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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2018

Wer ist Brian

Der Abgrund in dir
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Es ist das erste Buch von Dennis Lehane das ich gelesen habe. Ich bin etwas zwiespältig und weiß nicht recht was ich davon halten soll.

Im ersten Teil geht es eher ruhig zu, erzählt wird die Kindheit ...

Es ist das erste Buch von Dennis Lehane das ich gelesen habe. Ich bin etwas zwiespältig und weiß nicht recht was ich davon halten soll.

Im ersten Teil geht es eher ruhig zu, erzählt wird die Kindheit von Rachel mit ihrer als Buchautorin erfolgreichen Mutter aber ohne Vater. Die Suche nach ihrem Vater nimmt eine zentrale Stelle ein. Nachdem ihre Mutter stirbt ohne ihr den Namen zu verraten beauftragt sie einen Privatdetektiv. Dieser rät ihr eigentlich ab, sucht aber trotzdem mit. Sie findet letztendlich einen Mann in dem sie kurze Zeit eine Vaterfigur findet.

Als Reporterin ist sie nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti bis sie vor laufender Kamera einen Zusammenbruch erleidet. Fortan leidet sie an Panikattacken und traut sich kaum noch das Haus zu verlassen und ihre Ehe in die Brüche geht. Am Tiefpunkt angekommen trifft sie den ehemaligen Privatdetektiv Brian wieder trifft. Er nähert sich behutsam und kann ihr Vertrauen gewinnen während sie noch immer an Panikattacken leidet.

Im zweiten Teil nimmt das Buch an Fahrt auf, Rachel beginnt Brian zu misstrauen und verfolgt ihn auf einer seiner vielen geschäftlichen Reisen. Sie entdeckt das er offensichtlich ein Doppelleben führt. Auf einmal nimmt sie das Ruder in die Hand und entlarvt schließlich sein Geheimnis.

Während es im ersten Teil etliche Längen zu überstehen gilt, ist der zweite Teil recht spannend geschrieben. Allerdings erkennt man fast keinen Zusammenhang mit dem ersten Teil. Das Ende wirkt sehr konstruiert.

Veröffentlicht am 02.09.2018

Wo ist Walter?

Walter muss weg
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Die alte griesgrämige Huberin freut sich am Tag der Beerdigung ihres Ehemannes Walter. Dieser ist nach 53 mehr oder weniger glücklichen Ehejahren im Freudenhaus des Nachbarortes plötzlich verstorben. ...

Die alte griesgrämige Huberin freut sich am Tag der Beerdigung ihres Ehemannes Walter. Dieser ist nach 53 mehr oder weniger glücklichen Ehejahren im Freudenhaus des Nachbarortes plötzlich verstorben. Endlich ist sie frei und kann leben wie sie es sich vorgestellt hat.

Doch bei der Beerdigung geschieht ein Unglück. Der Sarg gerät ins Rutschen und aus dem Sarg purzelt nicht der arme Ehemann sondern der ortsbekannte Bestatter. Wo ist Walter? In der heruntergekommenen Wirtschaft beginnt der Leichenschmaus während die Polizei versucht zu ermitteln. Da kann sich die Huberin nicht zurückhalten und greift selbst ein.

Sie erkennt viele Abgründe in der trügerischen Dorfidylle des bayerischen Dorfes Glaubenthal. Mehr als ein Bewohner hat da Geheimnisse. Das Ende bringt dann eine andere als die vermutete Wahrheit ans Licht.

Der Schreibstil ist eher kompliziert. Viele verschachtelte Sätze machen das Lesen nicht leicht. Der bitterböse Humor blieb mir mehr als einmal auf der Strecke. Auf weitere Fälle mit Frau Huber werde ich wohl verzichten. Das war nicht so ganz mein Buch.

Veröffentlicht am 15.07.2018

Viele Feinde

Stille Feinde
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Der Privatermittler Isaiah Quintabe löst gewöhnlich ganz normale Fälle von ganz normalen Leuten. Eines Tages entdeckt er auf einem Schrottplatz das Auto mit dem sein Bruder vor einigen Jahren bei einem ...

Der Privatermittler Isaiah Quintabe löst gewöhnlich ganz normale Fälle von ganz normalen Leuten. Eines Tages entdeckt er auf einem Schrottplatz das Auto mit dem sein Bruder vor einigen Jahren bei einem Unfall mit Fahrerflucht überfahren wurde. War es am Ende gar kein Unfall sondern Mord?
IQ beginnt zu recherchieren und stößt dabei auf eine ganz andere Seite seines geliebten Bruders.
Außerdem wird er von der Freundin seines Bruders um Hilfe gebeten deren Schwester die in Las Vegas mit asiatischen Triaden und einer mexikanischen Gang aneinander geraten ist.

Den ersten Teil kenne ich nicht und weiß auch noch nicht ob ich ihn lesen möchte. Der häufige Perspektivwechsel, die teils derbe Sprache haben mir das Lesen nicht einfach gemacht. Während manche Szenen sehr detailliert beschrieben werden kommen Abschnitte wo ich so schnell nicht mitkam wer die Person jetzt ist und mit wem sie zusammengehört.
Schade, nach der Leseprobe und den Lobpreisungen hätte ich etwas anderes erwartet.

Veröffentlicht am 08.07.2018

Ohne jede Spur

Without You - Ohne jede Spur
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Nach einem Bootsunglück verschwindet die 17-jährige Eva spurlos. Ihre jüngere Schwester Faith ist überzeugt die Schwester wurde von einem Wilden entführt und lebt auf der nahegelegenen Insel die vom ...

Nach einem Bootsunglück verschwindet die 17-jährige Eva spurlos. Ihre jüngere Schwester Faith ist überzeugt die Schwester wurde von einem Wilden entführt und lebt auf der nahegelegenen Insel die vom Militär genutzt und gesperrt ist. Doch keiner glaubt ihr. Die Suche wird irgendwann eingestellt und ein Gedenkgottesdienst abgehalten.

Die Familie zerbricht an diesem Unglück. Die Mutter ist depressiv und verbringt die Tage im Bett, Faith ist auf sich alleine gestellt. Ein Au Pair Mädchen vergnügt sich auch lieber mit Männern, darunter dem Vater von Faith. Als es ihr endlich gelingt mit einem Boot auf die Insel zu fahren wird es dramatisch.

Dem Klappentext nach 'Ein düsterer psychologischer Thriller' hat mich das Buch neugierig gemacht. Den Schreibstil in Ich-Form finde ich eigentlich ganz gut nur wechselten in diesem Buch die Abschnitte zwischen Faith und Eva. Das macht das Lesen nicht immer sehr einfach.

In Rückblicken erfährt man einiges über die Eltern von Faith und Eva, was mich anfangs sehr irritierte und eigentlich mit der Situation im Moment nichts zu tun hat. Das Buch hat sehr viele Längen. Zum Ende hin wird es noch mal etwas spannend, aber insgesamt für mich etwas langatmig und ohne besonderen Thrill.

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Veröffentlicht am 14.04.2018

Eher Philosophie als Psycho

Im Dunkel deiner Seele
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Als Evan Birch, Philosophieprofessor, eines Tages von der Polizei angehalten wird und vor den Augen seiner im Wagen sitzenden Zwillinge verhaftet wird, gerät seine bislang heile Welt aus den Fugen. Er ...

Als Evan Birch, Philosophieprofessor, eines Tages von der Polizei angehalten wird und vor den Augen seiner im Wagen sitzenden Zwillinge verhaftet wird, gerät seine bislang heile Welt aus den Fugen. Er wird verdächtigt etwas mit dem Verschwinden einer Chearleederin zu tun zu haben.

Die Polizei findet immer mehr Beweise, der Professor macht sich endlos philosophische Gedanken wie er seine Unschuld beweisen kann.

Das Lesen ist mir nicht leichtgefallen, zu viele philosophische Gedankengänge und lange banale Geschehnisse lassen keine rechte Lesefreude auftauchen. Auch Spannung habe ich vergeblich gesucht.

Das Ende ist enttäuschend, passend jedoch zu diesem philosophischen Buch.
Schade, der Klappentext hat gute Unterhaltung versprochen, die Umsetzung hat mir leider nicht gefallen.

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