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Veröffentlicht am 18.10.2018

Das Geheimnis der Grays

Das Geheimnis der Grays
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Das Geheimnis der Grays wurde unter dem Pseudonym Anne Meredith von der britischen Autorin Lucy Beatrice Malleson geschrieben. Da es im Jahr 1933 erstmalig erschienen ist, kann man sich gut vorstellen ...

Das Geheimnis der Grays wurde unter dem Pseudonym Anne Meredith von der britischen Autorin Lucy Beatrice Malleson geschrieben. Da es im Jahr 1933 erstmalig erschienen ist, kann man sich gut vorstellen das Sprache und Gegebenheiten der damaligen Zeiten entsprechen. Das sollte man bedenken wenn man diesen Roman zu Händen nimmt. Da auf dem Klapptext eine Verbindung zu Agatha Christie hergestellt wurde, hatte ich eine Ahnung wie das Buch sein könnte. Allerdings fand ich das doch ein erheblicher Unterschied da ist.

Adrian Grey lädt wie jedes Jahr seine ganze Familie zu Weihnachten auf das Landhaus ein. Alle kommen dieser Einladung nach denn jeder erhofft sich ein großes Geldgeschenk von dem alten Oberhaupt. Doch dieser ist nicht gewillt seinen Kindern was zu geben. Am nächsten morgen wird Adrian ermordet aufgefunden. Hat eines seiner Kinder seinen tiefen Hass zum Ausdruck gebracht und ihn ermordet?

Der Schreibstil und die Sprache unterscheiden sich stark von den heutiger Krimis, was für mich persönlich auch den Charme dieser älteren Bücher ausmacht. Dieser Krimi ist eher ein gemütlicher, mit eher subtiler Spannung. Gerade dadurch das man den Mörder von Anfang an kennt, wird die Spannung auf eine andere Art deutlich. Denn hier geht es nicht darum den Mörder zu finden, sondern eher darum wie der Mörder versucht seine Tat zu vertuschen und jemand anderen in die Schuhe zu schieben. Man verfolgt mit Beklemmung wie es dem Mörder ergeht und wie sich Beweise für seine Schuld finden und vertiefen. Dies ist auf eine psychologische und subtile Art sehr spannend.

Was mir nicht ganz so gut gefiel das bei der Handlung oft an Details gespart wurde, aber die einzelnen Charaktere bis ins kleinste dargestellt wurden. Diese sehr tiefgründige Darstellung hätte man für den Verlauf der Geschichte auf wenige Protagonisten anwenden können, aber nicht auf alle.

Die englische Atmosphäre wurde sehr gut eingefangen und dargestellt. So war es ein sehr gemütlicher Krimi. Allerdings finde ich hier den englischen Titel weit besser als den deutschen. Im englischen heißt das Buch: „Portrait of a Murderer“ also „Porträt eines Mörders“ was ich passender gefunden hätte als Das Geheimnis der Grays. Denn ehrlich gesagt hätte ich bei dem Titel etwas anderes erwartet.

Veröffentlicht am 17.10.2018

Ich muss mit auf Klassenfahrt

Ich muss mit auf Klassenfahrt – meine Tochter kann sonst nicht schlafen!
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Ich muss mit auf Klassenfahrt – meine Tochter kann sonst nicht schlafen, beschreibt den schon fast unglaubwürdigen Alltag von Helikopter Eltern. Wenn es nicht so real wäre könnte man drüber lachen. Aber ...

Ich muss mit auf Klassenfahrt – meine Tochter kann sonst nicht schlafen, beschreibt den schon fast unglaubwürdigen Alltag von Helikopter Eltern. Wenn es nicht so real wäre könnte man drüber lachen. Aber leider sieht die Realität genau so aus. Wir leben in einer Gesellschaft bei der man vergisst Kinder richtig zu erziehen. Eltern sind von Anfang an unsicher, nehmen ihren Kindern alles ab damit sie ja keinen Schaden nehmen. Aber wehe andere Eltern sind nicht so.

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut. Das Cover und der Klapptext haben mich neugierig gemacht. Die Erzählungen von den verschiedensten Leuten (Erzieher, Lehrer, Hebammen, andere Eltern etc.) sind kurz und teilweise urkomisch das man sich spontan fragt ob das denn so sein kann. Aber ja es ist so, wenn ich solche Eltern nicht persönlich kennen würde hätte ich das Buch nur als nette, sogar lustige Lektüre gesehen. Aber so habe ich ehrlich gesagt auch etwas Angst. Denn wenn man überlegt was da für Kinder heranwachsen, wie unselbstständig und egoistisch dann bekomme ich das Grauen. Ich muss aber ehrlich sein, denn gerade durch unser Umfeld, was einen stark prägt ist wohl jeder der Kinder hat ein Helikopter. Denn keiner kann sich davon ganz ausnehmen. Auch ich nicht. Aber was hier geschildert wird zieht einem die Schuhe aus. Kinder deren Schlafsachen mit gegeben werden damit sie in der Leseecke weiterschlafen können, weil sie in der Nacht schlecht geschlafen haben. Eltern die mit zu Bewerbungsgesprächen gehen, weil ihre Kinder keine Erfahrung darin haben. Die Lebensläufe und Bewerbungen überarbeiten, sich bei Lehrern über die Hausaufgaben beschweren oder sogar fordern dass die Klobrille vorgeheizt werden damit das Kind nicht friert. Eltern die auf Spielplätzen den Kindern Handschuhe anziehen damit sie nicht dreckig und krank werden… hier werden so viele skurrile Geschichten dargestellt das es traurig und lustig zu gleich ist.

Mich hat das Buch sehr gut unterhalten. Ich habe es als Hörbuch gehört und fand es für zwischendurch sehr schön. Man kann immer wieder in die Geschichte einsteigen. Auch die Erzählstimme war sehr angenehm und ruhig. Der Leser spielt auch gut mit der Stimmlage und den verschiedensten Dialekten, so das es noch zusätzlich etwas lustiger wird.

Veröffentlicht am 08.10.2018

The Secret - Er weiß, wer du wirklich bist

Er weiß, wer du wirklich bist - The Secret
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The Secret – Er weiß, wer du wirklich bist, ist der zweite Teil des Ermittlerduos Miley/Grey. Man kann den ersten und zweiten Teil gut separat lesen, da in dem zweiten Teil alles wichtige nochmal erwähnt ...

The Secret – Er weiß, wer du wirklich bist, ist der zweite Teil des Ermittlerduos Miley/Grey. Man kann den ersten und zweiten Teil gut separat lesen, da in dem zweiten Teil alles wichtige nochmal erwähnt wird. In dem vorliegen Band wird näher auf die Vergangenheit der Ermittlerin Imogen Grey eingegangen.

Brigdet Reid arbeitet Undercover als Prostituierte. In ihrem Beisein werden zwei Prostituierte und ein Freier ermordet und sie selbst wird entführt. Ihr Freund Sam Brown will sie unbedingt findet und wendet sich dafür an Imogen Grey. Doch Imogen arbeitet nur ungern mit ihrem Ex-Partner zusammen, da sie ihn für ihre Verletzungen verantwortlich macht. Zudem vertraut sie ihm nicht, denn innerhalb ihrer Ehemaligen Einheit spielt jemand ein doppeltes Spiel. Für Imogen steht fest das es Sam sein muss.

Mir hat der zweite Teil wesentlich besser gefallen als der erste. Der Schreibstil war gewohnt flüssig und leicht. Ich kam gut in die Geschichte rein. Auch die Personenwechsel fand ich hier nicht so schlimm wie im ersten Teil, da gab es einfach zu viele. Was mir auch besser gefallen hat, ist dass der Täter nicht von Anfang an ersichtlich war. Man konnte so seine eigenen Gedanken machen und selbst auf Spurensuche gehen. Mir hat es auch gut gefallen das in diesem Teil in die Vergangenheit zurück gegangen wurde und man so mehr über Imogen und ihre Verletzungen erfährt. Im ersten Teil gab es dazu immer nur Andeutungen.

Die Charaktere waren hier gut dargestellt und wurden so lebendig. Außerdem konnte man einen Wandel bei Imogen feststellen und das sie sich weiter entwickelt hat. Gerade durch ihre Vergangenheit und dem aktuellen Fall kommt die Spannung sehr gut zum tragen. Diese bleibt auch über das gesamte Buch erhalten. Zum Ende flaute sie dann etwas ab.

Was mir nicht so gut gefallen hat, war wieder das Ende mit der Selbstjustiz. Diese scheint von der Autorin immer wieder gebilligt zu werden. Ich persönlich bin kein Freund davon, gerade wenn es um solche schweren Verbrechen geht. Da hatte ich auch leicht das Gefühl dass der Autorin nichts besseres eingefallen wäre.

Dieser Teil hat mir zwar besser gefallen, aber am Ende kann man noch Pfeilen. Ob ich den dritten Teil lesen würde weiß ich nicht, da ich Angst habe beim Ende wieder mit der Selbstjustiz konfrontiert zu werden. Diesen Teil kann ich aber empfehlen, er ist lesenswert. Nur ein kleiner Hinweis, für Zartbesaitete ist dieser Thriller nichts, denn es werden die Morde und auch die Folter sehr authentisch und blutig beschrieben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Spannung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 28.09.2018

Madame le Commissaire

Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer
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Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer ist der erste Band einer Serie die in der kleinen beschaulichen, französischen Stadt Fragolin spielt. Es ist eher ein gemütlicher Krimi mit Urlaubsfeeling ...

Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer ist der erste Band einer Serie die in der kleinen beschaulichen, französischen Stadt Fragolin spielt. Es ist eher ein gemütlicher Krimi mit Urlaubsfeeling und Lokalloriot als mit Spannung und Action. Obwohl er zwischendrin schon mal spannende Momente aufweist.

Isabelle Bonnet, Leiterin einer Spezial Einheit in Paris, reist nach einem Bombenattentat in ihre Heimat Fragolin um sich dort von ihren Verletzungen zu erholen. Doch schon am Tag ihrer Anreise erfährt sie von einem Verbrechen. In der Villa eines zurückgezogenen Engländers findet man die Leiche einer jungen Frau. Vom Engländer fehlt jede Spur. Von ihrem Chef wird sie gebeten den Fall zu untersuchen und den Engländer zu finden. Gleichzeitig versucht Isabelle auch noch einen ganz Privaten Fall zu lösen, nämlich den Tot ihrer Eltern.

Der Schreibstil war teilweise etwas gewöhnungsbedürftig da es viele französische Wörter oder Redewendungen mit eingeflossen sind die dahinter nochmal auf Deutsch standen. Das hat den Lesefluss für mich etwas gehemmt. An sich bin ich aber gut in die Geschichte reingekommen und habe mich mit dem Buch wohl gefühlt. Ich bin mit Isabelle auf Ermittlungstour gegangen und habe mich gefragt was hinter allem steckt. Der Autor versteht es den Leser auf eine falsche Spur zu locken um ihn am Ende zu überraschen. So bin ich erst recht spät darauf gekommen wer der Täter war.

Die Charaktere sind authentisch und sympathischen beschrieben. Gerade Isabelle entwickelt sich im Laufe des Buches weiter, und das in eine ganz andere Richtung. Auch ihr Assistent Apollinaire gefiel mir sehr gut. Er war mir von Anfang an sympathisch und hat mich immer wieder zum schmunzeln gebracht. Genauso die Landschaft, obwohl es schon ab und zu störend war, dass das Wasser scheinbar immer azurblau ist. Allerdings spielt der Roman im Sommer und da es sich hierbei um einen leichten sehr gemütlichen Krimi handelt schaue ich da gerne drüber weg.

Veröffentlicht am 12.09.2018

Wir sehen uns im Sommer

Wir sehen uns im Sommer
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Wir sehen uns im Sommer von Åsa Hellberg ist eine berührende Geschichte über Freundschaft und Liebe. Ein toller Frauen-/Sommerroman. Der einem verdeutlicht wie wichtig Freundschaft im Leben ist.

Nach ...

Wir sehen uns im Sommer von Åsa Hellberg ist eine berührende Geschichte über Freundschaft und Liebe. Ein toller Frauen-/Sommerroman. Der einem verdeutlicht wie wichtig Freundschaft im Leben ist.

Nach dem Tot ihrer Freundin Sonja bekommen Magann, Rebecka und Suanne einen Brief der auf weitere Briefe und eine Aufgabe beinhaltet. Mit jedem Brief offenbart Sonja ihren Freundinnen ihre ganz eigene und geheime Liebesgeschichte. Und sie bekommen die Aufgabe ihre Asche an den verschiedensten Orten zu verstreuen. Alle drei Frauen vermissen Sonja, haben aber auch ihre eigenen Sorgen und Probleme trotzdem machen sie die Reise, die am Ende alles verändert.

Ich habe das Hörbuch sehr genossen, es war sehr leicht rein zu kommen. Auch wenn die Idee der Geschichte nicht neu ist, war sie doch wunderbar umgesetzt. Das Buch hat alles was ein Frauenroman haben sollte, Witz, Charme, Emotionen, Verwirrungen und Liebe. Gerade die verschiedenen Probleme waren sehr authentisch beschrieben. Auch hat die Leserin Hanna Granz dazu beigetragen das es sehr schöne Hörstunden wurden. Sie hat eine angenehme ruhige Stimme der man gut folgen konnte.

Was mich etwas gestört hat, waren die abrupten Wechsel der Szenen. Man wurde ohne Vorwarnung in eine neue Szene versetzt, was gerade beim Hören etwas verwirrend ist. Außerdem fand ich die ständigen Anspielungen auf das Sexleben der Frauen etwas zu viel des guten. Klar hat man mit 50 noch Sex, aber das was hier geschildert wurde war dann doch etwas arg viel und übertrieben.

Ansonsten gibt es eine klare Lese-/Hörempfehlung von mir.