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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2019

Leichte Krimikost

Lago Mortale
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Eine leichte Krimikost, die eher unblutig daherkommt. Klar, Leichen hat es auch, aber irgendwie kommen die recht unspektakulär daher. Es könnte Leichtigkeit entstehen, wäre da nicht der Deutsch-Italiener, ...

Eine leichte Krimikost, die eher unblutig daherkommt. Klar, Leichen hat es auch, aber irgendwie kommen die recht unspektakulär daher. Es könnte Leichtigkeit entstehen, wäre da nicht der Deutsch-Italiener, dem das Deutsche doch recht anhängt. Man mag den Lago d'Orta ja schätzen, gar lieben. Er und die umliegende Landschaft mit deren Historie wird aber etwas zu sehr in den Vordergrund gerückt. Vor diesem Hintergrund "dümpeln" die Mordfälle - lang als Unfälle abgehandelt - etwas dahin, bekommen keinen rechten Schwung. Eine leichte Urlaubslektüre, die sich locker wegliest. Der Schreibstil gefällig, man findet in ein ruhiges, aber nicht zu langsames Lesetempo hinein. Dass Zafferano Strasser nicht schon beim zweiten Besuch, bei dem er die vermeintliche Unfallgeschichte auftischt, angreift und zu töten versucht, erscheint aber ein wenig unglaubwürdig. Ein etwas plötzlicher Schluss und ein Epilog, der vermuten lässt, dass die Autorin Fortsetzungen plant.

Veröffentlicht am 28.01.2019

Kurzweilig aber nicht stimmig

Aachener Gangster
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Ein "ehemaliger, geläuterter" Gangsterboss, der eine naiv-sture Privatermittlerin mit der Suche nach einem Mörder beauftragt, dessen Taten er vertuscht. Eine Ermittlerin, die tagelang nicht im Job auftaucht, ...

Ein "ehemaliger, geläuterter" Gangsterboss, der eine naiv-sture Privatermittlerin mit der Suche nach einem Mörder beauftragt, dessen Taten er vertuscht. Eine Ermittlerin, die tagelang nicht im Job auftaucht, für den sie eigentlich angestellt ist, weil sie ja auf Mördersuche ist, was sie aber gegenüber ihrem Partner, einem Kriminalkommissar, verheimlichen muss. Kollegen, die allesamt ihren Job und Privatleben vernachlässigen, um mit auf Mördersuche zu gehen, dabei in einem Fall mit grauenvollem Akzent sprechen, was total nervig ist, ebenso wie die ständig eingestreuten Gedanken der Ermittlerin. Soweit die Zutaten zu diesem Buch. Keine Frage, es ist flüssig, kurzweilig, mit Spannungserhalt geschrieben. Oft kommt auch ein etwas hintergründiger Witz durch. Die Handlungen sind allerdings eher unglaubwürdig und der Titel erschließt sich nicht wirklich. Wer also "nur"kurzweiliges Lesevergnügen sucht, ist hier richtig. Wer es allerdings mit Glaubwürdigkeit und Stimmigkeit sehr ernst nimmt, der wird hier eher nicht fündig.

Veröffentlicht am 09.12.2018

Rasant, aber nicht ganz stimmig

Eiskalte Spiele
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Der Klappentext propagiert einen Kriminalroman, der so rasant und aufregend wie ein Skirennen sein soll. So weit so gut und auch stimmig. Der Krimi ist tatsächlich rasant, spannend und ohne Längen geschrieben. ...

Der Klappentext propagiert einen Kriminalroman, der so rasant und aufregend wie ein Skirennen sein soll. So weit so gut und auch stimmig. Der Krimi ist tatsächlich rasant, spannend und ohne Längen geschrieben. Die Handlungen folgen dicht aufeinander und man kann das Buch in einem Rutsch durchlesen. Auch die Spannungsbögen sind gut aufgebaut, der Schreibstil spricht an. Man muss aber über einige logische Sprünge hinweglesen. Schlussfolgerungen sind teils unglaubwürdig und unsinnig. Das tut dem eigentlichen Lesevergnügen letztlich nicht grundlegend Abbruch. Ist aber trotzdem schade. Und es nervt auch etwas, dass die Olympischen Spiele penetrant Olympiade genannt werden. Auch dass das Cover einem Vorgängertitel fast völlig identisch ist, ist nachlässig. Die Rolle der Andrea Brunner ist unglaubwürdig aufgebaut.

Veröffentlicht am 24.11.2018

Kurz und bündig

Abgründe
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Sehr kurze Geschichten. Klingen teilweise wie ein Prolog zu einem ganzen Werk. Man wäre teilweise sehr gespannt, wie sich die Story entwickelt. Gut als Unterwegs-Lektüre und wenn man nur kurz Zeit zum ...

Sehr kurze Geschichten. Klingen teilweise wie ein Prolog zu einem ganzen Werk. Man wäre teilweise sehr gespannt, wie sich die Story entwickelt. Gut als Unterwegs-Lektüre und wenn man nur kurz Zeit zum Lesen hat, weil man dann nicht aus einer Geschichte herausgerissen wird. Manche Stories haben Potential für Psychothriller oder Ähnliches. Eine Sammlung, die die Abgründe der Menschen sehr umfassend aufzeigt und letztendlich unterstreicht, dass der Mensch ansich im Wesentlichen böse ist. Könnte manch trübsinnigen Zeitgenossen schwermütig machen. Insgesamt aber eine überzeugende Zusammenstellung von Kurzgeschichten.

Veröffentlicht am 12.11.2018

Komplex

Die Opfer, die man bringt
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Viele behaupten, das 6. Werk sei ein Pageturner. Für das Hörbuch trifft das eher nicht zu, denn der Vorleser ist zwar unaufgeregt und hat eine ruhige Stimme, aber das drosselt das "Lesetempo", das man ...

Viele behaupten, das 6. Werk sei ein Pageturner. Für das Hörbuch trifft das eher nicht zu, denn der Vorleser ist zwar unaufgeregt und hat eine ruhige Stimme, aber das drosselt das "Lesetempo", das man an den Tag legen würde, würde man eben lesen und nicht hören.
Wer die Vorläuferromane nicht gelesen hat, wird hier nur schwer in die Geschichte hineinkommen, da die Beziehungsgeflechte untereinander zu komplex sind. Es geht zum einen um eine Vergewaltigungsserie - die ist aber in eine Seitenhandlung untergebracht. Die Protagonisten und deren Beziehungen untereinander, ihre Befindlichkeiten und ihr Tun stehen wieder im Vordergrund. Die Geschichte um Billy und sein Tun ist einfach nur furchtbar und die Auflösung wirft letztendlich wieder viele Fragen auf - als Vorbereitung auf Band 7? Wer Hjorth und Rosenfeldt bisher gelesen hat, wird auch das Lesen dieses Bandes nicht bereuen. Die Figur des Sebastian Bergmann bleibt polarisierend.