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Veröffentlicht am 15.01.2019

guter Einstieg für Ikigaisuchende

Ikigai. Lebe, was dich glücklich macht
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Christie Vanbremeersch will dem Leser eine Hilfe an die Hand geben um sein eigenes Ikigai zu finden. Hierzu hat sie 15 ihrer Bekannte, die ebenfalls in der Nähe von Paris leben, befragt. Sie berichten ...

Christie Vanbremeersch will dem Leser eine Hilfe an die Hand geben um sein eigenes Ikigai zu finden. Hierzu hat sie 15 ihrer Bekannte, die ebenfalls in der Nähe von Paris leben, befragt. Sie berichten von ihrer glücklichmachenden und mit Leidenschaft ausgeführten Tätigkeit und ihrem Weg dorthin.
Viele, häufig zu ganzen Kolonnen zusammengefaßte, Fragen, Übungen und Aufgaben sollen dem Ikigaisuchenden auf seine eigene Fährte bringen, ergänzt von Ratschlägen und jeder Menge in den Interviews enthaltenen Buchvorschlägen. Man erfährt, wie man sich Hilfe holen kann, sowohl bei der Suche als auch bei der Umsetzung; auch finanzielle Aspekte werden angesprochen.

Insgesamt werden in diesem Buch viele Aspekte dargestellt, die es zu erkennen und vielleicht auch erst zu entdecken gibt, wenn man sich auf die Suche nach seinem Ikigai machen möchte. Einige sind wahrscheinlich ganz neu, aber das Rad läßt sich nun mal nicht neu erfinden. Wer sich selber schon ein wenig mit seinen Interessen, Möglichkeiten, geliebten Hobbies beschäftigt hat, wird einiges wiederfinden, das ihn nicht mehr allzu sehr zu überraschen vermag. Die Interviews fand ich schon interessant, allerdings hätten auch weniger davon ausgereicht, denn je mehr man davon liest umso weniger Neues läßt sich entdecken. Besonders bemerkenswert fand ich, dass unisono angemerkt wurde, dass eine deutliche finanzielle Einbuße mit der Aufgabe der bisherigen, sicheren Arbeitsstelle gegenüber der leidenschaftlich durchgeführten Tätigkeit gibt, die (kreative) Einsparmöglichkeiten nach sich zieht.

Die Mischung von Interviews, Übungen, Fragen u.m. finde ich gelungen und denke, dass jeder Leser Neues entdecken und erkennen kann – ganz besonders würde ich dieses Buch zum Einstieg in das Thema empfehlen.

Veröffentlicht am 22.12.2018

anschaulich erklärt, mit vielen Profitipps, dabei handlich und reich illustriert

Grundlagen des Nähens
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Das Buch „Grundlagen des Nähens“ erklärt Schritt-für-Schritt, ergänzt durch viele Skizzen, Zeichnungen und ein paar Fotos, von der Pieke auf, was man beim Nähen, Zuschneiden, Pressen...
beachten muss und, ...

Das Buch „Grundlagen des Nähens“ erklärt Schritt-für-Schritt, ergänzt durch viele Skizzen, Zeichnungen und ein paar Fotos, von der Pieke auf, was man beim Nähen, Zuschneiden, Pressen...
beachten muss und, wie man es richtig macht.
Angefangen von Nähten, die per Hand ausgeführt werden, über Erläuterungen zur Nähmaschine, zum benötigten Zubehör, wie Nahtzugaben getrimmt werden, Einlagen, Abnäher, Reissverschlüsse oder Ärmel (ein)genäht werden, wie man kragen ( z.B. Bubikragen) oder Hosen fertigt bis zu aufgesetzten Taschen und Knopflöchern.

Das Buch ist recht handlich; es läßt sich auch gut mitnehmen, wenn man auch mal außer Haus nähen möchte. Den Einband des Buches ( stoffbezogen) finde ich originell und sehr schön.
Obwohl das Buch alles andere als ein Wälzer ist, hält es doch so viele Anleitungen parat, ergänzt durch zahlreiche Tipps, dass ein Nähanfänger hiermit einen guten Einstieg finden kann. Obwohl ich seit ein paar Jahren so leidlich immer mal wieder einfache Näharbeiten ausführe und damit eigentlich ganz zufrieden war, habe ich etliches gefunden, was ich wohl nicht ganz so richtig anstelle, sei es beispielsweise beim Pressen ( ich hab die Nahtzugaben immer gebügelt und die Technik mit einem Blatt kannte ich auch noch nicht) oder, wie man zwei Hosenbeine derart effektiv zusammennäht. Für mich bietet dieses kleine Buch etliche neue Kniffe der professionellen Näher(innen) von Merchant & Mills.
Besonders empfehlen würde ich es absoluten Nähanfänger(innen) als gutes Einstiegsbuch, das nicht allzu umfangreich ist, aber gut erklärt.

Veröffentlicht am 22.12.2018

nicht unbedingt weihnachtlich - wunderschön illustrierte, kinderleichte Rezepte

Julgodis - Weihnachtsbäckerei aus Schweden
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Lena Söderström präsentiert in diesem wunderschön illustrierten Buch Rezepte für Süßigkeiten und wenige Gebäcke, die nicht unbedingt typisch für Weihnachten sind: beispielsweise verschiedene dekorierte ...

Lena Söderström präsentiert in diesem wunderschön illustrierten Buch Rezepte für Süßigkeiten und wenige Gebäcke, die nicht unbedingt typisch für Weihnachten sind: beispielsweise verschiedene dekorierte Popcornvarianten, Toffees, eingeschmolzene Schokolade, der unterschiedliche Zutaten ( wie Pfefferminzbonbons oder Marschmallowstückchen) zugefügt werden, Trüffel oder eine baiserüberbacken Eistorte.
Die Rezepte sind allesamt gut erklärt und ganz leicht nachzuarbeiten; die Älteren von uns werden etliche davon aus ihrer Kindheit kennen, wie beispielsweise Karamellbonbons aus Sahne, Butter und Zucker in der Pfanne zuzubereiten. Zu jedem Rezept findet sich ein schönes Foto, dass die fertige Nascherei sehr appetitlich und professionell zeigt, zu etlichen Rezepten gibt es Tipps und, das gefällt mir ganz besonders gut, Inspiration, wie man die Leckerei schön als Geschenk verpacken kann. Ich muss gestehen, dass ich die meisten der Süßigkeiten, die optisch sehr viel hermachen, auf Grund ihrer übermässigen Kalorienzahl, die zum Glück nicht mit angegeben wurde, eher verschenken als selber essen würde; mein persönlicher Favorit ist die „Dulce de Leche“, deren Zubereitung sehr gut erklärt wurde. Die meisten Rezepte empfinde ich als sehr einfach und kinderleicht, genau das Richtige, wenn man mit Kindern auf mühelose Weise Leckereien zubereiten möchte, die was dahermachen und sich hervorragend zum Verschenken oder auch für bunte Geburtstagstische eignen.

Das Buch selber ist eine Augenweide, schon das Durchblättern zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht und begeistert durch die wunderschöne Illustration, samt der Tipps. Die Rezepte empfinde ich da als eher untergeordnet; ich muß gestehen, dass ich da etwas mehr erwartet habe. Dennoch bin ich überzeugt, dass jeder seine persönlichen Nachmachrezepte entdecken und viel Freude mit diesem Buch haben wird.

Veröffentlicht am 20.12.2018

leicht verständlich und hilfreich

Der Ernährungskompass
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Bas Kast hat sich aus gesundheitlichen Gründen dem Thema Ernährung gewidmet und seine Recherchen, Erkenntnisse und persönliche Umsetzungen in der Ernährung gut verständlich zusammengefaßt.

Dabei beleuchtet ...

Bas Kast hat sich aus gesundheitlichen Gründen dem Thema Ernährung gewidmet und seine Recherchen, Erkenntnisse und persönliche Umsetzungen in der Ernährung gut verständlich zusammengefaßt.

Dabei beleuchtet er verschiedene Diäten, wie Low carb, Low fat oder Atkins, geht auf Unverträglichkeiten ein, genauso, wie auf Wirkmechanismen im Körper, auf benötigte Inhaltsstoffe
und Nahrungsgruppen. Sehr gut gefällt mir, dass immer wieder betont wird, dass man nicht blind einem Diätprogramm folgen soll, wenn man abnehmen möchte, sondern herausfinden sollte, was im Rahmen des Empfehlenswerten für einen selbst genau das Richtige ist, um abzunehmen UND gesund alt zu werden. In vielen Punkten wird, auch altersspezifisch, darauf eingegangen, wie man durch bestimmte Nahrungs- oder Genussmittel eben genau altersbedingten Krankheiten paroli bieten kann.

Das Buch bietet jede Menge Studien samt Auswertung, Diagramme, eigene Erkenntnisse und Bemühen, wobei ich manchesmal den Eindruck einer Fleißarbeit hatte. Vieles wurde aneinandergereiht, kapitelweise betrachtet und dann auf den letzten Seiten nochmals zusammengefaßt.

Erstaunlich finde ich, dass im Anhang mit Literaturhinweisen persönliche Rezepte, wie die eines selbstgebackenen Brotes oder zubereiteten Hummus, einfach miteinsortiert wurden und die Liste ein wenig verlängern.

Insgesamt spricht mich das Buch sehr an; die vielen Erklärungen finde ich schon recht aufwendig. Obwohl ich bereits einige Bücher zu diesem Thema gelesen habe, waren für mich persönlich auch völlig neue Zusammenhänge plausibel dargestellt und erklärt worden. Um auf eine gesündere Ernährung umzustellen, bietet dieses Buch viele Informationen und Anleitungen, leicht verständlich und hilfreich.

Veröffentlicht am 17.12.2018

wunderschön erzählt und illustrierrt, aber zutiefst traurig - nicht zwingend eine Weihnachtsgeschichte

Die Schneeschwester
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Julian, der am Heiligabend 10 Jahre alt wird, hat im Sommer seine fast sechzehnjährige Schwester Juni verloren, die einer Lungenentzündung erlag; zwischen den Zeilen liest man heraus, dass sie wohl magersüchtig ...

Julian, der am Heiligabend 10 Jahre alt wird, hat im Sommer seine fast sechzehnjährige Schwester Juni verloren, die einer Lungenentzündung erlag; zwischen den Zeilen liest man heraus, dass sie wohl magersüchtig gewesen sein könnte. Seitdem leben die Eltern in ihrer Trauer und Lethargie, seine kleine Schwester Augusta hat sich auch verändert. Die drei werden von Julian als Kopien ihrerselbst bezeichnet, die so irreal wirken und ihn hilflos zurücklassen. Als Julian die lebensfrohe und ausgelassene Hedvig kennenlernt, blüht er in ihrer Gegenwart förmlich auf; sie begeistert ihn mit ihrer Lebensfreude samt Weihnachtsstimmung und steckt ihn damit ein wenig an. Dennoch hat auch sie ein trauriges Geheimnis, eine große Angst und einer Situation, der sie sich wohl stellen muß, und Julian wird am Heiligabend einiges zurechtrücken....

Die Geschichte wird in 24 Kapiteln erzählt und man könnte zunächst annehmen, es handele sich um einen Adventskalender, der ein Kapitel für jeden Tag bereithält. Schon alleine, weil die letzten beiden Kapitel Geschehnisse am Heiligabend beinhalten, erscheint mir dieser Einsatz als nicht ganz so glücklich, aber auch inhaltlich würde ich die Geschichte als schwere Kost bezeichnen. Als Altersempfehlung habe ich immer wieder „ab 10 Jahre“ gelesen, wobei ich selber diese Grenze für zu niedrig einschätzen würde; aber es mag, wie sonst auch, einzelne in diesem Alter geben, für die diese Angabe stimmig sein wird.

Die Geschichte der Schneeschwester selber wurde sehr ergreifend erzählt; wer von Maja Lunde bereits die Geschichten der Bienen und des Wassers geleseen hat, kennt ihren außergewöhnlichen Stil, Probleme anzusprechen und von verschiedenen Perspektiven zu betrachten und zu erzählen.
So würde ich, auch wenn die Geschichte der Schneeschwester zur Weihnachtszeit spielt, sie nicht als Weihnachtsgeschichte bezeichnen. Sowohl die ausgesprochen ausgefeilte und emotionale Erzählung als auch die wunderschöne Illustration haben mich sehr angesprochen und manchesmal zu Tränen gerührt. Wie schon erwähnt, empfinde ich den Inhalt als schwer und traurig; es geht um den Verlust eines geliebten Menschen, die Trauerbewältigung und letztendlich auch um Phasen des Sterbens, samt der Akzeptanz des Todes. Das würde ich in der Weihnachtszeit wahrscheinlich nur bewußt mit Kindern lesen, wenn wir selber betroffen wären; ansonsten würde ich ein derart schwieriges Thema nicht unbedingt zu Weihnachten wählen.