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Veröffentlicht am 30.10.2018

grotesk und kurzweilig erzählt - eine tolle Fortsetzung

Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten
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Der Hundertjährige fährt mit seinem Freund Julius als Geburtstagsgeschenk mit einem Heissluftballon über die Insel Bali. Durch ein Missgeschick müssen sie notwassern, werden von einem nordkoreanischen ...

Der Hundertjährige fährt mit seinem Freund Julius als Geburtstagsgeschenk mit einem Heissluftballon über die Insel Bali. Durch ein Missgeschick müssen sie notwassern, werden von einem nordkoreanischen Handelsschiff gerettet und stolpern stetig in neue, skurrile Abenteuer.

Wie schon im ersten Buch über den Hundertjährigen erzählt Jonas Jonasson in seinem höchsteigenen Stil eine ungewöhnliche Geschichte mit vielen grotesken Momenten; diesesmal werden nicht die Politiker der Vergangenheit, sondern Tagespolitik aus 2017 auf besondere Art erzählt, ganz vorne dabei Kim Jong-un, Putin, Frau Merkel und Trump. Selbstverständlich kreuzen und begleiten auch wieder schrille Typen, fiese Gauner sowie abgedrehte Geschäftsideen seinen Weg.

Ich mag Jonassons Schreibstil, samt der Längen, die sich aus den vielen Detailerzählungen ergeben, seinen Humor und die phantasievolle Art zu erzählen und politische Ereignisse mit einer ganz anderen Sichtweise skurril zu erzählen. Mich hat diese Geschichte sehr gut und kurzweilig unterhalten; ich habe mich köstlich amüsiert.

Veröffentlicht am 29.10.2018

schöne, abwechslungsreiche Sammlung an Rabenmärchen und -texten

Märchen von Raben
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Dieses Märchenbuch vereint 40 Texte aus unterschiedlichen Ländern und Zeiten, bei denen Raben ganz unterschiedlich dargestellt werden, beispielsweise als Behüter der Kultur, hilfreich und machtvoll oder ...

Dieses Märchenbuch vereint 40 Texte aus unterschiedlichen Ländern und Zeiten, bei denen Raben ganz unterschiedlich dargestellt werden, beispielsweise als Behüter der Kultur, hilfreich und machtvoll oder als in Raben verwandelte Menschen.

Neben den klassischen habe ich eine Vielzahl mir völlig unbekannte Märchen aus anderen Ländern, aber auch Sagen oder Volkserzählungen lesen können, die manchmal nicht nur Raben sondern auch Krähen beschrieben.

Insgesamt fand ich die Mischung der Texte und Rabendarstellungen sehr vielfältig und interessant, die Aufmachung des Buches, mit Lesebändchen, sehr ansprechend.

Veröffentlicht am 29.10.2018

mal wieder raffiniert bis ins Detail

Modern Baking
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„Modern Baking“ von Donna Hay wird seinem Titel vollkommen gerecht; es bietet wieder jede Menge raffinierter Rezepte, die manchesmal auch ohne Backofen auskommen.

Wie sonst auch, merkt man den Rezepten ...

„Modern Baking“ von Donna Hay wird seinem Titel vollkommen gerecht; es bietet wieder jede Menge raffinierter Rezepte, die manchesmal auch ohne Backofen auskommen.

Wie sonst auch, merkt man den Rezepten Donna Hays Liebe zum Detail an, von denen ein guter Anteil eher für besondere Anlässe Eindruck schinden wird, sich aber ebenso alltagstaugliche „Quick fix“ bewundern lassen. Bemerkenswert finde ich auch, dass zu keinem Zeitpunkt auf die Kalorien geachtet wurde; ich denke, es ist auch gut, dass diese niemals mit angegeben wurden.
Verarbeitet werden unter anderem viel Sahne, Karamell, Eiscreme, Marshmallows, Ahornsirup, Agavendicksaft zu Kuchen, Torten, tartes, Eisriegeln, Kuchen und Torten mit Eisfüllung, Kleingebäck.....

Die Rezepte sind leicht verständlich und auch gut nacharbeitbar, jeweils mit einem großen, professionellen Foto versehen; schon beim Durchblättern läuft mir das Wasser im Mund zusammen und man weiss, dass das eigene Produkt wohl kaum so perfekt aussehen wird.
Unter den Rezepten finden sich Klassiker und Neukreationen; einige davon kennt man schon, egal, ob Baiser, Karamel oder Schokoladenbrownies – zumindest vom Prinzip her. Und doch machen die edleren Feinheiten jedes Rezept zu etwas Besonderem. Das ist mir zum Beispiel bei dem „Baiser, das immer gelingt“ aufgefallen, das ich niemals von alleine mit Maisstärke und Essig zubereitet hätte. Auch bei den anderen Rezepten fällt an den Zutaten und Tipps die Liebe zum Detail auf, egal ob bei den Schokobrownies oder den vielen Eisrezpten, die häufig eine Abwandlung für Erwachsene beinhalten. Meine absoluten Highlights sind die Kokos-Meringue-Schichttorte, das mit Zuckerwatte dekorierte Marshmallow-Eis am Stiel, der Nektarinen-Grieß-Kuchen und die Mandel-Muskat-Schichttorte.

Das Buch ist, wie man es von Kochbüchern des AT Verlages kennt, mit sehr viel Aufwand bis ins kleinste Detail gestaltet worden. Die vielen perfekten Fotos, der abwechslungsreich gestaltete Hintergrund mit verschiedenfarbigem Schriftsatz darauf – das alles macht dieses abwechslungs- und umfangreiche Backbuch zu einem kleinen Kunstwerk, in dem man gerne blättert, schon alleine wegen des Lese- und Fotovergnügen und, das jede Menge schöner Rezepte und Anregungen bereithält

Veröffentlicht am 29.10.2018

tolle Rezepte und Ideen, selber kreativ Reste zu verwenden

Restlos gut
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Hugh Fernley-Whittingstall widmet sich in diesem Kochbuch der Zubereitung von schmackhaften Mahlzeiten, ausgehend von Resten, die sich im Kühlschrank finden. Bei uns werden solche Mahlzeiten von einem ...

Hugh Fernley-Whittingstall widmet sich in diesem Kochbuch der Zubereitung von schmackhaften Mahlzeiten, ausgehend von Resten, die sich im Kühlschrank finden. Bei uns werden solche Mahlzeiten von einem am Tisch mit „Das-muss-weg“ bezeichnet. Und auch bei den hier vertretenen Kreationen handelt es sich zum größten Teil um spontane, sich aus der Situation heraus ergebende.

Nach einer ausführlichen und sehr detaillierten Einführung findet sich eine Übersicht, bei der die häufig auftretenden Reste ( Brot, Kartoffeln, Gekochter Reis, Milch, Käse, Gurke, Huhn, Bananen, Blattsalat, Beeren) mit Rezeptvorschlägen verknüpft werden.

Viele generelle Variationen werden grundsätzlich besprochen, wie eine Weiterverwendung von Resten beipielsweise in einer Frittata, einem Pfannkuchen, als Nudelsauce, Suppe(neinlage), Gratin Brotaufstrich, Eis, (Schicht)desserts, Gebäck, Müsliriegel oder Salat. Auch bei den Rezepten, die durch einen verschiedenfarbigen Streifen am Buchschnitt schnell unterschieden werden können, finden sich in jedem Rezepte Vorschläge für zahlreiche Abwandlungen, so dass jeder die einzelnen Rezepte mit seinen Resten abwandeln kann. Die meisten von ihnen finde ich total Klasse; nur wenige würde ich nicht nachmachen - zum Beispiel die kleinen, ausgebackenen Fischgräten als Knabberei; das wäre mir dann doch zuviel des Guten.

Neben den Rezepten für Mahlzeiten finden sich noch Vorschläge zu einzelnen Zutaten, was mich ganz besonders begeitert. Auf die vorgestellten Ideen wäre ich niemals alleine gekommen; seine es der eingelegte Ananasstrunk, der eine gewissen Ähnlichkeit mit Ingwer haben werden soll, eingesalzene Zitronenschalen oder die eingelegte Wassermelonenschale.

Insgesamt wurde das Buch sehr schön gestaltet; die einzelnen Rezepte wurden gut erklärt, lassen sich leicht nacharbeiten oder nach eigenen Resten abwandeln. Zu jedem Rezept gibt es Tipps und Alternativen sowie ein ganzseitiges, professionelles Foto der fertigzubereiteten Speise, was ich immer ganz besonders ansprechend finde.
Ich bin völlig begeistert von diesem Buch, würde es nie verleihen, wohl aber weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 26.10.2018

unterhaltsam und interessant

Teufelsweiber
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Carina Heer hat auf gut 300 Seiten eine subjektive und willkürliche Auswahl an 100 außergewöhnlichen Frauen aus allen Zeiten und Ländern vorgestellt. Dabei sollte jedem klar sein, dass auf durchschnittlich ...

Carina Heer hat auf gut 300 Seiten eine subjektive und willkürliche Auswahl an 100 außergewöhnlichen Frauen aus allen Zeiten und Ländern vorgestellt. Dabei sollte jedem klar sein, dass auf durchschnittlich 3 Seiten pro Teufelsweib nur eine sehr kurze Darstellung erfolgen kann.

Die Autorin betont direkt zu Beginn des Buches, dass sie unterhalten wolle und genau das hat sie auch sehr kurzweilig und abwechslungsreich geschafft. Nicht nur die kurzen Frauenportraits, sondern auch ihr flapsiger Ton zwischen den Zeilen und manchem burschikosen Witz oder Spruch, auch gegen altbackene und selbstgefällige Männer bereitet beim Lesen noch mehr Spaß, ich vermute mal, besonders für Frauen.

Für mich hat diese bunte Mischung an Frauenportraits, die unsortiert tatsächlich durch die Jahrhunderte hin- und herspringen, bekannte, neue und auch fast vergessene „Teufelsweiber“ aufleben lassen und mich bei einigen auf weitere Lektüre neugierig gemacht.