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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2019

Die Jagd auf Romeo

Schatten der Toten
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Wer kennt nicht die Filme nach den Büchern von Elisabeth Herrmann. Hier nun der mittlerweile dritte Band um die Tatortreinigerin Judith Kepler. Bis jetzt ist es ihr noch nicht gelungen, mit ihrer Vergangenheit ...

Wer kennt nicht die Filme nach den Büchern von Elisabeth Herrmann. Hier nun der mittlerweile dritte Band um die Tatortreinigerin Judith Kepler. Bis jetzt ist es ihr noch nicht gelungen, mit ihrer Vergangenheit abzuschließen. Diesmal kein gebundenes Buch, sondern ein Reader. Mit über 600 Seiten, unterteilt in acht Kapiteln und kleinen Abschnitten. Ein zu Anfang unblutiger Thriller aus dem Goldmann Verlag.
Zwei Frauen auf der Suche nach Romeo. Die Eine um die Mutter zu rächen, die Andere um den Vater zu finden, der einst ihr Leben zerstörte. Es geht um den kalten Krieg. Agenten, ehemalige Stasi Leute, Geheimdienst, Spione, Verfassungsschutz, Verrat und Intrige. Die Geschichte spielt in Berlin und in der Ukraine (Odessa).
Bis zur Buchhälfte tat ich mich sehr schwer. Soviel Namen und unbekannte Begriffe, machten das Lesen leider nicht einfach. Teilweise fiel es mir schwer, bei der Stange zu bleiben. Aber dann wurde es besser und auch spannender.
Wer spielt hier welches Spiel. Beim letzten Drittel konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und ich kann es nur jedem Fan der Autorin empfehlen. Es wäre allerdings hilfreich die Vorgängerbücher zu kennen.

Veröffentlicht am 23.03.2019

So kann es weitergehen

Dark Call - Du wirst mich nicht finden
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Nach dem vorher gelesenen Thriller hatte es dieses Debüt sehr schwer, meinem Anspruch zu genügen. Aber trotzdem hat er mir gut gefallen. Das Cover fand ich sehr passend und das Buch ließ sich gut und flüssig ...

Nach dem vorher gelesenen Thriller hatte es dieses Debüt sehr schwer, meinem Anspruch zu genügen. Aber trotzdem hat er mir gut gefallen. Das Cover fand ich sehr passend und das Buch ließ sich gut und flüssig lesen.

Die Geschichte spielt in der Nähe von London. Das Ehepaar Wright wird brutal ermordet. Die Psychiaterin Holly Wakefield die sich mit Serienmördern bestens auskennt, wird für diesen Fall hinzugezogen. Gemeinsam mit dem Detective Inspector Bishop und seinem Team begeben sie sich auf Spurensuche.
Die Beiden passen sehr gut zusammen, und ergänzen sich prima. Hier haben sich zwei einsame und verletzte Seelen gefunden. Holly gewährt dem Leser viele Einblicke in das Seelenleben von Psychopathen und Serienkillern. Das Augenmerk liegt bei der Ermittlungsarbeit. Diese wird sehr detailgetreu beschrieben. Auch wird sehr viel Bezug auf Serienmörder der Vergangenheit genommen. Trotzdem bleibt die Spannung nicht auf der Strecke, wenn sie auch im mittleren Teil etwas nachlässt. Dafür entschädigt dann aber das Ende. Mit der Überraschung habe ich nicht gerechnet.
Das Buch hat mir gut gefallen und bekommt meine Empfehlung. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir von diesen beiden Protagonisten sicher noch mehr lesen werden.

Veröffentlicht am 03.03.2019

Wie gewohnt, gut.

Mitternachtsmädchen (Ein Nathalie-Svensson-Krimi 3)
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Dies ist der dritte Teil der schwedischen Krimiserie. Das Cover des Buches ähnelt den Vorgängern. Die Geschichte spielt in Uppsala. Das Personenregister am Anfang des Taschenbuches sorgt dafür, dass man ...

Dies ist der dritte Teil der schwedischen Krimiserie. Das Cover des Buches ähnelt den Vorgängern. Die Geschichte spielt in Uppsala. Das Personenregister am Anfang des Taschenbuches sorgt dafür, dass man nicht den Überblick verliert. Durch die unterschiedlichen Perspektiven lernen wir nicht nur die Gedankengänge der Ermittler, sondern auch die des Täters kennen. Der Fall steht hier im Vordergrund.
In der Walpurgisnacht wird eine junge Frau im Hörsaal der Anatomie erwürgt. Sie ist zufällig die Tochter von Natalies bester Freundin. Noch ein Grund mehr sich noch mehr in diesen Fall zu knien. Davor wurden noch zwei junge Frauen angegriffen, kamen aber mit dem Leben davon. Als Trophäe wurde der linke Schuh mitgenommen. In Frage kommen drei junge Männer, aber ob es einer von ihnen ist, erfahren wir erst am Schluss.
Das Buch hat mich sehr gut unterhalten. Durch die kurzen Kapitel schnell und flüssig zu lesen. Es wird sehr gut erzählt wie das Team arbeitet um den Fall zu lösen. Mit einem überraschendem Ende. Ich vergebe vier Sterne.

Veröffentlicht am 21.02.2019

der zweite Fall für Friederike Matthée

Der Hunger der Lebenden (Friederike Matthée ermittelt 2)
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Schon das Cover und der Titel haben mir gut gefallen. Man bekommt gleich eine Ahnung in welcher Zeit der Roman spielt. Dies ist der zweite historische Krimi um Friederike Matthée die bei der weiblichen ...

Schon das Cover und der Titel haben mir gut gefallen. Man bekommt gleich eine Ahnung in welcher Zeit der Roman spielt. Dies ist der zweite historische Krimi um Friederike Matthée die bei der weiblichen Polizei arbeitet. Die Geschichte umfasst einen Zeitraum von ca. 4 Wochen. Sie spielt in Köln und im Umland, im Bergischen.
Eine Gutsbesitzerin ist grausam ermordet worden. Friederike glaubt nicht an die Schuld der Verhafteten Franziska Wagner. Gleichzeitig arbeitet die englische Militär Polizei an einem anderen Fall. Die dreiköpfige Besatzung eines abgestürzten Flugzeugs wurde ermordet im Wald verscharrt. Haben diese beiden Fälle womöglich miteinander zu tun?
Friederike die Hauptprotagonistin war mit auf Anhieb sympathisch. Sie ist sich für keine Arbeit zu schade. Obwohl oft nur ein Laufbursche hinterfragt sie für sich die Dinge und versucht Antworten zu bekommen. Dabei muss sie stark aufpassen, bei den Vorgesetzten nicht in Ungnade zu fallen.
Das Buch ist unterhaltsam und flüssig geschrieben. Ich konnte gut in die damalige Zeit eintauchen. Hunger, Wohnungsnot, Schwarzmarkt, kaum vorstellbar, was die Menschen damals durchmachen mussten.
Ich werde auf jeden Fall noch den ersten Band lesen.

Veröffentlicht am 24.01.2019

Familie kann man sich nicht aussuchen

Doggerland. Fehltritt (Ein Doggerland-Krimi 1)
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Trotz vieler unnützer und langatmiger Schilderungen ein solider Schwedenkrimi ohne viel Blutvergießen.
Die Geschichte spielt in Doggerland, eine Inselgruppe in der Nordsee, die es heute nicht mehr gibt. ...

Trotz vieler unnützer und langatmiger Schilderungen ein solider Schwedenkrimi ohne viel Blutvergießen.
Die Geschichte spielt in Doggerland, eine Inselgruppe in der Nordsee, die es heute nicht mehr gibt. Erzählt werden zwei Zeitebenen. Einmal über eine Kommune in den 70er Jahren und einmal die Gegenwart. Eine Frau wird in ihrem Haus erschlagen aufgefunden. Kommissarin Karen Eiken Hornby leitet die Ermittlungen. Dabei deckt sie eine alte Lüge auf.
Das Cover des Buches fand ich sehr schön und auch die Idee mit Doggerland hat mir gefallen. Was ich nicht gut fand, waren die vielen Belanglosigkeiten, die meinen Lesefluss erheblich störten. Da hätten es einige Seiten weniger sicher auch getan. Auch die Spannung blieb leider auf der Strecke. An die Kommissarin musste ich mich erst gewöhnen. Alkohol, Zigaretten und dann noch Sex mit dem Chef. Aber als man die Vorgeschichte erfährt, weiß man, warum sie nicht unbedingt am Leben hängt. Die Recherche war auf jeden Fall in Ordnung und als sie sich dann um Sigrid und den Obdachlosen kümmert, zeigt sie sogar menschliche Züge.
Das letzte Drittel war dann schon besser. Wenn ich das Mordmotiv auch nicht nachvollziehen kann und mit einigen Fragen zurückblieb, war das Ende auf jeden Fall eine Überraschung.
Der nächste ungelöste Fall liegt ja schon auf dem Schreibtisch, so dass die Fortsetzung sicher nicht lange auf sich warten lässt.