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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.08.2017

College Romanze

Fangirl
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Die Zwillinge Wren und Cather, genannt Cath gehen zwar auf das gleiche College, jedoch in unterschiedlichen Wohnheimen. Während Wren das neue Leben in vollen Zügen genießt und jede Menge neue Freundschaften ...

Die Zwillinge Wren und Cather, genannt Cath gehen zwar auf das gleiche College, jedoch in unterschiedlichen Wohnheimen. Während Wren das neue Leben in vollen Zügen genießt und jede Menge neue Freundschaften schließt, zieht sich Cath immer mehr zurück. Sie liebt es in ihrem Zimmer zu sitzen und Fanfiction rund um Simon Snow zu schreiben.

So bemerkt sie auch fast nicht als sich der Freund der Wohnkameradin in sie verliebt. Erst langsam fängt sie an ihm zu vertrauen und eine zarte Liebe erblüht.

Dies ist ein nettes Buch über das erste Jahr in einem amerikanischen College und die erste Liebe. Der Schreibstil ist einfach und gut für Jugendliche geeignet. Großen Tiefgang oder spannende Szenen braucht man jedoch nicht zu erwarten. Leider haben mich die kurzen eingestreuten Absätze oder Geschichten rund um Simon Snow eher gestört als unterhalten.
Ich glaube für das Thema Fan Fiction werde ich allmählich zu alt.

Veröffentlicht am 12.08.2017

Der Fox

Eine von uns
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In einem kleinen englischen Dorf geschehen eines Tages merkwürdige Dinge, Gegenstände im Haus sind verschoben, es gibt jedoch keine Einbruchsspuren.
Dann verschwindet eine junge Frau aus dem Dorf und die ...

In einem kleinen englischen Dorf geschehen eines Tages merkwürdige Dinge, Gegenstände im Haus sind verschoben, es gibt jedoch keine Einbruchsspuren.
Dann verschwindet eine junge Frau aus dem Dorf und die Dorfgemeinschaft fürchtet sich von dem Fox der nachts durch die Häuser streicht.

In einzelnen Kapitel werden einzelne Bewohner näher beschrieben. So wird zunächst die Geschichte der jungen Deloris erzählt, die zunehmend die Lust an der täglichen Hausarbeit verliert und beschließt ihren Mann zu verlassen.
Weiter geht es mit Jim einem Vikar der eigentlich gar kein Pfarrer ist und den ein düsteres Geheimnis umgibt.

Die Beschreibungen sind sehr langatmig und die Personen bleiben dennoch farblos und eintönig wie ihr Leben. Skuril wie es in britischen Romanen oft vorkommt. Nur am Ende fiebert man ein wenig mit wer denn jetzt der geheimnisvolle Fox ist.
Der Klappentext weckt große Erwartungen die sich mir leider nicht ganz erfüllten.

Der Schreibstil ist durchaus ausgefeilt und eben teils britisch skuril, sehr große Spannung kommt jedoch nicht auf und die langen detaillierten Beschreibungen hemmen den Lesefluß.

Veröffentlicht am 08.06.2017

Verloren

Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge
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Das Buch beginnt schon sehr ungewöhnlich mit einer im Zug gefundenen Keksdose mit menschlicher Asche. Gefunden von Anthony Peardews der die Dose in seine Sammlung verlorener Gegenstände aufnimmt. In seinem ...

Das Buch beginnt schon sehr ungewöhnlich mit einer im Zug gefundenen Keksdose mit menschlicher Asche. Gefunden von Anthony Peardews der die Dose in seine Sammlung verlorener Gegenstände aufnimmt. In seinem Haus 'Padua' hortet und katalogisiert Peardew Gegenstände die er gefunden hat. Angefangen hat alles als er ein Medaillon seiner Verlobten verloren hat. Rund um die teilweise alltäglichen oder auch skurilen Gegenstände schreibt er Kurzgeschichten.

Laura, die gerade eine gescheiterte Beziehung hinter sich hat, liest im Wartezimmers ihres Arztes von dem sich ein Rezept für Tabletten erhofft, die Stellungsanzeige und fühlt sich sofort zu dem älteren Anthony und seinem Haus hingezogen. Sie kümmert sich um den Hauhalt mit Ausnahme seines Arbeitszimmers.
Nach seinem Tod erbt sie das Haus und die vielen Gegenstände mit der Auflage diese ihrem rechtmäßigen Besitzer wieder zuzuführen. Mit Hilfe des Mädchens Sunshine aus der Nachbarschaft und Freddy dem Gärtner macht sie sich an diese Herkulesaufgabe.

Im zweiten Erzählstrang 1974 lernt man Eunice und den Schriftsteller Bomber sowie seiner Schwester Portia kennen. Was das mit Peardew zu tun hat erfährt man erst spät.

Das Buch ist eine liebevollen Aneinanderreihung von Liebe, Tod und Freundschaft. Obwohl Schreibstil ist recht flüssig ist und durch den englischen schwarzen Humor teilweise recht amüsant ist, war es auf Dauer doch recht fad und hat mich leider nicht so mitgerissen.

Veröffentlicht am 18.11.2016

Düsteres Roussillon

Rabenschwarzer Winter
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Inspektor Gilles Sebag ist erschüttert, kurz vor Weihnachten findet er heraus das seine Frau ihn betrogen hat. Seine Welt bricht zusammen und dann muss er sich auch noch beruflich um den Mord an einer ...

Inspektor Gilles Sebag ist erschüttert, kurz vor Weihnachten findet er heraus das seine Frau ihn betrogen hat. Seine Welt bricht zusammen und dann muss er sich auch noch beruflich um den Mord an einer Frau kümmern die nach einem Schäferstündchen mit ihrem Liebhaber von ihrem Ehemann erschossen wurde Eingetrübt durch zu viel Whiskey muss er sich auch noch mit anderen Todesfällen von betrogenen Ehemännern beschäftigen. Nur langsam gelingt es ihm seine persönliche Situation zu begreifen und zu akzeptieren und kann am Ende den wahren Täter entlarven.

Der dritte Teil der Reihe von Philippe Georget ist dieses Mal kein lockerer Frankreich Krimi zur Urlaubszeit im malerischen Roussillon. Durch die persönlichen Probleme von Gilles Sebag die ihn immer wieder umtreiben und ihn depressiv machen, erhält das Buch eine düstere Atmosphäre, ausgedrückt auch durch das eher düstere Cover mit der dunklen Gewitterwolke über einem entfernten Städtchen.

Der Schreibstil ist auch eher düster, depressiv und hat viele Längen. Die Spannung kommt für mich dabei etwas zu kurz. Ich bin gespannt ob weitere Bücher wieder etwas heiterer werden.

Veröffentlicht am 21.09.2016

Dunkle Ostern

Loney
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Nachdem in Coldbarrows durch Überflutungen und einen Bergrutsch eine Babyleiche zum Vorschein kommt, erinnert sich der Erzähler dieses Romans an seine Kindheit

Eine kleine tiefgläubige Gruppe aus London ...

Nachdem in Coldbarrows durch Überflutungen und einen Bergrutsch eine Babyleiche zum Vorschein kommt, erinnert sich der Erzähler dieses Romans an seine Kindheit

Eine kleine tiefgläubige Gruppe aus London verbringt in den 70er Jahren die Karwoche in dem abgelegenen Landstrich Nordenglands der Loney genannt wird. Aus der Sicht des jüngeren Bruders, Tonto genannt, erzählt dieser Roman von einer letzten Fahrt in das Haus in Moorings. Mit dabei der neue Pastor der Glaubensgemeinschaft nachdem der vorherige kürzlich verstorben ist, ein älteres Ehepaar, Verwandte von Father Wilfred der immer noch in den höchsten Tönen gelobt wird, ein weiteres befreundetes Paar sowie Mummer und Farther und natürlich der ältere Bruder, Andrew der Hanny genannt wird.
Der neue Pastor hat es nicht leicht und kann es keinem so richtig recht machen. Tonto erzählt teils in Rückblicken von seiner Zeit als Messdieners des älteren teilweise recht gewalttätigen Pastors und die letzte Fahrt in das einsam gelegene Haus. Die Landschaft wird sehr düster geschildert, ebenso die merkwürdigen Bewohner des kleinen Ortes.

Hanny spricht nicht und ist offenbar zurückgeblieben. Einzig Tonto kann sich mit ihm verständlich machen. Die Eltern, Mummer und Farther scheinen sich kaum um die Kinder zu kümmern, die Mutter ist strenggläubig und sieht ihr Seelenheil darin das Andrew durch den Besuch des Schreins geheilt wird.

Am Anfang erfährt man das Andrew später selbst ein beliebter Pastor wird während der Bruder, Tonto offensichtlich psychische Störungen hat und seinem Arzt von den Erlebnissen erzählt.

Die Beschreibung der Landschaft ist düster und beschreibt sehr gut einen kalten verregneten Frühling in der einsamen Bucht im Wandel der Gezeiten. Die meiste Zeit plätschert die Erzählung so vor sich hin ohne große Spannung wird der Alltag der Pilgerfahrt erzählt. Am Ende teilt sich der Roman in einzelne Erzählstränge die aber nicht zu Ende erzählt werden. So hat mich das Ende dann etwas ratlos zurückgelassen.