Profilbild von Ani-reads

Ani-reads

Lesejury Star
offline

Ani-reads ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Ani-reads über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2020

Hat nicht ganz gereicht!

Vigilante - My Hero Academia Illegals 1
0

Als Fan von der Hauptreihe war ich schon sehr gespannt auf den Spin-Off der ein paar Jahre vor den Ereignissen in MY HERO ACADEMIA spielt und fand die Idee mit den nicht lizenzierten Helden echt cool.
Wir ...

Als Fan von der Hauptreihe war ich schon sehr gespannt auf den Spin-Off der ein paar Jahre vor den Ereignissen in MY HERO ACADEMIA spielt und fand die Idee mit den nicht lizenzierten Helden echt cool.
Wir haben hier einmal den jungen Studenten Koichi, dann einen älteren unbekannten Mann, der gerne mal draufhaut und ein selbsternanntes Pop-Idol, dass Konzerte in der Stadt gibt.

Die Kombination klingt auch ganz gut, aber mir fehlten sogleich zwei Dinge.
Zuerst einmal war der Aufbau der Geschichte im ersten Band wirklich flach. Sie wollen Helden sein, sind zu schwach um eine Lizenz zu bekommen, also werden sie “Vigilanten” und versuchen so den Menschen zu helfen. Dafür gehen sie auf die Straße und schauen mal, ob sie ein paar Schurken finden, was sie natürlich tun.
Andererseits wurden die Charaktere schnell zu einem Team geformt und durchleben im ersten Band einige Actionszenen, viel über die Charaktere selbst wissen wir nicht, dass es noch kommen wird, kann ich mir vorstellen. Doch trotzdem hätte ich da einfach schon jetzt mehr gewollt, denn mein Interesse ist nun eben sehr gering geblieben.

Sonst ist es eine sehr flotte Geschichte, wo es zu einigen Kämpfen kommt und einige bereits bekannte Helden treten ebenfalls in dieser Manga-Reihe als Cameo auf. Interessant ist es zu sehen, wie die Zeit vor MHA war, welche Probleme es damals auf den Straßen schon gab und wir bekommen einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse, als auch auf die bekannten Helden der Hauptreihe.

Leider denke ich, dass ich die Reihe in nächster Zeit nicht weiterlesen werde, weil einfach der Funken bei mir nicht rübergesprungen ist und ich auch kein Interesse entwickeln konnte für die Helden auf der anderen Seite der Gesellschaft.
An sich kann ich mir vorstellen, dass es so als Zwischenmanga, wenn man auf die Bände von MHA wartet, ganz gut ablenken kann!

Veröffentlicht am 12.01.2020

Zukunftsthriller

Der Store
0

Cloud ist ein weltbeherrschender Online-Store und wer dort arbeitet führt ein sicheres Leben, könnte man meinen. Schließlich sind die Jobs dort begehrt, aber wer für Cloud arbeitet, lebt auch auf dem Cloud-Gelände ...

Cloud ist ein weltbeherrschender Online-Store und wer dort arbeitet führt ein sicheres Leben, könnte man meinen. Schließlich sind die Jobs dort begehrt, aber wer für Cloud arbeitet, lebt auch auf dem Cloud-Gelände und isst in Cloud-Restaurants und trägt ein Cloud-Datenarmband, dass alles aufzeichnet was du tust. Kurzum du wirst dauerüberwacht und kriegst sogar von dem Armband Tipps.
Es ist ein monotones und strenges Leben auf dem Gelände und die Arbeit selbst ist alles andere als einfach.
Das Leben dort lernen wir durch die zwei neuen Mitarbeiter Paxton und Zinnia kennen, die wegen unterschiedlichen Beweggründen dort anfangen zu arbeiten.

Dass es unter der Oberfläche vom größten, wichtigsten Online-Händler brodelt, merken wir schnell. Die Ungerechtigkeit und Ausbeutung bekommt man schnell mit und viele andere Probleme.
Das Buch gibt ein gutes Bild einer möglichen Gesellschaft wieder, wo der Konsum und das Geld weiter oben steht als der Mensch.
Im Laufe der Geschichten kommen die Beiden den Geheimnissen der Cloud und der ihres Gründers immer näher, denn Zinnia ist nicht die, für die sie sich ausgibt.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von den beiden Hauptpersonen Zinnia und Paxton erzählt, aber auch der Gründer der Cloud kommt zu Wort mit kurzen Kapiteln. Besonders die letzte Perspektive fand ich sehr spannend, weil die im Großen und Ganzen zu der Geschichte, am interessantesten aufgebaut wurde (von der Gründung der Cloud, seiner Beweggründe und Heute).
Der Autor hat einige aufregende Ideen eingebaut zum Konzept der Cloud, allein das machte schon Spaß zu Lesen, aber zum Ende hin wird es mehr und mehr zu einem reinen Thriller, der nicht so ganz meins war.

Ein wirklich spannendes Buch mit interessanten Ideen und das Konzept der Cloud hat er schön ausgebaut, aber zum Ende des Buches wurde der Fokus, für mich, zu sehr auf Thriller gelegt: ein Katz und Maus-Spiel an erster Stelle und da war ich einfach halb draußen.
Für Thriller-Leser wird das Buch eine willkommene Abwechslung bieten mit realitätsnahen Ideen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2019

Nicht sein bestes Buch!

Fluchbrecher
0

Wie habe ich mich gefreut, als ich sah, dass es ein neues Buch von Richard Schwartz gibt. Und dann wird das Thema RPG, bzw. ein Rollenspiel noch eingebaut, ein Thema, dass sich derzeitig oft in der Fantasyliteratur ...

Wie habe ich mich gefreut, als ich sah, dass es ein neues Buch von Richard Schwartz gibt. Und dann wird das Thema RPG, bzw. ein Rollenspiel noch eingebaut, ein Thema, dass sich derzeitig oft in der Fantasyliteratur für jüngere Leser findet auf die eine oder andere Art.

Also war ich gespannt, wie schafft es wohl ein Autor mit langer eingestampfter Fantasyerfahrung, jetzt ein Buch zu schreiben, wo das virtuelle Spielen im Mittelpunkt steht?

Sagen wir mal, er hat sich da ganz gut durchgemogelt.
Es ist deutlich weniger technisches Gerede, als in anderen Büchern mit der Thematik, er konzentriert sich stark auf das Spiel selbst (passend zu LitRPG) und wirft uns in eine mittelalterliche Welt mit Magie, Kriegern, Heilern, düsteren Wäldern, verlassenen und verfluchten Burgen und so Kram eben. Besser gesagt, es ist wieder ein übliches Setting für ihn und meine Erwartungen waren dadurch weit oben.

Die Charaktere sind wirklich grandios. Sie sind nicht mit sehr viel Tiefe ausgestattet, aber die Hintergrundgeschichte der Freunde und unserer Protagonistin Alexandra hat es in sich und badet das ganz gut wieder aus. Sie sind alle interessant, mal frech, mal vorlaut, energisch und sympathisch. Als Team sind sie ebenfalls so gut und ich mochte die Dialoge und die Freundschaft zwischen ihnen.

Wie bereits erwähnt, wir sind in einer klassischen Fantasywelt, abgesehen davon, dass es sich hierbei um ein virtuelles Spiel handelt, dass sie alle spielen. Hier gibt es Quests, Erfahrungspunkte, Belohnungen und alle üblichen Dinge, die ihr euch dazu vorstellen könnt. Dabei bekommt unsere Protagonistin einige Bonusse im Spiel vom Autoren (overpowerd character), was ich mit einem Augenzwinkern, abgetan hab.

Am Anfang des Buches wird viel, wirklich viel drumherum erklärt, sodass jeder Laie auf dem Gebiet am Ende ein Experte wird und ihr braucht da wirklich keine scheu davor zu haben. Mir persönlich, war es zu viel erklärt und beschrieben, schließlich nahm es einen guten Teil des Buches an und ich konnte es kaum abwarten, dass es endlich so richtig losging.

Und als es dann so weit war, war das Buch auch schon zu Ende und nun darf ich auf den zweiten Band warten, der glücklicherweise nicht allzu lange mehr auf sich warten lässt. Doch das hat mich schon frustriert, da mir viele Ideen gefallen haben, aber es plätscherte eben vor sich hin und der Höhepunkt hätte durchaus größer ausfallen können und früher.

Auch wenn ich meine unterhaltsamen Stunden damit hatte, muss ich leider sagen, das war nicht sein bestes Buch. Es ist “nur” ein Start für Verona und die Charaktere, wobei wir hoffen können, dass nun im nächsten Teil was Großes auf uns zukommen wird. Andeutungen gab es dafür genug!
Und ich hoffe, dass im nächsten Band es mehr geben wird zu künstliche Intelligenz, reales Spielempfinden und mehr knallige Höhepunkte, wo auch Alex ins Schwitzen gerät.

Für alle Fans des Autoren, lasst den Kopf nicht hängen, einen Versuch können wir ihm noch geben, schließlich sind die Charaktere spitze und die Geschichte selbst lässt auf einen tollen zweiten Band hoffen!
An alle Neulinge, ich empfehle zuerst eines seiner anderen Bücher zu lesen, besonders Die Krone von Lytar (nur in der überarbeiteten Neuauflage) möchte ich euch dabei ans Herz legen.

Veröffentlicht am 08.01.2019

Unterhaltsame Fantasy!

Die Krone der Dunkelheit
0

Es ist ein Fantasygeschichte, wo Frauen im Vordergrund stehen. Einmal haben wir die Prinzessin Freya, die eher ein Charakter ist, der im Laufe der Handlung wächst und immer mehr Stärke zeigt. Dann haben ...

Es ist ein Fantasygeschichte, wo Frauen im Vordergrund stehen. Einmal haben wir die Prinzessin Freya, die eher ein Charakter ist, der im Laufe der Handlung wächst und immer mehr Stärke zeigt. Dann haben wir noch Ceylan, die ist though. Ohne wenn und aber! Sie möchte den Wächtern beitreten, wobei da es nur so von Männern wimmelt…also dort gibt es gar keine Frauen. Die Männerdomäne schlechthin!
Es hat was einen Roman zu lesen, wo die Frauen im Vordergrund stehen und vielfältig auftreten, though ist nicht gleich though und die Männer im Buch…die sind zum schwärmen da.
Das sind richtige Kerle, wo Leserinnen das Herz aufgeht und man nimmt sich sie gerne als Bookboyfriend. Ich schreibe das gerade mit einem breiten Grinsen, wobei es für mich manchmal auch ein Moment des “Augen rollen” bedeutete.

Aber das Thema Romantik selbst wird hier nicht groß geschrieben, klar es knistert hier und da, aber so richtig zu einer Romanze kommt es nicht und das hat mir so auch gefallen.
Dafür haben wir viel Fantasy und keine zimperlichen Kämpfe oder Auseinandersetzungen, also eine Schippe härter als ich vom Klappentext erwartet hatte.

Die ganze Geschichte wird aus der Sicht von mehreren Personen beschrieben, zwei davon habe ich vorhin schon erwähnt, dazu kommt noch Larkin, ein Wächter, der im Kerker sitzt und Prinz Kheeran von Melidrian, der kurz vor seiner Krönung steht. Durch diese beiden Perspektiven (es gibt noch mehr) haben wir ein viel größeres Bild auf das ganze Geschehen und alle, wirklich alle sind irgendwie miteinander verwoben, was dem ganzen noch etwas Spannung gibt.


Auch das Worldbuilding ist der Autorin gut gelungen mit vielen eindrucksvollen Beschreibungen. Es handelt sich hierbei um eine eher klassische Fantasywelt mit “Elfen”, die hier als Seelie und Unseelie auftreten und es findet sich Magie unter den Menschen, als auch gefährliche Monster, die das Leben auf beiden Seiten bedrohen.
Das Reich Melidrian wurde sehr breit beschrieben, wie auch das Leben der Wächter an der Grenze und man findet sich schnell in dem Buch zurecht.
An der Stelle war es schön, interessant, aber manchmal fingen die vielen Eindrücke an mich etwas zu erdrücken.

Die Handlung wird gezogen von unseren vier Helden, aber auch andere Charaktere treten auf, die Einfluss nehmen und irgendwie konnte es mich einerseits packen: es passiert so einiges, sei es ein Kampf oder Intrigen oder Gefahren auf der Reise, aber anderseits konnten mich manche Enthüllungen nicht gerade schocken. Zum Teil konnte ich es erahnen in welche Richtung es jetzt geht und hatte dadurch ein paar Längen im Buch, aber es wurde durch das Ende wieder etwas gut gemacht.

Bei Die Krone der Dunkelheit handelt es sich um den Auftakt einer High-Fantasy-Trilogie, die ich den weiblichen Lesern ans Herz lege und den Fans von Sarah J. Maas. Mit einem leichten Schreibstil und viel Unterhaltung konnte mich das Buch immer wieder packen, nur hoffe ich im nächsten Teil auf was mehr “episches”, dass der High-Fantasy gerecht wird.

Veröffentlicht am 12.12.2018

Interessant!

Spiel der Macht (Die Schatten von Valoria 1)
0

Erstmal ein riesen Lob für die Aufmachung des Buches!
Das Buch hat einen weichen Umschlag, mit einem wundervollen Cover und wenn man den Umschlag abnimmt haben wir hier keine einfarbige, langweilige Farbe, ...

Erstmal ein riesen Lob für die Aufmachung des Buches!
Das Buch hat einen weichen Umschlag, mit einem wundervollen Cover und wenn man den Umschlag abnimmt haben wir hier keine einfarbige, langweilige Farbe, sondern Rosenblätter, passend zum Cover. Und es geht noch weiter, das Buch besitzt eine sehr schön und detaillierte Karte von dem Reich in rot und innen gibt es einen Dolch als Verzierung bei jeder Kapitelzahl. Ich bin ein Fan von solchen Details.

Es gibt viele begeisterte Stimmen dazu und jetzt komme ich hier daher und schiebe den ganzen einen Riegel davor. Aber ich denke, das klingt viel zu Ernst und wir fangen mal ganz vorne an, bei Kestrel.
Kestrel ist eigentlich Musikerin mit Leib und Seele und sie braucht die Musik, aber ihr Vater möchte sie viel lieber im Militär sehen und sie bekommt die Wahl: Heiraten oder Militär. Ihr Vater weiß ganz genau, wo die Stärken seiner Tochter liegen. Sie ist keine gute Kämpferin, ganz und gar nicht, aber eine gute Taktikerin, die alles und jeden schnell durchschaut. Genau diese Fähigkeit wird bei ihr im Buch immer hochgehalten und es gibt einige Momente, wo sie das auch unter Beweis stellt.
Einerseits war ich sehr positiv überrascht von ihr, sie ist besonders klug und stark, aber dieser Arin verdreht ihr ganz schön den Kopf. Andererseits hab ich auch viel mehr von ihr erwartet, wenn sie so gut darin ist alles zu durchschauen, warum hat sie nicht viel früher gemerkt was um sie herum geschieht? Darüber kann man sich natürlich streiten, aber widerspricht es ihr einfach nicht? Oder war die rosarote Brille schlichtweg daran Schuld?
Der Sklave Arin hat ein Geheimnis und besitzt einige versteckte Talente als Sklave, die er ihr langsam offenbart und seine Vergangenheit hat hier eine große Bedeutung, doch auch er ist sehr eingenommen von Kestrel, wenngleich er sich lange wehrt. Zusammengefasst haben wir hier zwei starke Charaktere, zwei Dickköpfe mit viel Potenzial und Verstand, aber die sind so ineinander verliebt, dass sie das Paradebeispiel für falsche Entscheidungen aus Liebe sind. Vier Augen hinter einer rosaroten Brille und ich denke, es sollte alles dramatisch rüber kommen, mich hat es aber leider nicht mitgenommen. Durch das ganze hin und her zwischen ihnen, blieb eine gewisse Tiefe am Charakter aus, als wäre dafür kein Platz mehr gewesen und das hat mich geärgert, weil Potenzial da war!

Was ich gut an dem Buch fand, waren die Ideen. Es wurde sehr vieles eingebaut und eine Welt geschaffen, die bereits erobert wurde und wir sehen die Lage von beiden Perspektiven. Wobei beide Seiten ihre Geschichte und ihre Fehler haben, was alles sehr interessant macht und nicht so durchsichtig. Die Autorin hat mit der Thematik Musik, die einen großen Stellenwert einnimmt, noch was eingebracht, das man selten in solchen Jugendbüchern findet. An der Stelle war es wieder auf seine Art besonders und hat mir gut gefallen. Auf jeden Fall der Anfang hatte mich gleich packen können, als Kestrel ihren Auftritt hat (sehr unterhaltsam!) und die Autorin schreibt flüssig, sodass ich mich schnell zurecht gefunden hatte und in der Geschichte drin war.

Das Buch hat seine Stärken gehabt, die leider erst zum Ende wirklich strahlen konnten und da ist noch viel Potenzial offen für den zweiten Teil! Kestrel & Arin ist so eine Hassliebe für mich, im einzelnen mochte ich die beiden Charaktere, doch zusammen waren sie mir ein bisschen zu viel. Es ist noch fraglich für mich, ob ich es weiter lesen werde. Bis jetzt würde ich sagen, wenn ich wieder Lust habe auf eine romantische Geschichte, dann “Ja”, sonst müsste ich es noch überdenken.
Eine gefühlvolle Liebesgeschichte zwischen zwei feindlichen Lagern mit viel Drama, Liebe und einem schönen, aber auch gefährlichen Setting!