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Veröffentlicht am 30.10.2018

Satirisch, kritische Abhandlung über die Besonderheiten der Trockennasenaffen, genannt Menschen!

Absurde Menschheit
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Dieses Buch ist nicht einfach nur eine amüsante Satire über die Menschen, es befasst sich auf teilweise ironische Weise mit den wichtigsten Themen des "Menschseins" und wirft einige Fragen auf, die nachdenklich ...

Dieses Buch ist nicht einfach nur eine amüsante Satire über die Menschen, es befasst sich auf teilweise ironische Weise mit den wichtigsten Themen des "Menschseins" und wirft einige Fragen auf, die nachdenklich machen.
Der bunte Mix an Themen soll außerirdischen Wesen im Weltall die Menschen näher erklären. Das der Mensch im Buch häufig "Nacktnasenaffe" genannt wird, zeigt schon die besondere Einordnung der Spezies in die Reihe der Lebewesen der Erde.

Meneberg handelt ein breites Spektrum von speziellen Lebensinhalten wie Geburt, Liebe, Freundschaft über das Alltagsleben bis hin zum Alterungsprozess und Tod ab. Dabei ist schon ein Hauptaugenmerk auf die Sexualität gelegt. Hier wird am ehesten die Verwandtschaft zu den Primaten erkennbar.

Der Sprachstil ist nominal gehalten, der Text wirkt eher wie eine Schriftsprache, die einen wissenschaftlichen Inhalt übermitteln soll. Daher ist das Buch auch nicht unbedingt eine leichte satirische Lektüre. Man kommt beim Lesen schon mal ins Grübeln und muss über die philosophisch ausufernden Ansätze nachdenken. Einzelne Kapitel kann man recht flüssig weglesen, als ganzes Buch war es mir etwas zu viel des Guten. Dabei haben mir viele Gedankengänge sehr gut gefallen und die Sicht auf die Menschen ist ironisch und voller Empathie. Man erkennt sich und andere Menschen häufig wieder und stellt daraus viele persönliche Verbindungen her.
Eines ist uns Menschen allen gewiss: wir alle altern und müssen eines Tages sterben. Wie wir uns dagegen sträuben, ist schon interessant zu lesen.

Der Mensch ist eine kommunkationsbereite Affenrasse, die sich gern als Eroberer sieht. Zitat S.124

Und so gehen die Menschen auch mit ihrer Erde um, sie zerstören, vergiften, berauben die Rohstoffe und hinterlassen viele irreparable Zustände, die Mutter Natur mit großen Folgen für die Zukunft tief treffen.

Dieses Buch ist lesenswert, doch die komplexen Themen fordern den Leser, auch seine eigenen Fehler einzugestehen. Vielleicht ein guter Ansatz, wirklich auf der Erde etwas zu ändern, indem jeder für sich sein Verhalten mal hinterfragt und im Sinne des Erhalts der Erde wandelt.
Der satirische Ton macht hier die Musik und prangert mit einem lachenden Auge die Miss- und Zustände an.

Veröffentlicht am 30.10.2018

Unterhaltsamer Ausflug ins mittelalterliche Lübeck

Die Kaufmannstochter von Lübeck
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Gleich vorab, dieses Buch ist toll zu lesen, die Charaktere haben mir gefallen und auch die Handlung weist viel Interessantes auf. Der Zusammenschluss von Kaufleuten zur Hanse ermöglichte gemeinsame Handelswegsicherung ...

Gleich vorab, dieses Buch ist toll zu lesen, die Charaktere haben mir gefallen und auch die Handlung weist viel Interessantes auf. Der Zusammenschluss von Kaufleuten zur Hanse ermöglichte gemeinsame Handelswegsicherung als Fahrgemeinschaft. Über den Ostseezugang erfolgte der Handel mit Russland (Getreide, Felle, Wachs) und mit Skandinavien (Fisch), die im Gegenzug Fertigprodukte wie Tuche und Wein erhielten.

Es werden die Handelswege der Ostsee und die daraus resultierenden Machtverhältnisse aufgezeigt, die Herstellung von Marzipan wird vorgestellt und erklärt, das damals Marzipan eine schützende Wirkung vor der Pest nachgesagt wurde.

Mit Spannung habe ich die Entwicklung der Geschehnisse verfolgt, die Handlung ist logisch aufgebaut und scheint historisch belegt.
Aber die Protagonisten haben mich nicht genügend überzeugt, sie blieben mir trotz detailreicher Charakterisierung ziemlich fremd.

Besonders das Verhalten von Johanna fand ich recht befremdlich, galt sie doch dank ihrer Religiosität in ihrer Familie fast als Heilige und dann gibt sie sich, beflügelt durch ihre erste Verliebtheit, gleich einem ihr völlig fremden Mann hin. Dazu auch noch in einer Kirche, was ja überhaupt nicht zu ihrem Vorhaben passt, in ein Kloster eintreten zu wollen.
Außerdem hat sie als trotz ihrer Rolle als Frau unverhältnismäßig viel Mitspracherecht und kann lesen und schreiben. Das war für die damalige Zeit allerdings absolut untypisch.

Die unterhaltsame Liebesgeschichte ist natürlich der rote Faden, der sich durch die Geschichte zieht und den Leser fesselt. Schließlich will man sehen, wie es den Liebenden ergeht. Letztendlich ist alles recht vorhersehbar, es gibt einige Intrigen und Machtkämpfe zu bestehen und Johanna erweist sich als mutige und draufgängerische Frau.


Dieser unterhaltsame Roman zeigt die Position der Hanse in Lübeck und erzählt vor dem Hintergrund eines Bündnisses gegen den dänischen König die Geschichte einer Kaufmannstochter. Ihre Liebesgeschichte unterhält und zeigt gleichzeitig die Wirrungen der damaligen Zeit auf.

Veröffentlicht am 30.10.2018

Lockere Unterhaltung über ein Stadtmädchen

Schweinsgalopptage
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Dieser Roman zeigt die kleinen chaotisches Abenteuer einer echten Stadtpflanze, die sich auf das Landleben einläst und es trotz Pumps und hoher Absätze erobert.

Die Charaktere sind durchaus sympathisch ...

Dieser Roman zeigt die kleinen chaotisches Abenteuer einer echten Stadtpflanze, die sich auf das Landleben einläst und es trotz Pumps und hoher Absätze erobert.

Die Charaktere sind durchaus sympathisch gezeichnet und haben so ihre speziellen Eigenarten, die für lustige Erlebnisse sorgen.
Gerade die Männer, die Melory bei ihren Blind Dates kennen lernt, haben so ihre Macken und ganz speziellen Vorstellungen von einer Beziehung, die für die größten Lacher im Buch sorgen.
Das Verhältnis zwischen Mel und ihrer Mutter ist auch immer wieder für eine Überraschung gut. Denn auf einmal gibt es an deren Seite einen neuen Mann, was Mel doch sehr überraschend trifft. Das Liebesleben ihrer Mutter bereitet ihr auf einmal Probleme. Melory war mir in ihrem Verhalten daraufhin doch ein wenig kindisch und ihre Reaktionen zu dramatisch.


Der humorvolle lockere Schreibstil macht das Lesen zum Vergnügen und Melorys Leben zieht munter am Leser vorbei. Die Lebensgeschichten der Freunde und Dates sorgen für heitere Unterhaltung und auch für romantische Momente ist gesorgt.

Eine heitere, leichte Lektüre für den Strand oder für gemütliche Stunden an langen Herbstabenden gut geeignet. Ein bißchen Freundschaft, Landleben und die große Liebe.

Veröffentlicht am 30.10.2018

nteressanter Krimi, vielschichtig und düster, aber dadurch auch ein wenig schleppend.

Der Wald ist Schweigen
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Dieser Krimi hat mich trotz einiger Längen gepackt. Die Handlung geht sehr ins Detail, die Charaktere sind gut beschrieben, aber mit der Protagonistin Judith Krieger kann ich mich nicht richtig anfreunden. ...

Dieser Krimi hat mich trotz einiger Längen gepackt. Die Handlung geht sehr ins Detail, die Charaktere sind gut beschrieben, aber mit der Protagonistin Judith Krieger kann ich mich nicht richtig anfreunden.

Gisa Klönne verwendet einen Erzählstil, der im Präsens gehalten ist und so regelrecht dringend wirkt. Mich stört dieses Zeitform etwas, aber ihre Verwendung von außergewöhnlichen Vergleichen sind etwas Besonderes. Hier mal ein Beispiel dazu:
"Die Depression frisst sich in ihre Wohnung, unaufhaltsam wie Sand in ein Ferienhaus..." Seite 60.
Ihr gelingt es aber auch, eine beklemmende, düstere Stimmung zu schaffen, in der man sich wie in einem dunklen Wald gefangen fühlt.

Die Figuren sind realitiv problembeladen und haben alle so ihre Geheimnisse. Eigentlich ist nur Manni ein unverbrauchter Charakter.

Dieser Krimi ist durch die zahlreichen Personen etwas verwirrend, die einzelnen Vergangenheitsbewältigungen muss man erst mal zuordnen. Dann wird die Sicht auf den bestehenden Fall klarer und die Handlung packt den Leser. Man möchte wissen, was Diane in Afrika erlebt hat, warum Judith immer noch Gewissensbisse wegen des Todesfalles ihres Kollegen hat und wie Laura eine jugendliche Geliebte wurde.

Die Spannung ist daher mehr unterschwellig, gerät aber auf den letzten 150 Seiten dann doch zu einem Höhepunkt, das Ende wird erfüllt von den ausführlichen Bekenntnissen der Figuren und der Aufklärung des Mordfalles.

Ein gut zu lesender Krimi mit tiefen Einblicken in die Gedankenwelt der Charaktere und einer beklemmenden Wald-Atmosphäre, die den Leser gefangen hält.

Veröffentlicht am 24.10.2018

Leichter und sehr unterhaltsamer Urlaubsroman mit wenig Krimihandlung

Syltstille
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Die Landschaftsarchitektin Anna freut sich über einen neuen Auftrag, doch dann findet sich auf dem Grundstück ihrer Kundin die Leiche eines Sylter Bauunternehmers. Es stellt sich heraus, das hier ein Mord ...

Die Landschaftsarchitektin Anna freut sich über einen neuen Auftrag, doch dann findet sich auf dem Grundstück ihrer Kundin die Leiche eines Sylter Bauunternehmers. Es stellt sich heraus, das hier ein Mord vorliegt. Auch in Annas Leben wird eine alte Schulfreundschaft zur Bedrohung ihrer Familie.


Anna besucht ein Klassentreffen in ihrer alten Heimat Hannover, dort trifft sie auch Stella wieder, die ihr nie recht sympathisch war.

Zurück auf Sylt sorgt der Fund einer Leiche für Furore und Annas Mann Nick übernimmt als Beamter bei der Westerländer Kriminalpolizei die Aufklärung des Falls.
Völlig unerwartet bekommt Anna Besuch von Stella, diese sorgt für eine unerwartete Wendung der Geschichte und sorgt für Missstimmung bei Anna und ihrem Mann.


Dieser Krimi ist sehr unterhaltsam, aber auch sehr umfassend geschrieben, er verliert sich auch in minutiös geschilderten Abläufen des Alltagslebens, für einen Krimi etwas unspannend in der Wirkung. Man kommt nur langsam von der Stelle, der eigentliche Krimi zeigt sich erst im letzten Teil des Buches, dort zieht auch die Spannung wieder an.

Außerdem bekommt Stella von Anfang an den Stempel des bösen Charakters sehr deutlich aufgedrückt. Ich bilde mir gerne selbst ein Bild von den Charakteren, hier wird es ziemlich vorgegeben.

Echten Lokalkolorit habe ich eher vermisst, es werden Handlungsorte von Sylt erwähnt und die Natur kommt ab und zu zum Zuge. Ansonsten ist dieser Krimi nicht unbedingt ein Aushängeschild von Sylt. Etwas mehr Lokalkolorit hätte ich einem Krimi mit diesem Titel doch zugestanden.


Ein sommerlicher Krimi, der mich zwar unterhält, aber doch mehr Spannung vertragen könnte.