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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2018

Spaß ja - Tiefgang nein

The Ivy Years – Bevor wir fallen
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Erster Satz

„Sieht doch vielversprechend aus“, sagte meine Mutter, als sie die mit Efeu überwucherte Fassade des Studentenwohnheims betrachtete.

Meinung

Für Corey beginnt das College alles andere als ...

Erster Satz

„Sieht doch vielversprechend aus“, sagte meine Mutter, als sie die mit Efeu überwucherte Fassade des Studentenwohnheims betrachtete.

Meinung

Für Corey beginnt das College alles andere als einfach und normal. Sie sitzt im Rollstuhl und ist deswegen in der Auswahl ihrer Aktivitäten eingeschränkter und auch die räumliche Situation ist nicht immer einfach. Und dennoch, ein Vorteil scheint ihre Lage zu haben: Hartley, den hübschen und sympathischen Drittsemester von nebenan. Durch einen Unfall beginnt er das Semester ebenfalls lädiert und etwas eingeschränkter. Die beiden verstehen sich auf Anhieb, vor alle da Adam sie und nicht nur den Rollstuhl bemerkt.

Die meiste Zeit erzählt Corey die Geschichte, nur selten übernimmt Hartley das Ruder. Ein einfach gehaltener Schreibstil, mit manchmal unvorteilhaftem Satzbau und einigen Tippfehlern. So wurde aus einem „mit“ gerne mal ein „mir“.
Zwischen Corey und Hartley ist sofort eine gewisse Sympathie zu merken. So gehen die beiden sehr eng miteinander um, auch wenn sie sich noch nicht allzu lange kennen. Besonders das Necken des jeweiligen anderen gefiel mir gut und trotz der zwischendurch recht albernen Szenen, wollte ich unbedingt weiterlesen. Dennoch ging es mir zu schnell voran. Corey sieht Hartley, findet ihn anziehen und gefühlt drei Seiten und einen Tag weiter, ist sie verliebt in ihn und weiß nicht wie sie mit ihm umgehen soll.

Charaktere

Corey gefiel mir vom Start an sehr gut. Sie war nett und ließ sich scheinbar nicht unterkriegen, obwohl sie nun im Rollstuhl saß. Sie konnte sich gegen die Sticheleien wehren und zurückschlagen.

Auch Hartley war meistens sympathisch und ansprechend, allerdings hatte er einige Charakterzüge, die ich als zu überspitzt empfand und mich manchmal störten.

Fazit

Eine Story, die definitiv etwas süchtig machte, aber nicht durch herausragende Elemente glänzte. Der Schreibstil ist einfach und zügig zu lesen, der Inhalt nichts Besonderes. Meine Meinung ist auch nach dem Lesen noch gemischt. 3 Sterne

Veröffentlicht am 08.11.2018

Verwirrend und ausbaufähig

Outliers - Gefährliche Bestimmung. Die Suche
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Erster Satz

Warum sind die schlimmen Dinge immer so viel leichter zu glauben?

Meinung

Seit drei Wochen hat Wylie ihr Haus nicht mehr verlassen. Als ihre Mutter starb wurden ihre Ängste größer und sie ...

Erster Satz

Warum sind die schlimmen Dinge immer so viel leichter zu glauben?

Meinung

Seit drei Wochen hat Wylie ihr Haus nicht mehr verlassen. Als ihre Mutter starb wurden ihre Ängste größer und sie zog sich immer mehr zurück. Dann steht plötzlich die Mutter ihrer besten Freundin Cassie vor der Tür, auf der Suche nach ihrer Tochter. Als kurze Zeit später auch noch Cassies Freund Jasper bei ihr auftaucht, ist Wylie klar: etwas stimmt nicht. Zusammen begeben sie sich auf die Suche nach ihr und Wylie muss sich ihren Ängsten stellen. Doch was am Ende auf sie wartet, hatte keiner erwartet.

Wylie dient als Erzählerin dieser Reise und macht zwischendurch immer wieder Rückblenden, in nicht chronologischer Reihenfolge, in denen sie dem Leser kleine Häppchen der Vergangenheit zuweist. Der Schreibstil war jugendlich und einfach gehalten.
Der erste Teil des Buches lässt den Leser ziemlich ahnungslos zurück und sorgt mit seinem Hin und Her für teilweise große Verwirrung. Wie Wylie auch, weiß man nicht was los ist, nur dass sie noch ihre Erinnerungen hat, die sie dem Leser erst nach und nach preis gibt. Ich fühlte mich etwas verloren und konnte lange Zeit nicht erahnen in welche Richtung diese Geschichte geht, allerdings war dies nicht positiv.

Charaktere

Wylie war nie beliebt oder ein „normales“ Mädchen. Seit Jahren ist sie in Therapie und kämpft mit unzähligen Ängsten, doch erst als ihre Mutter starb igelte sie sich mehr und mehr ein. Immer wieder wird sie im Laufe der Geschichte von ihren Ängsten überrannt oder zurückgehalten. Trotz längerer Funkstille zwischen ihr und Cassie, ist für sie sofort klar, dass sie ihr helfen muss. Zum Start waren mir ihre Ängste fast schon zu viel und sie selbst etwas zu quengelig, aber im Verlauf des Buches wurde ihr Verhalten aufgeklärt und gut begründet.

Wylies sture Ablehnung gegenüber Jasper, obwohl sie ihn gar nicht richtig kannte, war zwar begründet, aber dennoch völlig falsch. Jasper war auf Anhieb sympathisch und ein toller Begleiter, auch wenn es ihm manchmal an Persönlichkeit fehlte, im sich mehr hervor zu heben.

Ich hab zu Beginn des Buches nicht ganz verstehen können, warum Wylie und Cassie noch befreundet waren. Denn diese Freundschaft hatten beide irgendwie zugrunde gerichtet, Cassie mehr als Wylie, dennoch war auch sie nicht ganz unschuldig. Schön war diese innige Freundschaft dennoch, irgendwie. Aber was Cassie im Verlauf der Geschichte tat, war schon arg und nicht mehr so ganz zu entschuldigen. Mich hat sie jedenfalls nicht für sich gewinnen können.

Fazit

Auch wenn der erste Teil mich nicht gänzlich überzeugen konnte: Das Ende zwingt mich förmlich zum weiterlesen und zum Schluss keimte ein Potenzial auf, was ich hoffe im zweiten Teil zu finden. 3 Sterne

Veröffentlicht am 05.11.2018

Das Interessanteste rückte in den Hintergrund

Die Bücherjäger
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Erster Satz

Der Papst rannte.

Meinung

Immer auf der Suche nach neuen Schätzen, begibt sich der Italiener Poggio in die entlegensten Gegenden nördlich und südlich der Alpen. 1417 wird er in einem kleinem ...

Erster Satz

Der Papst rannte.

Meinung

Immer auf der Suche nach neuen Schätzen, begibt sich der Italiener Poggio in die entlegensten Gegenden nördlich und südlich der Alpen. 1417 wird er in einem kleinem Bergkloster fündig, doch das gefundene Buch bergt einen gefährlichen Text, der die Weltanschauung verändern könnte und Poggio ist nicht der einzige, der davon weiß.

Durch einen personalen Erzähler geleitet, geht es ins Konstanz des 15. Jahrhunderts, an die Seite Poggios. Der Schreibstil war gut leserlich und sorgte für zügiges Vorankommen in der Geschichte. Diese ist in vier wesentliche Abschnitte unterteilt, in denen es jeweils einen kurzen Ausflug in Poggios Vergangenheit gibt. Diese waren einerseits gut, um zu verstehen, wie er an seinen gegenwärtigen Posten kam, aber andererseits auch etwas ausschweifend.
1417 gibt es drei Päpste in Europa und alle erheben Anspruch auf den Papststuhl im Vatikan. Um eine Einigung zu finden, treffen sie sich in Konstanz, doch wird dieses Zusammentreffen zu einer Falle und Papst Johannes der XXIII. muss fliehen. Währenddessen ist sein Schreiber Poggio zu einem kleinen, abgelegenen Bergkloster aufgebrochen. Dort ist er auf der Suche nach antiken Büchern und Texten. Ohne ein bestimmtes Ziel vor Augen worde er fündig, sowohl in Sachen Texten, als auch in Sachen verschollen geglaubten Liebsten. Doch die Texte stellen sich als gefährliche Waffe in der Herrschaft Europas heraus.
Im Verlauf der Geschichte rückten die Texte und Bücher schnell mal in den Hintergrund und erhielten weniger Aufmerksamkeit als gedacht. Auch ist die Bedeutung der Bücher, im Kampf um die Macht, ganz und gar nicht vorhanden.

Charaktere

Poggio wächst als Sohn eines Apothekers auf, muss aber mit dreizehn Jahren auf dem Feld für sein Lebensunterhalt sorgen. Mit fortgeschrittenem Alter wird er zum Schürzenjäger und verguckt sich in die Fürstentochter. Diese wird zu seinem Verhängnis und er landet im Gefägnis, dort trifft er auf den späteren Papst Johannes XXIII.. Obwohl sicher ist, das Agnes die er im Bergkloster trifft, nicht die Fürstentochter ist, ihr aber zum verwechseln ähnlich sieht, himmelte er sie immer wieder ganz apathisch an. Dieses Verhalten war für mich nicht wirklich nachvollziehbar.

Fazit

Die Idee und der Inhalt der Bücher waren sehr interessant, doch leider wurden diese im Verlauf der Geschichte zunehmend unwichtiger. Der Rest konnte mich zwar gut unterhalten, aber mehr nicht. 3 Sterne

Veröffentlicht am 15.10.2018

Hatte es mir deutlich besser vorgestellt

Den Mund voll ungesagter Dinge
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Erster Satz

Es schüttet.

Meinung

Sophies Leben war nie normal, aber es gefiel ihr. Sie, ihr Vater und ihr bester Freund Lukas, mehr brauchte sie nicht. Doch nun hat ihr Vater Lena, dessen zwei Söhne ...

Erster Satz

Es schüttet.

Meinung

Sophies Leben war nie normal, aber es gefiel ihr. Sie, ihr Vater und ihr bester Freund Lukas, mehr brauchte sie nicht. Doch nun hat ihr Vater Lena, dessen zwei Söhne und einen Hund gefunden und stellt Sophie vor vollendete Tatsachen - ein Umzug von Hamburg nach München. Die Zweifel, die sie vorher hatte, werden größer und größer, hinzu kommt, dass sie sich von ihrem Vater vernachlässigt fühlt. Einzig das Mädchen von nebenan verschafft ihr eine andere Aussicht auf die kommenden Monate. Doch wenn man noch nie so richtig geliebt hat, ist das erste Mal umso schwieriger und verwirrender.

Die siebzehnjährige Sophie dient als Erzählerin ihrer eigenen Geschichte. Schnell wird durch den Einblick in ihrem Kopf klar: Ihre Gedanken sind chaotisch und reich gespickt an unbegründeten Sorgen. Der Schreibstil war angenehm und sorgte für ein zügiges Vorankommen.
Die Geschichte startet gleich mit dem Umzug nach München und Sophie erzählt von ihren Familienverhältnissen und ihrem bisherigen Teenagerleben. Sie wirkte zum Start körperlich reif, aber vom Kopf wie eine zwölfjährige. Ich fand sie sehr anstrengend, besonders bei einigen ihrer Gedankengänge, auch lag der Fokus der Geschichte auf Sex. Ob in Gedanken, Gesprächen oder Taten, oftmals stand nur das Eine im Mittelpunkt. Ich kann nachvollziehen, dass sie mit siebzehn, zum ersten Mal in ein Mädchen verliebt, versucht heraus zu finden was ihr gefällt und es auskostet, dennoch brauch ich nicht in fast jedem Kapitel darüber zu lesen.

Charaktere

Sophie und Alex unterscheiden sich in wesentlichen Punkten. Während erstere eher eine Einzelgängerin war und nie ein großes soziales Umfeld hatte, war Alex bei ihren Freunden und Mitschülern beliebt, machte Sport und war in einer festen Beziehung. Sowohl Sophie, als auch Alex waren zu Beginn nicht nach meinem Geschmack, erst zum Ende entwickelte sich bei mir ein klein bisschen Sympathie. Leider ging am Schluss alles sehr rasch und knapp von statten.

Die Nebencharaktere spielten in diesem Buch wenig Bedeutung und hätten durch jede x-beliebige Person ersetzt werden können.

Fazit

Sophies Gedanken waren nicht immer nachvollziehbar, doch oft beschäftigte sie eine berechtigte Sache oder ein Danke fiel ihr schwer, obwohl es doch "nur" ein Wort war. Wäre es mehr darum gegangen, als um das Körperliche, dann hätte das Buch mich wahrscheinlich eher gehabt. 3 Sterne

Veröffentlicht am 03.09.2018

Zu Vorhersehbar, wenig Überraschendes

Iron Flowers – Die Rebellinnen
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Erster Satz

Serina Tessano stand auf den Stufen des Brunnens auf dem zentralen Platz von Lanos, flankiert von neun anderen Mädchen in ihrem Alter, die alle ihre besten Kleider trugen.

Meinung

In Viridias ...

Erster Satz

Serina Tessano stand auf den Stufen des Brunnens auf dem zentralen Platz von Lanos, flankiert von neun anderen Mädchen in ihrem Alter, die alle ihre besten Kleider trugen.

Meinung

In Viridias ist es Frauen untersagt sich selbst einen Ehemann auszusuchen, ohne Erlaubnis zu arbeiten oder Lesen zu lernen. Der beste Weg, einer trostlosen, arrangierten Ehe zu entgehen, ist der eine Grace des Regenten zu werden und in seinem Palast zu wohnen. Auch Serina hat sich dieses Ziel vorgenommen und wird schon ihr Leben lang darauf vorbereitet. Währenddessen sträubt sich ihre Schwester Nomi gegen das vorgeschriebene Leben und die Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern. Beide gehen ihren Weg, die eine überzeugter als die andere, als sich ihrer beider Leben an einem Abend ändert und sie die Rolle des anderen einnehmen müssen.

Abwechselnd erzählt ein personaler Erzähler aus Serinas und Nomis Sicht. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind in einem gängigen und flüssigem Schreibstil geschrieben. Einfach gehalten und passend zum Jugendbuch.
Über die Welt und das Königreich Viridia wird nicht viel erzählt. Vereinzelnd tauchen ein paar Gebietsnamen auf, aber ohne nähere Erklärungen. Das gesamte Buch über fehlte mir der Überblick ein wenig, da hätte mir schon eine kurze Erläuterung gereicht. Zur Geschichte des Landes erfährt man, wie Nomi auch, ein kleines bisschen. So entdeckt man mit ihr zusammen die wahre Vergangenheit des Landes, welche den Leuten vorenthalten wird.

Charaktere

Nomi, die wildere und forschere der Schwestern, dient ihrer Schwester seit sie denken kann. Sie soll Serina mit in den Palast begleiten und dort als ihre Zofe arbeiten. So entkommt sie einer Zwangsehe und ist bei ihrer Schwester, so Serinas Gedanke. Doch Nomi ist nicht sonderlich davon angetan, denn eine frei Wahl hat sie dennoch nicht. Ihre Taten waren vorhersehbar und sehr naiv. Sie war zwar nicht unsympathisch, aber auch nicht herausragend, ebenso wie Serina.

Die ältere Schwester wurde als Grace erzogen und verkörperte ihre Rolle perfekt. Sie befolgte die Regeln und stand dafür ein, ohne auch nur einmal an diesen zu zweifeln. Ihre Vorstellungen ändern sich, dank gewissen Ereignissen und lassen sie an den Aufgaben, die sie zu meistern hat, wachsen. Dennoch gab es auch bei ihrem Handlungsstrang keine großen Überraschungen.

Über die restlichen Charaktere lässt sich nicht viel anderes sagen. Die Prinzen hatten beide ihre eigene Art. Der eine zurückhaltend, meist mürrisch und launisch, während der andere sein freundliches Gemüt zur Schau stellte.

Fazit

Einfache Kost mit fast schon nervigen, vorhersehbaren Ereignissen. Die Charaktere waren in Ordnung, aber nicht besonders, trotzdem bereitete das Lesen meistens Spaß. 3 Sterne