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Veröffentlicht am 05.11.2018

Toller Roman über Freundschaft, Liebe und ein süßes Teegeschäft

Der kleine Teeladen zum Glück
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Manuela Inusas Auftakt zur neuen "Valerie Lane"-Reihe hat mich durch seine liebevolle Covergestaltung schnell gefangen genommen. Das dort zu sehende hellblau gestrichene Tee-Lädchen lädt einen geradezu ...

Manuela Inusas Auftakt zur neuen "Valerie Lane"-Reihe hat mich durch seine liebevolle Covergestaltung schnell gefangen genommen. Das dort zu sehende hellblau gestrichene Tee-Lädchen lädt einen geradezu dazu ein, sich mit einer dampfenden Tasse des Heißgetränks zurück zu lehnen und in die Geschichte einzutauchen.

Dort treffen wir auf Laurie, die in ihrem eigenen, innig geliebten Teeladen in der Valerie Lane in Oxford auf den richtigen Mann wartet. Doch vielleicht hat sie ihn insgeheim schon gefunden? Denn seit kurzem geht ihr ihr neuer Teelieferant, der jeden Dienstag Morgen in ihrem Laden erscheint, nicht mehr aus dem Kopf. Doch geht es ihm genauso? Bisher hat sich Laurie nicht getraut, ihn auf persönlicher Ebene anzusprechen. Aber vielleicht können ihr ihre 4 besten Freundinnen, die alle ebenfalls ein eigenes Geschäft in der Straße haben, helfen.

Mir hat nicht nur die Gestaltung und Beschreibung der Straße gefallen, die nach einer fast legendären Valerie benannt wurde, die zu früheren Zeiten allerhand hilfreiche Aktionen für die Bedürftigen im Ort ins Leben gerufen hat, sondern auch die Art, wie die jungen Geschäftsführerinnen dieser Valerie versuchen nachzueifern.

So spielt im Roman neben der aufkeimenden Liebe zwischen Laurie und Barry, dem Teelieferanten, auch die Hilfsbereitschaft zwischen den Bewohnern der Valerie Lane eine besondere Rolle. An manchen Stellen gerieten die Gedanken Lauries, die sich um Barry drehten, etwas kitschig und klangen vielmehr nach einem unausgereiften Jugend-Roman (z.B. davon träumen, mit ihrem Traumprinzen auf einem Pferd zu reiten), als einem guten Frauenroman. Doch dies gab sich mit der Zeit. Die Autorin schaffte es auch nebenbei noch einige lustige Dialoge einzubauen und gegen Ende auch noch ein klein wenig Spannung aufzubauen. Davon hätte es gern noch ein wenig mehr geben können.

Vielleicht wird das in den folgenden Romanen der Reihe noch besser. Als nächstes werde ich sicher "Die Chocolaterie der Träume" lesen, in der es um Keira, eine der Freundinnen Lauries geht. Ich empfehle das Buch Lesern, die gern Tee trinken, lockere Liebesgeschichten mögen oder gern älteren Damen helfen.

Veröffentlicht am 11.03.2026

Modern gestalteter Gartenratgeber mit Fokus auf Gemüseanbau

Gemüsepower
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Lucia Schauerhammer, die einige bereits aus den sozialen Medien als Influencerin vom @dorfgarten_ kennen, hat hier in Kooperation mit dem Kosmos-Verlag ihr erstes Buch veröffentlicht. Es richtet sich vornehmlich ...

Lucia Schauerhammer, die einige bereits aus den sozialen Medien als Influencerin vom @dorfgarten_ kennen, hat hier in Kooperation mit dem Kosmos-Verlag ihr erstes Buch veröffentlicht. Es richtet sich vornehmlich an Hobbygärtner:innen, die den Gemüseanbau gerade für sich entdecken.
Wie in vielen ähnlichen Ratgebern wird hier entlang der Veränderungen während des Jahres die entsprechenden Aufgaben erläutert.
Beginnend im Frühjahr mit Anzucht, Aussaat und einigen Basics zum Thema Bodenpflege kann man leicht nachvollziehen worauf es ankommt. Leider geht das Buch hier dann nicht näher auf die Details ein und oft bleibt man, zumindest als total Anfänger beziehungsweise ohne weitere Literatur, mit Fragen zurück. Es wird, bis auf wenige Ausnahmen, kein Gemüse näher beleuchtet, was deren Anbaufläche, Bedürfnisse oder Besonderheiten anbelangt. Praktischerweise gibt es wenigstens im Umschlag zwei Übersichten zu Mischkulturen und Erntezeitpunkten und auch im inneren Tabellen zum Aussaatzeitpunkt.
Wenn man den Text aufmerksam liest, kommen hier und da sehr hilfreiche Tipps zum Vorschein, die Lucia in ihrem Market Garden gesammelt hat. Zum Beispiel, dass das Wässern von Salat lästige Insekten und Schnecken vertreibt, bevor der Salatkopf ausgeliefert wird. Das ist sicher auch ein guter Hinweis für den Privatgarten. Tatsächlich könnte ich mir vorstellen, dass ein Ratgeber, der konkret auf das Konzept des Market Gardens ausgerichtet ist, authentischer geraten wäre und eine Nische bedienen würde, die bisher weniger beleuchtet ist. So erscheint das hier vorliegende Gemüse-Power-Buch doch etwas austauschbar. Es gibt bereits einige solcher Werke, die allesamt Ähnliches berichten und sich lediglich in der Gestaltung oder der Wahl der Protagonisten unterscheiden, um verschiedene Kundengruppen anzusprechen.
Positiv bereichert wird der Praxisteil durch Anekdoten vom Hof der sympathischen Gärtnerin und bunten Rezepten. Ich würde mir als nächstes ein fundiertes Wissenspaket mit detaillierteren Plänen, Anleitungen und umfangreichen Pflanzenporträts von Lucia wünschen denn damit hat sie viel Erfahrung und Leidenschaft.

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Veröffentlicht am 01.12.2025

In allem leider zu vorsichtig

Der Duft. Er führt dich ins Paradies. Oder in die Hölle
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Der Duft, das Debüt des französischen Parfümeurs Paul Richardot, spielt mit den Sinneseindrücken. Es versucht mit seinem pinken Cover zu verfuhren und einen mit seinen olfaktorischen Reizen zu übermannen. ...

Der Duft, das Debüt des französischen Parfümeurs Paul Richardot, spielt mit den Sinneseindrücken. Es versucht mit seinem pinken Cover zu verfuhren und einen mit seinen olfaktorischen Reizen zu übermannen.
Zu Beginn trifft man auf den Olfakteur Alain und seinen Schülers Hélias in seinem historisch anmutenden Laboratorium in Le Mans. Die beiden verstehen sich in der Kunst der Komposition, nicht von Parfum, sondern von Dufterinnerungen. Seien sie positiv oder negativ vom "Patienten" assoziiert. Je nach Wunsch der Kunden werden bereits erlebte Szenen oder Gefühle durch die Gerüche wiederbelebt. Ganz klar entdeckt man hier Parallelen zum Klassiker "Das Parfum" von Patrick Süßkind.
Parallel begegnet man der Karrierefrau Nora, die auf gehobener Position in der Zentrale von Fragrancia ihren Kopf aus der Schlinge ziehen muss. Die Firma hat mächtig Druck und sie damit auch. Hélias entpuppt sich als Wunderkind mit genialer Nase und gerät in die Wirren und kriminellen Machenschaften von Fragrancia.

Es geht um sexuellen Missbrauch, Drogenmissbrauch und Korruption. Doch alles in sehr sanften Wellen. Manchmal glaubt man, die Spannung steigt, doch dann ist sie so schnell wieder vorbei wie ein Dufthauch. Aus diesem Grund würde ich dieses Buch keinesfalls als echten Thriller oder Krimi bezeichnen. Es gibt nicht viel zu rätseln oder mitzufiebern.

Die Figuren des Hélias und Nora sind grundsätzlich interessant gestaltet. Nora mit ihren inneren Brüchen will man am ehesten noch besser kennenlernen, da man noch nicht ganz ihre Motivation und Beweggründe versteht. Hélias möchte man, ob seiner Naivität, schütteln. Zu gutgläubig und abwartend verhält er sich.

Das Ende lässt einen leider dann auch noch recht unaufgeklärt zurück. Vielleicht ist es als Cliffhanger für einen Folgeroman gedacht, es wirkt leider so als wären 10 Seiten am Ende gekürzt worden.
Für Naturwissenschaftler oder Science Nerds gibt es allerdings einige tolle Stellen. Wer sich nicht vor chemischen Substanznamen fürchtet und die Beschreibungen der Herstellung aushalten oder sogar in Gedanken nachvollziehen kann, kommt hier trotzdem auf seine Kosten. Ich habe mir ehrlich mehr gewünscht, die Ansätze waren gut, hoffentlich darf der Autor sich noch weiterentwickeln. Ich würde ihm eine zweite Chance geben.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Utopie für Kinder

Komm mit in die Welt von morgen!
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Wünschen wir uns nicht alle eine bessere Welt? Eine mögliche Version davon beschreibt Katja Diehl in ihrem neuen Buch "Komm mit in die Welt von morgen", untermalt mit Illustrationen von Emily Claire Völker.
Auf ...

Wünschen wir uns nicht alle eine bessere Welt? Eine mögliche Version davon beschreibt Katja Diehl in ihrem neuen Buch "Komm mit in die Welt von morgen", untermalt mit Illustrationen von Emily Claire Völker.
Auf etwa 40 großformatigen Seiten begleiten wir Hope, die weder eindeutig Junge noch Mädchen ist, durch ihr Leben in der Stadt. Hope lebt, aus aktueller Sicht, in einer unkonventionellen Mischung aus Familie und offener Gemeinschaft in einem Mehrparteien-Haus. Eigentum existiert quasi nicht mehr und alle teilen sich alles. Es gibt keine Verbrennerautos mehr und alles ist super divers und die Vergangenheit (in etwa heute) wird düster und schmutzig dargestellt. Einmal ganz grundlegend betrachtet hat dieses System sicher viele Vorteile, vor allem für die Umwelt. Und das ist sicherlich auch das Hauptanliegen der Autorin. Kinder aufklären, wie eine grüne und soziale Zukunft aussehen könnte. Allerdings erscheint die Gesellschaft sehr einheitlich aus extrovertierten und intelligenten Menschen zu bestehen. Leider ist das nicht Realität, Menschen die Ruhe suchen und deshalb den trubeligen Alltag in diesem Gesellschaftsmodell nur schwer ertragen könnten, werden außen vor gelassen.
Aus literarischer Sicht ist das Buch eine Mischung aus Sachbuch und Erzählung. Es gibt jede Menge "Tipps für Eltern", die ab und zu etwas belehrend anmaßen.
Es gibt viele gute Ansätze, wahrscheinlich hätte es etwas weniger fachlichen Input und dafür mehr Story gebraucht, um wirklich gut lesbar zu sein. Gerade für Kinder fehlte ein richtiger "Held" oder eine "Heldin" in der Geschichte und es ging mehr um das Drum-Herum als um die Hauptfigur.

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Veröffentlicht am 05.06.2024

Habe mehr Geheimnisse, mehr Düsternis erwartet

A Tempest of Tea
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Ich hatte durch die große Bewerbung durch den Verlag und auch das tolle Cover und besonders die überaus schicke Buchgestaltung des Hardcovers mit silbernen Schnörkeln deutlich mehr von der Geschichte erwartet.

Die ...

Ich hatte durch die große Bewerbung durch den Verlag und auch das tolle Cover und besonders die überaus schicke Buchgestaltung des Hardcovers mit silbernen Schnörkeln deutlich mehr von der Geschichte erwartet.

Die Autorin Hafsah Faizal beschreibt im wahrsten Sinne des Wortes sehr blumig die Geschehnisse rund um Arthie und Jin, das Doppelgespann aus dem Spindrift. Beide sind Waisen, die sich aus ihrem Straßenleben nach oben gekämpft haben und sich mit dem eigenen Lokal zu einem gewissen, zwielichtigen Ruhm hochgearbeitet haben. Das Spindrift ist tagsüber Teesalon und nachts Blutbar für Vampire.

Die blumige, lautmalerische Sprache mag manchmal passen und die Stimmung gut beschreiben, wie zum Beispiel hier: "Wolken wickelten den Mond in Tüll, Rauch schlängelte sich aus einem Fenster und legte sich mit der salzigen Brise an." Jedoch hilft sie nicht, wenn sie als Metapher den Lesenden nur zweideutig die Bedeutung von Handlungen oder Meinungen der Figuren vermitteln soll.
Das führte bei mir dazu, dass ich manchmal mit einigen Fragen zurückgelassen wurde. Gerade am Ende des Buches blieb so viel unausgesprochen und ungeklärt, dass ich ziemlich unzufrieden war.

Die Welt in der die Figuren leben ist vergleichbar mit Leigh Bardugos Krähen-Dilogie, es gibt Clans, elegante und gerissene Händler, gierige Oberhäupter und schmutzige Straßenkämpfe. Allerdings werden die einzelnen Figuren nicht so tiefgründig vorgestellt und die Handlung ist nicht so logisch nachvollziehbar.
Mir fehlte es insgesamt an Klarheit und einem roten Faden, insbesondere die Motivation einzelner Figuren blieben im Dunkeln. Wer jedoch wortgewaltige Beschreibungen und Fantasy mag und damit leben kann auf Band 2 zu warten, um überhaupt zu verstehen, was am Ende von Band 1 passiert, dem könnte "A Tempest of Tea" gefallen.

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