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Veröffentlicht am 08.10.2016

Chaotische & lustige Großfamilie

Pernilla oder Wie die Beatles meine viel zu große Familie retteten
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Das Buch „Pernilla oder Wie die Beatles meine viel zu große Familie retteten” von Silke Schlichtmann ist ein tolles Kinderbuch, das sich wunderbar zum Vorlesen oder gemeinsamen Lesen eignet.

Die 5—köpfige ...

Das Buch „Pernilla oder Wie die Beatles meine viel zu große Familie retteten” von Silke Schlichtmann ist ein tolles Kinderbuch, das sich wunderbar zum Vorlesen oder gemeinsamen Lesen eignet.

Die 5—köpfige Familie Petersen erwartet Nachwuchs und die siebenjährige Pernilla befürchtet, dass eine so große Familie nicht mehr eingeladen wird. Da sie Feste liebt, überlegt sie sich gemeinsam mit ihren beiden Brüdern Ole und Lars selbst eine Party zu veranstalten. Mit vielen lustigen und chaotischen Ideen beginnen die Geschwister ihren Plan umzusetzen.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der siebenjährigen Pernilla. Ihre Sicht- und Erzählweise ist einfach drollig und hat mich immer wieder zum Lachen gebracht. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und mitreißend. Sehr gut gefiel mir, dass es immer wieder Erklärungen zu schwierigen Wörtern gab, die so schön in den Kontext eingearbeitet waren, dass sie den kleinen Lesern oder Zuhörern etwas Neues vermitteln ohne den Lesefluss zu unterbrechen.

Pernilla ist ein sehr fantasievolles Mädchen, dass immer wieder tolle Einfälle hat, die sie begeistert, optimistisch und fröhlich umsetzt. Das lebhafte und chaotische Familienleben wird wunderbar beschrieben und auch ihre Eltern und Brüder sind durchweg sympathisch. Trotz einiger Auseinandersetzungen und kleineren Meinungsverschiedenheiten unter den Geschwistern, wirkt die Familie harmonisch, glücklich und warmherzig. Im Ernstfall halten sie zusammen.

Das aus 16 Kapiteln bestehende Buch enthält auch einige schwarz-weiß Illustrationen von Susanne Göhlich. Diese niedlichen Bilder passen wunderbar zu dem Gelesenen, lockern das Schriftbild ein wenig auf und machen es auch für Leseanfänger angenehm.

Ich habe das Buch gemeinsam mit meinen drei Kindern gelesen und wir hatten eine Menge Spaß an den fantasievollen Ideen von Pernilla und ihren Geschwistern. Gerne werden wir weitere Geschichten um die Familie Petersen lesen, da es ein authentisches Buch über das Chaos einer Großfamilie ist.

Mein Fazit:
„Pernilla oder Wie die Beatles meine viel zu große Familie retteten” von Silke Schlichtmann ist eines der Kinderbücher, die ich gerne weiterempfehle, da es eine Menge Humor für Kinder und Erwachsene enthält und viele Anlässe zum gemeinsamen Lachen gibt.

Veröffentlicht am 19.09.2016

Fesselnd und berührend !

Noah will nach Hause
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Das Cover des Buches „Noah will nach Hause!“ von Sharon Guskin hat mich direkt neugierig gemacht, da ich das hell erleuchtete Haus auf dem blauen Hintergrund so stimmig zum Titel fand.

Vom Inhalt des ...

Das Cover des Buches „Noah will nach Hause!“ von Sharon Guskin hat mich direkt neugierig gemacht, da ich das hell erleuchtete Haus auf dem blauen Hintergrund so stimmig zum Titel fand.

Vom Inhalt des Buches war ich ein wenig überrascht, da ich das Thema Reinkarnation recht ungewöhnlich fand und mich bisher noch nicht näher damit beschäftigt habe. Neugierig habe ich begonnen zu lesen und wurde nicht enttäuscht.

Zum Inhalt:
Janies Sohn Noah, der aus einem One-Night-Stand hervorgegangen ist, erzählt mit 4 Jahren Dinge und Erlebnisse, die er nicht erlebt haben kann. Verzweifelt sucht Janie Hilfe bei verschiedenen Kinderpsychologen, die ihr alle nicht wirklich weiterhelfen können. Zufällig entdeckt sie im Internet einen Artikel von Professor Jerome Anderson, der sich mit dem Thema Wiedergeburt beschäftigt und nimmt Kontakt zu ihm auf. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach Spuren aus Noahs Vergangenheit.

Die Charaktere:
Sharon Guskin beschreibt ihre Charaktere einfühlsam und authentisch. Ich konnte mit ihnen fühlen und mich gut in ihre Lage versetzen. Noahs Sehnsucht nach seiner anderen Mama und seine Verzweiflung, gingen mir richtig ans Herz. Auch Janie, die sich nichts mehr wünscht als Noah zu helfen und gleichzeitig so unsicher ist, ob sie mit dem, was sie tut das Richtige veranlasst, konnte ich gut nachvollziehen. Die Verwirrung, die Skepsis und die Trauer von Noahs gesuchter Mama Denise um ihren verlorenen Sohn ist ergreifend. Man spürt ihre Verzweiflung über die Ungewissheit, die das Verschwinden ihres Sohnes mit sich brachte. Ich konnte mit allen mitfühlen und die Hilflosigkeit ist einfach ergreifend und berührend. Anfangs schien Professor Anderson oberstes Ziel einen letzten spektakulären Fall für sein Buch zu finden im Vordergrund zu stehen. Er war mir dadurch ein wenig suspekt und ich konnte ihn nur schwer einordnen. Aber auch er wurde im Laufe der Geschichte für mich zugänglicher.

Zum Schreibstil:
Der Schreibstil von Sharon Guskin hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Die Geschichte um Noah ist ergreifend und sie lässt einen die Verzweiflung, die Hoffnung und die Hilflosigkeit der einzelnen Charaktere nachempfinden. Flüssig geschrieben sorgt die Autorin dafür, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen mag, da man einfach wissen möchte, wie es weitergeht.
Neben der Handlung um Noah gibt es immer wieder Auszüge aus dem Buch „Life before Life“. In diesen wird von Kindern aus dem Asien berichtet, die sich an ein früheres Leben erinnern und die sich nachweislich auch an Einzelheiten erinnern konnten. Ich fand es sehr interessant zu lesen wieviel offener andere Kulturkreise mit dem Thema umgehen.

Mein Fazit:
„Noah will nach Hause“ ist ein ungewöhnliches Buch, das ein spannendes und interessantes Thema behandelt. Mich hat der Roman gefesselt und ich empfehle ihn gerne weiter.

Veröffentlicht am 19.09.2016

Hilfreiche Idee, toll gestaltet !

Der Heiler in Dir
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Mit dem Buch "Der Heiler in Dir" von Roswitha Stark möchte die Autorin dem Leser vermitteln, wie er sein aus dem Gleichgewicht geratenes System wieder in Balance bringen kann. Köper, Geist und Seele müssen ...

Mit dem Buch "Der Heiler in Dir" von Roswitha Stark möchte die Autorin dem Leser vermitteln, wie er sein aus dem Gleichgewicht geratenes System wieder in Balance bringen kann. Köper, Geist und Seele müssen harmonieren und Ziel ist es durch ein Heilerpaar einen inneren Heiler zu erschaffen und das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Beginnend mit „Wer ist der Heiler in dir?“, folgt „Praxis: Den Heiler erschaffen“ und schließt mit „Die Heilerkarte: Licht und Liebe“. Zusätzlich liegt dem Buch eine von gestaltet von Alvina Monika Kreipl wundervoll gestaltete Heilerkarte bei.

Die Autorin Roswitha Stark vermittelt in ihrem Buch Hilfe zur Selbsthilfe indem sie verschiedene Ideen bietet einen „inneren Heiler“ zu schaffen. Dieser soll in Sekundenschnelle Heilimpulse freisetzen. Jedem negativem Gefühl, Symptom soll ein Partner zugeordnet werden, der in der entsprechenden Situation unterstützt und zur Seite steht. Mit der Heilerkarte soll der entsprechende Partner jederzeit aktiviert werden können und das Gleichgewicht wird wieder hergestellt.

Diese Idee finde ich ausgesprochen interessant und gelungen, da die Umsetzung praktikabel und für psychische und physische Probleme im Alltag anwendbar ist.

Auch die Gestaltung des Buches ist rundherum gelungen. Die vielen passenden Abbildungen lockern das Leseerlebnis auf und machen die Ideen bildhaft klar. Gut gefällt mir auch, dass jeder Abschnitt mit einer kurzen Übung / einem Satz endet, der zum Innehalten und Nachdenken anregt.
Es ist kein trockenes Sachbuch, sondern ein lebendiges Lehrbuch, das ich gerne zur Hand genommen habe und in dem ich auch immer wieder gerne nachlesen werde. Auch das Stichwortregister am Ende des Buches empfinde ich als ausgesprochen hilfreich, um noch einmal das, was einem gerade wichtig ist, nachzuschlagen.

Mein Fazit:
Das Buch "Der Heiler in Dir" von Roswitha Stark ist informativ, interessant und bietet Möglichkeiten die eignen Heilkräfte zu aktivieren und das innere Gleichgewicht wieder herzustellen. Dabei ist es leicht verständlich geschrieben, so dass ich es gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannend und nervenaufreibend

Tod auf dem Kreuzbergl
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Mit dem Buch „Tod auf dem Kreuzbergl" hat die Autorin Andrea Nagele einen spannenden und mitreißenden Krimi geschrieben, der unter die Haut geht. Schon der Anblick des Covers sorgt für Gänsehaut - trist, ...

Mit dem Buch „Tod auf dem Kreuzbergl" hat die Autorin Andrea Nagele einen spannenden und mitreißenden Krimi geschrieben, der unter die Haut geht. Schon der Anblick des Covers sorgt für Gänsehaut - trist, düster, nebelig – und passt perfekt zum Inhalt des Buches.

Zum Inhalt:
Nach dem Verschwinden eines Mädchens gerät ein gerade aus der Haft entlassener Kindermörder direkt wieder unter Verdacht. Als auch noch die kleine Maisy verschwindet. Auf der Suche nach ihr, bekommt man tiefe Einblicke in menschliche Abgründe. Dabei kommen eine Vielzahl von Themen wie Vorurteile, Gewalt in der Ehe, Kindesmissbrauch und Alkoholmissbrauch zur Sprache.

Die Charaktere:
Andrea Nagele beschreibt ihre Charaktere ausgesprochen authentisch und komplex. Ich konnte mir ein gutes Bild von ihnen machen. Zum Teil wirken sie sympathisch, zum Teil unsympathisch, aber immer glaubwürdig. Dabei fügt sie die einzelnen Personen so geschickt in die Handlung ein, dass sie im Gedächtnis bleiben und ich keine Mühe hatte sie auseinanderzuhalten und zuzuordnen.

Der Schreibstil:
Das Buch besteht aus vielen kurzen Kapiteln. Durch den stetigen Perspektivenwechsel, wird Spannung erzeugt und man möchte einfach wissen, wie es weitergeht und muß weiterlesen. Der Schreibstil ist flüssig, eingängig und wirkt authentisch.

Mein Fazit:
Ein spannendes Buch, das durch seine allgegenwärtige Thematik unter die Haut geht. Mich hat es von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Deswegen vergebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung an jeden, der gute Nerven hat.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Amüsant und wahr !

12 Goldene Regeln für Stress-Junkies. Ein Anti-Ratgeber
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In dem Buch „12 Goldene Regeln für Stress-Junkies“ von der Autorin Doris Kirch fühlte ich mich regelrecht erwischt.
Immer wieder konnte ich mich und/oder mir bekannte und gestresste Menschen in einzelnen ...

In dem Buch „12 Goldene Regeln für Stress-Junkies“ von der Autorin Doris Kirch fühlte ich mich regelrecht erwischt.
Immer wieder konnte ich mich und/oder mir bekannte und gestresste Menschen in einzelnen Szenen wiedererkennen.

Es sind die ganz normalen Alltagssituationen, die uns - ohne das zu merken - in Stress versetzen und die, die Autorin unterhaltsam niedergeschrieben hat. Dabei hat sie einen wunderbaren lockeren, flüssigen und amüsanten Schreibstil verwendet. Durch Witz und Übertreibung versteht es die Autorin vorhandene Stressfallen aufzuzeigen, ohne dabei durch trockene Aufzählungen zu langweilen.

Ich hatte gar nicht den Gefühl, dass ich einen Ratgeber lese. Es kam mir vielmehr wie eine angenehme und unterhaltsame Lektüre vor, die mir immer wieder Anlass zum Lachen gegeben hat und aus der ich gleichzeitig eine Menge für mich mitnehmen konnte. Ihre Tipps sind authentisch, hilfreich und lassen sich wirklich umsetzen.

Die gut 150 Seiten des handlichen Ratgebers sind auch für gestresste Menschen leicht und schnell zu lesen. Ich habe ihn schon mehrfach zum Zitieren genutzt und dabei schon einige Situationen durch darauffolgendes Gelächter „entstressen“ können.

Das Cover finde ich sehr gelungen, da es so richtig schön den alltäglichen Wahnsinn darstellt und durch sein dunkles Rot direkt ins Auge springt. Am Beginn der einzelnen Kapitel sind jeweils passende witzige Illustrationen abgebildet, die zum Schmunzeln verleiten und das Buch zu einem stimmiges Gesamtwerk machen.

Mein Fazit:
Ich kann es die „12 Goldene Regeln für Stress-Junkies“ nur empfehlen, da es ein unterhaltsamer und hilfreicher Ratgeber ist.
Ein geniales Buch, dass jeder einmal gelesen haben sollte.