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Veröffentlicht am 15.12.2018

Eine der besten Dystopien, die ich gelesen habe

Und über uns das Licht
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Inhalt:

Nach einer Klimakatastrophe floh die Menschheit im Jahr 2684 in die Tiefen des Meeres. Dort leben sie in einer riesigen Unterwasserstation, genannt „D.U. Atlantis“ nach strengen Regeln.

Valea ...

Inhalt:

Nach einer Klimakatastrophe floh die Menschheit im Jahr 2684 in die Tiefen des Meeres. Dort leben sie in einer riesigen Unterwasserstation, genannt „D.U. Atlantis“ nach strengen Regeln.

Valea ist eine ausgebildete Ärztin und hält sich zu 100 % an die aufgestellten Regeln. Corvin, der Sohn des Leiters der Station, scheint es jedoch darauf anzulegen genau diese zu brechen, um sich und anderen mehr Freiheiten in D.U. Atlantis zu verschaffen.

Als die beiden zum ersten Mal aufeinandertreffen, erleben beide eine Art Deja Vu. Einerseits sind sie sich fremd, andererseits scheinen sie sich schon ewig zu kennen. Woher kommen diese seltsamen Gefühle?

Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Antworten und bringen sich damit immer mehr in Gefahr. Denn die Wahrheit ist noch viel größer, als beide sich jemals hätten vorstellen können … .

Meine Meinung:

Da ich Dystopien liebe und bereits eine aus der Feder von Katharina Groth gelesen hatte, die mir sehr gut gefiel, wurde ich auch auf diese aufmerksam. Nach einer kurzen Leseprobe war klar, dass ich sie lesen muss.

Im ersten Kapitel lernt man Valea kennen, die als Ärztin auf D.U. Atlantis arbeitet. Dabei wird uns auch gleich das System vorgestellt, dass etwas an die modernen Geräte z.B. Alexa von Amazon erinnert, aber auch ein bisschen mit den Bedenken der Menschen darüber spielt. Denn Atlantis ist ein System, das seine Bewohner durchaus auch überwacht. Wie weit ist es eine Erleichterung im Alltag und inwieweit eine Einschränkung von Freiheit? Ich finde es sehr schön, dass die beiden Autorinnen dieses Thema aufgegriffen haben, da es doch sehr aktuell ist und perfekt zu einer Dystopie passt.

Valea selbst fand ich sehr interessant. Sie ist wirklich eine gesetztestreue Bürgerin, aber andererseits möchte sie auch einfach ihre Arbeit tun und sich nicht weiter mit den Begebenheiten in Atlantis beschäftigen. Als sie jedoch immer mehr mit den Ungerechtigkeiten innerhalb der Kuppeln konfrontiert wird, kann sie irgendwann einfach nicht mehr die Augen verschließen und muss schließlich handeln.

Das hat sicher auch mit Corvin zu tun, der so plötzlich ihr Leben betritt und durcheinanderbringt. Sie können sich nicht erklären, woher diese plötzlichen Visionen an eine gemeinsame Zeit kommen. Doch vor allem Corvin lässt Valea nicht mehr los, er muss ständig an sie denken und deshalb will er unbedingt Antworten. Überhaupt gefiel er mir total gut. Er könnte den Luxus genießen, der ihm als Sohn des Stationsleiters zusteht, aber stattdessen möchte er mehr … er möchte das Leben für alle in Atlantis besser machen. Er ist ein wahrer Robin Hood und ich liebe ihn.

Sehr gut finde ich, dass das Buch relativ schnell an Fahrt aufnimmt. Natürlich erhält man anfangs auch Informationen über Atlantis, aber diese werden einfach in die Geschichte eingebaut, so dass es nicht langweilig wird und man quasi nebenbei alle Regeln und Begebenheiten kennenlernt. Dadurch gibt es wirklich keinerlei Längen in dem Buch. Die Spannung ist stetig am steigen, man hat das Gefühl, man kommt dem Geheimnis immer näher und muss deshalb immer weiterlesen, weil man denkt, gleich, gleich hat man die Antwort. Nur um dann feststellen zu müssen, dass es doch noch nicht so weit ist und das geht wirklich bis zum Schluss so. Zwar hatte ich einen Verdacht, der irgendwo richtig war, aber dann doch auch wieder ganz falsch und das fand ich so grandios, denn ich liebe es, wenn eine Story so unvorhersehbar ist. Alisha McShaw und Katharina Groß haben mich jedenfalls ganz schön an der Nase rumgeführt und etwas Großartiges erschaffen, das mich am Ende erstmal total verzweifelt zurückließ. Ja, ganz ehrlich: Ich bin ein bisschen zerstört und finde es einfach nur super :D

Denn das Ende, es ist wirklich unglaublich und passt so perfekt zur Geschichte. Aber ich muss zugeben, ich war total überrascht, dass es ein Einzelband ist, denn das Ende lässt einen doch irgendwo hoffen, dass es eine Fortsetzung geben wird. Und doch macht es das Buch einfach nur genial und ich liebe es.

Fazit:

Alisha Mc Shaw und Katharina Groth haben mit „Und über uns das Licht“ endlich mal wieder eine Dystopie geschaffen, die mich so richtig geflasht hat. Von Anfang an wird man sofort mitgerissen, die Informationen fließen quasi nebenbei ein, so dass man zwar sehr gut über alles Bescheid weiß, man aber nie das Gefühl hätte, es wäre langweilig. Im Gegenteil: Die Spannung steigt stetig an und gipfelt in einem richtig grandiosen Showdown, den ich so auf keinen Fall erwartet hätte. Am Ende lässt mich das Buch zerstört zurück, aber ich finde das super, denn da wo Licht ist, gibt es schließlich auch Hoffnung ;)

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Veröffentlicht am 27.11.2018

Ein sehr tiefgründiges und emotionales Werk

Die Magie der Farben
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Inhalt:

Paul Tissu besitzt einen Stoffladen, den er von seinen Eltern geerbt hat. Doch seine wahre Leidenschaft ist das Malen. Diese übt er jedoch nur heimlich in seinem Keller aus.

Als eine junge Frau ...

Inhalt:

Paul Tissu besitzt einen Stoffladen, den er von seinen Eltern geerbt hat. Doch seine wahre Leidenschaft ist das Malen. Diese übt er jedoch nur heimlich in seinem Keller aus.

Als eine junge Frau eines Tages seinen Laden betritt, holt ihn die Vergangenheit ein. Die Frau sieht aus wie seine große Jugendliebe Aurelie. Aber wie ist das möglich? Ist sie nach all den Jahren doch zu ihm zurückgekehrt?

Paul stellt sich endlich seiner Vergangenheit, was jedoch nicht nur Folgen für seine Gegenwart hat … .



Meine Meinung:

Das Cover ist ein echter Hingucker, was nicht zuletzt an dem kräftigen Grünton liegt, welcher mich magisch angezogen hat. Doch auch der Klappentext klingt richtig interessant, so dass ich einfach zu diesem Buch greifen musste.

Paul Tissu ist ein 50jähriger Mann, der den Tag über gemeinsam mit seiner Frau in seinem Stoffladen arbeitet, den er von seinen Eltern geerbt hat, der nachts jedoch heimlich seiner wahren Leidenschaft nachgeht: Der Malerei.

Die Malerei hat überhaupt einen sehr hohen Stellenwert in diesem Buch. Stefanie Hohn beschreibt Pauls Liebe zu den Farben so lebendig, dass man sie aus jedem Satz herauslesen kann. Schon seit seiner Kindheit ist das Malen geradezu ein Zwang, den er jedoch nicht einfach so ausleben kann, da die Kunst in seiner Familie nicht angesehen ist. Für seine Eltern ist von Anfang an klar, dass er einmal ihren Stoffladen übernehmen wird. Deshalb kommt ein Kunststudium auch nicht in Frage. Paul fügt sich diesen Wünschen, ohne großartig für seinen Traum zu kämpfen. Überhaupt wächst er zu einem sehr angepassten, jungen Mann heran, der nie nach Höherem strebt. Er denkt, er wüsste, wo sein Platz ist und fügt sich stumm diesem Schicksal. Mir war er dadurch nicht unsympathisch, aber ich fand es trotzdem fast ein bisschen traurig, dass er nicht mehr für sich wollte.

Aurelie lernt er schon während seiner Schulzeit kennen und verliebt sich auf den ersten Blick in sie. Doch auch hier hält er sich brav im Hintergrund. Das Mädchen scheint ihm immer unerreichbar. Selbst, als sie von sich aus auf ihn zugeht, spielt er nur die Rolle des guten Freundes und bleibt immer in der zweiten Reihe und das obwohl man stets herauslesen kann, wie sehr er Aurelie liebt, ja, sie geradezu vergöttert. Einerseits verstand ich Paul da sehr gut: Er hebt sie auf ein Podest, auf das er selbst einfach nicht passt. Andererseits macht ihn das auch richtig blind gegenüber Aurelie, wie sie wirklich ist, was sie fühlt und welche Signale sie sendet. Das fand ich geradezu tragisch und es brachte eine melancholische Stimmung in das Buch, die jedoch nicht zu erdrückend ist, so dass sich das Buch trotzdem gut lesen lässt.

Ich fand es richtig schön, welchen Gegensatz Stefanie Hohn mit ihren beiden Protagonisten erschafft: Da ist einerseits der ernste, vernünftige und bodenständige Paul und andererseits die lebensfrohe, fröhliche und etwas verrückte Aurelie. So sieht man es zumindest, wenn man nur die Oberflächlichkeiten betrachtet. Doch das Buch geht viel tiefer und wenn man sich darauf einlässt und hinter die Fassade blickt, bekommt man eine sehr emotionale und berührende Geschichte, die einen nicht mehr loslässt. Es geht um Träume, um Leidenschaft, das Schicksal, Entscheidungen, um Schuld und Wiedergutmachung, um Freundschaft, Liebe, Erwartungen, Enttäuschungen und die Frage, was man am Ende aus seinem Leben macht. Mich hat die Autorin mit ihrem Buch wirklich sehr bewegt und am Ende sogar zum Weinen gebracht, so sehr konnte ich mich hineinfühlen.

Fazit:

Mit „Die Magie der Farben“ hat Stefanie Hohn ein Buch geschaffen, das mich sehr bewegt hat. Blickt man hinter die Fassade der Protagonisten bekommt man so viel mehr als nur eine tragische Liebesgeschichte. Es geht um Träume, um Leidenschaft, das Schicksal, Entscheidungen, um Schuld und Wiedergutmachung, um Freundschaft, Liebe, Erwartungen, Enttäuschungen und die Frage, was man am Ende aus seinem Leben macht. Ein sehr tiefgründiges und emotionales Werk, das mich am Schluss sogar zum Weinen gebracht hat.



Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Veröffentlicht am 31.10.2018

Dieses Buch hat mich sehr berührt

Die Töchter von Tarlington Manor
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Inhalt:

Seit sie denken kann, sehnt sich Casey Walsh nach Irland und doch hat sie noch nie einen Fuß auf die grüne Insel gesetzt. Als ihr Großvater ihr vom Tagebuch der Auswanderin Aeryn erzählt, steht ...

Inhalt:

Seit sie denken kann, sehnt sich Casey Walsh nach Irland und doch hat sie noch nie einen Fuß auf die grüne Insel gesetzt. Als ihr Großvater ihr vom Tagebuch der Auswanderin Aeryn erzählt, steht für die junge Frau fest, dass sie sich auf die Spuren der Irin machen muss.

Dieses Gefühl verstärkt sich, als sie Brayden begegnet, der sich spontan als Reiseführer anbietet. Jetzt stehen alle Türen für eine Reise nach Irland offen.

Dort taucht Casey tief in das Leben von Aeryn ein, die ihr Leben als Bauerntochter in Killarney verbracht hat. Auf einem Frühlingsfest lernt sie einen jungen Mann namens Padraig kennen und verliebt sich in ihn. Eine Zukunft scheint es für die beiden jedoch nicht zu geben, denn der junge Mann gehört zur adeligen Familie Tarlington und kann es sich nicht erlauben eine Bauerntochter zu heiraten. Doch in Zeiten größter Not, setzt Aeryn alles auf eine Karte und alles auf den jungen Mann … Ist er der der Prinz in der strahlenden Rüstung oder doch nur ein Frosch?

Während Casey immer mehr über Aeryn und ihr Leben in Irland erfährt, lernt sie auch sich selbst besser kennen und findet schließlich mehr als nur ihre Familiengeschichte … .



Meine Meinung:

Ehrlich gesagt habe ich ein richtiges Faible für Familiengeschichten. Ich liebe es einfach, wenn Menschen sich auf die Spuren der Vergangenheit begeben, deswegen musste ich dieses Buch aus der Feder von Tanja Bern auch unbedingt lesen.

Casey kam mir anfangs sehr verloren vor. Sie jobt in einem Café und erhält dort kaum Wertschätzung. Auch ihr Verdienst reicht gerade so. Eigentlich träumt sie ja von einem Geschichtsstudium, hat den Schritt dahin aber noch nicht geschafft. Ich hatte irgendwie das Gefühl, als wüsste die junge Frau nicht so recht, wo sie hin wollte. Das Einzige, das feststeht: Sie liebt Irland, wobei sie die Insel noch nie selber besucht hat, sondern diese eher aus der Entfernung anschmachtet. Diese Faszination konnte ich gut nachvollziehen. Man muss einen Ort nicht zwangsläufig gesehen haben, um sich danach zu sehnen. Sehr gut gefiel mir auch ihre Beziehung zu ihrem Großvater. Er scheint ihr Halt zu bieten und sie in allem zu unterstützen. Es ist schön, wenn man solche Menschen an seiner Seite hat.

Als Casey schließlich auf Brayden trifft, war ich doch etwas skeptisch. Ich bin nicht so der Fan von diesen „Liebe auf den ersten Blick“-Geschichten und wenn die Protagonisten so schnell von tiefen Gefühlen reden. Da in diesem Buch das Augenmerk aber nur am Rande auf der Lovestory liegt, konnte ich damit ganz gut umgehen.

Den Hauptteil der Geschichte nimmt nämlich Aeryns Leben ein. Casey liest in ihrem Tagebuch und dadurch taucht man direkt in die Vergangenheit ein, die man dann aus Aeryns Sicht lesen kann. Und ich liebte die Reise nach Irland in das Jahr 1846. Obwohl das Mädchen ein karges und entbehrungsreiches Leben führt ist sie nicht unglücklich. Sie liebt ihren Vater und versucht ihn bei der Arbeit auf dem Feld zu unterstützen. Erst als sie Padraig kennenlernt, erlebt sie, dass es mehr gibt, als den täglichen Kampf ums Überleben. Mit ihm nimmt das Leben der jungen Frau plötzlich eine Wendung und ich fieberte wirklich sehr mit ihr mit. Dabei muss ich gestehen, dass ich fast die Geschichte aus Caseys Sicht überblättert hätte, so sehr war ich von Aeryns Leben fasziniert und wollte gerne mehr darüber erfahren. Auch die Ereignisse um die Hungersnot in Irland haben mich sehr bewegt. Es war erschreckend, was dort zu dieser Zeit passiert ist und wie viele Leute leiden musste. Dadurch, dass Tanja Bern diese Begebenheiten in eine fiktive Geschichte eingewebt hat und die Protagonistin davon direkt betroffen ist, werden diese noch lebendiger und man fühlt richtig mit. Ich war ehrlich betroffen und habe mich im Nachhinein mit diesem historischen Ereignis noch länger beschäftigt.

Ja, diese Geschichte ist wirklich voller Gefühl. Vor allem aus Aeryns Sicht wurden diese sehr lebendig. Da geht es um Liebe, um Vergebung, um Freundschaft und Zusammenhalt, um Mitgefühl und Hilfe, um Selbstlosigkeit, um Verrat und Verzweiflung, ums nackte Überleben, darum jemanden gehen zu lassen und für jemanden am Leben zu bleiben, ums Kämpfen und darum, seinen Weg zu gehen. Wie schon oben erwähnt war ich richtig ergriffen von dieser Geschichte und vor allem auch wegen der versteckten Botschaften. Ich liebe es, wenn es zwischen den Zeilen noch so viel mehr zu lesen gibt und genau das ist in diesem Buch der Fall. Tanja Bern hat mich mit ihrer Geschichte wirklich gefangen genommen und am Ende musste ich sogar ein paar Tränen vergießen, so sehr haben mich die Ereignisse ergriffen. Doch genau das macht für mich ein gutes Buch aus.

Auch mit Caseys Geschichte konnte ich mich am Schluss noch anfreunden, denn durch ihre Reise in die Vergangenheit fand die junge Frau schließlich auch zu sich selbst, was mir als Entwicklung für diesen Charakter sehr gut gefallen hat.



Fazit:

Mit „Die Töchter von Tarlingtion Manor“ hat Tanja Bern eine wirklich ergreifende Geschichte geschaffen. Die Reise in die Vergangenheit hat mich von Anfang an mitgenommen und Aeryns Leben in Irland zu Zeiten der großen Hungersnot hat mich total ergriffen. Ich konnte die Gefühle zu jeder Zeit nachvollziehen und war so berührt, dass ich am Ende sogar ein paar Tränen vergossen habe. Ein wundervolles Buch.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Veröffentlicht am 31.10.2018

Eine zauberhafte und wunderschöne Weihnachtsliebesgeschichte

All I Want for Christmas. Eine Weihnachts-Romance in Manhattan
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Inhalt:

Pippa ist ein Genie, wenn es darum geht, Events zu organisieren. Natürlich will ihre beste Freundin Lauren sie deshalb als Planerin für ihre Traumhochzeit. Das wäre auch überhaupt kein Problem, ...

Inhalt:

Pippa ist ein Genie, wenn es darum geht, Events zu organisieren. Natürlich will ihre beste Freundin Lauren sie deshalb als Planerin für ihre Traumhochzeit. Das wäre auch überhaupt kein Problem, müsste Pippa dabei nicht mit Davids Trauzeugen zusammenarbeiten. Dieser ist nämlich niemand geringerer als Hunter, heißumkämpfter Musikersohn und in den Augen der jungen Frau der arroganteste Kerl ihrer Schule.

Während anfangs ständig die Fetzen zwischen den beiden fliegen, stellen sie doch schnell fest, dass sie auch etwas gemeinsam haben: Sie finden, dass Lauren und David nicht zusammenpassen. Damit haben sie eine Mission: Sie wollen dem Traumpaar ihre Gegensätze deutlich machen.

Doch während sie alles daran setzen, das Traumpaar auseinander zu bringen, rücken sie selbst dabei immer näher, bis es schließlich zu einem Kuss kommt, der alles verändert … .

Meine Meinung:

Ich habe schon einige Bücher von Julia K. Stein gelesen und sie konnte mich jedes Mal begeistern und da ich gerade richtig Lust auf eine Weihnachtsgeschichte hatte, habe ich mir ihr Buch sofort gekauft und es auch gleich gelesen.

Die Geschichte beginnt drei Monate vor den eigentlichen Ereignissen mit der ersten richtigen Begegnung zwischen Pippa und Hunter, die wirklich mehr als unglücklich ist. Zumindest, aus Pippas Sicht und man bekommt so ein bisschen einen Eindruck davon, warum die junge Frau sich Hunter gegenüber später so verhält, wie sie es tut.

Danach springt man in die Gegenwart und lernt Pippas beste Freundin Lauren kennen. Ehrlich gesagt hätte mich die ja doch sehr gestresst, vor allem mit ihrer Vorstellung von der perfekten Hochzeit. Manchmal konnte ich nicht so recht nachvollziehen, warum die beiden befreundet sind, aber Gegensätze ziehen sich eben doch an und Pippa tut es wohl auch gut, dass sie durch Lauren mal ein wenig von ihren Gewohnheiten abweichen muss. Auf jeden Fall hat Julia K. Stein mit ihren Figuren einzigartige Charaktere erschaffen. Sie sind originell, liebenswürdig (mancher eben auf etwas nervige Art :-p ) und haben definitiv Wiedererkennungswert. Das Schönste an ihnen ist es aber, dass man sie schnell ins Herz geschlossen hat und deshalb mit ihnen mitfiebern kann.

Sehr angetan war ich natürlich von Hunter. Auch, wenn Pippa keine sehr hohe Meinung von ihm hat und er teilweise alles tut, um diese zu bestätigen, ist er doch ganz anders. Er ist einfühlsam und tiefgründig, gefühlvoll und loyal. Er macht sich nichts aus Äußerlichkeiten oder aus Habseligkeiten, sondern blickt hinter die Fassaden und achtet auf den Menschen und auf dessen Handlungen. Das fand ich so toll und ich muss gestehen, er ist ja schon so der Typ, in den auch ich mich verlieben könnte ;)

Die eigentliche Geschichte ist herrlich einfach, doch im positiven Sinn: Hunter und Pippa müssen gemeinsam die Hochzeit von ihren besten Freunden Lauren und David planen und versuchen dabei den beiden zu zeigen, dass sie überhaupt nicht zusammen passen. Die Ideen, die sie dafür entwickeln sind gut gewählt und tatsächlich zeigen sie die Gegensätze des Pärchens auf und mit welchen Unwegsamkeiten diese in Zukunft rechnen müssen, doch für die beiden Verliebten sind das nur Lappalien, die sie gemeinsam aus dem Weg räumen wollen. Es machte mir großen Spaß Pippa und Hunter bei den Hochzeitsvorbereitungen zu begleiten und zuzusehen, wie sie sich immer näher kommen und dabei feststellen, dass der jeweils andere gar nicht so übel ist. Natürlich weiß man als Leser schon viel früher als die Protagonisten, dass sich da Gefühle anbahnen und fiebert deswegen richtig mit, denn so einfach, wie es scheint, ist es dann doch nicht und die Autorin lässt die beiden und uns ganz schön zappeln.

Dabei ist der Schreibstil so schön einfach, jugendlich und flott, was super zur Altersstufe der Protagonisten passt und doch spürt man auf jeder Seite, dass Julia K. Stein ihr Handwerk wirklich versteht, denn das Buch ist so flüssig geschrieben, dass man geradezu durch die Seiten fliegt. Sehr schön sind auch ihre Beschreibungen, wenn es um die weihnachtliche Dekoration, die winterliche Stimmung oder die Gefühle der Protagonisten geht. Dadurch werden die Begebenheiten lebendig, ich sah die Bilder direkt vor mir und wurde richtig in Weihnachtsstimmung versetzt. Am liebsten hätte ich mir eine Tasse Punsch gekocht, mich mit Lebkuchen in eine Decke gekuschelt und gelesen, aber dafür war ich noch ein bisschen zu früh dran. Auf jeden Fall wünsche ich mir jetzt noch mehr, selbst einmal zur Weihnachtszeit nach Manhattan reisen und all die Orte dort besuchen zu können, so sehr hat mich die Autorin mit all ihren Schilderungen verzaubert und auf eine wundervolle Reise mitgenommen.

Doch nicht nur die Orte wurden schön lebendig, sondern auch die Gefühle der Protagonisten. Es gibt weder dieses nervige Hin und Her zwischen den beiden Hauptdarstellern (obwohl man das vielleicht anfangs vermuten könnte), noch war die Liebesgeschichte zu oberflächlich. Ich finde, Julia K. Stein hat hier genau das richtige Maß gefunden. Endlich mal ein Buch, in dem sich die Protagonisten erst einmal näher kennenlernen, bevor sie sich langsam ineinander verlieben. Ich habe diese Liebesgeschichte wirklich sehr genossen und konnte mich voll und ganz darauf einlassen und all die Gefühle auch nachvollziehen und genießen. Dabei kam ich richtig ins Schwärmen und Seufzen, so schön fand ich es.

Am Ende war ich dann fast ein bisschen traurig, dass ich mit der Geschichte so schnell durch war, denn gerne hätte ich Pippa und Hunter noch länger durch das winterweihnachtliche Manhattan begleitet.

Fazit:

Mit ihrem Buch „All I want for Christmas“ hat Julia K. Stein eine wirklich bezaubernde Weihnachtsliebesgeschichte geschaffen. Ich habe mich sofort ein bisschen in diese einzigartigen Charaktere verliebt, konnte bei der Lovestory richtig mitfiebern und wurde von dem winterweihnachtlichen Flair verzaubert. Am liebsten würde ich das Buch gleich nochmal lesen, so schön ist es. Diesen Schatz sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Veröffentlicht am 28.09.2018

Ein wirklich genialer Reihenauftakt

Wächter der Runen (Band 1)
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Inhalt:

Finn ist Kopfgeldjäger und sein neuer Auftrag soll ihm endlich genug Geld einbringen, dass er nach Baltora ziehen und dort ein angesehener Bürger werden kann. Dafür muss er nur die Abtrünnige ...

Inhalt:

Finn ist Kopfgeldjäger und sein neuer Auftrag soll ihm endlich genug Geld einbringen, dass er nach Baltora ziehen und dort ein angesehener Bürger werden kann. Dafür muss er nur die Abtrünnige Ravanea ausfindig machen und sie lebendig dem Imperium ausliefern.

Doch dann lernt er Ravanea kennen und sie ist so ganz anders, als er sich eine Feindin des Imperiums vorgestellt hat. Was hat die junge Frau nur angestellt, um so wichtig für die Regierung zu sein? Wieso wollen sie sie unbedingt lebend?

Je mehr Zeit Finn mit Ravanea verbringt, desto mehr Zweifel regen sich in ihm. Zweifel, die ihn sein Leben kosten könnten … .

Meine Meinung:

Schon allein Klappentext und Cover haben mich richtig neugierig auf dieses Buch gemacht, deshalb wollte ich es unbedingt lesen.

Sehr spannend fand ich es, dass die Geschichte aus Sicht eines männlichen Protagonisten beginnt. Das hat man wirklich nicht oft und gerade weil es so ungewöhnlich ist, mochte ich es. Finn ist mir auch sofort sympathisch. Er mimt zwar den knallharten Kopfgeldjäger, aber man merkt gleich, dass er auch Werte und ein Gewissen hat. Das scheint zwar nicht immer zu seinem Job zu passen, aber er geht seinen Weg.

Das Buch wird jedoch nicht nur aus Finns Perspektive erzählt, sondern abwechselnd auch aus der von Ravanea. Da die Wege die Protagonisten erst nach einiger Zeit zusammenführt, finde ich es super, dass man vorher die Gelegenheit bekommt, beide kennenzulernen. Allerdings hält die Autorin J. K. Bloom sich vorerst bedeckt, zuviel vom Geheimnis von Ravanea bekanntzugeben. Man kann also nur Spekulationen anstellen, wieso das Imperium so ein Interesse an dem Mädchen hat und bleibt erst einmal auf dem Wissensstand von Finn. Gemeinsam mit ihm wird nach und nach dann das Rätsel gelöst. Ich muss gestehen, ich bin fast vor Neugier geplatzt und konnte mir nicht so recht erklären, was denn dahinterstecken könnte. Das hat mich natürlich an die Seiten geklebt, da ich endlich mehr erfahren wollte.

Überhaupt hatte das Buch für mich keinerlei Längen, sondern war von Anfang bis Ende sehr spannend. Anfangs geht es natürlich viel um Finns inneren Zwiespalt und seine Zweifel. Ich finde, J.K. Bloom ist es sehr gut gelungen, diese authentisch darzustellen und ihnen genau das richtige Maß an Zeit einzuräumen, so dass sie den Leser nicht irgendwann genervt haben. Hier das richtige Gleichgewicht zu finden, ist meiner Meinung nach sehr schwierig, deshalb freu ich mich umso mehr, dass es der Autorin gelungen ist.

Die Idee mit den Runen hat mich von Anfang an sehr fasziniert. Jeder kann mit ihrer Hilfe Magie wirken und besondere Kräfte erlangen, ohne, dass diese angeboren sein müssen. Doch die Geschichte ist noch viel größer, als man zu Beginn denkt, denn es steckt eine richtige Legende hinter den Runen. Die erfährt man jedoch erst nach und nach. Ich liebe es ja, wenn es eine richtige Hintergrundgeschichte gibt und genau das ist hier der Fall. Am Ende hat man dann nämlich einen ganz anderen Blick auf all die Geschehnisse und das bedeutet, dass die Story im Folgeband noch einmal eine andere Richtung einschlagen und es spannend bleiben wird.

Überhaupt gibt es so manche Überraschung. Ein paar davon kann man gut vorausahnen, andere treffen einen dagegen völlig unvorbereitet. Dieses Buch läuft also nicht unbedingt nach dem altbekannten Schema ab. Es ist nicht klar einzuordnen, wer gut und wer böse ist. Man muss sich immer selbst seine Gedanken zu den einzelnen Charakteren machen und die Motive dieser hinterfragen. Am Ende denkt man zwar, man hat die Lösung, aber ich glaube auch im zweiten Band hält die Autorin für uns noch einiges parat. Das Ende hat mich jedenfalls richtig begeistert und zeigt mir, dass nach wie vor alles offen ist.



Fazit:

Dieses Buch hat mich wirklich vom Anfang bis zum Ende mitgerissen. Es lebt von vielschichtigen Charakteren, die sich nicht so einfach in Schubladen stecken lassen, von deren Gedanken und Entwicklungen, aber auch von der fantastischen Idee der Runen, die noch so viel tiefer geht, als man zu Beginn denkt. So manche Überraschung und die Suche nach Antworten halten den Leser permanent am Buch, so dass ich gar nicht aufhören konnte zu lesen. Am Ende möchte ich nur eins: Ganz schnell die Fortsetzung in den Händen halten.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.