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Veröffentlicht am 25.02.2019

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Hinter Glas
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Angesprochen hat mich hier der Klappentext, und ich war gespannt auf die Umsetzung.

Alice hat es nicht leicht, sie ist ständig krank und wird in der Schule gemobbt. Sie traut sich nicht, es ihren Eltern ...

Angesprochen hat mich hier der Klappentext, und ich war gespannt auf die Umsetzung.

Alice hat es nicht leicht, sie ist ständig krank und wird in der Schule gemobbt. Sie traut sich nicht, es ihren Eltern zu erzählen denn die haben ganz eigene Probleme. Die Atmosphäre in ihrem Zuhause ist bedrückend, sodass Alice sich auch dort nicht wohlfühlt. So hat sie niemanden, dem sie sich anvertrauen kann, doch dann taucht Niko auf. Er ist neu an der Schule und interessiert sich für Alice, endlich wird sie gesehen und erfährt Zuneigung, doch entwickelt sich die Beziehung mit der Zeit in eine gefährliche Richtung.

Ich kann dem Klappentext nur zustimmen, Julya Rabinowich hat einen intensiven und auch poetischen Schreibstil. Zu Beginn mochte ich die manchmal kurzen und eher abgehackten Sätze, doch mit der Zeit merkte ich, dass ich so keine starke Bindung mit der Protagonistin aufbauen konnte. Sie war immer etwas distanziert von mir, obwohl wir die Geschichte aus ihrer Sicht lesen.

Das Buch hat gerade mal 190 Seiten und ich muss leider sagen, mir fehlte etwas. Ich konnte die Situation von Alice in ihrem zu Hause nicht ganz begreifen, konnte das Verhalten von ihrem Vater trotz Erklärung am Ende nicht verstehen. Ich möchte nicht spoilern, deswegen nur, manches blieb mir zu blass. Die Beziehung zwischen Alice und Niko war aber greifbar für mich, ich habe gut verstanden, wieso sie mit ihm zusammenkam und auch warum sie mit ihm zusammenbliebt. Auch fand ich interessant, wie sich die Wahrnehmung des Lesers was Niko betrifft mit der Zeit verändert.

Was mir leider so gar nicht gefallen hat, war etwas, was am Ende der Geschichte vorkam. Ich habe kein Problem damit, wenn nicht alles logisch erklärt wird, aber dies war mir too much. Wenn ein Buch auf einmal in eine, wie soll ich sagen, spirituelle Richtung geht, wobei ich auch nicht weiß, ob dies das richtige Wort ist, aber ich möchte nicht spoilern. Diese Entwicklung war mir zu viel und hat mir auch nicht gefallen, ich hätte mir da eine Hilfe die mehr Hand und Fuß hat gewünscht und die realistischer ist.

Fazit:
Die Idee der Geschichte hat mir gefallen und ich finde das Thema auch wichtig, es geht um Mobbing und häusliche Gewalt, genauso auch darum, wie schnell man in einer Beziehung landen kann, die in eine gewalttätige Richtung geht.
Doch war es mir insgesamt etwas zu wenig und eine Sache fand ich zu unrealistisch.
Dafür stach der tolle und besondere Schreibstil der Autorin heraus.
3,5 Sterne

Veröffentlicht am 10.02.2019

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Liebe und Lügen (Kampf um Demora 2)
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Band 1 Vertrauen und Verrat fand ich letztes Jahr richtig toll und ich habe mich sehr auf die Vorsetzung gefreut. Aber oft finde ich, dass der Mittelband einer Trilogie etwas schwächelt und dem war leider ...

Band 1 Vertrauen und Verrat fand ich letztes Jahr richtig toll und ich habe mich sehr auf die Vorsetzung gefreut. Aber oft finde ich, dass der Mittelband einer Trilogie etwas schwächelt und dem war leider auch hier so.

Nach den Ereignissen in Band 1 ist die politische Lage angespannt. Wer ist Feind und wer Freund? Und wie wird es mit der Beziehung zwischen Sage und Alex weiter gehen? Alex ist in seiner Position viel unterwegs und die beiden sehen sich lange nicht. Doch dann bekommt er eine neue Mission, diese ist streng geheim, doch Sage ist wie gewohnt neugierig und intelligent, sodass sie es geschickt anstellt, um an Information zu kommen.

Alex leidet sehr an den Ereignissen aus dem Vorgänger Band, da ich ihn sehr mochte, habe ich da auch mit ihm mit gelitten. Das Buch wechselt wieder zu verschiedenen Charakteren, so begleitet man als Leser auch Alex und bekommt einen guten Überblick über seine Gefühlslage. Sage hat diesen Einblick leider nicht und reagiert deswegen in meinen Augen manchmal nicht so glücklich, genauso wie dann Alex im Bezug auf sie. Ich hätte die beiden am liebsten in eine Ecke gesetzt und gesagt "redet endlich miteinander".

Die Militärszenen und die ganze Politik haben mir gut gefallen, doch fehlte mir manchmal die Spannung. Für mich hätte man da gerne ein paar Seiten kürzen können. Ich fand Liebe und Lügen immer noch gut, doch an Band 1 kommt es für mich nicht ran. Diesen Lesesog gab es dieses Mal bei mir nicht. Was vielleicht auch daran lag, dass ich die Beziehung zwischen den beiden in Band 1 so spannend fand, diese hier aber gerade zu Beginn sehr kurz kam.

Fazit:
Kommt für mich nicht an Band 1 ran.
Mit einem klärenden Gespräch hätte so viel vermieden werden können und gerade diese Szenen kosteten mich nerven.
Die Militär Elemente haben mir gefallen und ich mochte auch Alex und Sage, doch gerade die Interaktionen im ersten Drittel des Buches zwischen den beiden, haben meiner Sympathie einen kleinen Abbruch getan.
3,5 Weinlachgummis

Veröffentlicht am 06.01.2019

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Banned Lust
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Kurzmeinung

Banned Lust ist mittlerweile das 10. Buch, welches ich von Akira Arent gelesen habe, doch hat es mir nicht ganz so gut gefallen wie die anderen. Im Vergleich zu den anderen von mir bis jetzt ...

Kurzmeinung

Banned Lust ist mittlerweile das 10. Buch, welches ich von Akira Arent gelesen habe, doch hat es mir nicht ganz so gut gefallen wie die anderen. Im Vergleich zu den anderen von mir bis jetzt gelesenen Büchern empfand ich die Geschichte hier als nicht so Rund. Vielleicht liegt es daran, dass es wohl eins der ersten Bücher des Autors ist. Die Geschichte dreht sich um die Halbbrüder Roy und Josh, da die Mutter der beiden auf voller Linie versagt, kümmert sich Josh um seinen kleinen Bruder. Durch dieses "Wir beide gegen den Rest der Welt" entsteht eine enge Bindung zwischen den beiden.

Ich hätte das Buch zwischenzeitlich beim Lesen am liebsten abgebrochen, weil es mich solche Nerven gekostet hat, nicht weil es schlecht war, sondern weil die kleine romantische Stimme in mir die ganze Zeit "kriegt es doch endlich auf die Reihe" gebrüllt hat. Es gibt Bücher, da weiß man, am Ende hat man sein Happy End, doch hier war ich mir immer unsicher. Was mich auf Dauer, denn das Buch ist nicht unbedingt kurz, echt nerven gekostet hat. Es gab ein paar Dinge, die fand ich too much. Und einzelne Szenen waren so, wie soll ich sagen, haltlos, die Verknüpfung drum herum fehlte mir. Deswegen wirkte manches auf mich nicht so stimmig. Trotzdem hat mir die Geschichte im Großen und Ganzen gefallen.

Auf der Gefühlsebene war ich völlig eingenommen von der Geschichte. Ich habe vor Trauer ein bisschen glasige Augen bekommen und dann auch vor Freude. Ich habe richtig mit gelitten und gebangt, ihr hättet meine Mimik beim Lesen sehen sollen, der Mann im Zugwaggon schräg gegenüber hat ganz komisch geschaut^^. Und auch nach dem Lesen hat mich die Geschichte nicht gleich wieder losgelassen.

3,5 Sterne

Veröffentlicht am 19.11.2018

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Liebe kennt keine Angst
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Kurzmeinung

Nachdem mir Band 1 und 3 so gut gefallen haben, wollte ich auch diesen Band lesen. Ich war etwas skeptisch, weil wieder das Amish Thema aufgegriffen wurde, aber in den Besprechungen hieß es, ...

Kurzmeinung

Nachdem mir Band 1 und 3 so gut gefallen haben, wollte ich auch diesen Band lesen. Ich war etwas skeptisch, weil wieder das Amish Thema aufgegriffen wurde, aber in den Besprechungen hieß es, hier gäbe es doch Unterschiede. Diese Unterschiede waren für mich nun nicht so deutlich. Klar Eli und Jonah sind unterschiedlich, aber trotzdem empfand ich vieles ähnlich. Raine kennt man schon als guten Freund von Geoff und ich habe mich gefreut, hier wieder über ihn zu lesen.

Auch hier fand ich es wieder schön zu lesen, wie die beiden Männer zueinanderfinden. Und man darf es, was den Realismus angeht, einfach nicht zu eng sehen. Gerade wenn man bedenkt, wie viele gleichgeschlechtliche Paare es nun schon auf dieser Farm gibt. Davon abgesehen war die Geschichte wieder richtig schön etwas für das Herz, ein bisschen Romantik, ein bisschen Drama, viele Gefühle und Jonah ist schon sehr goldig, wie er die Welt der englischen entdeckt.

Im Vergleich zu den anderen zwei Büchern, gab es auch nicht so viele Erotik Szenen, was ich nicht als negativ empfand, einfach nur als Info, falls man so Szenen nicht so mag, dann wäre der Band wohl eher was für einen. Da man die Geschichten auch durcheinander lesen kann, denn eigentlich ist es ja klar, dass das Paar auch zusammenkommt ;)

Fazit:
Für mich bis jetzt zwar der schwächste Band, aber trotzdem noch schön zu lesen.
Leichte und süße Gay Romance Unterhaltung für zwischendurch mit dem tollen Farm Feeling.
3,5 Sterne

Veröffentlicht am 20.10.2018

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Der Abgrund in dir
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Der Abgrund in dir war mein erstes Buch aus dem Diogenes Verlag. Auf das Buch gekommen bin ich durch den Autor. Da dieser auch das Buch zu Mystic Ricer und Shutter Island geschrieben hat, zwei Filme, die ...

Der Abgrund in dir war mein erstes Buch aus dem Diogenes Verlag. Auf das Buch gekommen bin ich durch den Autor. Da dieser auch das Buch zu Mystic Ricer und Shutter Island geschrieben hat, zwei Filme, die ich sehr genial fand.


Das Buch handelt von Rachel und der Leser begleitet sie über einen größeren Zeitraum. Sodass man am Anfang auch ihre Mutter kennenlernt, und das Verhältnis zwischen den beiden. Dieses hat Rachel sehr geprägt. Man ist dabei, wie sie von Teenager ins Erwachsenenalter wechselt, ihren Vater sucht und letztendlich nach Haiti geht und dort einen Zusammenbruch hat. Dieser erste Abschnitt war zwar wichtig, um ihren Charakter zu formen und sie, so dem Leser näher zu bringen. Doch war es nicht immer spannend. Die Geschichte zog sich und ich fragte mich, was wird noch passieren. Der Anfang ist nämlich vielversprechend, Rachel erschießt jemanden und man fragt sie, wie ist es dazu gekommen.


In Teil 2 lernt sie nun Brian näher kennen und ab hier wurde es für mich spannend. Rachel hat große Probleme und verlässt ganze 18 Monate ihre Wohnung nicht. Den Aspekt mit den Ängsten fand ich gut eingebracht und glaubwürdig dargestellt. Mit der Zeit werden immer mehr Details eingestreut, sodass Rachel anfängt, an Brian zu zweifeln und der Leser auch. Es wird richtig spannend und ich hing nur noch an den Seiten, weil ich unbedingt wissen wollte wie es ausgeht.


Die Story hat mich dann auch überraschen können. Leider fand ich ein paar Punkte nicht so glaubwürdig, da sie einfach zu viel waren. Zu viele Zufälle, so viele Eventualitäten. Davon abgesehen fand ich die Geschichte dann ab Teil 2 sehr interessant. Das Ende war mir etwas zu offen, da habe ich mich ein wenig in der Luft hängen gelassen gefühlt.


Fazit:
Eine interessante Story, bei der man gar nicht mehr weiß, was man glauben soll.
Leider erst ab dem zweiten Teil spannend, davor plätschert es etwas vor sich hin.
Manche Zufälle waren mir zu viel, dafür gab es schöne WoW Effekte.
3,5 Sterne