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Veröffentlicht am 06.02.2019

Die Liebe schreibt die schönsten Geschichten! Grace und James' Gefühle füreinander könnten aber greifbarer sein ...

Die Liebe schreibt die schönsten Geschichten
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Überwiegend kommt es mir so vor, dass die Kapitel nach dem Grundsatz 'In der Kürze liegt die Würze' geschrieben worden sein könnten – aber die richtigen Zeitpunkte sind meinem Gefühl nach noch nicht erreicht ...

Überwiegend kommt es mir so vor, dass die Kapitel nach dem Grundsatz 'In der Kürze liegt die Würze' geschrieben worden sein könnten – aber die richtigen Zeitpunkte sind meinem Gefühl nach noch nicht erreicht gewesen. Dementsprechend bin ich auch erst spät mit den Charakteren und der Geschichte selbst warm geworden: ab Kapitel 21.

Leider berührt mich „Die Liebe schreibt die schönsten Geschichten“ aufgrund des Schreibstils nicht so, wie es sein sollte. Da der Funke nicht übergesprungen ist, ist das Mitfiebern ausgeblieben. Zum Glück bleibt der Schreibstil eine Frage des Geschmacks.
Gelegentlich bin ich aber tatsächlich enttäuscht gewesen, wie beispielsweise bei «Stimmt», nickte ich [...] ¹. In einem verlegten Buch kann ich schwer über diesen Stil hinwegsehen.
Oder: Der Mann an der Bar schob ihm ein Pint Bier zu ², nicht 'der Barkeeper' oder eine sinngemäße Alternative, falls der Protagonistin Grace die Bezeichnung 'Barkeeper' nicht geläufig ist – was ich ihr ja keinesfalls verübeln würde.


SPOILER
Doch man muss bis auf Heather alle Charaktere ins Herz schließen. James, der nicht gleichzeitig denken und blinzeln kann (), ist allerdings meine unerreichbare Nummer 1. Grace folgt direkt auf ihn, denn ich habe es doch immer wieder geliebt, zu lesen, dass sie aus Nervosität redet und redet und redet, was letztendlich einfach nur unterhaltsam sowie einnehmend ist. Ihrer Küchenuhr-Anekdote, wie James sagt, spende ich Applaus.
SPOILER ENDE


Ja, ich habe mir gewünscht, dass im Roman Bezug auf den Titel „Die Liebe schreibt die Geschichten“ genommen wird. Ein ganz subtiler hätte mir schon gereicht. Nur ist der Originaltitel „You Are Loved“ (Du wirst geliebt), der perfekt zur gesamten Geschichte passt! Für den Abschluss habe ich mir dann erhofft, dass wenigstens noch auf Grace als Schriftstellerin eingegangen wird – so bedeutungslos kann ihre schriftstellerische Zukunft nun wirklich nicht sein, nachdem sie Rose als Haushaltshilfe vertreten hat, um bitter nötigen Abstand zu ihrem tatsächlichen Beruf zu gewinnen.

¹ Jo Platt: Die Liebe schreibt die schönsten Geschichten, Rowohlt Verlag GmbH, 2018
² Jo Platt: Die Liebe schreibt die schönsten Geschichten, Rowohlt Verlag GmbH, 2018


Fazit
Unter dem Strich bin ich nie zum Umblättern verleitet worden, bin ich nicht Teil der Geschichte gewesen. „Die Liebe schreibt die schönsten Geschichten“ ist ein bodenständiger, authentischer Roman, was mir zusagt. Etwas Prickeln hätte aber nicht geschadet: von der Anziehungskraft zwischen Grace und James spüre ich nichts.
3 Sterne mit einem aufrichtigen Dank an die Autorin Jo Platt für die Charaktere an sich und den Verzicht auf unnötige überzogene Dramen.

Veröffentlicht am 17.11.2021

Plot und Umsetzung (bisher) fesselnd, nur sehr knapp erzählt und gibt auch ein No-Go

LYING GAME - Und raus bist du
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In der Hoffnung, dass Emma es selbst noch realisiert, blieb ich dran, aber da das nicht der Fall war, ist es einfach unangenehm. Die Französischlehrerin, eine Asiatin, hat männlich kurzes Haar und oh, ...

In der Hoffnung, dass Emma es selbst noch realisiert, blieb ich dran, aber da das nicht der Fall war, ist es einfach unangenehm. Die Französischlehrerin, eine Asiatin, hat männlich kurzes Haar und oh, nennt sich vielleicht aus Gründen der Authentizität Madame Renault? Das ist so furchtbar und falsch, dass ich mich nur ärgern kann und ich doch hätte abbrechen sollen.

Auf die Umsetzung bezogen stört mich, dass zu wenig auf die unterschiedlichen Persönlichkeiten und Leben von Emma und Sutton eingegangen wird. Daher ist der Band sehr knapp erzählt.

Ich liebe die Erzählperspektive. Davon bekäme ich nicht genug, die Handlung ist spannend und bis auf die knappe Erzählung gäbe es nichts auszusetzen ... wäre Emma bezüglich ihrer Reaktion auf Madame Renault Selbstreflexion zugestanden worden. Dadurch bleibt mir nur, mich zu fragen, wo die Charakterisierung einer fiktiven Figur aufhört und die persönliche Einstellung der Autorin beginnt. An Band 2 wage ich mich mit Vorsicht noch, um meine Wahrnehmung entweder bestätigen oder mir ein neues Bild machen zu können, ansonsten trauere ich der Lesezeit hinterher.

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Veröffentlicht am 01.10.2023

Handlung und Glaubwürdigkeit scheint nebenrangig

Die letzte Nacht
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Die Rezension fällt mir schwer, denn bei jeder Erinnerung an "Die letzte Nacht" ist mir einfach nur übel. Was soll ich schreiben?
Oberflächlich betrachtet ist es gut geschrieben, aber dazu gehört mehr ...

Die Rezension fällt mir schwer, denn bei jeder Erinnerung an "Die letzte Nacht" ist mir einfach nur übel. Was soll ich schreiben?
Oberflächlich betrachtet ist es gut geschrieben, aber dazu gehört mehr als der Schreibstil. Alles kommt mir wie ein einziges Chaos. Die gesamte Wahrheit ist nicht logisch, sondern - nun, wie gesagt, mir ist nur übel. Hauptsache, die Hauptfiguren werden mit voller Grausamkeit zur Wahrheit gedrängt.
Sympathisch müssen die (nun ja, noch lebenden) Hauptfiguren nicht zwingend sein. Vielleicht hätte mich wenigstens dieser Punkt aber versöhnlicher gestimmt? Und auch bei ihren Schritten durch die Geschichte fehlt es mir an Glaubwürdigkeit. So lange die Geschichte auch geht (was ich durchaus angemessen finde, vor allem bezüglich Sara Linton, weshalb es einen zweiten Stern braucht), manches geht rasend schnell, was es nicht dürfte. Wie die Überschrift meiner Rezension schon verrät, muss ich annehmen, dass das Augenmerk auf der Grausamkeit liegt. Letztendlich bin ich angewidert gewesen, zurecht.

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Veröffentlicht am 09.03.2022

Kaum Wiedererkennungswert

American Crown – Beatrice & Theodore
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Nach "American Crown - Beatrice & Theodore weiß ich die Serie "Bridgerton" noch mehr zu schätzen: Stichwort Diversität. Daphne, Protagonistin der ersten Staffel, wirft weiterhin einen Schatten auf meine ...

Nach "American Crown - Beatrice & Theodore weiß ich die Serie "Bridgerton" noch mehr zu schätzen: Stichwort Diversität. Daphne, Protagonistin der ersten Staffel, wirft weiterhin einen Schatten auf meine Freude an der Serie - nur ist ihr Schatten unter diesem Gesichtspunkt nun weniger präsent.
Im ersten Band von "American Crown" nahmen die Charaktere meiner Meinung nach häufig gesehene Rollen ein und, hatte ich den Eindruck, wurden in einen zu engen Rahmen gezwängt, um mir eine überraschende Geschichte zu bieten. Ich hätte mir einfach einen anderen Ansatz gewünscht, bei dem ich die künftige erste Königin Beatrice nicht noch zu dem Punkt begleiten muss, an dem sie überholte 'Regeln' außer Kraft setzen möchte. Die Familie war mir sowohl als Staatsoberhaupt als auch privat zu langweilig - mehr Zusammenhalt, Vertrauen und Teamwork hätten nicht geschadet -, weshalb mein Fokus schließlich auf Daphne lag. Auch bei ihr finde ich, dass sie eine typische Rolle einnimmt, aber ihre Persönlichkeit, ihre durchaus kritische Selbstwahrnehmung sowie Wahrnehmung der Gesellschaft und ihre (bisher) anscheinend einzige echte Freundschaft verleihen der Geschichte doch einen ausreichenden Reiz.
Am meisten hätte mich wegen seiner Beweggründe Theodore enttäuscht, wäre der Handlungsstrang um Beatrices Vater nicht lieblos eingebaut! Ich konnte nur noch (endlich) abbrechen, was mich so kurz vor dem Ende belastete und noch Tage später nicht losließ. Für eine zweite Chance reichte es nach dem nötigen Abstand aber leider nicht.

Hier steht eindeutig die Liebe im Vordergrund, was wunderbar funktionieren könnte, würde die Handlung häufiger von den mir zur Genüge bekannten Wegen abweichen. Die vermisste Diversität hätte sicherlich einen positiven Einfluss auf die Geschichte genommen.

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Veröffentlicht am 27.02.2022

Nicht überzeugend

Ancora
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Den Abbruch erwartete ich bei meinen frühen ersten Zweifeln nicht, aber da es endlos weiter damit ging, dass durch die Geschichte gehetzt wird ... An den seltsamsten Stellen gibt es Zeitsprünge zum nächsten ...

Den Abbruch erwartete ich bei meinen frühen ersten Zweifeln nicht, aber da es endlos weiter damit ging, dass durch die Geschichte gehetzt wird ... An den seltsamsten Stellen gibt es Zeitsprünge zum nächsten Tag oder einem jedenfalls nicht interessanteren Ereignis, bei der Feuerprüfung nicht zumindest anfangs Kommunikation - ich wäre auch mit Geplänkel einverstanden, besser als stundenlanges Herumirren mit zwei angeblich nicht ganz Unerfahrenen in der Natur. Auch diese Umsetzung hätte glaubwürdig sein können, nur fesselte mich die Geschichte nach wie vor nicht. Das Dorf Ancora und mysteriöse Vorgänge sind an sich spannend, tragen die Geschichte aber natürlich nicht alleine. Emotional kam bei mir wenig an, wenn ich außer Acht lasse, wie enttäuscht ich von den häufigen unnötigen Zeitsprüngen war, was mich nervte, bevor es spannend hätte werden können. Schade, mehr kann ich nicht sagen.

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