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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Guter zweiter Band

True Bliss
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"True Bliss: Rockstars lieben länger" ist ein guter zweiter Band, der mir (ebenso wie sein Vorgänger) gefallen hat.

Es geht diesmal um Devon, die in ihrer Vergangenheit von einem Exfreund sehr schlecht ...

"True Bliss: Rockstars lieben länger" ist ein guter zweiter Band, der mir (ebenso wie sein Vorgänger) gefallen hat.

Es geht diesmal um Devon, die in ihrer Vergangenheit von einem Exfreund sehr schlecht behandelt wurde und deshalb Schwierigkeiten hat, Männern zu vertrauen, und Simon, dem Gitarristen in der Band ihres Bruders, von dem sie nicht glaubt, dass er ihr nicht das Herz brechen würde. Es gibt in der Geschichte der beiden Parallelen zum ersten Band, aber ihre Liebesgeschichte und die Dynamik zwischen ihnen ist ganz anders. Zwischen den beiden knistert es (und ich muss sagen, dass ich die Sexszenen diesmal überzeugender fand), aber auch die emotionale Verbindung ist gut dargestellt und entwickelt sich glaubwürdig. Mir hat sehr gefallen, wie Simon mit ihr umgegangen ist und dass er die meiste Zeit genau wusste, ob er liebevoll und zärtlich oder doch eher unverschämt und leidenschaftlich sein muss - es hat gezeigt, dass er sie gut kennt und dass er sich auf ihre Stimmung einlässt. Generell war Simon mir sehr sympathisch; er ist ein liebenswerter Mann und scheint ein toller Partner zu sein, dazu fand ich toll, dass er so gar keine 'Allüren' oder eine zerrissene, wilde Vergangenheit zu haben scheint, wie man es von einem Rockstar erwarten würde. Das war erfrischend. Allerdings spielt das Rockstar-Leben insgesamt in diesem Band auch eine noch geringere Rolle als im ersten Band; das hat mich nicht wirklich gestört, da das Buch gut ist, aber da das Buch als Rockstar-Liebesgeschichte vermarktet wird, hatte ich einfach etwas anderes erwartet.

Mit Devon hatte ich gelegentlich ein paar Probleme. Auch sie war mir sehr sympathisch und ihre Schwierigkeiten, sich vollständig auf einen Mann einzulassen, konnte ich gut verstehen, aber trotzdem wollte ich sie gerade kurz vor Ende packen und schütteln, damit sie wieder zu Verstand kommt. Natürlich war es klar, dass es am Schluss noch einen letzten Konflikt geben müsste, aber hier konnte ich es nicht verstehen... sie hätte einfach nur mit Simon reden müssen, anstatt ihm - ohne ihn etwas erklären zu lassen! - aus dem Weg zu gehen. Ja, sie ist ein gebranntes Kind, aber trotzdem war ich enttäuscht, dass sie gleich das schlechteste gedacht hat, ohne dass es irgendeinen Anhaltspunkt dafür gab. Die Versöhnung und den Abschluss der Geschichte fand ich aber sehr schön.

Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass Kate und Trevor, die Protagonisten aus Band 1, in "True Bliss" wieder aufgetaucht sind und dass man erfahren hat, wie es mit ihnen weiter gegangen ist. Das war sehr schön und ich hoffe, dass die beiden bisherigen Paare auch im dritten Band eine Rolle spielen werden.

FAZIT
"True Bliss" ist eine schöne Liebesgeschichte mit sympathischen Charakteren, die auch einmal Fehler machen und keineswegs perfekt sind. Die Chemie zwischen den beiden stimmte einfach und die Entwicklung der Beziehung hat mir gut gefallen; da mich aber Devons Verhalten kurz vor Ende frustriert hat und ich das Drama sinnlos fand, gibt es "nur" 3,5/5 Sternen.
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Herzlichen Dank an Forever by Ullstein, die mir das Buch über Netgalley zur Verfügung gestellt haben.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Zurück im Nimmernie

Plötzlich Prinz - Das Erbe der Feen
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"Das Erbe der Feen" hat mir sehr gut gefallen. Wie in den Vorgängern ist die Welt, die Kagawa hier erschaffen hat, einfach großartig und dadurch, dass der Protagonist ein Mensch ist, bekommt man noch einmal ...

"Das Erbe der Feen" hat mir sehr gut gefallen. Wie in den Vorgängern ist die Welt, die Kagawa hier erschaffen hat, einfach großartig und dadurch, dass der Protagonist ein Mensch ist, bekommt man noch einmal ganz andere Seiten des Feenreiches und seiner Bewohner zu sehen. Das war wirklich interessant, ebenso wie das Wiedersehen mit altbekannten Charakteren.

Ethan war ein für mich sympathischer Protagonist. Ja, er ist - gerade Kenzie gegenüber - teilweise ein Ekel und er kann sehr gemein sein, aber ich konnte ihn und seine Probleme verstehen (und ich konnte mit ihm viel mehr anfangen als mit seiner Schwester). Seine Verbindung zu den Feen hat ihm wirklich keinen Gefallen getan, sodass ich nachvollziehen kann, wieso er ihnen gegenüber so negativ eingestellt ist. Er wird von ihnen belästigt, sie stiften Unruhe und er hat Meghan verloren, wodurch auch die Beziehung zu seinen Eltern verändert wurde. Allein die Schwester zu verlieren, muss sehr geschmerzt haben. Er weiß ja nicht (so wie die Leser der Kurzgeschichten), wieso Meghan sich vor ihnen zurückgezogen und den Kontakt abgebrochen hat... und ich bin mir hier auch sehr sicher, dass die Isolation, die hier gewählt wurde, noch gewaltige Konsequenzen haben wird. Negative. Mal schauen, was die nächsten beiden Bände bringen werden. Auf jeden Fall erhoffe ich eine Konfrontation beziehungsweise ein klärendes Gespräch zwischen den Geschwistern!
Keirran und Kenzie sind für mich ebenfalls interessante Charaktere und auch hier bin ich gespannt, wie es mit ihnen weitergehen wird. Für ihrer beider Zukunft gibt es sehr viele Möglichkeiten, sowohl gute als auch schlechte... und ich muss sagen, dass ich ein ungutes Gefühl habe.

Auch die Geschichte selbst war fesselnd und wendungsreich, sodass mir das Buch insgesamt wirklich gut gefallen hat. Ich hatte eine schöne Lesezeit und freue mich schon auf Band 2.
4,5/5 Sternen

Veröffentlicht am 15.09.2016

Besser als Band 1

Sizilianische Rache
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Mit dem ersten Band der Reihe hatte ich einige Probleme; obwohl ich das Buch nicht schlecht fand, blieb der Protagonist in meinen Augen zu blass und die Krimihandlung stand zu sehr im Hintergrund. Ich ...

Mit dem ersten Band der Reihe hatte ich einige Probleme; obwohl ich das Buch nicht schlecht fand, blieb der Protagonist in meinen Augen zu blass und die Krimihandlung stand zu sehr im Hintergrund. Ich war sehr gespannt darauf, ob dies in Band 2 anders sein würde - und zu meiner Freude hat "Sizilianische Rache" mir gut gefallen.

Es geht in diesem Buch wieder um einen Fall, der für Luca Santangelo persönlich ist; sein Sohn Diego wird des Mordes verdächtigt und um ihn von diesem Verdacht befreien zu können, muss er Ermittlungen anstellen und herausfinden, was tatsächlich passiert ist. Er glaubt, dass der Mord mit einem Kunstraub zusammenhängt, der zur gleichen Zeit stattgefunden hat, doch die Polizei ist von Diegos Schuld überzeugt. Er kannte das Opfer, hatte ein Motiv, war vor Ort und hat ihm kurz vor der Tat vor Zeugen gedroht, sodass er sich als Täter anbietet. Es war interessant zu sehen, wie Santangelo mit Hilfe eines Freundes und seiner Freundin den Spuren nachgegangen ist und wie sie langsam hinter das große Geheimnis gekommen sind, das hinter allem steckt. Die Auflösung fand ich überzeugend und es war auch lange nicht absehbar, worauf die Geschichte hinausläuft, was mir gut gefallen hat. Dazu kommt, dass der Fall recht spannend war, gerade, weil die Ermittlungen auch für den Protagonisten sehr gefährlich werden.
Im Vergleich zum ersten Band hatte ich das Gefühl, dass der Krimianteil eine größere Rolle spielt; in der Gegenwart gibt es nicht wirklich Nebenschauplätze, da Luca sehr darauf fokussiert ist, das Verbrechen aufzuklären, und obwohl die Rückblicke in die Vergangenheit (1914 bis 1985) auf den ersten Blick nicht viel mit dem Fall zu tun haben, wird schnell klar, dass es Zusammenhänge gibt und dass sie die Umstände schildern, durch die es zu der Tat kommen konnte. Außerdem sind sie interessant; die Autorin beschreibt die historischen Hintergründe sehr schön und gerade die sizilianische Tradition der Mattanza klang faszinierend.

Positiv ist auch, dass Luca nicht mehr so blass geblieben ist. Dadurch, dass sein eigener Sohn involviert ist, ist er in diesem Band sehr emotional und verliert auch die Beherrschung. Sein Handeln ist objektiv betrachtet vielleicht nicht immer richtig, aber ich konnte ihn gut verstehen und er wirkte dadurch echter; er hat Ecken und Kanten bekommen und ich könnte jetzt einiges über ihn als Charakter sagen.

FAZIT
"Sizilianische Rache" hat mir sehr gefallen. Es ist ein guter, durchaus spannender Krimi, der auch mit schönen Landschaftsbeschreibungen und interessanten Einblicken in die Vergangenheit und die sizilianischen Traditionen glänzt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

More than just a crush

True Crush
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"True Crush" hat mir eigentlich wirklich gut gefallen. Die Liebesgeschichte war schön erzählt und hat sich meiner Meinung nach realistisch entwickelt, Kate und Trevor sind sympathische Protagonisten mit ...

"True Crush" hat mir eigentlich wirklich gut gefallen. Die Liebesgeschichte war schön erzählt und hat sich meiner Meinung nach realistisch entwickelt, Kate und Trevor sind sympathische Protagonisten mit Stärken, Schwächen und Fehlern und der Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen. Leider gibt es aber auch ein paar kleinere Kritikpunkte, gerade in Bezug auf das letzte Drittel.

Das Buch war nicht wirklich, was ich mir unter einer 'Rockstar-Liebesgeschichte' vorgestellt hatte, was daran liegt, dass Trevor nicht der typische 'Bad Boy' ist, mit dem man rechnen könnte. Er hat eine wilde Vergangenheit und hat auch jetzt noch ein gewisses Image, doch das alles hat er großteils hinter sich gelassen. Wilde Partys gibt es in diesem Buch nicht, aber dafür wird das Alltagsleben als Rockstar (für mich) überzeugend dargestellt und auch die Strapazen, die dieses Leben gerade für neue Partner mit sich bringt, werden angeschnitten, ebenso wie der gewisse Luxus, den man sich mit Geld leisten kann. Es gibt gute und schlechte Seiten und diese ausgewogene Darstellung fand ich interessant. Allerdings muss ich sagen, dass ich gerne mehr von Trevors Arbeit gesehen hätte, aber da der Fokus auf Kate liegt und sie nur ein Konzert besucht, ist klar, dass man alles andere nur am Rand mitbekommt.
Die Entwicklung der Beziehung zwischen Kate und Trevor hat mir, wie gesagt, gut gefallen - die Chemie zwischen den beiden Charakteren stimmte einfach von Anfang an und wie sie sich ineinander verliebt haben, war schön geschrieben. Die beiden arbeiten wirklich an ihrer Beziehung und sorgen dafür, dass es trotz aller Komplikationen funktioniert, wodurch die meisten Konflikte auch schnell gelöst werden. Dazu gibt es ein paar süße und auch lustige Momente und ich mochte ebenfalls, wie einfühlsam mit dem Tod von Kates erstem Mann umgegangen wurde. Man hat gespürt, wie sehr der Verlust sie belastet hat, dass sie nun jedoch für einen Neuanfang bereit ist. Die Sexszenen fand ich okay, sie waren weder besonders erotisch noch geschmacklos oder vulgär.​

Das letzte Drittel hat mich leider nicht mehr hundertprozentig überzeugt. Es gibt einen Konflikt, den ich an sich glaubwürdig fand und auch Kates Reaktion auf die Ereignisse war für mich nachvollziehbar und verständlich. Dafür, dass ihre Reaktion sehr heftig war, wurde meiner Meinung nach alles etwas zu schnell aufgeklärt und gelöst. Das Ende an sich fand ich schön und passend, aber da es nicht wirklich Konsequenzen gab, wirkte das Drama auf mich so, als sollte es einfach noch ein letzter Stolperstein sein. Deshalb habe ich von meiner Bewertung einen halben Stern abgezogen. Davon abgesehen ist "True Crush" aber ein gutes Buch, das ich gerne gelesen habe. 3,5/5 Sternen

Auf die weiteren Bände der Reihe bin ich gespannt. Die Figuren, die in Band 2 die Hauptrolle spielen, wurden schon vorgestellt und die Geschichte der beiden scheint vielversprechend zu sein :)

Veröffentlicht am 15.09.2016

Anders als erwartet

Ausgerechnet wir
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Ich war sehr auf "Ausgerechnet wir" gespannt, da mir die Idee eines 'Zahlennerds', der mithilfe seiner Formeln und Gleichungen die große Liebe sucht und sie dann für sich gewinnen muss, gefallen hat. Die ...

Ich war sehr auf "Ausgerechnet wir" gespannt, da mir die Idee eines 'Zahlennerds', der mithilfe seiner Formeln und Gleichungen die große Liebe sucht und sie dann für sich gewinnen muss, gefallen hat. Die Geschichte hatte einiges Potential und nachdem auch die Leseprobe überzeugen konnte, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Es hat mir auch gut gefallen - aber es war anders, als ich erwartet hatte.

Obwohl "Ausgerechnet wir" eine Liebesgeschichte ist, spielt auch Toms Familien- und Berufsleben eine wichtige Rolle, ganz zu schweigen von den 'guten Taten', die er vollbringt. Hierbei geht einiges schief und es gibt ein paar sehr unterhaltsame Momente, aber mir hat gefallen, dass er (obwohl er kurz davor war) nie aufgegeben hat. Außerdem hat mir gefallen, wie sorgfältig die Nebencharaktere ausgearbeitet waren und welche unterschiedlichen Beziehungen sie zu Tom hatten. Auch die beiläufige Einarbeitung von Mathematik ist gut gelungen; man sieht wirklich, dass Tom ein Zahlenmensch ist, gleichzeitig kann man aber der Handlung problemlos folgen - es gibt keine komplizierten Formeln, bei denen man den Faden verliert, sondern eher viele Statistiken und Prozentrechnungen. Dadurch, dass der Protagonist auch der Ich-Erzähler ist, war es eine meiner Meinung nach sehr realistische Darstellung seiner Denkweise und sie hat auch gut zur Geschichte gepasst.

Tom ist ein sehr sympathischer Ich-Erzähler. Er ist ein wenig unbeholfen, gerade in Bezug auf soziale Interaktionen, weil Mathematik sein Leben ist. Er mag Gleichmäßigkeiten, Symmetrien und Statistiken und kann sich komplexe Zahlen leicht einprägen, doch Menschen sind unberechenbar. Die Idee, seine ideale Partnerin durch die Algorithmen bestimmen zu lassen, spricht ihn deshalb an und es scheint auch erfolgreich zu sein. Die Datingseite, auf der er sich angemeldet hat, vermittelt ihm Lisa, eine sympathisch wirkende Frau, die perfekt zu ihm zu passen scheint. Er ist von ihr hingerissen und die Verliebtheit, die er empfindet, ist sehr süß und überzeugend dargestellt. Die Geschichte der beiden könnte perfekt sein... es gibt nur ein Problem: Lisa ist seine Konkurrentin um einen Job und sie scheint mit ihm und seinen Zahlen nicht viel anfangen zu können. Dennoch will Tom sie für sich gewinnen, da er glaubt, dass sie seine große Liebe ist.
Seine Bemühungen waren dabei unterhaltsam und teilweise auch zum Schmunzeln, aber ich muss ehrlich zugeben, dass ich nicht wirklich verstehen konnte, was er an Lisa so toll fand. Klar, die beiden sind Konkurrenten, aber sie war stellenweise nicht gerade nett zu ihm und die vielen Gemeinsamkeiten, die sie wohl haben, konnte ich nicht sehen. Sie ist kein unsympathischer Charakter, aber ich war mir keineswegs sicher, ob sie tatsächlich perfekt für Tom ist. Da die Geschichte aber auch darauf eingeht und die Frage gestellt wird ob die Algorithmen wirklich unfehlbar sind, war die Lektüre interessant und ich war gespannt, wie es mit den beiden weitergehen wird. Die Entwicklung der Geschichte ist dabei realistisch und das Ende hat mir gut gefallen - es war sehr passend und auch süß.

Fazit
"Ausgerechnet wir" ist ein schönes Buch mit einem sympathischen Ich-Erzähler und interessanten Nebenfiguren. Die Balance zwischen Liebesgeschichte und Toms Bemühen, anderen eine Freude zu machen, ist gut gelungen und mir hat gefallen, wie die Geschichte sich entwickelt hat.