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Veröffentlicht am 12.12.2018

Eine spannende, vorweihnachtliche Geschichte

Mistelzweigzauber
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Inhalt
Alexia ist Innendekorateurin und damit beschäftig einen Pub in ein Café zu verwandeln, welches kurz vor Weihnachten eröffnet werden soll. Doch dann werden plötzlich alle Wertgegenstände des Cafés ...

Inhalt
Alexia ist Innendekorateurin und damit beschäftig einen Pub in ein Café zu verwandeln, welches kurz vor Weihnachten eröffnet werden soll. Doch dann werden plötzlich alle Wertgegenstände des Cafés inklusive des gesamten Budgets für die Renovierung gestohlen. Alexia ist verzweifelt, da von diesem Auftrag ihre berufliche Zukunft abhängt. Mitten in dieser Katastrophe bietet ausgerechnet der brummige Ben seine Hilfe an. Zusammen versuchen sie noch ein Wunder zu bewirken und das Knistern zwischen ihnen zu ignorieren…

Meine Meinung
Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich dieses Cover einfach wunderschön finde. Es ist so weihnachtlich gestaltet und voller Glitzer, dass man alleine deshalb schon in Weihnachtsstimmung verfällt.
Dadurch erwartet man natürlich auch ein richtig kitschiges Weihnachtsbuch. In dieser Hinsicht muss ich sagen, dass das für mich leider nicht der Fall war. Mir hat hier einfach in dem Buch die Weihnachtsstimmung gefehlt bzw ließ sehr lange auf sich warten, die das Cover und die Aufmachung des Buches versprechen.
Aber dennoch hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen, denn es bietet einfach so viel mehr, als der Klappentext und das Cover vermuten lassen. In der Hinsicht war ich wirklich positiv überrascht.

Die Handlung ist durchweg spannend und abwechslungsreich gestaltet. Sie fesselt einen bereits auf den ersten Seiten und man kann sich wirklich leicht in diesem Buch verlieren. Nicht zuletzt liegt das auch daran, dass hier eine schöne gemütliche Atmosphäre geschaffen wird, da das Buch in einem sehr kleinen Dorf spielt und man sich direkt dort gut aufgehoben fühlt.
Zudem hat mich auch der Anfang des Buches total überrascht. Ich dachte zuerst, dass schon auf den ersten Seiten so viel passiert ist bzw schon viel zu viel Preis gegeben wurde. Doch das war totaler Quatsch, denn die großen Geheimnisse und Dinge kamen natürlich noch und man muss sich bis zum Ende gedulden, bis man alles aufgeklärt bekommt.
Außerdem konnte die Handlung durch seine unerwarteten Wendungen und überraschende Momente punkten.
Bei diesem Buch stimmte einfach die Mischung zwischen dem spannenden Teil rund um den Diebstahl, dem romantischen Teil und einer kleinen Prise Humor.

Die Figuren sind mir sofort ans Herz gewachsen. Sie waren mir sofort sympathisch und ich konnte mich auch gut in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen. Manchmal hatte ich zwar das Gefühl, dass sie ein bisschen oberflächlich blieben, da der Perspektivwechsel zwischen Alexia und Ben relativ fließend war und dadurch so ein bisschen die Gefühlslage auf der Strecke blieb, aber das war glücklicherweise nur stellenweise der Fall.
Besonders angetan hat es mir aber die kleine Eule namens Barney. Sie wird so fantastisch und liebenswert dargestellt, dass ich mich quasi schockverliebt habe.

Der einfach und flüssig gehaltene Schreibstil schafft es eine sehr gemütliche und vorweihnachtliche Atmosphäre zu schaffen, bei der aber auch die heiklen und spannenden Momente entsprechend gewürdigt werden. Auch die Gefühle und Emotionen werden wunderbar zum Leser transportiert, sodass man sich gut in die Figuren einfühlen konnte und es einen auch berührt hat.

Insgesamt also ein wirklich wunderschönes Buch, was zwar nicht den erwarteten Weihnachtskitsch hat, aber dennoch durch seine Vielseitigkeit überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 15.11.2018

Eine erschreckende und zugleich unfassbar spannende Zukunftsvision

Scythe – Die Hüter des Todes
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Inhalt
In einer Zukunft, in der die Menschen nicht mehr auf natürliche Weise oder durch einen Unfall sterben können, müssen die Scythe dafür sorgen, dass die Welt dadurch nicht Überbevölkert wird. Dadurch ...

Inhalt
In einer Zukunft, in der die Menschen nicht mehr auf natürliche Weise oder durch einen Unfall sterben können, müssen die Scythe dafür sorgen, dass die Welt dadurch nicht Überbevölkert wird. Dadurch wählen sie nach bestimmten Kriterien Menschen aus, die sie nachlesen – also töten. Rowan und Citra sollen nun selbst zu Scythe ausgebildet werden, wollen das aber eigentlich gar nicht…

Meine Meinung
Ich bin einfach nur begeistert von dem Buch. Es ist von der ersten Seite an unfassbar fesselnd gewesen und hat mich sofort in seinen Bann gezogen.

Zunächst wird man langsam an die Handlung herangeführt. Man lernt, wie die Zukunft funktioniert, erfährt, was die Scythe sind und wie die Menschen auf sie reagieren. Das hat mir gut gefallen, da man so selbst genügend Zeit hatte, sich in dieser Welt zurecht zu finden.
Schnell nahm die Handlung dann an Tempo auf und hat einen an das Buch gefesselt. Die Handlung war unfassbar spannend gehalten und an sich einfach auch sehr interessant, da man ständig etwas Neues erfuhr und über diese Welt bzw die Zukunft gelernt hat, die wahnsinnig vielseitig ist. Ich konnte gar nicht genug davon kriegen, mehr über diese Welt und das System zu erfahren, weil es mich jedes Mal wieder aufs Neue überrascht hat, wie es dort zugeht. Das war größtenteils sehr erschreckend und trotzdem wurden die Dinge so nachvollziehbar dargestellt, dass ich mich selbst dabei ertappt habe, wie ich manchem innerlich zugestimmt und gedacht habe „ja, das klingt plausibel“.
Noch dazu konnte die Handlung durch viele Überraschungen und unerwarteten Wendungen punkten, die die Spannung und das Tempo des Buches aufrecht gehalten haben.
Im Laufe des Buches lernt man nach und nach auch die verschiedenen Meinungen der einzelnen Figuren zu den Scythe und deren System kennen, sodass man einen tollen Rundumblick bekommt und selbst nach und nach beginnt sich eine Meinung über das Ganze zu bilden, weswegen man noch einmal mehr mitfiebern konnte.

Aufgelockert wurde das ganze durch die Tagebucheinträge der einzelnen Figuren nach jedem Kapitel. Diese haben noch einmal tiefere Einblicke in die Gedanken und Absichten der Figuren gegeben, sodass man ihre Absichten und Gedanken noch besser verstehen konnte.
Gleichzeitig sind diese Einträge auch der einzige kleine Kritikpunkt für mich: Die Kapitel sind an sich schon recht kurz und durch die Tagebucheinträge im Anschluss an die Kapitel wurde man jedes Mal für einen Moment aus der Handlung herausgerissen. Das hat ein bisschen den Lesefluss gestört, war jetzt aber auf gar keinen Fall dramatisch, da man so oder so in dem Buch und in der Handlung drin steckte, dass es der Spannung keinen Abbruch getan hatte.

Das Buch ist in erster Linie aus zwei Perspektiven geschrieben: einmal aus der von Rowan und der von Citra. Beide sind sehr interessante Figuren, die aus komplett verschiedenen Lebensverhältnissen kommen und doch Gemeinsamkeiten besitzen, die sie als Lehrling der Scythe qualifizieren.
Ich mochte beide sehr gerne, da sie sehr authentisch rüber kamen und sich auch sehr viele Gedanken über alles möglich machen. Sie akzeptieren nicht einfach, was passiert oder geschieht, sondern wollen im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch etwas tun. Sie haben eine tolle Vorstellung von dem, was richtig und falsch ist und versuchen auch in ihrer komplizierten Situation danach zu handeln. Das hat sie mir sehr sympathisch gemacht, wobei man auch direkt am Anfang gemerkt hat, dass sie noch sehr viel lernen müssen und dementsprechend auch ein großes Entwicklungspotenzial haben.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten, was neben der spannenden Handlung auch der Grund dafür ist, dass es sich schnell von der Hand weg lesen lässt. Außerdem wurde die Atmosphäre es Buches sowie die Gefühle und Emotionen der Figuren wunderbar rüber gebracht, sodass man wirklich gut in das Buch eintauchen konnte und sich in die Figuren einfühlen konnte. Ich fand, es war gerade in der Situation, in der sich Citra und Rowan befinden, wirklich wichtig, dass da was beim Leser auch ankommt und dementsprechend auch ein großer Pluspunkt.
Da ihre Absichten und ihr ganzes „Innenleben“ auch durchweg nachvollziehbar und authentisch dargestellt wurde, konnte man sich auch gut in sie hinein versetzen und mit ihnen mitfiebern.

Insgesamt also einfach ein fantastischer Auftakt der Reihe, der mich trotz eines klitzekleinen Kritikpunktes überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 15.11.2018

Ein wirklich schöner Fantasyroman, in dem man sich gut verlieren konnte

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
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Inhalt
Als Fayre auf der Jagd einen Wolf tötet, verändert sich ihr Leben schlagartig. Sie wird von einem bösen Wesen, einem Fae, in sein Reich entführt und soll so ihre Schuld an dem Tod des Wolfes, der ...

Inhalt
Als Fayre auf der Jagd einen Wolf tötet, verändert sich ihr Leben schlagartig. Sie wird von einem bösen Wesen, einem Fae, in sein Reich entführt und soll so ihre Schuld an dem Tod des Wolfes, der eigentlich auch ein Fae war, begleichen. Doch entgegen ihrer Vernunft beginnt sie mehr für ihn zu empfinden…

Meine Meinung
Ich habe das Buch aus dem Hype heraus gelesen, der darum entstanden ist. Und ich muss sagen, auch mich hat es in seinen Bann gezogen.

Anfangs hatte ich ein paar Probleme in die Geschichte rein zu kommen. Es wurde sehr viel beschrieben und die Situation erklärt, sodass ich ein bisschen gebraucht habe, um so richtig in dem Buch versinken zu können.
Doch nach ein paar Seiten war ich drin und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, denn die Geschichte wurde einfach nur unfassbar spannend und fesselnd.
Die Handlung war zum Teil geprägt von vielen Geheimnissen und Ungereimtheiten, die man natürlich aufgeklärt wissen wollte und deshalb die Spannung stets aufrecht gehalten wurde.
Dementsprechend konnte das Buch auch mit vielen Überraschungen und unerwarteten Wendungen punkten, die Schwung in das ganze gebracht und einen einfach an das Buch gefesselt haben.
Nicht zuletzt gab es natürlich auch die romantische und gefühlvolle Komponente, durch die das Buch auch mal ruhigere Töne anschlägt und man mal durchatmen kann.
Die Mischung von alldem war einfach fantastisch. Es wurde nie langweilig, man wurde ständig auf Trab gehalten und hatte trotzdem auch noch was fürs Herz mit dabei.

Feyre als Hauptfigur hat mir sehr gut gefallen, einfach aus dem Grund, weil sie in den ersten Momenten einen unfassbar toughen und starken Eindruck beim Leser hinterlässt, aber man nach und nach merkt, dass da noch viel mehr hinter dieser Fassade steckt. Es war spannend und interessant, ihre komplette Persönlichkeit zu entdecken und mit ihr mitzufiebern. Da das Buch auch aus ihrer Perspektive geschrieben ist, man dadurch sehr viel von ihr mitbekommt und auch ihre Gefühle und Emotionen nachvollziehbar und berührend dargestellt werden, konnte man sich auch wunderbar in sie hinein versetzen.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten und schafft es zudem die Welt der Fae sehr anschaulich darzustellen, ohne, dass es langweilig wurde. Außerdem konnten die Gefühle und Emotionen gut zum Leser transportiert werden, sodass ich einfach gut in die Geschichte eintauchen konnte. Ich fand auch, dass das Buch genau das richtige Tempo hatte. Es war an den spannenden Stellen sehr temporeich geschrieben, aber bei den ruhigeren Momenten wurde ein bisschen Tempo rausgenommen, sodass das auch hier sehr passend war.

Insgesamt ein toller Auftakt der Reihe, der die Neugier auf den zweiten Band geweckt hat und mich trotz anfänglicher Starschwierigkeiten noch überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 15.10.2018

herzerwärmende und fesselnde Geschichte

Wenn gestern unser morgen wäre
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Inhalt
Sara erlebt die schlimmsten Tage ihres Lebens. Eins kam zum anderen und endete im reinsten Chaos. Zu guter Letzt hat sie dann auch noch einen Autounfall – und wacht 10 Tage vorher wieder auf. Noch ...

Inhalt
Sara erlebt die schlimmsten Tage ihres Lebens. Eins kam zum anderen und endete im reinsten Chaos. Zu guter Letzt hat sie dann auch noch einen Autounfall – und wacht 10 Tage vorher wieder auf. Noch nichts von alle dem ist passiert und sie bekommt die einmalige Gelegenheit, ihre Fehler wieder gut zu machen…

Meine Meinung
Dieses wunderschöne Cover hatte mich direkt auf den ersten Blick verzaubert, sodass ich gar nicht anders konnte, als dieses Buch zu kaufen und zu lesen.

Die Handlung fesselt einen von der ersten Seite an. Man lernt Sara und ihr Leben kennen, bis sich alles nach und nach weiter zuspitzt. Es hat zwar etwas gedauert, bis es zu dem Unfall, also dem „Wendepunkt“ kam, aber dadurch, dass ich gerade darauf hingefiebert hatte und, um den Kontrast zwischen „vorher und nachher“ deutlich zu machen, passte das sehr gut und hielt sich auch im Rahmen. Außerdem war die Handlung durchweg unterhaltsam und spannend, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin – vor allem nach dem Unfall.
Gut fand ich auch, dass man sowohl Matt als auch Oliver nur aus Saras Perspektive erleben konnte. Dadurch wusste man überhaupt nicht, wie die beiden das Ganze wahrnehmen und, was ihre Absichten waren, weswegen das Buch durchweg spannend blieb und immer für eine Überraschung gut war.

Sara als Hauptfigur hat mir sehr gut gefallen. Man merkte gleich, dass da Entwicklungspotenzial vorhanden ist und war die ganze gespannt darauf, was mit ihr noch geschehen würde. Ihr Gefühlschaos wurde nachvollziehbar dargestellt, sodass man sich gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfiebern konnte.
Außerdem fand ich ihre Gedankengänge einfach nur herrlich. Was sie sich manchmal im Kopf zusammenreimt und mit sich selbst in Gedanken diskutiert ist einfach witzig und unterhaltsam.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten und punktet durch eine teilweise sehr humorvolle und teilweise auch sehr ernste und gefühlvolle Darstellung der Geschehnisse.
Es wird eine schöne Wohlfühl-Atmosphäre mit zahlreichen schönen Momenten geschaffen, weswegen ich der Handlung und Sara einfach gerne gefolgt bin und mich gut unterhalten und geborgen gefühlt hatte.

Insgesamt ein sehr schöner Roman, bei dem man wirklich gut einfach mal abschalten konnte.

Veröffentlicht am 24.09.2018

sehr berührend, bewegend und herzzereißend

Solange der Fluss uns trägt
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Inhalt
Cobb und Mary begegnen sich beim Kajakfahren auf dem Allagash River in der rauen Wildnis von Maine. Während sie die reißenden Stromschnellen des Flusses gemeinsam bezwingen, verlieben sich die beiden ...

Inhalt
Cobb und Mary begegnen sich beim Kajakfahren auf dem Allagash River in der rauen Wildnis von Maine. Während sie die reißenden Stromschnellen des Flusses gemeinsam bezwingen, verlieben sich die beiden ineinander. Sie spüren, dass sie zusammengehören, doch das Leben stellt ihre Liebe auf eine harte Probe. ...

Meine Meinung
Dies Buch ist einfach wirklich herzzerreißend und traurig. Man fühlt und leidet mit den Figuren, weil die Geschehnisse einfach so emotional dargestellt werden und auch die Atmosphäre passend zu den Ereignissen gestaltet ist.

Zunächst einmal finde ich das Cover einfach wunderschön. Es wurden so tolle Blautöne gewählt, die an einen ruhigen, gemütlichen Sommerabend erinnern, aber natürlich gleichzeitig die Kulisse und den Titel des Romans widerspiegeln. Man fühlt sich direkt eingeladen in eine romantische Geschichte einzutauchen.

Das Buch beginnt schon sehr erschreckend und traurig. Mit diesem Wissen startet man anschließend in die Handlung, weswegen man ständig, bei allem im Hinterkopf hat, was noch auf einen zukommt.

Anschließend punktet das Buch mit einer sehr liebevollen Darstellung des gemeinsamen Lebens von Cobb und Mary. Das ist einfach so süß und schön alles, das einem warm ums Herz wird. Zwischendurch mangelte es mir zwar ein bisschen an Cobbs Gefühlen. Er erfährt ziemlich traurige Dinge und da hatte mir so ein bisschen gefehlt, wie ihn das mitnimmt oder ähnliches. Das wurde leider manchmal ein bisschen neutral oder zu kurz beschrieben, was nicht so ganz in die Situation gepasst hatte. Das wurde aber von seinen Emotionen gegen Ende hin und von der alles überschattenden traurigen Atmosphäre wieder wettgemacht.

Die Handlung wird aus Sicht von Cobb erzählt. Im Mittelpunkt steht allerdings seine Wahrnehmung von Mary. Er selbst stellt sich dabei sehr in den Hintergrund, was aber wunderbar in die Geschichte und die Atmosphäre passt und somit sehr geschickt gemacht ist.

Mary ist eine wunderbare Person. Sie hat sehr liebenswerte Eigenarten, ist sehr intelligent und hat einen einzigartigen Blick auf die Welt. Das alles wird auch noch so wunderbar dargestellt, das man als Leser zum einen verstehen kann, warum Cobb sich so unsterblich in sie verliebt und man zum anderen man selbst Mary auch ins Herz schließt.
Ein kleines Goldstückchen sind auch die vielen witzigen Momente zwischen Mary und Cobb und ihre Vermutung, dass jeder ein Bär sein könnte.

Wie nicht anders zu erwarten, ist der Schreibstil sehr gefühlvoll und emotional. Auf jeder Seite spürt man Cobbs Liebe zu Mary und versteht einfach, was da zwischen ihnen passiert. Außerdem spürt man auch allein durch Cobbs Wahrnehmung von Mary, was sie fasziniert und was sie liebt. Außerdem wird Marys Verbindung zur Natur und Raben sehr anschaulich dargestellt. Mary erzählt viele Geschichten und Mythen, die wirklich faszinierend und sehr anschaulich wieder gegeben werden, sodass man selbst auch viel dazulernt.

Auch der Schauplatz des Romans ist natürlich wunderbar gewählt. Die Kulisse mit dem Fluss und den Wäldern prägt die Stimmung in dem Roman und unterstreicht Marys Persönlichkeit. Außerdem stellt er einfach den Rahmen des Romans da: dort wo alles begonnen hat und alles endet. Einfach fantastisch gemacht und wunderbar dargestellt.

Insgesamt ein sehr bewegender Roman, der kein Auge trocken lässt.