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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2018

Ein Buch voller explosiver Stimmung

Der Fedora Attentäter
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Tom Silva, ein verdeckter Ermittler kommt durch ein fieses Attentat ums Leben. Seine junge Witwe Marlita Silva, genannt Marly flüchtet vor den Schrecken der Vergangenheit mit ihrer kleinen Tochter um die ...

Tom Silva, ein verdeckter Ermittler kommt durch ein fieses Attentat ums Leben. Seine junge Witwe Marlita Silva, genannt Marly flüchtet vor den Schrecken der Vergangenheit mit ihrer kleinen Tochter um die halbe Welt. Etwas verfolgt Marly und als sie in Toronto eintrifft, gerät sie gleich am Flughafen mitten in eine Bombenentschärfung. Doch dort trifft sie auch auf Luke, einen smarten Polizisten aus der Sprengstoffabteilung….er wird fortan zu ihrem Retter aus so manch explosiver Situation.

Die Autorin Melanie Nauman bietet in ihrem Buch „Der Fedora Attentäter“ alles an Action und Thrill auf, was möglich ist! Man könnte wirklich sagen im Buch herrscht kontinuierlich eine Bombenstimmung;)
Ihre Hauptprotagonistin Marly muss sich wirklich mit reichlich brisanten und auch brutalen Attacken und Bedrohungen auseinandersetzen. Im Laufe des Buches gewinnt sie immer mehr an Coolness. Sie muss sich aber auch nicht über den heldenhaften Mut ihres Retters und Helden Luke beschweren, denn er versucht wirklich alles, um sie aus der Schusslinie zu halten!


Die Story ist leider gerade zu Beginn teilweise etwas verworren und schwer zu verstehen. Ab der Hälfte gewinnt die Geschichte dann jede Menge an Geschwindigkeit und Action, so das man beim Lesen kaum mehr zu Atem kommt und zum Glück dann auch den ein oder anderen Aha Effekt erlebt.
Ein wenig erinnert mich die Machart an einen rasanten Actionfilm, mit häufig wechselnden Szenenflash.
Überrascht haben mich die sehr ausgefeilten Beschreiben der technischen Abläufe vom Bombenbau bis zur Entschärfung, was auf gekonnte Recherchen der Autorin hinweist, dann aber auch schnell etwas den Schwung aus der Szene nimmt.


Ein Thriller der mich ein wenig ratlos zurücklässt, ist er einerseits schon als sehr spannungsreich zu betrachten, konnte mich aber nicht so ganz fesseln, da mir der rote Faden durch die Geschichte ein wenig fehlte. Viele mitreißende Szenen und Action waren zwar spannend, doch die Handlung sehr sprunghaft. Vielleicht war mir im Buch einfach etwas zu viel an Drama, Bomben und Aufregung.

Veröffentlicht am 11.07.2018

Rasanter Kurzthriller

Racheopfer
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Der Serienmörder Francis Ackerman sitzt schwer bewacht im Hochsicherheitsgefängnis ein und in einer kurzen Szene eines Interviews, in der er mit einer jungen Journalistin seine Spielchen spielt bekommt ...

Der Serienmörder Francis Ackerman sitzt schwer bewacht im Hochsicherheitsgefängnis ein und in einer kurzen Szene eines Interviews, in der er mit einer jungen Journalistin seine Spielchen spielt bekommt man einen Eindruck von seinem Wesen und seiner Gefährlichkeit für seine Umgebung!
Zur Prüfung seines Projekts von Rehabilitationsmaßnahmen aus Psychologischer Sicht, will Dr. Kendrick sich profilieren und an Hand eines gefährlichen Täters wie es Ackerman seine Methode ausprobieren! Eine riskante Sache, besonders da Kendricks Assistentin nichts anderes als Rache im Sinn hat…


Bisher kannte ich noch keines der Bücher von Ethan Cross und war deshalb sehr neugierig auf den berüchtigten Serienmörder Francis Ackerman Jr. und sein Agieren in dem Buch „Racheopfer“.
Die Gefährlichkeit dieses Mannes, sieht selbst der Neuling, der noch nicht die Bekanntschaft der Vorgängerbände gemacht hat. Die Geschichte beginnt schon sehr spektakulär und liest sich durch die konstante Spannung sehr rasant und aufregend! Kaum angefangen ist sie aber auch schon vorbei, denn leider ist die Story schon nach 94 Seiten (877 im e-book) zu Ende.
Upps, denkt man sich nur! Schade, was ist da los….warum geht es denn nicht weiter!?
Für mich ist diese Geschichte mehr eine Art Teaser für die Serie, also kein vollwertiges Buch!
Es wundert mich, das im Klappentext nicht speziell darauf hingewiesen wird, denn die Kürze war für mich schon eine Enttäuschung. Die Serie ist mit Sicherheit sehr spannend angelegt und der Schreibstil von Cross sehr aufregend und flüssig zu lesen.

Mein Interesse ist geweckt und diese „Short Story“ ist eine gute Gelegenheit den Protagonisten und den Stil des Autors kennenzulernen.
Ein Vorgeschichts-Teaser, der Appetit auf die Serie macht, die ich auf alle Fälle mal auf meine Leseliste setzen werde, am besten in dieser Reihenfolge:
Ich bin die Nacht
Ich bin die Angst
Ich bin der Schmerz
Ich bin der Zorn
Ich bin der Hass
Ich bin die Rache (erscheint noch)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Action
  • Handlung
  • Spannung
  • Tempo
Veröffentlicht am 28.05.2018

Bewegende Story um eine interessante Frauengestalt der englischen Geschichte

Das Geheimnis der Königin
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Die im Kloster aufgewachsene junge französische Königstochter Catherine de Valois muss im Jahr 1421 den englischen König Heinrich den V. heiraten. Trotz der Zwangsehe und der politischen Lage sind sich ...

Die im Kloster aufgewachsene junge französische Königstochter Catherine de Valois muss im Jahr 1421 den englischen König Heinrich den V. heiraten. Trotz der Zwangsehe und der politischen Lage sind sich die beiden Vermählten sehr zugetan. Triumphierend führt Heinrich seine schöne junge Königin nach England, jedoch ist den Beiden leider nur ein kurzes Glück vergönnt, denn der Konflikt mit Frankreich ist noch nicht ausgestanden und Heinrich muss gegen die Heimat seiner Frau in den Krieg ziehen…..

In ihrem Roman „Das Geheimnis der Königin“ erzählt die Autorin das Leben der Catherine de Valois. Die mutige englische „Französin“ wird am Ende gemeinsam mit ihrem Geliebten Owen Tudor zur Mitbegründerin der Tudor-Linie des englischen Königshauses. Ihre bewegende Geschichte ist in einem angenehmen Schreibstil verfasst und liest sich recht schnell und unaufgeregt. Die spannende Epoche von Catherine, ist für meinen Geschmack leider ein wenig zu schnell abgehandelt.
Der Auftakt der Geschichte hat dabei eigentlich sehr vielversprechend begonnen, ist aber am Ende zu dünn und schnell abgehandelt worden, es fehlt vor allem an Gefühl und ein wenig mehr Details. Für meinen Geschmack ist der Roman etwas zu emotionslos, dabei hat diese Zeit und auch das wechselhafte und geheimnisumwitterte Leben der jungen Königin so viel Potential!
Das geht mit Sicherheit noch etwas aufregender;)

Dennoch ein sehr interessanter Stoff, deshalb sind auf alle Fälle 3 Sternchen drin, denn die Zeit beim Lesen verflog geschwind.
Unterhaltsam aber eben ein wenig sparsam gewürzt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 14.03.2018

Ein Blick in die Herzen der amerikanischen Männer und deren Abgründe, ergreifend aber auch erschreckend

Die Herzen der Männer
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Die Geschichte beginnt mit Nelson, einem kleinem sehr schüchternen und introvertierten Jungen aus Wisconsin und einer schwierigen Vater-Sohn Beziehung. Weder im täglichen Leben, noch im jährlichen Pfadfindercamp ...

Die Geschichte beginnt mit Nelson, einem kleinem sehr schüchternen und introvertierten Jungen aus Wisconsin und einer schwierigen Vater-Sohn Beziehung. Weder im täglichen Leben, noch im jährlichen Pfadfindercamp kommen sich die Beiden näher. Für Nelson ist Wilbur, der Leiter des Camps eine Art Tudor/Vaterersatz, der ihm zur Seite steht als der Vater die Familie verlässt…..
Das Pfadfinderleben und seine Werte zieht sich über das gesamte Buch und spielt eine große Rolle.
Es wechseln dabei die Perspektiven, Personen und Generationen vom Jahre 1962 bis hinein in die Zukunft 2019.

Der Roman „Die Herzen der Männer“ vom amerikanischen Autor Nicolas Butler erzählt anhand verschiedener Männerrollen über drei Generationen hinweg.
Jeder Vater hat so seine eigene Vorstellungen, wie sich sein Sohn entwickeln sollte und sollte das nicht nach seinen Wünschen geschehen, so sind die Konflikte eben vorprogrammiert.
Doch jeder Sohn hat eben seinen eigenen Charakter, Willen und seine Eigenheiten und wiederum Erwartungen an den Vater und dessen Rolle….tja, dumme Sache.
Diesem Konfliktpotential hat der Autor gewidmet und auch wirklich gekonnt herausgearbeitet. Auf oft erschütternde Art und Weise müssen Väter und Söhne ihre eigene Wahrheit erkennen und eigene Erfahrungen machen. Das geschieht im Buch natürlich auf typisch amerikanische Art und Weise, dabei spielt wiederum das Pfadfindertum, das Militär und auch alle Kriege ein große Rolle. In Amerika werden eben Helden gemacht!
Interessante Charaktere, starke Sprache und jede Menge Patriotismus machen das Buch spannend und unterhaltsam. Jedoch hatte ich einfach meine Probleme mit der amerikanischen Ideologie und deren Vorstellung vom Mann sein, da fehlte es mir ein wenig an Ausgleich. Der kam am Ende zwar in der Rolle einer Frau des Wegs, da wagte ich wieder ein wenig zu hoffen.

Das Buch war leider nicht so ganz mein Genre, ich hatte mir auch unter dem Titel etwas anders vorgestellt. Dennoch fühlte ich mich recht gut unterhalten und wer auf „American Living“ steht wird mit Sicherheit seine Freude haben.

Veröffentlicht am 18.02.2018

Spannender Auftakt einer Mystery-Serie mit offenen Ausgang- am Ende etwas unbefriedigend

Das Vermächtnis des Künstlers
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Der Amerikaner Dr. George Mallory, Dozent für Psychologie und einem Faible für Parapsychologie wird bei unerklärbaren mysteriösen Fällen gerne um Hilfe gebeten, die er meist durch natürliche Phänomene ...

Der Amerikaner Dr. George Mallory, Dozent für Psychologie und einem Faible für Parapsychologie wird bei unerklärbaren mysteriösen Fällen gerne um Hilfe gebeten, die er meist durch natürliche Phänomene aufklären kann. Durch diese Erfolge hat sich Dr. Mallory in dieser Branche schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erarbeitet. Der Brief einer Kunstmuseums-Kuratorin aus Venedig erweckt seine Neugier. Einige unerklärbare Todesfälle die mit unheimlichen Gemälden eines unbekannten Künstlers namens Bragolin in Verbindung stehen, erschüttern anscheinend gerade ganz Europa! Da die ganze Sache zugleich lukrativ und interessant erscheint, macht sich Dr. Mallory von Virginia aus auf den weiten Weg nach Italien um die Sache zu ergründen, nicht ahnend welche Gefahr auch ihn lauert…..!

Das Buch „Das Vermächtnis des Künstlers“ von Autor Gordon McBane ist der Auftakt eines Venedig-Krimis bestehend aus drei Teilen. Das sollte man unbedingt Wissen, bevor man sich an die Lektüre macht, da die Geschichte leider urplötzlich endet!
Einen Parapsychologie als Ermittler, dazu einen unheimlichen und mysteriös angelegten Fall mit „verfluchten“ Kunstwerken, finde ich von der Idee an sich, sehr genial!
Auch die Kulisse Venedig mit seinem morbiden Flair und seiner geheimnisvollen Geschichte ist gut ausgedacht. Die Protagonisten sind allesamt interessant und gut beschrieben, teils sympathisch oder im Gegensatz dazu auch unheimlich, genau wie man es sich eigentlich für einen guten Thriller wünscht.
Doch es gibt leider auch ein paar Kritikpunkte die mir das Lesevergnügen versalzen haben und am Ende den guten Eindruck zunichte machen. Des öfteren hatte ich einfach das Gefühl, das die Geschichte künstlich in die Länge gezogen wird. Etliche langatmige Ausschweifungen im Text bremsen immer wieder den Spannungsbogen und Lesefluss, das mag ich so gar nicht! Auch das abrupte Ende hat mich enttäuscht, denn es fühlt sich einfach nicht passend an.

Dieses Gefühl der Enttäuschung am Ende ist bei mir leider so übermächtig, das ich nur drei Sterne vergeben kann! Schade um die gute Idee, denn die Geschichte birgt eigentlich großes Potenzial.