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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2019

Einfach unglaublich

Dance. Love. Learn. Repeat.
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Es ist eine aufregende neue Zeit, als Phoebe in die Einführungswoche ihres Colleges startet und mit ihrem alten Leben abschließen möchte. Ein Neuanfang mit neuen Freunden und neuen Hoffnungen. Doch dann ...

Es ist eine aufregende neue Zeit, als Phoebe in die Einführungswoche ihres Colleges startet und mit ihrem alten Leben abschließen möchte. Ein Neuanfang mit neuen Freunden und neuen Hoffnungen. Doch dann trifft sie ausgerechnet Luke Taylor auf einer Party. Luke, den sie von der Schule kennt und in den sie seit Jahren verliebt ist. Doch Luke scheint sie nie so richtig bemerkt zu haben.

Ich liebe ja bekanntlich außergewöhnliche Jugendbücher mit ein wenig Tiefgang. Ich wollte das Buch unbedingt lesen, weil es die Thematik des Übergangs von Schule zur Uni behandelt und ich weiß, was für eine nervenaufreibende Zeit dies ist. Ich möchte sie nicht noch einmal durchleben müssen. Mir gefiel die Vorstellung, dass "Dance. Love. Learn. Repeat" zwar am College spielt, aber kein New Adult ist. Dabei ist die Geschichte auch nicht typisch für ein Jugendbuch. Sie ist abwechslungsreich und authentisch. Das machte mir vor allem Freude an ihr.

Phoebe ist ein sympathisches Mädchen, dass an der Uni schnell neue Freundinnen findet und das Partyleben sowie neue Freiheiten erst einmal genießt. Als sie ihren Schulschwarm Luke begegnet, gerät ihre Welt aus den Fugen.
Luke ist ein sehr spezieller Protagonist und wird nicht überall Sympathien sammeln können. Denn Luke kifft ab und an, hat nicht nur gute Freunde und vor allem hat Luke noch eine Freundin daheim, mit der er mehr oder weniger am Telefon Schluss macht. Aber eigentlich ist er noch nicht über sie hinweg, als er sich auf Phoebe einlässt.

Die Liebesgeschichte ist speziell und nicht so, wie man sie zu Beginn vielleicht erwarten würde, denn eigentlich merkte ich schon, dass Luke und Phoebe zu dieser Zeit nicht füreinander gemacht sind. Tatsächlich kristallisiert sich heraus, dass auf Phoebe jemand anderes wartet und auch Luke hatte mit seiner Ex das große Los gezogen. Diese lernen wir nämlich auch noch kennen und ich mochte sie sehr. Ich fand ihre und Lukes Geschichte herzzerreißend schön. Sie waren super glücklich in der Schulzeit, doch das Danach trieb sie auseinander. Luke war auch nicht immer so fragwürdig, doch man merkt ihm einfach sehr an, dass er mit sich und der Uni hadert. Ich konnte ihn da definitiv verstehen.

Die Geschichte spielt in England und so finden wir an allen Ecken und Enden Harry Potter Anspielungen, die ich klasse fand. Lucy Ivison und Tom Ellen bringen ihren ganz eigenen Humor in die Geschichte und ich war überrascht, über all die kuriosen und witzigen Momente. (Ich möchte an dieser Stelle nur an den Kondomzwischenfall erinnern.)

Die Geschichte lebt auch von ihren Nebenfiguren und deren Freundschaften. Vor allem Frankie ist so kurios und liebenswert, dass es ziemlich schade ist, dass sie nur auf dem Papier existiert. Eigentlich braucht jeder eine Frankie!

"Dance. Love. Learn. Repeat" von Lucy Ivison und Tom Ellen hat mir viel Freude bereitet und mich bestens unterhalten. Die Geschichte ist wahnsinnig authentisch und zeigt, dass der Start in das Unileben nicht immer so verläuft wie in einem kitschigen New Adult Roman.

Veröffentlicht am 04.11.2018

Einzigartig und geheimnisvoll

Mörderische Renovierung
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Niamh und A. erbten ein altes Anwesen in den Südstaaten der USA. Neben weiten Ländern, alten Gemäuern und verstaubten Büchern befinden sich auch Geheimnisse und Geister in der Erbmasse! In Axton House ...

Niamh und A. erbten ein altes Anwesen in den Südstaaten der USA. Neben weiten Ländern, alten Gemäuern und verstaubten Büchern befinden sich auch Geheimnisse und Geister in der Erbmasse! In Axton House spukt es, doch das ist noch das geringste Übel für unsere Protagonisten, denn der vorherige Besitzer gehörte einem Geheimbund an, dessen nächstes Treffen unmittelbar bevorsteht...

Ich finde den Buchtitel "Mörderische Renovierung" ein wenig unbeholfen und irgendwie passt er auch gar nicht zum Buch. Dafür ist das Cover und die ganze Aufmachung des Buches, umso fantastischer und aufregender gestaltet.

Als ich die ersten Seiten des Buches sah, stand für mich sofort fest, dass ich es lesen musste, denn die Geschichte wird nicht herkömmlich in Kapiteln erzählt, sondern in Tagebucheinträgen, Video-und Audiomitschnitten oder Briefen. Coolerweise sind auch Werbeanzeigen, Artikel und Rätsel abgedruckt. Ich liebe so etwas! Das machte das ganze Leseerlebnis auf über 400 Seiten wunderbar kurzweilig und spannend.

Doch dies ist nicht die einzige Besonderheit an diesem Buch. Unser Protagonist hat kurioserweise keinen Vornamen. Er wird immer als A. abgekürzt, was mich immer an Pretty little Liars denken ließ, dessen letzte Staffel ich gerade beendete. Wir wissen nur sehr wenig von unserem Protagonisten. Er kommt aus Europa, ist 23 Jahre alt und erbte ein Anwesen und Vermögen von seinem Cousin dritten Grades, der sich aus dem Fenster Schlafgemachs stürzte. Seine Begleiterin Niamh (Nief gesprochen) ist ein Punkgirl aus Irland, das zwar stumm ist, aber dafür Ohren wie ein Luchs hat. Dabei blieben die beiden aber keineswegs blass. Edgar Cantero schaffte es, ohne umfänglichen Lebenslauf seiner Charaktere lebendige und interessante Figuren zu erwecken, die mit Humor und Einzigartigkeit punkten konnten.

Gemeinsam versuchen sie das Geheimnis der Geistersichtungen um Axton House aufzudecken und installieren überall Kameras und Aufzeichnungsgeräte. Dabei wird A. immer wieder von üblen Träumen geplagt und außerdem steht auch noch das jährliche Treffen des Geheimbundes an, dessen Vorsitzender der vorherige Besitzer des Anwesens war. Zu Beginn wissen wir noch nicht, wohin sich die Handlung entfalten wird. Umso überraschter und faszinierter war ich im Laufe der Geschichte. Zum Ende wird es sogar noch richtig brisant und ein wenig brutal, nur um dann mit einer Pointe zu enden, die mir sehr gut gefiel.

Autor Edgar Cantero hat mit "Mörderische Renovierung" ein absolut interessantes und unterhaltsames Werk abgeliefert, dass mich in allen Bereichen überrascht und perfekt unterhalten hat.

Veröffentlicht am 28.10.2018

Ganz großes Kino

I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich
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Lilly ist 17 und das größte Talent ihrer Schauspielschule. Eines Tages ergattert sie einen Castingtermin für eine Sprechrolle einer neuen großen Hollywoodproduktion. Tatsächlich bekommt sie die Rolle und ...

Lilly ist 17 und das größte Talent ihrer Schauspielschule. Eines Tages ergattert sie einen Castingtermin für eine Sprechrolle einer neuen großen Hollywoodproduktion. Tatsächlich bekommt sie die Rolle und darf die weibliche Hauptrolle eines Liebesfilms synchronisieren. Nur blöd, dass zwischen ihr und Kollegen Ben die Chemie nicht so zu stimmen scheint...

Was mich an diesem Jugendbuch direkt faszinierte, war die Film- und Synchronthematik. Das war wirklich außergewöhnlich und super spannend zu verfolgen. Die Autorinnen, ja hinter Cleo Leuchtenberg verstecken sie gleich zwei deutsche Autorinnen, haben da wirklich gut recherchiert, um den Alltag im Studio darzustellen. Das fand ich sehr gut gemacht.

Noch mehr beeindrucken konnten mich jedoch ihre Protagonisten. Lilly ist aufgrund des Jobs ihres Vaters auf der ganzen Welt zuhause. So richtig glücklich ist sie damit nicht. Gerade muss sie mit Liebeskummer kämpfen, denn ihr Ex hat sich tatsächlich verlobt. Lilly hat jedoch eine Leidenschaft und das ist die Schauspielerei.
Ich fand die 17-Jährige wunderbar bodenständig und sympathisch dargestellt. Ich konnte ihre Gefühlswelt verstehen und litt mit ihr in den jeweiligen Situationen.

Ben mag auf dem ersten Blick kein großer Sympathieträger sein, doch auch er hatte mein Herz schnell erobert. Ben hat sich bereits einen Namen in der Branche gemacht, denn er ist die feste deutsche Stimme eines Hollywoodstars. Ziemlich herablassend blickt er auf die Newcomer herunter. Was die wenigsten wissen, ist, dass Ben ein ziemliches Päckchen zu tragen hat und nicht mal genug Geld hat, um sich etwas zum Essen zu kaufen.

Langsam entwickelt sich zwischen beiden etwas, dass im Tonstudio begann und mit einigen Irrungen und Wirrungen ihren Lauf nimmt. Ich hatte Herzklopfen bei dieser Liebesgeschichte. So wunderbar authentisch haben die Autorinnen sie erzählt.

Für mich war " I love you, heißt noch lange nicht, ich liebe dich" von Cleo Leuchtenberg ganz großes Kino und kann es nur allen Liebhaberinnen von wunderschönen, jungen Liebesgeschichten mit außergewöhnlicher Thematik empfehlen.

Veröffentlicht am 28.10.2018

Ein würdiges Finale

Auf ewig uns
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Es sollte Annas und Sebastianos großer Tag werden. Doch ausgerechnet vorm Traualtar wird der Bräutigam entführt. Für Anna bricht eine Welt zusammen und in ihrer Verzweifelung ist sie bereit zum Äußersten ...

Es sollte Annas und Sebastianos großer Tag werden. Doch ausgerechnet vorm Traualtar wird der Bräutigam entführt. Für Anna bricht eine Welt zusammen und in ihrer Verzweifelung ist sie bereit zum Äußersten zu gehen, um endlich Fitzjohn das Handwerk legen zu können.

Nun findet auch die zweite Trilogie der Zeitreisenden Anna und Sebastiano ihr Ende und ich könnte nicht wehmütiger sein.
Eva Völler hatte mich bereits mit ihrer Zeitenzauberreihe abgeholt und so war ich auch für die Time School Feuer und Flamme.
Mit Ole und Fatima sind zwei sympathische und vielschichtige Zeitreisende hinzugekommen, die ich schnell ins Herz schloss. Gemeinsam mit Anna und Barnaby stürzen sie sich in das große Finale.

Dieses könnte nicht dramatischer und spannender ausgefallen sein. Ich will zum Inhalt nicht viel verraten, denn dann würde ich nur spoilern.
Ich war super zufrieden mit dem Handlungsverlauf und bin beeindruckt, wie alles am Ende zusammenfand.

Eva Völler hat mich erneut mit ihrem lockeren und humorvollen Schreibstil abgeholt. Umso schwerer war da am Ende der Abschied von den liebgewonnenen Charakteren.

Allerdings hält das Ende die Möglichkeit offen, dass es irgendwann mit einer neuen Reihe und bekannten Charakteren weitergehen könnte. Ich würde es mir so sehr wünschen, denn von Zeitreisen kann ich einfach nicht genug bekommen.

Anna und Sebastiano macht es gut und ich hoffe, wir sehen uns eines Tages doch wieder!

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Veröffentlicht am 11.10.2018

Einzigartig und wunderschön

Feder & Klinge
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Raban, oder Nummer 023, wie er in den Labors genannt wird, sieht nie das Tageslicht. Er und viele andere junge Leute haben nach einem Experiment besondere Fähigkeiten. Doch eigentlich ist Raban die fiktive ...

Raban, oder Nummer 023, wie er in den Labors genannt wird, sieht nie das Tageslicht. Er und viele andere junge Leute haben nach einem Experiment besondere Fähigkeiten. Doch eigentlich ist Raban die fiktive Romanfigur von Ariane. Sie entflieht ihrer eigenen Düsternis mit ihren Geschichten. Realität und Fiktion scheinen zu verschwimmen, als eines Tages Raban vor Arianes Haustür steht...

Das Buch ist rein äußerlich betrachtet schon wunderschön! Der Schutzumschlag schimmert wunderbar und das Design passt perfekt zur Geschichte. Doch vor allem die inneren Werte haben mich komplett überzeugen können.

Das Buch hat zwei Handlungsstränge. Zum einen lesen wir Arianes Roman, der sich recht düster mit 023 und den anderen Jugendlichen beschäftigt. Sie werden von einem irren Forscher gefangen gehalten, der ihnen übermenschliche Fähigkeiten verpasst hat.
Das ganze fand ich super spannend und außergewöhnlich. Die Geschichte hatte schon ihr eigenes Romanpotenzial.
Zum anderen begleiten wir Ariane in ihrem Schreibprozess und ihrem recht traurigem Leben. Ariane ist in Therapie. Sie fühlt sich allein gelassen und hadert mit ihrem Leben. Sie sucht noch ihren Platz auf der Welt und findet nur Zuflucht in ihren Geschichten. Die 18-Jährige war eine sehr liebenswerte und authentische Figur. Sie hatte mein Mitgefühl und ich begleitete sie sehr gerne auf ihrem Weg zur Selbstheilung.

Dabei steht ihr Raban zur Seite, der mit seiner Fähigkeit die Geschichte absolut bereichert hat. Ich plaudere nicht aus, was Raban so drauf hat, kann aber so viel sagen, dass die Autorin damit absolut einen Nerv bei mir getroffen hat.

Überhaupt hat mich Rebecca Andels Schreibstil nur begeistert. Er ist schockierend, poetisch, unaufdringlich und fesselnd. Wenn ich die Zeit zum Lesen gefunden hatte, dann waren gleich einige Seite dahingeflogen.

Ich fand es so wunderbar erfrischend, endlich mal wieder ein Buch vor mir zu haben, dass mich restlos begeistern konnte. "Feder und Klinge" ist kein klischeebehaftetes Jugendbuch. Ganz im Gegenteil, Rebecca Andel hat sich mit ihrem Debüt eine Geschichte ausgedacht, die wirklich einzigartig und wunderschön ist!