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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2019

Eine gelungene Fortsetzung

Third Chance
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Inhalt

Dies ist der zweite Band der „Chance-Reihe“ von Rose Bloom. Im Vorgängerband wurde die Geschichte von Nashs Bruder, Tanner, erzählt. In diesem Roman bekommen Nash und Elli ihre Geschichte.

Nash ...

Inhalt

Dies ist der zweite Band der „Chance-Reihe“ von Rose Bloom. Im Vorgängerband wurde die Geschichte von Nashs Bruder, Tanner, erzählt. In diesem Roman bekommen Nash und Elli ihre Geschichte.

Nash ist beim selben Pflegevater wie Tanner aufgewachsen. Doch Nash birgt ein großes, dunkles Geheimnis und verfällt, um seine Vergangenheit zu vergessen, den Drogen. Er droht sich selbst zu verlieren, bis seine Brüder Everett und Tanner ihn dazu ermutigen, ein Entzugsprogramm mitzumachen. Dieses findet zum Teil auf einer Ranch in Texas statt und soll ihn dabei unterstützen clean zu werden und ihn wieder in das alltägliche Leben eingliedern.
Hier trifft er auf Elli, eine Frau welche ebenfalls an dem Programm teilgenommen hat, aber die Ranch noch nicht verlassen will. Als Nash Elli begegnet, wird er von ihrer unfreundlichen Art gegenüber ihm überrascht. Nash merkt sofort, dass auch Elli Dinge erlebt haben muss, die sie sehr gebrandmarkt haben.
Doch auch wenn Elli Nash zunächst aus dem Weg geht, verbringen sie immer mehr Zeit miteinander und kommen sich näher…Doch kann das gut gehen oder ziehen sie sich gegenseitig wieder in den Strudel der Dunkelheit?



Cover

Das Cover ist ähnlich wie das erste Band gestaltet, lediglich die Farbe ist anders. So passen beide sehr gut zusammen und sind im Regal sehr stimmig. Da mir die Gestaltung des ersten Bands schon gut gefallen hat, ist es bei diesem Buch nicht anders.



Schreibstil

Ich finde, dass Rose Bloom einen sehr flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil hat. Alles wirkt sehr authentisch und das hat mich das Buch kaum aus der Hand legen lassen. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin sich mit dem Thema Drogenabhängigkeit gut auseinander gesetzt hat und versuchte es gut und echt darzustellen. Dies merkte man auch an der Beschreibung der Charaktere: Sie beschrieb Nash anfangs so, dass ich ihn in meinem Kopf ganz und gar unattraktiv (hager, eingefallenes Gesicht, Augenringe…) gestaltete. Je besser es ihm ging, je mehr veränderte sich sein Aussehen. Ich hatte das Gefühl seinen Weg mitzubeschreiten und an seiner Seite zu sein.

Die erotischen Szenen waren auch hier wieder dezent und gut gesetzt. Bei manchen Romanen finde ich erotische Szenen sehr unangenehm zu lesen, doch hier war dies nicht der Fall.
Besondere Beachtung schenke ich auch hier wieder den vier verschiedenen Perspektiven. Man bekommt, wie auch im vorherigen Band, Einblicke in die Vergangenheit und die Gegenwart beider Protagonisten.

Was ich ebenfalls super finde: Man kann beide Bücher unabhängig voneinander lesen. Man muss „Second Chance“ nicht gelesen haben, um „Third Chance“ zu verstehen.



Charaktere

Nash ist sehr gut ausgearbeitet. Man kann seinen Schmerz fühlen und kann ihn verstehen, auch wenn ich Drogen natürlich absolut nicht gutheiße (!). Aber man kann seine Verzweiflung spüren, seine Angst und sein Gefühl allein mit allem zu sein. Nashs Charakterentwicklung ist richtig gut. Er verändert sich von seinem Auftreten und seinem Aussehen und man bangt sehr mit, dass er clean bleibt und den Weg weiter so beschreitet, wie er ihn auf der Ranch begonnen hat.
Auch Elli hat mir super gut gefallen. Auf eine Art ist sie sehr taff und teilweise sogar Schroff, aber als Leser sieht man auch ihre verletzliche Seite, die ab und an zum Vorschein kommt.
Die aufgebaute Spannung zwischen den beiden war einfach so greifbar und so von Sehnsucht und Zerrissenheit geprägt, dass es mich selbst zerrissen hat.
Beide Geschichten sind sehr berührend und in Verbindung ein Feuerwerk von Dunkelheit und Liebe.


Meine Meinung

Die Fortsetzung ist wirklich gelungen. Second Chance hat mir schon gut gefallen, aber dieser Teil ist sogar noch besser. Diese zwei Seelen, die jede Menge schlechtes Karma gesammelt haben und sich dann begegnen. Zunächst Angst voreinander haben, sich dann entschließen zu vertrauen, sich dann verlieren und aber wieder begegnen. Man bekommt hier so viele Emotionen zu spüren, sowohl negative, als auch positive. Hoffnung und Hass, Liebe und Schmerz, Vertrauen und Wut. Das Ende hat mir dann ganz den Atem geraubt. Ich kann es kaum erwarten den dritten Teil in den Händen zu halten!
Absolute Kaufempfehlung.

Veröffentlicht am 08.01.2019

Feuerwerk aus Schmerz, Verzweiflung und Liebe.

All In - Tausend Augenblicke
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Inhalt

Kacey ist Mitglied in einer Rockband, welche kurz vor dem Durchbruch steht. Sie hangelt sich durch ihr Leben, von Konzert zu Konzert, von Party zu Party, von einem Alkoholexzess in den nächsten.

Sie ...

Inhalt

Kacey ist Mitglied in einer Rockband, welche kurz vor dem Durchbruch steht. Sie hangelt sich durch ihr Leben, von Konzert zu Konzert, von Party zu Party, von einem Alkoholexzess in den nächsten.

Sie lebt das Leben einer Rock-Göre, so wie es eben im Buche steht. Doch dann tritt Jonah in ihr Leben, der sie zuvor an einem Abend aus einer prekären Situation befreite, bei welcher sie wieder mal vom Alkohol weggetreten war.
Jonah ist das komplette Gegenteil von Kacey. Er hält sich strikt an seine Routine und an seine Regeln. Eine Routine, welche einen schrecklichen Hintergrund hat.
Beide wissen nicht, dass dieser Abend der Beginn von etwas emotionalen ist, von einer Zerreißprobe welche herzergreifender nichts sein kann.


Cover

Das Cover ist relativ schlicht gehalten. Keine Figuren auf dem Titel, kein Gesicht, nur der Titel steht in großen Lettern auf der Vorderseite. Das Buch ist in die Farben Lila/Rosa/Gelb getunkt und auch wenn das Cover vergleichsweise schlicht ist, ist es ein absoluter Hingucker. Die Farbkombination ist harmonisch und gleichzeitig so auffallend, dass es nicht nur auf Bildern, sondern auch im Regal sofort ins Auge sticht.


Schreibstil/Aufbau

Dazu kann und will ich gar keine großen Reden schwingen. Der Schreibstil ist fesselnd, emotional, herzergreifend, zerschmetternd und hat mich mehr als einmal zu Tränen gerührt. Mehr Worte braucht es hierzu gar nicht.

Das Buch kann man in drei Teile gliedern. Das Kennenlernen der beiden, die Zeit zusammen und dann das emotionale Finale. Die Kapitel sind aus der Sicht von Jonah und Kacey geschrieben, sodass man sagenhafte Einblicke in die Gefühlswelt beider bekommt.



Charaktere

Kacey habe ich sofort in mein Herz geschlossen, auch wenn manche sie als nicht ganz so sympathisch betiteln würden. Ich habe sie verstanden, habe mitgelitten und hatte das Gefühl genau zu wissen warum sie das alles macht und sich so verhält. Kacey wirkt zwar frech und als wäre sie aus den Fugen geraten, aber nein. Sie ist liebe- und verständnisvoll, achtet auf Andere und fühlt sich einfach nur unfassbar allein und missverstanden.
Jonah ist genauso ein wundervoller Charakter. Alles was er will ist niemandem weh zu tun. Er passt auf alle um sich herum auf und hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt.

Kurz um: ich liebe sie beide. Und ich kann sie einfach immer noch nicht loslassen, weil sie so wundervoll sind. Und wenn sie zusammen sind: Oh mein Gott. Da könnten mir gerade wieder die Tränen kommen.


Meine Meinung

Wie ihr vielleicht schon zwischen den Zeilen heraus lesen konntet: Ich war begeistert. Ich habe mich gefreut und geweint. Viel geweint, mitgefühlt und mitgelitten. Ich habe mich genauso zerrissen gefühlt wie sich die beiden Protagonisten gefühlt haben müssen. Ständig habe ich mich gefragt, wie eine Autorin es nur schaffen kann, mich Schmerz fühlen zu lassen, den ich selber (zum Glück) noch nie so erleben musste. Ich spürte die Liebe,das Glück, den Schmerz und die pure Verzweiflung so als wäre es meine eigene.
Jedes Wort war wie ein Kribbeln auf meiner Haut und ich sog jeden Satz nur so in mich auf.

Das Buch war wie eine Sucht für mich – ich war süchtig nach den Emotionen, nach den Gefühlen. Ich konnte nicht aufhören und konnte das Buch nur mit Mühe weglegen.
Die Geschichte ist so durchdacht und fesselnd; und das sage ich obwohl ich dieses Genre einfach kaum lese.

Mir fiel es noch nie so schwer eine Rezension zu verfassen, da ich Angst hatte das meine Worte nicht das ausrücken können was ich sagen will und dem Buch nicht gerecht werden.
Ich hoffe es hat geklappt und ich konnte euch neugierig machen.

Definitiv mein Jahreshighlight!



„Vielleicht haben wir nicht für immer, aber wir haben Augenblicke, Tausende über Tausende von Augenblicken. Lass uns jeden davon bis zum Letzten auskosten.“

Veröffentlicht am 08.01.2019

Eines meiner liebsten Fantasyromane

Nijura - Das Erbe der Elfenkrone
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Inhalt

Ein Mensch hat die magische Krone der Elfen gestohlen und einen Teil des Volkes versklavt. Das Fortbestehen des Elfenvolks und das Gleichgewicht der Welt stehen auf dem Spiel.

Auf der Halbelfe ...

Inhalt

Ein Mensch hat die magische Krone der Elfen gestohlen und einen Teil des Volkes versklavt. Das Fortbestehen des Elfenvolks und das Gleichgewicht der Welt stehen auf dem Spiel.

Auf der Halbelfe Nill lastet die ganze Hoffnung des Volkes, da sie die Auserwählte ist, sie ist Nijura. Sie soll den Menschen stürzen und das Elfenvolk retten. Die Waffe hierfür hat nur Nill in ihrem Besitz. Auf dem Weg zum Turm des Menschenkönigs wird sie von einigen Gefährten begleitet, die ihr helfen und sie schützen sollen. Gelingt es Nill und ihren Gefährten die versklavten Elfen zu befreien und den König zu stürzen, oder scheitern sie bei ihrem gefährlichen Abenteuer?


Cover

Das Cover gefällt mir im Gegensatz zum alten Cover nicht so gut.
Das jetzige Cover sieht zwar auch nicht schlecht aus, hebt sich aber nicht von der Masse ab, sondern gliedert sich viel mehr ein. Auf diese Art und Weise werden zur Zeit viele Cover gestaltet und deshalb hätte ich nicht nur wegen des Covers zum Buch gegriffen. Das war bei dem alten Cover mit Nill drauf nämlich damals der Fall.


Schreibstil

Der Schreibstil der Autorin lässt sich als sehr detaillverliebt und flüssig beschreiben, was mir ermöglichte tief in die Geschichte einzutauchen. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und in meinem Kopf lief alles wie in einem Film ab – und genau das macht ein gutes Buch aus. Die Seiten sind nur so dahin geflogen und so flog auch die Zeit. Die Geschichte ist in vier Handlungssträngen unterteilt, welche sich im Verlauf des Buches abwechseln. Die einzelnen Perspektiven bauen jedoch aufeinander auf und hängen zusammen, sodass alles am Ende zu einem schönen Gesamtbild führt.
Der Einstieg in das Buch verläuft vorerst etwas langsamer, da zunächst nicht allzu viel passiert. Es wird einiges über den Protagonisten Scapa erzählt, über seine Gefühlswelt und über seine Ängste und Probleme. Da er im Buch jedoch später auch eine größere Rolle spielt, hat mir auch das persönlich gut gefallen.

Der Roman ist an einigen Stellen auch sehr philosophisch, was ich sehr liebte, da es mich zum Nachdenken anregte.


Charaktere

Nill war ein Charakter, den ich von Anfang an sehr mochte und mit der ich in meinem Kopf sofort harmonisierte.Sie war zu Beginn ein sehr schüchterner Charakter und entwickelte sich im Laufe des Buches zu einem starken und auch eigenständigen Mädchen. Ich konnte da viel auf mich selbst übertragen und das machte es für mich auch etwas leichter Nill in manchen Situationen zu verstehen. Auch für Scapa hegte ich viel Sympathie, auch wenn ich ihn manchmal als etwas „schwach“ einstufen würde. Das wiederum hat dann meinen Beschützerinstinkt geweckt und so mochte ich auch ihn.
Der Antagonist der Geschichte ist am besten ausgearbeitet und wirkte auf mich sehr vielschichtig. Mehr sage ich dazu aber nicht ?


Meine Meinung

Ich habe das Buch bereits vor fast neun Jahren gelesen und damals war es mein erster High-Fantasy-(Jugend-)Roman. Ich war so unglaublich angetan von dem Buch, dass ich von da an meine große Liebe zu diesem Genre und den Elfen entdeckte. Als ich sah, dass es neu aufgelegt wurde, dachte ich, dass es an der Zeit für einen „Reread“ ist.
Und siehe da: Mir gefällt es immer noch genauso gut! Ich hoffe, das liegt nicht daran, dass ich beim Lesen dieses Buches auch etwas in Erinnerungen an meine Kindheit schwelgte :D.

Viele kritisieren die stärkeren Parallelen zu Herr der Ringe – das kann ich weder abstreiten noch bestätigen, da ich Herr der Ringe nicht gelesen habe.
Außerdem wurde in anderen Rezensionen auch geschrieben, dass es zu langatmig gewesen sei; das kann ich aber überhaupt nicht bekräftigen, weil ich zu keiner Zeit das Gefühl hatte das Buch weglegen zu müssen. Das Buch ist zwar dick, aber ist der Geschichte meines Erachtens auch angemessen. Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich detaillierte Bücher sehr gerne lese, da ich mir so alles besser vorstellen kann.

Vieles zu meiner Meinung konnte man bereits in den oberen Abschnitten heraus lesen und konnte so bereits erahnen, dass ich von diesem Buch begeistert war. Wenn man bedenkt, in welchem Alter die Autorin diesen Roman geschrieben hat, dann beeindruckt mich die Geschichte umso mehr.

Um meine Rezension abzuschließen: Ein wundervoll abenteuerlicher Fantasyroman, der meiner Meinung nach in das Regal eines jeden Fantasyliebhabers gehört.

Veröffentlicht am 08.01.2019

Guter Thriller, aber viele Zufälle

Rachewinter
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Inhalt

Mehrere Männer werden grausam ermordet. Obwohl sie aus verschiedenen Städten kommen, haben sie scheinbar eines gemeinsam: Sie haben sich zuvor mit ein und derselben Frau getroffen. Doch diese scheint ...

Inhalt

Mehrere Männer werden grausam ermordet. Obwohl sie aus verschiedenen Städten kommen, haben sie scheinbar eines gemeinsam: Sie haben sich zuvor mit ein und derselben Frau getroffen. Doch diese scheint wie ein Phantom zu sein und es ist nicht klar, ob es diese Frau überhaupt gibt.
Die Polizei glaubt zunächst an Unfälle. Doch Kriminalhauptkommissar Walter Pulaski ist anderer Meinung und ermittelt auf eigene Faust weiter. Doch auch er stößt auf Probleme und benötigt die Hilfe von der Anwältin Evelyn Meyers aus Wien.
Auf einmal sind sie beide in den Fall verwickelt, da sie erkennen, dass sie den Fall gemeinsam lösen können. Allerdings ist der Täter raffinierter und grausamer als sie denken und bringt sie in eine gefährliche Situation…


Cover

Das Cover gefällt mir sehr gut, weil das Design an den „Winter“ angelehnt ist. Somit passt es wunderbar zu den vorherigen Teilen und ist ein Hingucker im Bücherregal.
Schreibstil

Der Schreibstil von Andreas Gruber ist sehr leicht und flüssig zu lesen. Die Seiten fliegen dadurch nur so dahin. Mit seiner permanenten, unterschwelligen Spannung und seinen eingebauten Cliffhangern, kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Auch die verschiedenen Perspektiven haben mir sehr gut gefallen. So konnte man die Charaktere besser kennenlernen und ihr Handeln besser nachvollziehen.


Charaktere

Walter Pulaski ist ein schroffer und sarkastischer Charakter. Jedoch merkt man immer wieder, dass er auch weiche Seiten an, was ihn sehr liebenswert macht.
Evelyn Meyers begeistert mich durch ihren Sinn für Gerechtigkeit. Sie scheint in ihrm Beruf als Anwältin noch etwas grün hinter den Ohren zu sein, jedoch hängt sie sich mit allem was sie hat rein und scheint so sehr ehrgeizig.
Die Täterin hat mir auch gut gefallen, da ich das Gefühl hatte, dass diesbezüglich ganz gut recherchiert wurde.


Meine Meinung

Mir haben die Idee hinter dieser Geschichte und der Schreibstil von Herrn Gruber sehr gut gefallen. Das Buch hat 592 Seiten und doch kam es mir nicht so vor. Wenn ein Autor das schafft, ist es schon mal nicht schlecht.
Ich liebe es, wenn Geschichten aus verschiedenen Perspektiven geschrieben sind und deshalb gibt es von mir auch hier ein großes Plus. Man wusste immer sofort in welcher Perspektive man sich gerade befindet und es war spannen zu verfolgen, wie die Geschichten nach und nach zusammen finden.
Trotz den vielen positiven Aspekten, habe ich auch was auszusetzen. Die Darstellung von Schutzpolizei und der Kripo inklusive deren Verhältnis zueinander war wie in Krimifilmen im Fernsehen. Dem ist in der Realität aber überhaupt nicht so. Ein so erfahrener Autor sollte das eigentlich wissen. Vielleicht sollten Pulaskis Charaktereigenschaften so mehr zur Geltung kommen, aber auch dann stört mich das sehr.
Außerdem wirkten einige Zufälle zu abstrus und zu sehr an den Haaren herbei gezogen. Die Geschichte beinhaltet viele solcher Geschehnisse und an manchen Stellen war es einfach zu viel des Guten.

Trotz meiner Kritikpunkte hatte ich viel Spaß beim Lesen und konnte es vor allem gegen Ende gar nicht mehr weglegen.
Also Empfehlenswert!

Veröffentlicht am 08.01.2019

Spannender Thriller mit Schwächen

Racheherbst
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nhalt

Nachdem eine Leiche an einer Brücke in Leipzig gefunden wird, ist schnell klar, dass das LKA kein großes Interesse daran hat den Fall zu übernehmen, obwohl vieles auf einen grausamen Mord hindeutet.
Als ...

nhalt

Nachdem eine Leiche an einer Brücke in Leipzig gefunden wird, ist schnell klar, dass das LKA kein großes Interesse daran hat den Fall zu übernehmen, obwohl vieles auf einen grausamen Mord hindeutet.
Als Walter Pulaski die Mutter der Verstorbenen kennenlernt, ist der Kripobeamte sich sicher, dass er nun selbst ermitteln muss. Gemeinsam mit der Mutter Mikaela begibt er sich auf die Suche nach dem Mörder, der wohl Europaweit zuschlägt. Mikaela kommt hierbei in einige brenzlige und gefährliche Situationen. Als sie die Spur nach Österreich führt, treffen sie auf die Anwältin Evelyn Meyers, welche einen Arzt in einem Fall vertritt. Auch sie deckt nach und nach Dinge von ihrem Klienten auf, die sie besser nicht aufgedeckt hätte. Denn auch das bleibt nicht ohne Konsequenzen…


Cover

Das Cover ist passend zum Titel gestaltet. Der Schriftzug ist in Grün gehalten und Pilze mit Moos sind zu sehen. Ich finde, dass das Cover schlicht und doch sehr schick aufgemacht wurde. Die verschiedenen Teile passen ausgesprochen gut zusammen.


Schreibstil

In diesem Buch gibt es zwei Handlungsstränge. Einer spielt sich in Wien ab, der andere in Leipzig. Ich persönlich liebe es ja, wenn aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, weil man so einfach immer einen besseren Einblick in die Charaktere bekommt. Zudem ist es auch, vor allem bei Gruber, super spannend zu lesen, weil alles nach und nach zu einem Gesamtbild zusammengeführt wird. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, das Tempo rasant. Gerade am Ende wird der Suchtfaktor enorm hoch, da sich Dramatik mit einer atemberaubenden Spannung paart. Durch den durchaus speziellen Charakter Walter Pulaski, wird der Roman trotzdem etwas aufgelockert, da eine Portion Sarkasmus und Humor mit einfließt. Einen Kritikpunkt, den ich schon bei Rachewinter (ja, ich lese die Reihe rückwärts :D) angemerkt habe ist, dass es mir ein paar Zufälle zu viel sind. An manchen Stellen war es so fragwürdig, dass für mich die Qualität des Thrillers litt.



Charaktere

Pulaski und Meyers sind toll ausgearbeitete und authentische Charaktere. Wie bereits erwähnt, ist Pulaski ein schroffer und sarkastischer Charakter. In diesem Thriller hatte ich jedoch zum ersten Mal das Gefühl, dass er auch unglaublich naiv ist. Ihm passieren Dinge, bei denen ich mich häufig fragte wie das passieren kann. Die Mutter der Ermordeten, Mikaela, hat mich jedoch manchmal sehr genervt. Ihre Charakterentwicklung empfand ich leider stellenweise auch als etwas unglaubwürdig. Man hatte das Gefühl, sie entwickelt sich vom grauen Mäusschen zu Hulk.



Meine Meinung

Der Thriller ist sehr spannend und vor allem der Showdown am Ende lässt einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Idee Handlung ist interessant, die Umsetzung hat mir nicht immer gefallen. Wie bereits gesagt, waren mir einige Zufälle zu viel des Guten und Pulaski war mir an einigen Stellen wirklich zu naiv (um jetzt nicht blöd zu sagen). Auch die Polizeiarbeit war nicht besonders gut dargestellt (z.B: Durchsuchung verläuft negativ, aber bei einer heimlichen Durchsuchung durch eine andere Person wird eine eigentlich offensichtliche Sache gefunden). Besonders gut gefallen haben mir jedoch die Aufteilung der zwei Handlungsstränge, der Schreibstil, das rasante Tempo und die Beschreibung der Städte. Gruber hat wirklich ein Händchen dafür ein authentisches Setting zu schaffen.
Auch wenn es doch einige Dinge gab, die ich zu kritisieren hatte, machte es die Spannung wieder wett. Da ich zwischen 3,5 und 4,0 Punkten schwankte, bekommt es aufgrund des guten Endes doch noch die 4,0.