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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2019

Außergewöhnlicher Thriller

Blake
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Der Klappentext weckte mein Interesse ......

...dementsprechend zog das Buch dann vor ein paar Wochen endlich bei mir ein und ich kann euch sagen, es hat sich gelohnt!Die Geschichte rund um den Profiler ...

Der Klappentext weckte mein Interesse ......

...dementsprechend zog das Buch dann vor ein paar Wochen endlich bei mir ein und ich kann euch sagen, es hat sich gelohnt!Die Geschichte rund um den Profiler Blake, nachdem das Buch ja auch benannt wurde, wird in lediglich einem Handlungsstrang erzählt. Ab und zu gibt es jedoch Rückblicke in Blakes Vergangenheit, in denen unter anderem erklärt wird, wie Blake zum FBI gekommen ist. Die Rückblicke werden jedoch einfach nahtlos in die Handlung "gemischt", sodass man schon konzentriert lesen muss. 
Um nicht zu spoilern werde ich inhaltlich nicht viel über das Buch berichten, denn es steht und fällt ziemlich viel mit dem dunklen Geheimnis, das Blake hütet.

Sowohl der Schreibstil als auch die Wortwahl haben mir gut gefallen, sie geben dem Thriller eine ganz eigene Note. Es gab immer wieder Worte, über die ich im positiven Sinne gestolpert bin, da sie die Situation perfekt beschrieben haben.

Das Besondere an diesem Thriller ist natürlich der außergewöhnliche Charakter Blake, der hochintelligent wirkt, einen Faible für Rätsel hat und öfter zu unlauteren Methoden greift, um einen Fall zu lösen. Blake ist ein vielschichtiger Charakter, den ich sehr mochte.Allerdings muss ich sagen, dass die Handlung sehr blutig und nichts für schwache Gemüter ist. Es fließt schon ordentlich Blut. Selbst ich, als "erfahrene Thrillerleserin" musste das ein oder andere Mal kräftig schlucken, aber es wurde im Verlauf der Handlung besser - man gewöhnt sich an alles.

Alles in allem hat mir der Thriller "Blake" von Jack Heath gut gefallen. Der Hauptprotagonist entsprach genau meinem Geschmack, da er eben alles andere als durchschnittlich ist. Sonderlich spannend, im Sinne von "ich saß senkrecht im Bett", ist der Thriller nicht, aber ich konnte ihn stellenweise kaum aus der Hand legen.

www.lesen-lieben.de

Veröffentlicht am 06.05.2019

Gelungener Auftakt einer neuen Krimireihe

Eisige Tage
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"Eisige Tage" ist Band 1 einer neuen Krimireihe, in der Kommissarin Hanna Seiler und ihr Kollege Milo Novic in Leipzig ermitteln. Die Handlung ist in 5 Teile aufgeteilt, die jeweils mehrere Kapitel beinhalten. ...

"Eisige Tage" ist Band 1 einer neuen Krimireihe, in der Kommissarin Hanna Seiler und ihr Kollege Milo Novic in Leipzig ermitteln. Die Handlung ist in 5 Teile aufgeteilt, die jeweils mehrere Kapitel beinhalten. Die Handlung wird puzzleartig wiedergegeben und setzt sich aus mehreren Handlungsstränge, verschiedenen Orten und Jahreszeiten zusammen. Zudem bekommt der Leser auch einen Einblick in das Leben der beiden Ermittler. Wer also eine stringente Erzählweise bevorzugt, wird mit diesem Krimi von Alex Pohl wahrscheinlich nicht warm.

Gerade am Anfang ist es empfehlenswert aufmerksam zu lesen, um einen guten Überblick zu bekommen. Irgendwann kommt man dann an einen Punkt, der einen verstehen lässt, in welcher Verbindung die verschiedenen Handlungsstränge stehen.

Das Ermittlerduo, das Alex Pohl erschaffen hat, wirkte auf mich sehr lebendig und alles andere als 0815. Hanna Seiler und Milo Novic, den man schon als "komischen Kauz" beschreiben könnte, harmonieren perfekt und brachten mich das ein oder andere Mal zum Schmunzeln. Novic, der häufiger schwer von Begriff ist, oder auch nur so tut, und sich manchmal unfreiwillig zur Witzfigur macht, bietet seiner Kollegin wunderbare Steilvorlagen für ihr flottes Mundwerk. Bereits die erste Szene mit den beiden amüsierte mich sehr.

Die Thematik des Krimis, ohne jetzt zu viel verraten zu wollen, ist nichts für zarte Gemüter, aber sehr interessiert und in dem Umfang nicht alltäglich. Durch die vielen Handlungsstränge blieb der Krimi für mich bis kurz vor Schluss rätselhaft. Die Auflösung war überraschend, aber plausibel und schlüssig.


Alles in allem ein guter Krimi, der mich aber nicht komplett begeistern konnte. Die Thematik hat mir gut gefallen, unter anderem weil sie sehr selten in Krimis aufgegriffen wird. Ich konnte das Buch allerdings problemlos aus der Hand legen und war nicht vollkommen gefesselt. Für meinen Geschmack waren es zu viele verschiedene Handlungsstränge, die die Geschichte sehr undurchsichtig machten.

www.lesen-lieben.de

Veröffentlicht am 05.02.2019

Interessante Handlung, die sich aber sehr in die Länge zieht

Doggerland. Fehltritt (Ein Doggerland-Krimi 1)
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Schon auf den ersten 50 Seiten bemerkte ich allerdings, dass der Schreibstil von Maria Adolfsson einfach nicht meins ist. Ich mag es nicht, wenn ellenlang die Landschaft, die Kleidung einer Person oder ...

Schon auf den ersten 50 Seiten bemerkte ich allerdings, dass der Schreibstil von Maria Adolfsson einfach nicht meins ist. Ich mag es nicht, wenn ellenlang die Landschaft, die Kleidung einer Person oder auch die Einrichtung einer Wohnung beschrieben wird. Und genau das passiert regelmäßig in diesem Krimi. Dadurch wird die eigentliche Handlung immer wieder ausgebremst und kommt nur schleppend langsam voran. Das hat mich schon sehr gestört, sodass ich irgendwann gnadenlos alle Landschafts- Personen- und Einrichtungsbeschreibungen übersprungen habe. Ich denke, wenn man diese Passagen gekürzt, manche vielleicht ganz weggelassen hätte, hätte man um die 100 Seiten gespart. Aber auch so muss ich leider sagen, dass mich das mich „Doggerland.Fehltritt“ immer nur Passagenweise fesseln konnte, denn die Ermittlungen geraten häufig ins Stocken, ein ständiges Stop-and-go. Auf den letzten 200 Seiten kam die Handlung dann in Schwung und hat mich gänzlich gefesselt.

Die Handlung wird durch zwei Handlungsstränge wiedergegeben, die sich nach und nach wie ein Puzzle zusammenfügen. Der erste Handlungsstrang, der auch deutlich im Mittelpunkt steht, erzählt von den Ermittlungen und auch von einigen Ereignissen in dem Leben von Kommissarin Karen Eiken Hornby, die ein einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat. Der zweite Handlungsstrang schildert Ereignisse aus den 70er Jahren. Es hat ziemlich lange gedauert, bis bei mir der Groschen gefallen ist und sich die Zusammenhänge erklärt haben. Auch das Ende war für mich nicht vorhersehbar und sehr überraschend.

Wer einen spannenden Krimi mit schnellem Erzähltempo sucht, ist mit dem Auftakt der Doggerland-Reihe von Maria Adolfsson nicht gut bedient. Dieser Krimi lebt von den Charakteren, allen voran der sympathischen Ermittlerin Karen Eiken Hornby und der Landschaft von Doggerland.

Alles in allem ist „Doggerland. Fehltritt“ von Maria Adolfsson ein solider Krimi mit flachem Spannungsbogen, einer sympathischen Ermittlerin und interessanter Story. Da mich die letzten 200 Seiten so gefesselt haben und es einige zwischenmenschliche Verbindungen gibt, die ich gerne weiterverfolgen würde, werde ich wohl auch Teil 2 lesen.
www.lesen-lieben.de

Veröffentlicht am 31.01.2019

Wem kannst du vertrauen?

Alles, was du fürchtest
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Die Handlung des Thrillers von Peter Swanson ist in mehrere Handlungsstränge geteilt, im Mittelpunkt der Geschehnisse steht dabei immer ein anderer Charakter. Die Handlung wird allerdings nicht aus der ...

Die Handlung des Thrillers von Peter Swanson ist in mehrere Handlungsstränge geteilt, im Mittelpunkt der Geschehnisse steht dabei immer ein anderer Charakter. Die Handlung wird allerdings nicht aus der Sicht der Charaktere wiedergegeben, sondern von einem allwissenden Erzähler. Zudem ist das Buch in zwei Teile geteilt. Teil 1 umfasst die ersten 320 Seiten, Teil 2 die letzten 77 Seiten.

„Alles was du fürchtest“ startet direkt mit dem Umzug von Kate Priddy, die mit ihrem Cousin die Wohnungen tauscht. Kate zieht also nach Boston in die Wohnung von Corbin und er in ihre Wohnung nach London. Kate und Corbin haben sich zuvor noch nie gesehen und auch beim Wohnungstausch treffen sie sich nicht. Kaum hat Kate, die psychisch labil wirkt und unter Panikattacken leidet, die weite Anreise überstanden, wird die Nachbarin von Corbin als vermisst gemeldet. Kate rechnet mit dem Schlimmsten und behält Recht: Audrey ist tot – sie wurde ermordet. Hat ihr Cousin Corbin etwas mit dem Mord zu tun? Hat er deswegen diesen Wohnungstausch vorgeschlagen? Er behauptet Audrey nicht gekannt zu haben, aber in einer Schublade liegen Schlüssel mit ihren Initialen. Es ereignen sich immer mehr seltsame Dinge.
Unsicherheit macht sich breit

Normalerweise bin ich überhaupt kein Fan von mehreren Handlungssträngen, da oft nicht erkenntlich ist, was alle miteinander zu tun haben. Bei diesem Thriller von Peter Swanson hingegen bin ich sehr froh darüber. Ich wurde mit Kate einfach nicht warm. Dadurch, dass sie in der Vergangenheit einige schlimme Erlebnisse hatte, ist sie verständlicherweise verängstigt und gerät schnell in Panik. An vielen Stellen stimmen ihre Erinnerungen nicht mit der Realität überein, was mich verunsichert hat. Kate kommt insgesamt sehr labil rüber und erschien mir als „unzuverlässige Erzählerin“ bzw. unzuverlässiger Charakter, denn sie schildert die Erlebnisse ja nicht selber. Kates „fehlerhafte“ Erinnerungen ließen mich befürchten, dass der Thriller sich als Psychothriller entpuppt und nichts ist, wie es scheint. Dem war zum Glück aber nicht so. Am Ende fügen sich dann alle Puzzleteile zusammen. Wobei ich sagen muss, dass der Thriller ab der Hälfte ungefähr sehr vorhersehbar ist und eigentlich schon fast alles verraten wird. Einer der Handlungsstränge erklärt einiges, meiner Meinung nach etwas zu viel. Teil 2 ist schon fast überflüssig bzw. hätte auf die Hälfte der Seitenanzahl gekürzt werden können.

Alles in allem hat mir der Thriller „Alles was du fürchtest“ gut gefallen. Bis zur Hälfte habe ich munter mitgerätselt und mich gefragt, wie alles zusammenhängt und hatte bei meinen Ermittlungen schon fast jeden Charakter als Täter im Visier. Nach Auflösung des Falls kann ich sagen, dass die Story, die Peter Swanson sich ausgedacht hat interessant und nicht alltäglich ist. Auch die Charaktere sind alles andere als 0815, wie gesagt, bei mir standen sie alle nacheinander unter Mordverdacht, weil sie doch etwas eigenartig sind. Teil 2 ist als Ende bzw. als Auflösung des Falles zwar fast überflüssig, allerdings ließ er mich nicht mehr ruhig schlafen. Die Details die ans Tageslicht kommen haben es wirklich in sich, da werden die Ängste von vielen Frauen geschürt – nichts für schwache Nerven. Auch Katzenliebhaber kommen auf ihre Kosten, denn Sanders, die Hauskatze taucht mehrfach auf. www.lesen-lieben.de