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Wencke

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Veröffentlicht am 14.03.2019

Eine wunderschöne Familiengeschichte aus dem Thüringer Wald

Was uns erinnern lässt
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Dieses ist ein wunderschöner historischer Roman, in dem wir die Familie Dressel über mehrere Generationen begleiten dürfen. Sehr gut finde ich den übersichtlichen Stammbaum der Familie in den Innenseiten ...

Dieses ist ein wunderschöner historischer Roman, in dem wir die Familie Dressel über mehrere Generationen begleiten dürfen. Sehr gut finde ich den übersichtlichen Stammbaum der Familie in den Innenseiten von Buchdeckel und Buchrücken.

Dieser Roman wird in zwei Handlungssträngen erzählt: der eine beginnt im Jahr 1945 und wird über die Jahre weiter erzählt. Ein weiterer Handlungsstrang erzählt in der Gegenwart. Dieser Handlungsstrang beginnt mit Milla, die ganz unerwartet als erste einen Lost Place entdeckt hat. Der Platz an dem vor vielen Jahren die Familie Dressel im Hotel Waldeshöh ihre Heimat hatte. Das Hotel lag zur Zeit der deutschen Teilung auf der Ostseite im Sperrbezirk. Ich fand es sehr erschreckend zu lesen, wie schwer und mit welch strengen Vorgaben die Familie dort die Jahre gelebt hat. Es ist zwar ein Roman, aber ich denke, dass sich Ähnliches in der Realität ereignet hat. Da habe ich mir beim Lesen öfter Gedanken drüber machen müssen.

Insgesamt ist dieser Roman eine Reise in die deutsche Vergangenheit. Der wunderschöne Schreibstil hat richtig zum Eintauchen in die Geschichte eingeladen. Der Autorin ist es wunderbar gelungen, dass ich die Verbindung der Familie Dressel mit ihrem Hotel Waldeshöh spüren konnte. Und auch Traurigkeit, dass das Hotel nicht so belebt werden konnte, wie es sich die Familie so sehr gewünscht hat, war für mich sehr deutlich zu spüren. Dazu finde ich auch das Titelbild sehr passend!

Es hat mir viel Freude bereitet, die Familie über mehrere Generationen begleiten zu dürfen. Am Ende wurde ich dann noch mit einem wunderschönen Ende belohnt!

Klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 16.02.2019

Ein wunderschöner Roman, der in den 1920-igern in Hamburg erzählt

Die Villa an der Elbchaussee
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Zunächst einmal hat mich bei diesem Buch das wunderschöne Cover begeistert sowie die sehr schön gestalteten Innenseiten vom Cover, hinten mit einem Stadtplan vom damaligen Hamburg.

Gleich zu Beginn des ...

Zunächst einmal hat mich bei diesem Buch das wunderschöne Cover begeistert sowie die sehr schön gestalteten Innenseiten vom Cover, hinten mit einem Stadtplan vom damaligen Hamburg.

Gleich zu Beginn des Buches hat mich der Schreibstil und die Erzählweise begeistert.
Der Text ist leicht und verständlich geschrieben, der Schreibstil gefällt, so ist es mir gelungen, in diese wunderschöne Geschichte, die in den 1920-ziger Jahren in Hamburg spielt, einzutauchen.

Dieser Roman erzählt von Frieda und beginnt als Frieda gerade 16 Jahre alt ist. Schon in diesem jungen Alter weiß Frieda, dass sie nicht wie ihre Mutter werden möchte, der es reicht, sich mit der Haushaltsführung und Kindererziehung zu beschäftigen. Frieda möchte viel mehr die Welt erleben und lieber im Kontor ihres Vaters arbeiten, statt einen reichen Mann zu heiraten. Ihre Eltern sehen allerdings eindeutig Hans, Friedas älteren Bruder als Nachfolger des erfolgreichen Familienunternehmens.

Der erste Weltkrieg ist gerade vorbei und Hans ist bis dahin noch nicht aus dem Krieg zurück. Der Wunsch der gesamten Bevölkerung, einfach ein normales Leben zu führen, ist groß. Der Alltag sieht leider anders aus. Ein großer Hunger bestimmt den Alltag von vielen Familien. Oft sind Familienmitglieder im Krieg geblieben oder Heimkehrer müssen mit dem so schlimm Erlebten leben.

Mir hat dieses Buch sehr gefallen. Es war eine schöne Zeitreise!
Nun hoffe ich, dass es eine Fortsetzung zu diesem Roman gibt. Ich würde so gerne lesen, wie es mit Frieda weiter geht!

Klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 08.02.2019

Clean eating macht Spaß und tut gut!

No time to eat
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Schon die Einleitung finde ich sehr ansprechend geschrieben, auf den ersten Seiten hat mich dieses Buch in seinen Bann gezogen. Passend beschrieben, damit meine ich, dass bewusst erwähnt wird, dass derjenige, ...

Schon die Einleitung finde ich sehr ansprechend geschrieben, auf den ersten Seiten hat mich dieses Buch in seinen Bann gezogen. Passend beschrieben, damit meine ich, dass bewusst erwähnt wird, dass derjenige, der dieses Buch liest, sich nicht zum ersten Mal mit gesunder Ernährung auseinandersetzt. Ein fehlendes Wissen ist nicht der Grund, weshalb wir oft zu ungesundem Essen greifen. Wir müssen einfach nur lernen, dass wir aus unserer Komfortzone herauskommen -> packen wir es an .

Mein Antrieb dieses Buch zu lesen war, dass ich sehr oft das Gefühl von Hunger verspüre und wie die Autorin es so schön beschreibt, dann sehr oft zu Schrott gegriffen habe, mein Hunger sich aber sehr schnell wieder bemerkbar gemacht hat. Wie kann ich besser essen? Na klar, vieles was in diesem Buch geschrieben ist, ist nich neu, aber es ist sehr gut, sich dieses auch nochmal bewusst zu machen.

Sehr sympathisch finde ich, dass Sarah Tschernigow selber nicht gerne kocht, ich auch nicht - passt, perfekt.

Clean eating ist eigentlich ganz einfach, vieles gibt uns die Natur schon vor. Das Wort "Mealprep" finde ich nicht so gut, mir fällt aber leider auch kein passenderes ein. Sich einen Salat zu Hause vorzubereiten, etwas Obst, ein gesundes Frühstücksbrot oder Nüsse mitzunehmen ist doch ganz einfach, man weiß, wo man eingekauft hat und es ist günstiger, als sich unterwegs etwas ungesundes zu kaufen. Hier passt dann "raus aus der Komfortzone" sehr gut. Man muss dafür im Vorfeld schon was tun: überlegen wann man was braucht, vorher einkaufen und zubereiten. Ich habe gespürt, dass sich diese Mühe absolut lohnt. Mein Körper sendet eindeutige Signale des Wohlbefindens. Ich verbiete mir keine Süßigkeiten, aber ich habe weniger Verlangen danach. Und wenn ich ein paniertes Schnitzel esse, dann bin ich mir bewusst, dass das kein gutes Essen ist, aber ich genieße dieses Schnitzel trotzdem, es ist ja nicht die Regel.

Auch haben mir die persönlichen Erfahrungen der Autorin sehr gut gefallen und was diese Erfahrungen mit ihr gemacht haben. Sehr gelungen finde ich auch die persönliche Anreden, z.B. "ich möchte dich dort abholen, wo du stehst", als Angebot zur Hilfe und nicht "man muss".

Insgesamt bietet dieses Buch sehr hilfreiche Grundlagen und vermittelt eine gesunde Basis und das ganze in einer sehr verständlichen und einleuchtenden Sprache.

Klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 04.01.2019

Ein großartiges Debüt - ich freue mich jetzt schon auf mehr!

Totwasser
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Dieses ist das erste Buch von Julia Hofelich, ihr ist ein großartiges Debüt gelungen.


Im Mittelpunkt steht Linn Geller. In ihrem ersten Fall in ihrer gerade neu gegründeten Kanzlei geht es um Grace Riccardi. ...

Dieses ist das erste Buch von Julia Hofelich, ihr ist ein großartiges Debüt gelungen.


Im Mittelpunkt steht Linn Geller. In ihrem ersten Fall in ihrer gerade neu gegründeten Kanzlei geht es um Grace Riccardi. Sie wird beschuldigt, ihren Ehemann, der ein bekannter und beliebter Schauspieler ist, ermordet zu haben. Obwohl Grace in den ersten Gesprächen mit Linn weiterhin ihre Meinung vertritt, dass sie ihren Ehemann ermordet haben möchte, glaubt Linn Geller ihr das nicht. Sie ist fest davon überzeugt, dass sie die Unschuld ihrer Mandantin beweisen kann.

Von Anfang an hat die Autorin eine großartige Spannung aufgebaut, die über das ganze Buch - bis zum Schluss - gehalten wird.

Als Leser macht man sich Gedanken, was sich wohl zugetragen hat und dann kommt es doch anders.

Was mir an diesem Kriminalroman so besonders gefallen hat ist, dass der Leser den fachkundigen Hintergrund spürt. Julia Hofelich war selbst als Rechtsanwältin tätig, dieses Wissen und das besondere Gespür wirkt sich außerordentlich positiv auf diesen Kriminalroman aus.

Ich freue mich jetzt schon, Linn Geller bei ihrem nächsten Fall zu begleiten.

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Veröffentlicht am 25.12.2018

Einfach genial!

Der Verrat
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Der neue Familien- und Spannungsroman von Ellen Sandberg hat mich gleich von Beginn an absolut gefesselt. Es hat sich gleich eine geniale Spannung aufgebaut, die von der Autorin über das gesamte Buch gehalten ...

Der neue Familien- und Spannungsroman von Ellen Sandberg hat mich gleich von Beginn an absolut gefesselt. Es hat sich gleich eine geniale Spannung aufgebaut, die von der Autorin über das gesamte Buch gehalten werden konnte, das hatte dann zur Folge, dass ich das Buch innerhalb einer doch relativ kurzen Zeit durchgelesen hatte. Das finde ich sehr schade, denn nun ist dieses großartige Lesevergnügen bereits vorbei.


Erzählt wird dieser Roman in zwei Zeitebenen. Einmal in der Gegenwart. Hier lesen wir von Nane. Nach 20 Jahren Haft, ist sie jetzt wieder frei, die Vergangenheit kann sie allerdings nicht ruhen lassen. Zum anderen lesen wir über das Geschehene in den Jahren 1997 / 1998.

Was hat Nane getan, dass sie zu einer lebenslangen Haft verurteilt wurde? Nane trägt seit 20 Jahren die Last der Schuld: sie hat einen Menschen ermordet.

Was geschah wirklich vor 20 Jahren?

Nach "Die Vergessenen" - das erste Buch von Ellen Sandberg, ist dies nun ihr zweiter Roman, der mich absolut begeistert hat! Klare Leseempfehlung mit 5 Sternen.