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Veröffentlicht am 15.02.2019

4,5 Sterne

Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin
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Meine Erwartungen an Heartless waren nicht hoch und um so mehr war ich positiv überrascht.

Zera ist eine Herzlose, heißt, in ihrer Brust schlägt kein Herz mehr, dieses wird von einer Hexe in einem Einmachglas ...

Meine Erwartungen an Heartless waren nicht hoch und um so mehr war ich positiv überrascht.

Zera ist eine Herzlose, heißt, in ihrer Brust schlägt kein Herz mehr, dieses wird von einer Hexe in einem Einmachglas aufbewahrt. So kann Zera nicht sterben, ihre Erinnerungen an ihr früheres Leben sind verblasst und es gibt diese Glut in ihr, die alles niederbrennen will. Doch es gibt Hoffnung für sie. Sie soll das Herz des Prinzen stehlen, im wahrsten Sinne des Wortes und im Gegenzug ihr eigenes zurück erhalten. Doch erweist sich dies als gar nicht so einfach. Und mit der Zeit muss Zera darauf achten, dass nicht doch der Prinz ihr Herz stiehlt, denn obwohl es nicht mehr in ihrer Brust schlägt, ist es doch noch nicht tot.

Das Buch ist aus der Ich -Perspektive von Zera geschrieben und ich mochte sie gleich zu Beginn. Sie hat einen wunderbaren Humor, bissig und böse. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, ist aber nicht unnötig grausam, obwohl sie es sein könnte. So verschont sie z.B. zu Beginn das Leben eines Attentäters, welcher es auf sie abgesehen hat. Auch den Prinzen Lucien mochte ich und fände es toll, wenn man auch mal aus seiner Sicht lesen würde. Zunächst hatte ich bei ihm etwas bedenken, doch mit der Zeit taute er dem Leser gegenüber auf. Und besonders toll fand ich seinen Leibwächter, er und Zera geben, was die Wortgefechte angeht ein tolles Paar ab und es gab so einige witzige Sprüche.

Die Story konnte mich fesseln und ich mochte die Idee mit den Herzlosen. Manches, was den Krieg oder eher die Hintergründe anging, fand ich noch nicht genug beleuchtet, aber hier hoffe ich auf Band 2. Einiges kam einem als Vielleser bekannt vor, so konnte mich das Ende nicht wirklich überraschen. Aber trotzdem fand ich diesen ersten Band unterhaltsam.

Fazit:
Was würdest du tun um dein Herz, deine Freiheit, dein Leben wieder zu bekommen?
Würdest du einem anderen sein Herz nehmen?
Einem arroganten und überheblichen Prinzen? Vielleicht.
Aber was, wenn du anfängst, ihn zu mögen, wenn du hinter die Fassade siehst?
Ich hatte viel Spaß mit Heartless und auch mit Zera und Malachite.
Die Story war nun nicht gänzlich neu, aber trotzdem unterhaltsam.
4,5 Sterne

Veröffentlicht am 10.02.2019

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Immerwelt - Der Pakt
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Nachdem Band 1 zu meinen Jahreshighlights 2018 gehörte, war ich wirklich sehr gespannt auf den Nachfolger, besonders da das Ende doch etwas böse war. Vorneweg, wenn du Band 1 noch nicht gelesen hast, dann ...

Nachdem Band 1 zu meinen Jahreshighlights 2018 gehörte, war ich wirklich sehr gespannt auf den Nachfolger, besonders da das Ende doch etwas böse war. Vorneweg, wenn du Band 1 noch nicht gelesen hast, dann ließ nicht den Klappentext dieser Spoiler nämlich. Die nachfolgende Besprechung enthält aber keine.

Schon in Band 1 fand ich den Weltenentwurf von Gena Showalter großartig. Es gibt eine dunkle und eine helle Seite und man muss sich im ersten Leben entscheiden, und dann mit der jeweiligen Seite einen Vertrag abschließen. Wenn man nun stirbt, verbringt man sein Ewigleben dort. Die beiden Seiten führen Krieg gegeneinander und Ten könnte der Schlüssel sein, damit eine Seite als Gewinner hervorgeht. Das Ganze drum herum, die Gesetze und auch wie die Kulisse beschrieben wurde, fand ich richtig toll und ich konnte mir alles gut vorstellen.

Besonders mochte ich Ten im ersten Band, aber auch Killian und Archer. Leider hatte Ten am Anfang des Buches einige Hänger, mir hat ihre kämpferische Seite gefehlt, da sie arg im Selbstmitleid versinkt. Zum Glück schafft sie wieder die Kurve. Und auch die Spannung kam im Verlauf der Handlung mehr auf, es gibt Spione und Intrigen, Entführungen und Opfer, große Liebe und Verrat und dann noch die Kämpfe und Krankheiten.

Viele Weisheiten sind in das Buch verpackt und es gab einige schöne Szenen. Besonders die Beziehung zwischen Ten und ihrem Freund hat mir gefallen. Ich finde ihn so toll, und auch wenn es nicht einfach ist, und er einigen Mist gebaut hat, ist er doch unglaublich süß zu ihr. In Band 1 ist leider ein von mir sehr gemochter Charakter gestorben und auch hier habe ich am Ende wieder feuchte Augen bekommen. Ich finde es ja durchaus auch gut, wenn Autoren ihre (Neben-)Charaktere sterben lassen, aber hier ist auch mal wieder gut. Doch finde ich es auch schön, da mich das Buch auch auf einer emotionalen Ebene erreichen konnte.

Fazit:
Hell oder Dunkel?
Der Stärkste gewinnt oder Gleichheit für alle?
Für welche Seite würdest du dich entscheiden?
Minimal schwächer wie Band 2, da mir zu Beginn etwas die Spannung gefehlt hat und Ten einen Hänger hatte.
Doch der Weltenentwurf war wieder toll, ich liebe die Idee von Gena Showalter und wie sie das alles umgesetzt hat. Nicht etwas, was man gefühlt in jedem 5. Buch liest.
4,5 Sterne

Veröffentlicht am 29.01.2019

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Meine Checkliste zum Verlieben
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Naomi ist total in Gustav verliebt, doch sie ist ganz weit hinten in der Hierarchie der Klasse und Gustav ist der coole Musiker. Da kommen ihr die 36 Fragen zum Verlieben die sie bei ihrer Mutter findet ...

Naomi ist total in Gustav verliebt, doch sie ist ganz weit hinten in der Hierarchie der Klasse und Gustav ist der coole Musiker. Da kommen ihr die 36 Fragen zum Verlieben die sie bei ihrer Mutter findet gerade Recht, doch wie soll sie das mit Gustav machen? Ganz klar, da muss ein Testobjekt her und wer wäre da besser geeignet als Adrian. Dieser hat das Asperger-Syndrom und wird dadurch in der Klasse ausgeschlossen und gemobbt. Also für Naomi ganz klar keine Gefahr sich zu verlieben, doch ist sich (nicht) verlieben wirklich so einfach?

Nicht nur die erste Liebe beschäftigt Naomi, ihr Vater hat die Familie verlassen um sich selbst zu finden und so schreibt sie ihm E-Mails, und diese lesen wir Leser so zu sagen, deswegen spricht uns Naomi auch oft direkt an bzw. ihren Vater. Ihr kleiner Bruder Tim leidet sehr unter den Verlust des Vaters und stellt den typisch nervenden kleinen Bruder dar und doch kommt im Verlauf der Geschichte auch der Familie zusammenhalt gut raus. Mit Juli wird eine Freundin in die Geschichte eingebracht, die es zu Hause nicht leicht hat und es wird gezeigt, wie eine zunächst zarte Freundschaft entstehen kann.

Besonders mochte ich, wie Adrian dargestellt wurde. Durch ihn wird jungen Lesern, ich finde die Empfehlung ab 12 Jahren passt, aber auch älteren gezeigt, wie sich Menschen mit Asperger-Syndrom fühlen und auch, welcher Umgang wünschenswert wäre z.B. Grenzen respektieren, feste Strukturen etc. Ich fand ihn und seine Art an manchen Stellen unheimlich niedlich, die Mischung aus erwachsener Ernsthaftigkeit aber auch kindlicher Naivität. Der Schreibstil ist sehr locker und leicht zu lesen und das Design des Buches ist wie so oft beim Magellan Verlag einfach toll.

Fazit:
Für klein und groß.
Eine Geschichte über das erste Mal verlieben, Freundschaft und Familie.
Besonders gut fand ich, wie nicht das gängige Klischee des "emotionslosen Aspergers" bedient wurde, sondern wie schön Adrian dargestellt wurde.
Deswegen auch ein wichtiges Buch.
4,5 Sterne

Veröffentlicht am 06.01.2019

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Ten Count 02
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Der Zeichenstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Bilder sind klar und nicht überladen. Auch der Text ist übersichtlich. Und wie im Nachwort von Band 1 angesprochen, ging es dieses Mal auch heiß her ...

Der Zeichenstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Bilder sind klar und nicht überladen. Auch der Text ist übersichtlich. Und wie im Nachwort von Band 1 angesprochen, ging es dieses Mal auch heiß her zwischen den beiden und die Szenen sind nicht zensiert, zum Glück, ich finde, das schaut immer irgendwie komisch aus. Gefallen hat mir vor allem, wie das Thema um die physische Erkrankung von Shirotani eingebracht wurde, seine Ängste und Zwänge kamen sehr gut beim Lesen an. Man hat richtig gemerkt, wie er mit sich kämpft.

Kurose lässt nicht locker und arbeitet weiter mit ihm daran, dies zu überwinden, doch dieses Mal mit ganz anderen Mitteln. Kurose ist zwar bestimmend, aber auch rücksichtsvoll. Manche Szenen zwischen den beiden waren echt schön.

4,5 Sterne

Veröffentlicht am 31.12.2018

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Ten Count 01
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Kurzmeinung

Ten Count ist ganz hoch im Kurs, wenn man Menschen nach ihrem Lieblings Yaoi Manga fragt. Deswegen habe ich mir Band 1 zugelegt, da ich mich an dieses Genre ran tasten wollte und ich wurde ...

Kurzmeinung

Ten Count ist ganz hoch im Kurs, wenn man Menschen nach ihrem Lieblings Yaoi Manga fragt. Deswegen habe ich mir Band 1 zugelegt, da ich mich an dieses Genre ran tasten wollte und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte ist noch sehr keusch, was sich aber wohl noch ändert. Die beiden lernen sich erst kennen und da passt es auch, dass sie noch nicht zusammen ins Bett steigen, was auch total unpassend wäre. Da Shirotani an einer Angst vor Bakterien und Schmutz leidet, kann er keine anderen Menschen anfassen, nicht nur Menschen, sondern auch das berührend von ganz alltäglichen Dingen stellt ihn vor eine große Hürde. Dieser Aspekt des Mangas hat mir sehr gefallen, wie Shirotani mit Hilfe von Kurose versucht, seine Zwänge zu besiegen.


Der Zeichenstil hat mir gefallen. Die Bilder sind nicht zu überladen und keiner der beiden wird zu weiblich oder kindlich dargestellt. Mir ist es einfach lieber, wenn die Männer in Mangas auch wie Männer ausschauen und nicht wie ein kleines Kind. Manchmal bin ich bei den Texten etwas verkommen und wusste nicht recht, wer nun was denkt bzw. sagt. Was aber auch einfach daran liegen kann, dass ich mit Mangas nicht so geübt bin.

4,5 Sterne