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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2018

Spannende Kreidemännchen

Der Kreidemann
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"Wenn Sie meine Bücher mögen, werden Sie auch dieses verschlingen" steht auf dem Einband, der durch seine Oberflächenstruktur und den erhabenen Kreidestückchen und anderen Elementen wirklich schön gestaltet ...

"Wenn Sie meine Bücher mögen, werden Sie auch dieses verschlingen" steht auf dem Einband, der durch seine Oberflächenstruktur und den erhabenen Kreidestückchen und anderen Elementen wirklich schön gestaltet ist. Ob man einen King-Fan tatsächlich begeistern kann, kann ich nicht beurteilen, da ich bisher kein Buch von ihm gelesen habe. Dieses Buch allerdings hat mich gepackt und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Wer die Morde verübt hat und die Kreidezeichen gemalt hat, bleibt sehr lange im Dunklen und so kann man richtig lange mitfiebern. Auch die Charaktere sind gut durchdacht und bleiben weitesgehend nicht nur an der Oberfläche, sondern haben durchaus auch ein eigenes Leben mit eigenen Motiven für einzelne Handlungen und Gedanken. Rundum gelungen.

Veröffentlicht am 20.02.2019

Entzückend!

Fünf Tage im Mai
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Die meisten Bücher, die von Beziehungen handeln, beschreiben Liebesbeziehungen. Anders hier, wo die intensive Bindung zwischen dem jungen Mädchen Illy und ihrem Urgroßvater Tat'ka durch deren ...

Die meisten Bücher, die von Beziehungen handeln, beschreiben Liebesbeziehungen. Anders hier, wo die intensive Bindung zwischen dem jungen Mädchen Illy und ihrem Urgroßvater Tat'ka durch deren gemeinsames Leben hindurch beschrieben wird. Das Mädchen hat in ihrem Urgroßvater über die Generationen hinweg einen ganz besonderen Verbündeten, der sie durch alle möglichen peinlichen, lustigen aber auch traurigen Momente im Leben und dessen Ende begleitet und sie manchmal besser versteht als Personen, denen sie altersmäßig viel näher steht. Auch hat er nicht den gleichen Erziehungsauftrag wie ihre Eltern und kann dadurch auch mal mit ihr gemeinsam "über die Stränge schlagen" indem sie zum Beispiel ihr erstes Pocket Coffee von ihm bekommt oder er sie unterstützt in ihrer Liebe zu ihrem ersten Freund. Bezaubernd.

Veröffentlicht am 16.12.2018

Interessantes Thema

Lange Beine, kurze Lügen
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Ich gestehe: wäre mir von vorneherein klar gewesen, dass das Buch von einem Youtuber geschrieben ist, hätte ich es wohl aufgrund von Vorbehalten nicht gelesen. So ging ich aber unbefangen dran, ...

Ich gestehe: wäre mir von vorneherein klar gewesen, dass das Buch von einem Youtuber geschrieben ist, hätte ich es wohl aufgrund von Vorbehalten nicht gelesen. So ging ich aber unbefangen dran, fasziniert vom Thema - notorischer Lügner versucht eine Weile lang nicht zu lügen.
Tatsächlich ist das Hauptthema des Buches aber nicht seine Lügenverzichtzeit sondern eine bunte Sammlung von Anekdoten, in denen der Protagonist mit seinen Lügen weiterkommt-oder eben nicht. Ähnlich wie bei "Mr. Socialmedia" hatte ich bisweilen das Gefühl, dass einige der Geschichten entweder jemand anderem geschehen sind, oder einfach frei erfunden, um eine weitere Geschichte dem Buch hinzuzufügen oder einfach des Erzählens wegen. Das tut dem Ganzen im Grunde keinen Abbruch, aber natürlich hofft man als Leser, dass man da nicht angeschwindelt wird. Der Protagonist ist trotz seiner Lügerei irgendwie noch sympathisch und nicht das totale A... das macht es sehr leicht, das Taschenbuch innerhalb von zwei Tagen fertigzulesen. Was mich ein wenig gestört hat, war das zeitliche Hin und Her, da hätte ich mir eine mehr chronologische Reihenfolge gewünscht, da ich jetzt auch nicht direkt eine thematische Reihenfolge erkennen konnte. Cover passt zum Buch, man sieht, dass es in die humorige Ecke gehört.

Veröffentlicht am 28.10.2018

Knallbunter Mix aus "Hallo hier bin ich" und "Müttermafia"

Fuck the Reiswaffel
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Ich hatte Willi Breinholst's "Hallo hier bin ich" im Kopf, als ich dieses Buch begann, und tatsächlich geht es in eine ähnliche Richtung, nur eben knappe 4 Jahrzehnte später und dementsprechend mit zusätzlichen ...

Ich hatte Willi Breinholst's "Hallo hier bin ich" im Kopf, als ich dieses Buch begann, und tatsächlich geht es in eine ähnliche Richtung, nur eben knappe 4 Jahrzehnte später und dementsprechend mit zusätzlichen Problematiken... Die knapp einjährige Mia bekommt ein kleines Geschwisterchen und nun kommen auf die Eltern die üblichen Themen wie Elternzeit, Kitaplatz, wer geht arbeiten, wer kümmert sich um die Kinder etc. zu, die nunmal heutzutage nicht zu umgehen sind. Während die Leute früher einfach so ihre Meinung ungefragt dazu äußerten, wie man Kinder ihrer Meinung nach am besten erzieht und aufzieht, kommen heute noch die Onlineforen dazu, wo die Borniertheit aufgrund der Anonymität noch weniger aufzuhalten ist, weil ja jeder denkt, er hätte den einzig wahren Weg gefunden von dem abzuweichen unausweigerlich zu einer Katastrophe führt... und da geht es dann nicht nur um Schnuller sondern auch um Dinkelkekse und wieviel Zeit welcher Elternteil mit dem Kind verbringen sollte und wie das mit dem Töpfchen funktioniert etc. Und auch heute herrscht in einigen Bereichen noch die Meinung vor, dass die Mutter sich um das Kind zu kümmern hat (allerdings trotzdem nicht nur Hausfrau sein sollte) und Väter die sich um ihre Kinder kümmern eine seltene Besonderheit, die jederzeit bewundert und bestaunt werden sollte. Sobald von diesem Konzept abgewichen wird, werden die Blicke misstrauisch, weil irgendwas kann dann ja nicht in Ordnung sein. Und welche Kita ist die richtige Form? Anthroposophisch? Bilingual?
Und trotz alledem will man ja nicht nur als Eltern funktionieren, sondern auch als Paar. Viele Probleme, denen sich die Familie nun entgegengesetzt sieht und für die sie ihren eigenen Weg findet - mit viel Witz von der kleinen Mia kommentiert.
Es war für mich kein Buch zum lauten Loslachen, aber einige Schmunzler hat es mir trotzdem entlockt und auch wenn es natürlich hemmungslos überzogen geschrieben ist, glaube ich dass Kinder die Welt manchmal doch ganz anders verstehen als Erwachsene....

Veröffentlicht am 24.10.2018

Warmherzige britische Familiengeschichte

Sieben Tage Wir
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Eine Woche Quarantäne steht für die Familie Birch an, als sie sich über Weihnachten in Norfolk treffen - und fast jedes Familienmitglied geht mit einem Geheimnis in die Feiertage, welches es ...

Eine Woche Quarantäne steht für die Familie Birch an, als sie sich über Weihnachten in Norfolk treffen - und fast jedes Familienmitglied geht mit einem Geheimnis in die Feiertage, welches es für sich behalten möchte...
Die Voraussetzungen sind natürlich nicht die besten, um ein Geheimnis zu bewahren, wenn man die ganze Woche über 24 Stunden aufeinandergluckt. Doch auch vorgeblich "schlimme" Geheimnisse helfen der Familie, näher zueinander zu finden...
Ich fand es sehr gelungen geschrieben, man bangt mit den Protagonisten, denkt gleichzeitig : "warum erzählt er/sie es nicht einfach?" und gewinnt jedes einzelne Mitglied nach und nach lieb, auch wenn einige Figuren am Anfang sehr kalt erscheinen. Das Covermotiv ist weihnachtlich gehalten und passt zum Inhalt. Würde ich auch ein zweites Mal lesen.