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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.01.2019

Perfides Spiel

Der Verfolger
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John Katzenbach - Der Verfolger

Ich muss gestehen, dass ich bisher immer einen Bogen um Katzenbach Bücher gemacht habe, dieses jedoch packt mich ab der ersten Seite. Warum das so ist, kann ich noch gar ...

John Katzenbach - Der Verfolger

Ich muss gestehen, dass ich bisher immer einen Bogen um Katzenbach Bücher gemacht habe, dieses jedoch packt mich ab der ersten Seite. Warum das so ist, kann ich noch gar nicht so ausmachen.

Schreibstil und Einstieg gefallen mir sehr. Mich persönlich hat es auch nicht gestört, „Den Patient“ nicht gelesen zu haben.

Dachte Dr. Frederick Starks er sei dem Rumpelstilzchen entkommen, hat er sich etwas vorgemacht. Denn kein geringender als der Killer selbst, taucht plötzlich bei ihm auf. Wie kann das sein?
Hatte er sich doch grad ein Leben in Florida aufgebaut, vergessen konnte er aber nie. Doch Rumpelstilzchen droht ihm und zwingt ihn, ihn zu unterstützen.

Viele sagen, ein typischer Katzenbach, dazu kann ich leider nichts sagen, dennoch ein Thriller, der mir gefallen hat.

Zwar sind einige Passagen für mich zu langatmig, und einige Verhaltenszüge von Frederick nicht ganz nachvollziehbar, teils hat er mich richtig genervt…..aber alles in allem ein guter Thriller.

Veröffentlicht am 14.12.2018

Die Hoffnung wohnt in Hopewell

Weihnachtszauber in Hopewell
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Inhalt:

Sydney sucht nach der Scheidung von Ihrem Mann, mit ihrer Tochter Trost im beschaulichen Städtchen Hopewell. Sie verbindet einiges mit diesem Ort, dort war sie einmal glücklich und hofft das dies ...

Inhalt:

Sydney sucht nach der Scheidung von Ihrem Mann, mit ihrer Tochter Trost im beschaulichen Städtchen Hopewell. Sie verbindet einiges mit diesem Ort, dort war sie einmal glücklich und hofft das dies genau der richtige Platz für einen Neuanfang ist. Der Liebe abgetan, kommt es natürlich wie es kommen muss, und sie begegnet Mac, einem allein erziehenden Vater, der ihr Herz bald höher schlagen lässt.

Meine Meinung:

Ich muss gestehen, dass ich nur schwer in die Geschichte rein gekommen bin. Woran das wirklich lag, kann ich nicht sagen. Ich glaube es lag am Schreibstil. Zwischen durch waren mir einfach zu lange Passagen, und zum Schluss hin, ging alles viel zu schnell. Zum Teil kam es mir nicht wie eine Erzählung, sondern eher wie eine Liste mit aneinander gereihten Fakten vor. Zur Mitte hin ging es dann langsam, ich mag die Idee mit dem Buchladen von Bea, ebenso wie die Kinder der beiden Hauptprotagonisten. Sie haben nochmal etwas Würze in die Geschichte gebracht. Ich mag es sehr, wenn Kinder eine Rolle spielen, dadurch bekommt die Handlung nochmal einen besonderen Schliff, da sie meist anders sprechen als Erwachsene oder Dinge tun, die Mütter und Väter nicht tun würden. Dass die Erzählung in der Adventszeit spielt, passt perfekt. Ich hatte ständig das verschneite Hopewell vor Augen.

Das Cover ist hübsch und passend zu Handlung, genau so habe ich mir das vorgestellt, haut mich jetzt aber auch nicht wirklich vom Hocker.

Fazit:

Weihnachtszauber in Hopewell kann ich jedem ans Herz legen, der eine romantische Geschichte lesen möchte, die nicht allzu anspruchsvoll sein muss. Alles in allem erreicht sie mich leider nicht gänzlich, hat aber ihre Stärken, vor allem in den Details.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 19.10.2018

Frankie reißt es raus

Zu nah
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Frankie Sheehan, Detektive im Dubliner Police Department, hat es nicht einfach. Bei ihrem letzten Einsatz wurde sie schwer verletzt und kein Wunder, dass sie daran immer noch zu knabbern hat und nur schwer ...

Frankie Sheehan, Detektive im Dubliner Police Department, hat es nicht einfach. Bei ihrem letzten Einsatz wurde sie schwer verletzt und kein Wunder, dass sie daran immer noch zu knabbern hat und nur schwer zurück in ihren Alltag findet. Doch Ruhe ist ihr nicht vergönnt, muss sie sich doch in ihrem ersten Fall nach der Rückkehr in den Dienst um den vermeintlichen Selbstmord einer angesehenen Wissenschaftlerin kümmern.

Eleanor Costello hat sich in ihrem Schlafzimmer erhängt, doch Frankie glaubt nicht an Selbstmord, wird doch bald eine zweite junge Frau tot aufgefunden.

Mir fiel es nicht schwer, Frankie zu mögen. Eine taffe junge Frau, die durch ihren letzten Einsatzstark gezeichnet wurde. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, meins ist es nicht unbedingt. Ich mag zwar die Ich-Erzählung, jedoch fällt es mir oft schwer „dran zu bleiben“.

Das Buch hatte Höhen und Tiefen. Falsche Fährten, die den Leser fast dazu bewegen, die Protagonisten beim lesen anzuschreien á la „Nein, lauf nicht nach rechts!“, macht Frankie aber durch ihre Persönlichkeit wieder wett.

Alles in allem für mich kein Thriller, aber ein durchaus empfehlenswertes Buch.

Veröffentlicht am 19.10.2018

Zwischen Himmel und Familie

Für immer ist die längste Zeit
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Für immer ist die längste Zeit von Abby Fabiaschi

Maddy, eine Frau die mitten im Leben steht, glücklich verheiratet mit einer Teenager Tochter, die sie sehr liebt, stürzt vom Dach der Stadt Bibliothek. ...

Für immer ist die längste Zeit von Abby Fabiaschi

Maddy, eine Frau die mitten im Leben steht, glücklich verheiratet mit einer Teenager Tochter, die sie sehr liebt, stürzt vom Dach der Stadt Bibliothek. Alle gehen von Selbstmord aus, doch welchen Grund dafür könnte Maddy gehabt haben?

Die landet in einer Zwischenwelt, kann ihre Liebsten immer noch begleiten, ihnen sogar mit ihren Gedanken Botschaften schicken. Ihre Sorge um den zurückgelassenen Mann und ihre Tochter, verleitet Maddy dazu, für Brady eine neue Frau zu suchen, sie hat da auch bereits jemanden im Auge.

Das hinterher alles anders kommt, wie sie dachte, war eigentlich glasklar. Nichts ist so wie es scheint.

Mein Fazit, die Geschichte hat es nicht zu 100% geschafft, mich abzuholen. Zwischendurch gab es immer wieder Passagen, die langatmig waren oder wo ich einfach nur mit dem Kopf schütteln musste. Emotional ging es mir oft nicht tief genug.

Alles in allem aber ein schöner Debüt-Roman, der einen an mancher Stelle sehr zum Lachen bringt.

Veröffentlicht am 16.04.2026

Gute Idee, aber nicht ganz mein Buch – Zimmer 706 von Ellie Levenson

ZIMMER 706
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Zimmer 706 von Ellie Levenson hat mich vom Klappentext her sofort angesprochen: eine Ausnahmesituation, ein abgeschlossener Raum und eine Frau, die sich nicht nur mit der äußeren Gefahr, sondern auch mit ...

Zimmer 706 von Ellie Levenson hat mich vom Klappentext her sofort angesprochen: eine Ausnahmesituation, ein abgeschlossener Raum und eine Frau, die sich nicht nur mit der äußeren Gefahr, sondern auch mit ihrem eigenen Leben auseinandersetzen muss. Die Idee dahinter fand ich wirklich spannend – leider konnte mich die Umsetzung nicht ganz so abholen, wie ich es mir erhofft hatte.

Das Setting ist definitiv ein großer Pluspunkt. Ein Hotelzimmer während eines terroristischen Angriffs – das sorgt von Anfang an für eine bedrückende und intensive Atmosphäre. Dieses Gefühl von Eingeschlossensein und Unsicherheit wird gut transportiert, und ich hatte beim Lesen oft dieses unterschwellige Unbehagen, das man sich bei so einer Geschichte wünscht.

Auch die Grundidee finde ich nach wie vor stark. Die Kombination aus Thriller-Elementen und persönlichen Rückblicken, in denen die Protagonistin ihr eigenes Leben und ihre Entscheidungen hinterfragt, hat viel Potenzial. Gerade dieser Blick auf ihre Ehe, ihre Affäre und die damit verbundenen Gefühle bringt eine interessante emotionale Ebene in die Geschichte.

Allerdings lag hier für mich auch das Problem. Ich bin mit der Erwartung an einen eher spannungsgeladenen Thriller herangegangen, habe aber stattdessen eine sehr ruhige, stark auf die Innenwelt der Hauptfigur fokussierte Erzählung bekommen. Das ist an sich nichts Schlechtes – aber es war einfach nicht das, was ich mir erhofft hatte. Dadurch konnte mich die Geschichte emotional nicht ganz so packen, wie ich es mir gewünscht hätte.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, lässt sich gut lesen und passt zur eher introspektiven Erzählweise. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass sich einige Passagen ziehen und die Spannung nicht durchgehend gehalten wird.

„Manchmal sind es nicht die äußeren Gefahren, die uns am meisten bedrohen, sondern die Entscheidungen, die wir selbst getroffen haben.“

Dieses Zitat fasst für mich den Kern des Buches gut zusammen: Es geht weniger um den äußeren Thriller-Aspekt als um persönliche Konflikte, Schuld und Selbstreflexion.

Mein Fazit: Zimmer 706 ist kein schlechtes Buch – das Setting und die Idee sind wirklich gelungen. Für mich war es aber leider nicht das richtige, weil meine Erwartungen eher in Richtung Thriller gingen und die Geschichte einen anderen Fokus setzt. Wer ruhige, nachdenkliche Geschichten mit emotionaler Tiefe mag, könnte hier mehr Gefallen finden. Für mich insgesamt solide 3 Sterne.

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