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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2018

fiktiv oder schon Realität

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
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Andreas Eschbach beschreibt in diesem fiktiven Roman was hätte geschehen können, wenn Hitler damals die heutige Computertechnik zur Verfügung gehabt hätte.
Er schildert sehr authentisch die damaligen Lebensumstände ...

Andreas Eschbach beschreibt in diesem fiktiven Roman was hätte geschehen können, wenn Hitler damals die heutige Computertechnik zur Verfügung gehabt hätte.
Er schildert sehr authentisch die damaligen Lebensumstände aus Sicht zweier PErsonen.
DA ist einmal HElene, die als Programmstrikerin im NSA arbeitet und sich um ihren fahnenflüchtigen versteckten Freund Arthur sorgt.
Eugen ist Analyst beim NSA . Er wird von seinen eigenen inneren Dämonen getrieben Dateninformationen zu persönlichen Zwecken zu mißbrauchen.

Der flüssige Schreibstil läßt den Leser rasch in die damalige Zeit abtauchen.
Er erkennt zusammen mit Helene wie geschickt kombinierte Daten zu gefährlichen Informationen werden, die Menschen den Tod bringen.
Reale Begebenheiten und Figuren werden gekonnt in das Geschehen eingearbeitet, um alles sehr realistisch erscheinen zu lassen.
Der Leser denkt schnell an unsere heutigen gespeicherten Daten, die uns schon fast zum gläsernen Menschen werden lassen.
Und der Autor führt dieses Gedankenspiel sehr geschickt weiter. Der MEnsch der mittels Gehirnmanipulation zur gelenkten Marionette wird.
Eine erschreckende Vorstellung, die leider kein Happy End zuläßt.
Dieses Buch ist wieder ein Pageturner mit einer gar nicht so unrealistischen Zukunftsvision, die hier in der Geschichte zwar in der Vergangenheit spielt, aber einen sehr starken Bezug zur Gegenwart hat.
Das Buch unterhält, erschreckt und regt zum Nachdenken an.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Thema
  • Geschichte
  • Charaktere
  • Spannung
Veröffentlicht am 25.01.2019

Gelungener Abschluss mit einem ganz unerwarteten Ende

Die Vereinten
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Rain und Lark haben durch die Rebellion viel verloren,
Rain ihre Mutter und ihre Vertraute, Lark die Kontrolle über seine Beine. Und immer noch werden Intrigen gesponnen und Rebellen angeworben. Da tritt ...

Rain und Lark haben durch die Rebellion viel verloren,
Rain ihre Mutter und ihre Vertraute, Lark die Kontrolle über seine Beine. Und immer noch werden Intrigen gesponnen und Rebellen angeworben. Da tritt eine dritte Partei auf den Plan, die eine neue
GEfahr darstellt.

Der zweite Teil schließt zeitlich übergangslos an den ersten Teil an .
Zunächst überwiegt die Trauer über das VErlorene . Aber recht schnell steigt das Handlungstempo wieder an.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, emotional und spannend.
Die Charakter entwickeln sich weiter und gewinnen noch an Tiefe . Neue Gegner sorgen für wirklich sehr überraschende Wendungen.
Unvorhersehbare Hintergrundinformationen über die Vergangenheit erklären so einiges.
Die Einteilung der Mensche in Klassen durch ihre Gene wird noch
verstärkt durch die aufkommende Gewalttätigkeit der Rebellen.
Und als ein neuer Feind auftaucht, eskaliert die Situation.
Mein Liebling ist nach wie vor Rose, die trotz ihrer körperlichen Schwächen eine immense innere Stärke besitzt.
Das Buch unterhält, überrascht , regt aber auch zum Nachdenken an.
Wie würde man selber fremden LEbensformen gegenübertreten?
Und würde man sich auf Grund seiner Erbanlagen in Klassen einordenen lassen bzw. würde man andere Menschen abwerten, wenn sie anders sind als man selber?
Die letzte Einwanderungswelle hat uns sehr anschaulich gezeigt, das wir da gar nicht weit entfernt von sind.

Veröffentlicht am 13.02.2026

Dazugehören um jeden Preis?

Happy Head
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Der 17-jährige Seb bekommt einen Platz in einem experimentellen Mental-Health-Programm namens Happy Head. Seine Eltern sind begeistert in der Hoffnung , dass dieses Programm ihren sensiblen Sohn fördern ...

Der 17-jährige Seb bekommt einen Platz in einem experimentellen Mental-Health-Programm namens Happy Head. Seine Eltern sind begeistert in der Hoffnung , dass dieses Programm ihren sensiblen Sohn fördern wird. Um ihnen zu gefallen, willigt er in die Teilnahme ein. Das Camp kommt Seb von Anfang an seltsam vor. Als er sich von dem rätselhaften Finn angezogen fühlt , der sich gegen das System von Happy Head auflehnt, beginnt er die ihm gestellten Anforderungen zu hinterfragen. Seb und Finn erkennen schnell , das sie niemanden trauen können und das die Organisation Happy Head ganz eigene Ziele verfolgt.

Der Schreibstil von Josh Silver ist flüssig und sehr emotional . Die Charakterdarstellung von Sebastian , genannt Seb , steht im Vordergrund und gelingt gut. Die strikten Regeln im Camp , die räumliche Abschottung ohne Verbindung zur Außenwelt und die immer härter werdenden Anforderungen an die Teilnehmer schaffen eine düstere und bedrohliche Atmosphäre . Kurze Rückblicke erzählen mehr über die Vergangenheit der Teilnehmer . Die Organisation weiß so ziemlich alles über jeden einzelnen und manipuliert die Jugendlichen gezielt mit ihrem Wissen.

Die Geschichte ist sehr spannend und schockiert mit dem Druck unter dem die Jugendlichen geraten. Die wenigsten rebellieren und gelangen dadurch schnell ans Ende der Rangfolge. Gesellschaftskritik wird impliziert , aber nicht laut vertreten.

An einigen Stellen ist die Geschichte nicht ganz stimmig. Da die Organisation die Jugendlichen intensiv auf Schwächen durchleuchtet hat, müsste sie eigentlich wissen ,dass Seb nicht auf Frauen steht. Schließlich ist dies von seiner Schwester öffentlich gemacht worden.

Und was geschieht mit den nicht angepaßtenJugendlichen. Haben sie alle keine Eltern, die den Verbleib ihrer Kinder hinterfragen?

Trotz dieser Fragestellungen hat mich die Geschichte gut unterhalten und ich möchte jetzt wissen wie es weitergeht. Das Ende läßt den Leser mit einigen Erwartungen an den nächsten Teil zurück. Und ich fiebere jetzt auf dessen Veröffentlichung.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Flucht aus der Abhängigkeit

Heldentage
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Nilo ist ein 15- jähriger Teenie, der viel zu viel Zeit am Handy verbringt. Wenn er zockt, vergisst er alles um sich herum. Schule, Freunde sogar Essen wird unwichtig. Als eine Streit mit seiner Mutter ...

Nilo ist ein 15- jähriger Teenie, der viel zu viel Zeit am Handy verbringt. Wenn er zockt, vergisst er alles um sich herum. Schule, Freunde sogar Essen wird unwichtig. Als eine Streit mit seiner Mutter eskaliert, kommt er zur Behandlung seiner Spielsucht in eine Psychatrie. Dort lernt er Faris und Mayla kennen. Nilo und Faris folgen Mayla als diese flieht und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft.

Der Schreibstil ist flüssig und die Handlung ist in sehr kurze Kapitel aufgeteilt. Die Geschehnisse werden aus Nilos Sicht beschrieben. Die drei Jugendlichen gehen gemeinsam auf eine Reise, von der nur Mayla weiß wo es hingeht. Sie schließen langsam Freundschaft und erkennen das jeder von ihnen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat. Die Charakterdarstellung der drei Jugendlichen hat mir gut gefallen. Auch die Entwicklung der Freundschaft zwischen den Dreien wird gut ausgearbeitet.

Einige Szenen sind ungewöhnlich und bei manchen fragt sich der Leser, ob das wirklich so passieren könnte. Dadurch wird der Handlungsfluss aber spannender und wirft neue interessante Aspekte auf. Die Geschichte ist vielschichtig, allerdings hätte ihr an einigen Stellen mehr Tiefgang gutgetan.

Das Ende ist mir zu abrupt. Der Leser erfährt zwar was Mayla angetrieben hat und versteht ihre Geschichte besser.

Es bleibt aber dennoch zu viel offen.

Das Buch bietet jüngeren Schülern bestimmt eine gute Diskussionsgrundlage , weil viele wichtige Themen angesprochen werden.

MIr selber bleiben zu viele Fragen unbeantwortet. Ich hätte mir mehr Ausarbeitung gewünscht .

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Veröffentlicht am 19.12.2024

alltägliches Abschiednehmen

Wer loslässt, hat die Hände frei
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Der Autor Dr. Ludwig Burgdörfer ist Pfarrer und Seelsorger und er hat sich lange mit dem Thema des Abschiednehmens auseinandergesetzt. In diesem gut strukturierten Sachbuch läßt er den Leser an seinen ...

Der Autor Dr. Ludwig Burgdörfer ist Pfarrer und Seelsorger und er hat sich lange mit dem Thema des Abschiednehmens auseinandergesetzt. In diesem gut strukturierten Sachbuch läßt er den Leser an seinen Gedankengängen teilhaben. In 63 kurzen Kapiteln schildert er Situationen in denen das alltägliche Abschiednehmen einen großen Teil unseres Lebens einnimmt. Dabei handelt es sich um Abschiede von Gewohnheiten , Abschiede von falschen Vorstellungen , der Abschied von Menschen, kurzzeitige und dauerhafte Abschiede, Abschiede von Lebensphasen und Glaubenssätzen. Der Autor beleuchtet die verschiedensten Aspekte immer wieder aus christlicher Sicht und führt Textstellen aus dem alten und neuen Testament an. Er beendet jedes Einzelne der Kapitel mit einer offenen Frage, die den Leser zum Nachdenken anregen soll. Ich habe mich durch den flüssigen Schreibstil sehr angesprochen gefühlt. Die teilweise sehr persönlichen Beispiele und die offene Fragestellung stellen einen Bezug zum eigenen Leben her . Jeder Abschied ist ein Loslassen , aber auch immer wieder ein Weitergehen und ein Neuanfang. Der Autor ermutigt den Leser zur Dankbarkeit und Lebensfreude trotz oder gar wegen aller Abschiede . Denn wer losläßt, hat die Hände frei.

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