnung auf eine vorteilhafte Ehe gibt, wurde Fiona nie in die Gesellschaft eingeführt. Ihr Vater hält sie für überspannt. Nachdem ihrer Mutter verstorben ist, hat sie keinen Menschen mehr, der ihr nahe steht. Fiona ist nicht duckmäuserisch und verschreckt. Sie fördert Stärke und Mut zu Tage, und stellt sich ihren Ängsten sowie den Vorkommnissen rund um Thirstane Manor. Baronet Aidan Thirstane ist der Herr über Thirstan Manor. Seine harten und verschlossenen Züge erschrecken Fiona und sein dunkler, scharfer und eindringlicher Blick verunsichert sie. Er ist kalt und abweisend, scheint Zorn und Schmerz in sich zu vereinen. Er leidet unter Schlaflosigkeit, quälenden Erinnerungen und es scheint für ihn kein Entkommen zu geben. Ständig ist er unterwegs und geht unbekannten Geschäften nach. Ein Mysterium für Fiona. Zwei überaus interessant gezeichnete und ansprechende Charaktere, die ich gerne durch die Handlung begleitet habe.


Der Leser steigt zum Zeitpunkt des Überfalls in die Geschichte ein. Mir ist es leicht gefallen bei diesem Ansatz in die Erzählung einzutauchen. Das Setting fand ich überaus reizvoll. Das abgelegene, etwas vernachlässigte Herrenhaus, das von den Einheimischen gemieden wird und menschlich recht verwaist ist. Das Gemäuer, indem schattenhafte Bewegungen in dunklen Ecken wahrzunehmen sind, dumpfes Klopfen und murmelnde Stimmen. Verstärkt wird die Stimmung durch die herbstliche Jahreszeit mit nebelverhangener Umgebung und feuchter Düsternis. Zudem Fionas absonderliche Wahrnehmung und ihre dunklen Träume. Gemeinsam mit Fiona erkundet der Bücherliebhaber Thirstane Manor und versucht das Puzzle zusammen zu setzten. Er hat einen Vorteil gegenüber der Protagonistin, denn er liest zwischendurch Passagen aus Aidans Sicht. Zu Anfang wirft das allerdings mehr Fragen auf als Antworten gefunden werden können. In dezenter Schauerromanmanier gestaltet Frau Peter die Handlung. Düster, geheimnisvoll und mysteriös. In gewisser Weise ständig unterschwellig spannend und steht's neugierig machend. Ich lese kaum Gänsehautliteratur und habe wenig Vergleichsmöglichkeiten. Mich hat die Geschichte jedenfalls gut unterhalten. Die Informationen am Ende und die letztliche Aufklärung war für mich schlüssig und ich blieb zufrieden und mit einem Funken Hoffnung zurück.


Der Leser erlebt das Geschehen an Fionas Seite. Zwischendurch wechselt er zu Aidan. Das verschafft ihm einen kleinen Wissensvorsprung den Protagonisten gegenüber. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gut zurecht. Klar, bildhaft, einnehmend und flüssig führt sie durch die Zeilen. Die Sprache ist zur Erzählung passend und das Erzähltempo angenehm. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste Teil beinhaltet Fionas erste neun Tage im Herrenhaus. Der zweite Teil vereinzelte Tage der zwei darauffolgenden Monate. Jeder Tag besteht aus mehreren Kapiteln. Im ersten Teil werden die Tage von ein paar Zeilen des schottischen Dichters Robert Burns eingeleitet. Eine Karte Schottlands im Jahre 1837, ein Glossar und Schottisch - gälisch Ausdrücke, Sätze und Redewendungen, sowie Informationen zu historischen Persönlichkeiten runden den positiven Gesamteindruck ab. Im Nachwort, welches wirklich erst nach der eigentlichen Geschichte gelesen werden sollte, erzählt die Autorin noch viel interessantes zu den eingewobenen Themen.


Fazit: "Die Melodie der Schatten" ist ein Schottland Roman von Maria W. Peter. Ein altes Herrenhaus. Ein mysteriöser Hausherr. Und eine junge Frau, die nicht weiß ob sie ihren Sinnen trauen kann. Eine Geschichte die sich aus der Vergangenheit Schottlands entspinnt und eine Protagonistin die fürchtet Realität von Mysterium nicht unterscheiden zu können. Geheimnisvoll. Neugierig machend. Düster. Von mir gibts ***** Sterne.

Zitat

"Ein verfluchter Flecken Erde, diese Highlands, kam es ihr in den Sinn. Ein Land, das von Tränen und Blut getränkt war."

Veröffentlicht am 17.11.2018

Wer hat Angst vorm bösen Wolf ?

Das Vermächtnis der Grimms
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Kurzbeschreibung

Kristin Collins steht vor der größten Herausforderung ihres Lebens: Ihr Bruder Brayden holt sie in seine Special Task Force, die Jagd auf den sogenannten Grimm macht ein wolfsartiges ...

Kurzbeschreibung

Kristin Collins steht vor der größten Herausforderung ihres Lebens: Ihr Bruder Brayden holt sie in seine Special Task Force, die Jagd auf den sogenannten Grimm macht ein wolfsartiges Wesen, das durch die Märchen der Brüder Grimm in die Welt der Menschen dringt und jeden mit Wahnvorstellungen verflucht, der über ihn liest. Je tiefer Kris in die Märchen abtaucht, desto mehr verschwimmt die Grenze zwischen Realität und Fantasie. Schließlich weiß sie nicht mehr, wem sie noch trauen kann und wer selbst Teil des Fluches geworden ist.

Meinung

"Das Vermächtnis der Grimms - Wer hat Angst vorm bösen Wolf" ist ein Dilogieauftakt aus der Feder von Nicole Böhm. Das Buch ist am 31. Oktober 2018 im Drachenmond Verlag erschienen, umfasst 430 Seiten und ist als ebook oder als Klappenbroschur erhältlich. Die Titel aus dem Drachenmond Verlag sind immer etwas Besonderes. Sie werden mit Herzblut erdacht und liebevoll individuell gestaltet. Es sind Bücher die man gerne im Regal stehen hat. Obwohl die Autorin schon so einiges veröffentlicht hat, habe ich noch nie etwas gelesen wo Nicole Böhm draufsteht. Bei ihrem neuesten Werk übte sowohl das Cover, als auch die Kurzbeschreibung eine magische Anziehung auf mich aus und ich wollte diese Geschichte auf jeden Fall erkunden. Der Wolf und die sieben Geißlein. Aschenputtel. Rumpelstilzchen. Allerleirauh. Ich liebe Märchen, märchenhafte Erzählungen und Geschichten mit Märchenaspekten. Jacob und Wilhelm Grimm, zwei Brüder, die ihr Leben miteinander verbrachten und durch ihre Märchensammlungen bekannt wurden. Nur scheint dadurch auch etwas anderes in die Welt der Menschen zu dringen. Der Grimm. Doch worin liegt das Ganze begründet, wo nahm alles seinen Anfang und ist es tatsächlich ein Fluch der hier seine Wirkung in der Menschenwelt zeigt?


Gleich zu Anfang kann ich sagen, dass die Erzählung ganz anders war als gedacht. Trotzdem hat sie meine Erwartungen vollkommen erfüllt. Sie war spannend, mysteriös, blutig, fantastisch, humorvoll und düster. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Der Schreibstil der Autorin macht es dem Leser nicht schwer ins Buch zu finden. Der Bücherliebhaber erkennt recht schnell, das sich die Autorin nicht nur verschiedener erzählender Charaktere bedient, sondern auch mit Ort und Zeit spielt. Das ergibt ein äußerst interessantes Grundgerüst für diese vielseitige Geschichte. Kennt man solche Sichtwechsel nicht, könnte etwas Eingewöhnungszeit notwendig sein. Für mich waren die verschiedenen Erzähl und Handlungsstränge ein willkommener Geschichtenaufbau. Zu Anfang sind die Stränge weit entfernt und scheinen lose. Im Verlauf der Handlung nähern sie sich auf ungeahnte Weise an und lassen Zusammenhänge und Verknüpfungen erkennen beziehungsweise Rückschlüsse ziehen. Die Art und Weise wie Frau Böhm an die Geschichte heranführt, lädt den Leser dazu ein, sofort nach Hinweisen, lösen Enden und dem roten Faden zu suchen. Wenn man geschickt, aufmerksam und auch zwischen den Zeilen liest, gelingt es hier und da. Generell gibt es aber so einige Überraschungen und Wendungen die unversehens daherkommen. Die Autorin hat ein breites Spektrum an unterschiedlichen Charakteren erdacht. Sie haben Ecken und Kanten, machen Fehler, treffen ungünstige Entscheidungen und leben einfach ihr Leben. Hier gibt es Sympathieträger und weniger freundliche Gesellen, aber jeder hat sein Päckchen zu tragen.


Frau Böhm geht recht schonungslos mit ihren Protagonisten um. Ich finde den entstandenen Mix sehr ansprechend. Ein gegenwärtiger Handlungsstrang mit einer starken und unabhängigen Protagonistin, die sich trotz einer seltsamen Gabe nicht unterkriegen lässt. Kriminalaspekte, Ermittlungsarbeit und fantastische Elemente spielen eine Rolle. Ein vergangener Erzählstrang, mehrere Hundert Jahre zurückliegend, bringt historisches Ambiente, Fantasie und Mysteriöses ins Spiel. Hier wird von mehreren Charakteren erzählt. Und zuletzt begleitet der Leser einen diebischen Halunken auf seinen Abenteuern in einer Märchenwelt. Der Tunichtgut hat zwar ein gutes Herz, verstrickt sich aber andauernd in Schwierigkeiten. Dies bringt neben Magischem auch Humor und viele Fragezeichen mit sich. Die Morde, seien sie auch märchenhaft angehaucht, sind blutig und das Buch ist deshalb auch erst ab 16 Jahren empfohlen. Es gibt keine typische Liebesgeschichte, doch durchaus sinnliches Treiben. Dies ist weniger für die Unterhaltung des Lesers notwendig, als ein wichtiger Punkt für den Fortgang der Handlung selbst. Es ist nicht vordergründig und nimmt auch nicht viel Raum ein. Das Buch entwickelt sich rasch zum spannenden Pageturner. Letztlich gibt es unglaubliche Enthüllungen und herbeisehnende Gedanken an die Fortsetzung.


Erzählt wird von mehreren Protagonisten, in verschiedenen Zeiten und von unterschiedlichen Orten. Das machte mich sehr neugierig, aber auch ungeduldig. Nicole Böhm erzählt klar, lebhaft, humorvoll, temporeich und flüssig. Die Sprache fand ich zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenehm.


Fazit: "Das Vermächtnis der Grimms - Wer hat Angst vorm bösen Wolf" ist eine Geschichte aus der Feder von Nicole Böhm. Die Erzählung war ganz anders als gedacht und hat trotzdem meine Erwartungen erfüllt. Sie war spannend, mysteriös, blutig, fantastisch, humorvoll und düster. Eine gelungene Mischung die sich für mich rasch zum Pageturner entwickelt hat. Von mir gibt es ***** Sterne.

Zitat

"Vor vierzehn Tagen ist ein Mann in einem Krematorium durchgedreht. Er hat zwei seiner Kollegen bewusstlos geschlagen, sie in eine der Verbrennungsanlagen gesteckt und bei lebendigem Leib angezündet. Als die Polizei anrückte, tanzte der Mann vor dem Ofen herum, aß Lebkuchen und rief die ganze Zeit: Knusper, Knusper, Knäuschen, wer knabbert an meinem Häuschen..."


Reihe

Band 1: Das Vermächtnis der Grimms - Wer hat Angst vorm bösen Wolf
Band 2: Oktober 2019

Veröffentlicht am 04.10.2018

Der menschliche Geist ist der Ort, an dem Gefühl und Vernunft im ewigen Kampf gegeneinander antreten

Hidden Legacy - Tanz des Feuers
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!!! Achtung !!! Band 2 einer Reihe

Kurzbeschreibung

Wie Feuer und Eis

Ihre außergewöhnliche magische Fähigkeit - zu erkennen, wann jemand lügt - kommt Nevada Baylor in ihrem Job als Privatdetektivin ...

!!! Achtung !!! Band 2 einer Reihe

Kurzbeschreibung

Wie Feuer und Eis

Ihre außergewöhnliche magische Fähigkeit - zu erkennen, wann jemand lügt - kommt Nevada Baylor in ihrem Job als Privatdetektivin gerade recht. Zusammen mit ihrem Fleiß und ihrer Beharrlichkeit hat sie es geschafft, ihre (vielleicht ein bisschen exzentrische) Familie mit ihrer Detektei über Wasser zu halten. Aber in ihrem neuen Fall muss sich Nevada abermals gegen die finsteren Mächte stellen, die Houston bereits einmal zerstören wollten. Aber das ist nichts gegen die erneute Begegnung mit Connor 'Mad' Rogan - dem Milliardär, Prime-Magier und herablassenden Idiot (so sagt zumindest Nevada). Zwischen beiden sprühen die Funken, doch erneut müssen die beiden gegen den Feind zusammenarbeiten, der diesmal noch gefährlicher und noch stärker ist. Und bald schon müssen Nevada und Conner erkennen, dass nichts so sehr brennt wie Eis ...

Meinung

"Hidden Legacy - Tanz des Feuers" ist der zweite Band einer fantastischen Reihe von Ilona Andrews. Das Buch ist am 4. Oktober 2018 im LYX Verlag erschienen, umfasst 431 Seiten und ist als ebook erhältlich. Bereits so einige Bücher wurden unter diesem Autorennamen veröffentlicht, für mich ist dies die erste Reihe die ich von Ilona Andrews, was ein Pseudonym eines gemeinsam schreibenden amerikanischen Ehepaars ist, lese. In einer Welt, die der unseren äußerst ähnlich ist, wurde 1863 ein Serum entdeckt, das schlummernde magische Begabungen erweckt. Schon nach kurzer Zeit begriffen die Menschen, zu welchen Konsequenzen es kam, wenn einfache Leute gottgleiche Fähigkeiten zur Verfügung hatten. Der Verlauf der menschlichen Geschichte wurde geändert und die Gliederung ganzer Nationen neu ausgerichtet. Magische Familiendynastien haben sich gebildet und sie buhlen um Macht, Reichtum und Berühmtheit. Mit arrangierten Ehen wird Magie gesammelt und mächtiger Nachwuchs gezeugt. Ihre Talente sind vielfältig und im Umgang mit Begabten sollte man sehr vorsichtig sein. Es war schon ein wenig schwer die Welt in ihrer Gesamtheit zu durchschauen und die Gegebenheiten zu verinnerlichen, doch die Gestaltung ist auf jeden Fall interessant, letztlich gut vorstellbar und mit dem zweiten Band auch leichter zu begreifen.


Mit überschaubaren Fällen und kalkuliertem Risiko hält Nevada Baylor ihre Familiendetektei am laufen. Doch dann wird sie gezwungen sich auf die Suche nach einem gefährlichen Feuerbegabten zu machen. Sollte sie keinen Erfolg haben, ist die Existenz ihrer Familie zerstört. Aber nicht nur sie hat Interesse an dem bedrohlichen Feuerteufel. Der gefürchtete Hochbegabte Mad Rogan ist ebenso auf der Suche nach ihm. Nevada lässt sich auf eine Zusammenarbeit mit ihm ein und bringt damit sich und ihr Herz in Gefahr. Nach diesem Fall trennen sich ihre Wege. Nevada ist gleichzeitig froh und traurig darüber. Doch das Schicksal führt sie wieder zusammen. Und diesmal entpuppt sich der Fall als noch größere Bedrohung. Die 25 Jahre alte Nevada Baylor lebt zusammen mit ihrer Mutter, ihrer Großmutter, ihren jüngeren Geschwistern und ihren Cousins in einer Lagerhalle. Diese ist sowohl ihr Arbeitsplatz als auch ihr zu Hause. Nevada hält die Familie über Wasser und fühlt sich für alle verantwortlich. Ihre Begabung ist nützlich für ihren Job. Ihr Talent wird sorgsam vor Fremden verborgen. Es hat sie verletzt das Conner sich nicht richtig auf sie einlassen wollte. Nevada ist bodenständig, verantwortungsbewusst, mutig, realistisch und vernünftig. Conner Rogan hat sich im Krieg den Namen Mad Rogan verdient. Der Schlächter von Merida. Die Geisel Mexikos. Ein Massenmörder. Mit Kräften jenseits von gut und böse, die niemand wirklich einschätzen kann. Gnadenlos. Mächtig. Skrupellos. Hart. Gefährlich. Animalisch. Aber er ist auch beschützend, besorgt und loyal.


Ich habe mich schon auf diesen Fortsetzungsband gefreut und bin auch sofort wieder gut in der Geschichte gelandet. Im Auftakt brauchte es eine Weile bis ich mich an die Welt und ihre Eigenheiten gewöhnt hatte. Hier in Band zwei hatte ich keine Probleme wieder in die Welt zu finden, dennoch gibt es immer wieder neue Informationen zu verinnerlichen. Nevada ist eine absolut sympathische Protagonistin. Sie tut was getan werden muss und braucht niemanden der ihre Schwierigkeiten für sie löst. Mad Rogan erscheint zielstrebig, kühl, drohend, mächtig und teils skrupellos, aber nicht wie ein irrer Massenmörder als welcher er anfänglich dargestellt wurde. Trotz allem hat er eine weichere Seite. Er akzeptiert Nevada. Mehr noch. Aber er lässt ihr ihre Freiheit und ihre Entscheidungen. Die Handlung hat mir in ihrer Gesamtheit gesehen sehr gut gefallen. Die Geschehnisse von Band 1 ziehen Konsequenzen nach sich, die hier weiter verfolgt werden. Was die Welt betrifft wurde ich ein wenig an die Steelheart Reihe von Brandon Sanderson und an die Hidden Hero Trilogie von Veronika Rothe erinnert. Romantische Gefühle bleiben nicht aus als Conner und Nevada wieder aufeinandertreffen und es findet ein besseres Kennenlernen statt. Die Erzählung ist durchaus unterhaltsam und spannend zu verfolgen. Und sie ist humorvoll. Ich musste oft schmunzeln. Nevadas Familie ist eine tolle Truppe. Die einzelnen Charaktere lernen wir langsam besser kennen. Der Epilog lässt erahnen, das die Gefahr noch nicht gebannt ist, und das sowohl privat als auch beruflich große Herausforderungen warten.


Erzählt wird aus der Sicht von Nevada. Ich mag den Schreibstil des Autorenduos. Gut beschreibend, lebendig, flüssig und humorvoll geht es dahin. Die Sprache war für mich zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenehm.


Fazit: "Hidden Legacy - Tanz des Feuers" ist der zweite Band der fantastischen Nevada - Baylor - Serie von Ilona Andrews. Eine spannende Erzählung mit Action, Humor, Charme und einer erkundenswerte Weltdarstellung. Mir gefiel diese Teil noch besser als der erste. Von mir gibt es daher ***** Sterne.

Zitat

"In seiner Freizeit entführte Jeff Caldwell kleine Mädchen. Er hielt sie bis zu einer Woche am Leben, dann erwürgte er sie und ließ ihre Überreste in von Blumen umgebenen Parks zurück. Seine Opfer waren zwischen fünf und sieben Jahre alt. Ihre Körper erzählten Geschichten, nach denen man sich wünschte, dass die Hölle existierte, nur damit Jeff Caldwell nach seinem Tod dorthin geschickt werden konnte."

Reihe

Band 1: Hidden Legacy - Das Erbe der Magie

Band 2: Hidden Legacy - Tanz des Feuers

Band 3:

Veröffentlicht am 02.10.2018

Ehre vor Leben ...

Das Herz der Kämpferin
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Kurzbeschreibung

Sie ist zur Kämpferin erzogen worden, und als Tochter des Clan-Führers würde die siebzehnjährige Eelyn jederzeit ihr Leben für ihre Familie und ihre Freunde geben. Während einer Schlacht ...

Kurzbeschreibung

Sie ist zur Kämpferin erzogen worden, und als Tochter des Clan-Führers würde die siebzehnjährige Eelyn jederzeit ihr Leben für ihre Familie und ihre Freunde geben. Während einer Schlacht gegen die verfeindeten Riki traut sie ihren Augen nicht. Denn Eelyn sieht ihren tot geglaubten Bruder – wie er an der Seite eines kühnen Riki kämpft. Weder ein Pfeil im Arm noch ein Schwerthieb könnte Eelyn so schwer treffen wie der Verrat ihres Bruders. Sie selbst würde sich niemals mit dem Feind verbünden. Auch nicht, wenn sie sich verliebt. Und selbst dann nicht, wenn es den Untergang der Clans bedeutet. Oder?

Meinung

"Das Herz der Kämpferin" ist ein Roman von Adrienne Young. Das Buch ist am 1. Oktober 2018 im HarperCollins Verlag erschienen, umfasst 320 Seiten und ist als gebundene Ausgabe oder als ebook erhältlich. Mit ihrer historischen Jugendgeschichte schaffte es die Autorin auf die New York Times Bestsellerliste. "Eine üppige, von der Wikingerzeit inspirierte Fantasie über Loyalität, Vergebung und die Definition von Familie." Dieser Slogan lies mich an nordische Länder denken ... rauschende Flüsse, ruhige Fjorde, natürliche Wasserfälle, hohe Berge, raue Klippen, friedliche Ebenen und verwinkelte Höhlen. Und an ein kriegerisches Volk, das nach Ruhm, Reichtum und Abenteuer sucht, raubt und an den Küsten gefürchtet ist. Die Aska leben in Clanverbänden zusammen, kämpfen für ihr Land, ihren Gott und ihre Ehre. Ihr einziger Feind sind die Riki. Die Riki leben in Clanverbänden zusammen, kämpfen für ihr Land, ihren Gott und ihre Ehre. Ihr einziger Feind sind die Aska. Eine Blutfehde die schon viele Jahrzehnte besteht. Als die junge Aska Eelyn in einem Kampf auf ihren Bruder trifft, wird ihre Welt aus den Angeln gehoben, denn ihr Bruder ist vor fünf Jahren gestorben und doch steht er plötzlich vor ihr und kämpft an der Seite der Riki. Der Verrat trifft sie hart, doch diese unverzeihliche Tat soll nicht das Einzige sein das Eelyns Welt ins wanken bringt.


Die 17 Jahre alte Eelyn gehört zu den Aska. Sie wurde zur Kämpferin erzogen und lebt diese Bestimmung mit Leidenschaft aus. Ihre Mutter wurde vor Jahren getötet und ihr Bruder fiel im Kampf. Nun gibt es nur noch ihren Vater und sie. Ihre Kampfgefährtin ist für sie zur Schwester geworden. In ihrer gemeinsamen Trauer sind sie zusammengewachsen. Ehre und Glaube sind wichtige Eckpfeiler in ihrem Leben. Ihrem Volk gibt sie Vorrang vor allem anderen. Sie ist hart im Nehmen, stolz und eigensinnig. Eelyn gibt sich mutig, stark, temperamentvoll und unerschütterlich. Mit ihr als Hauptcharakter kam ich gut zurecht. Auch wenn ich mich nicht mit ihr identifizieren konnte, habe ich sie und ihre Welt meist gut verstanden. Gerne habe ich sie kennengelernt, ihren Weg und ihre Entwicklung begleitet. Die weiteren Charaktere lernt der Leser nicht so gut kennen, doch mit Eelyns Beobachtungen kann man sie nach einer Weile recht gut einschätzen. Vielleicht sogar besser als Eelyn, da der Leser nicht von Wut und Hass zerfressen ist.


Der Bücherliebhaber beginnt zu lesen und findet sich mitten im Geschehen wieder. Es ist Kampfsaison wo Aska und Riki aufeinander treffen. So erkennt der Leser sofort, dass es hier blutig und gewalttätig zur Sache geht. Äxte, Schwerter und Messer werden geschwungen und alles wird versucht um den Feind auszulöschen. Die Handlung ist rau sowie die Zeit, doch sie beinhaltet mehr als nur Blutvergießen. Es geht um Loyalität und Verrat. Eelyn hat schwer mit den Entscheidungen ihres Bruders zu kämpfen. Es geht um Ehre, die hier über dem Leben steht. Und um Familie, was dieses Wort bedeutet und das nicht nur das selbe Blut in den Adern den Ausschlag gibt. Das die Gegner auch Menschen haben um die sie sich sorgen und welche sie schützen, das sie Kinder haben die sich ängstlich und mit großen erschrockenen Augen fürchten, das auch sie viele aus ihrer Mitte verloren haben. Um den Glauben und darum herauszufinden wer man ist und was man will. Die Vergangenheit wird infrage gestellt und es wird nicht gewagt über die Zukunft nachzudenken. Es ist blutig, brutal, grimmig und von Hass und Zorn geprägt, doch dazwischen lauern andere Emotionen und auch Wärme. Als Leser muss man im Bewusstsein behalten, dass es eine andere und lebensfeindlichere Zeit war in der die Erzählung angesiedelt ist und das uns fremde Sitten, Bräuche und Gedanken erwarten. Erzählt mit Spannung, Gefühl und Rauheit.


Man liest aus der Sicht von Eelyn. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gute zurecht. Bildhaft, lebendig, einfach und flüssig führt sie durch die Zeilen. Die Sprache fand ich meist gut zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenehm.


Fazit: "Das Herz der Kämpferin" ist ein Roman von Adrienne Young. Eine an die Wikingerzeit angelehnte Erzählung über Feinde und Freundschaft, Verrat und Vertrauen, Glaube und Ehre, Loyalität und Selbstfindung. Ich habe diese raue Geschichte genossen und die kämpferische Protagonistin gerne auf ihrem Weg begleitet. Von mir gibt es ***** Sterne.

Zitat

"Ich erinnerte mich so deutlich ... sein Bild, wie eine Spiegelung im Eis. Iris lebloser Körper in dem Graben. Er lag auf dem makellos weißen Schnee, Blut sickerte aus ihm heraus und bildete eine Lache. Ich konnte immer noch sein um den Kopf ausgebreitetes blondes Haar sehen und die leeren, weit aufgerissenen Augen, die ins Nichts starrten."