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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2018

Die Ungehorsame

Die Ungehorsame
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Ein gut recherchierte historischer Roman der den Leser in die Mitte des 19. Jahrhunderts mit all seinen gesellschaftlichen Zwängen und Verpflichtungen entführt und dem es dennoch gelingt bis zur letzten ...

Ein gut recherchierte historischer Roman der den Leser in die Mitte des 19. Jahrhunderts mit all seinen gesellschaftlichen Zwängen und Verpflichtungen entführt und dem es dennoch gelingt bis zur letzten Seite spannend und unterhaltsam zu bleiben. Sittengemälde, Krimi und (leiser) Liebesroman auf einmal.

Veröffentlicht am 03.01.2026

Eine reizende Familie

Mord im Planetarium
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Bei Mord im Planetarium werden die pensionierte Lateinlehrerin Ernestine Kirsch und ihr Lebensgefährte, der ehemalige Apotheker Anton Böck zum zehnten Mal in einen Kriminalfall verwickelt. Jeder Fall ist ...

Bei Mord im Planetarium werden die pensionierte Lateinlehrerin Ernestine Kirsch und ihr Lebensgefährte, der ehemalige Apotheker Anton Böck zum zehnten Mal in einen Kriminalfall verwickelt. Jeder Fall ist in sich abgeschlossen und einzeln gut zu lesen, mit der fortlaufenden privaten Rahmenhandlung der beiden kommt man auch ohne Vorkenntnisse gut zurecht. Schauplatz ist wieder das historische Wien um 1927. Dieses Mal besucht die ganze Familie eine besondere Vorstellung im kleinen Kreis geladener Gäste im neueröffneten Planetarium. Schon vor der Veranstaltung gibt es einen Streit zwischen zwei Gästen, den Zwillingsbrüdern einer vornehmen Familie und nach dem Vortrag ist einer der Brüder tot. In der Dunkelheit des Planetariums hat keiner der anderen Gäste mitbekommen, was genau passiert ist, doch Erich beginnt gleich mit den Ermittlungen, natürlich unter den wachsamen Augen von Ernestine. Während sich die politische Lage in Wien immer mehr aufheizt versuchen die beiden der Wahrheit auf die Spur zu kommen, denn der Todesfall war keine Folge des Streites es war ein Mord und es gibt genügend Verdächtige.
Die Autorin Beate Maly stellt in diesem Krimi einmal mehr ihre Kenntnisse über Wien unter Beweis. Vor allem die politische und gesellschaftliche Situation der Zwanziger Jahre kommt sehr anschaulich und verständlich rüber und unterstütz den Verlauf der Geschichte. Dieses Mal arbeiten Ernestine und Erich mehr oder weniger gemeinsam an diesem verzwickten Mord und decken die Geheimnisse der wohlhabenden Familie Faber auf und diese Familie hat mehr als ein Geheimnis.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.01.2019

Hard, der erste der Atlanta Badboys

Atlanta Bad Boys – Hard
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Inhalt: Ryder Cole ist der König des Atlanta Nachtlebens, Mitinhaber mehrerer angesagter Nachtclubs, Exboxer, Betreiber (illegaler) Underground Fights mit Wettannahme und Traum zahlloser Frauen.
Cassie ...

Inhalt: Ryder Cole ist der König des Atlanta Nachtlebens, Mitinhaber mehrerer angesagter Nachtclubs, Exboxer, Betreiber (illegaler) Underground Fights mit Wettannahme und Traum zahlloser Frauen.
Cassie McEntire ist Buchhalterin, kommt frisch aus England zurück nach Atlanta und ihr Bruder hat Schulden bei Ryder. Außerdem läuft sie vor jemanden davon.
Um die Schulden ihres Bruders zu begleichen, arbeitet Cassie - nicht ganz freiwillig - als Buchhalterin bei Ryder in einem seiner Clubs. Die Luft zwischen den beiden brennt in Sekundenschnelle. Und es kommt wie es kommen muss, die beiden werden ein Paar, doch Cassies Vergangenheit und Geheimnisse holen sie ein.

Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Cassie und Ryder erzählt, dadurch erhält der Leser einen guten Einblick in die Gefühlswelt der beiden und sie lösen sich als Ich-Erzähler ab.
Durch die Unterschiede und die enorme Anziehungskraft zwischen den beiden kommt es zu einigen äußerst unterhaltsamen Begegnungen, bei denen vor allem die "Große Klappe" von Cassie für witzige Momente sorgt. Es definitiv eine Liebesgeschichte und die Erotik zwischen Ryder und Cassie spielt eine Hauptrolle in diesem Buch, lädt zum Kopfkino ein, ohne ins "Schlüpfige" abzugleiten.

Der Schreibstil ist modern, sehr flüssig und mitreißend, man kann das Buch kaum aus der Hand legen und die Seiten fliegen nur so dahin.

Mein Fazit: eine unterhaltsame und heiße Lektüre.

Veröffentlicht am 20.12.2018

Die Salbenmacherin und die Hure

Die Salbenmacherin und die Hure
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Klappentext: Brütende Sommerhitze liegt über der Stadt. Seit Wochen hat es nicht mehr geregnet, und die Menschen der Handelsmetropole werden zusehends dünnhäutiger und gereizter. Während immer mehr Nürnberger ...

Klappentext: Brütende Sommerhitze liegt über der Stadt. Seit Wochen hat es nicht mehr geregnet, und die Menschen der Handelsmetropole werden zusehends dünnhäutiger und gereizter. Während immer mehr Nürnberger an einem rätselhaften Fieber erkranken, wird ein grauenhaft zugerichteter Leichnam am Ufer der Pegnitz an Land gespült. Dem Toten fehlen nicht nur der Kopf und die Hände – er scheint fachmännisch ausgeweidet worden zu sein. Die Nürnberger sind entsetzt. Als zwei Nächte später angeblich ein Werwolf in den Wäldern rings um die Stadt gesichtet wird, greift Panik um sich. Gehen Dämonen um?

Nürnberg zu Beginn des 15. Jahrhunderts. Die drückende Sommerhitze und der fehlende Regen machen die Nürnberger Bürger äußerst gereizt und die Stimmung in der Stadt ist aufgeladen. Als die erste verstümmelte Leiche gefunden wird, ist allen sofort klar: das war ein Werwolf. Aberglaube und Angst gehen um. In dieser Situation versucht die hochschwangere Olivera einen kühlen Kopf zu behalten und den wahren Täter zu finden.

Silvia Stolzenburg gelingt es hervorragend einen spannenden Krimi in ein historisches Umfeld einzubetten. Gerade die Angst vor dem Dämon, der kurzer Hand für alles unfassbare Böse verantwortlich sein muss, wird anschaulich beschrieben. Durch die klare, überlegte Sicht von Olivera werden zugleich die Probleme z.B. mit der Gerichtsbarkeit, insbesonder mit der Folter auf gezeigt. Auch die Standesunterschiede werden veranschaulicht.
Ich persönlich liebe den Schreibstil von Silvia Stolzenburg und empfinde ihn als äußerst flüssig und die Charaktere sind sehr lebendig dargestellt.

Der einzige Wermutstropfen für mich war der Cliffhanger am Schluss, zwar wird der Mörder überführt aber im persönlichen Bereich von Oliviera bleiben dem Leser Fragen übrig. Ich warte schon sehnsüchtig auf den nächsten Teil