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Veröffentlicht am 18.03.2019

Der Kistenwühler

Murder Swing
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Murder Swing - ein Buch randvoll mit Informationen über Vinyl Platten und Jazz. Da schwingt die Musik im Hintergrund ständig mit.
Der Kistenwühler ist immer auf der Suche nach guten Vinyl Platten, die ...

Murder Swing - ein Buch randvoll mit Informationen über Vinyl Platten und Jazz. Da schwingt die Musik im Hintergrund ständig mit.
Der Kistenwühler ist immer auf der Suche nach guten Vinyl Platten, die er ankauft und dann wieder verkauft. Auf seiner Visitenkarte bezeichnet er sich eher scherzhaft als Vinyl Detektiv und eines Tages erscheint eine Frau bei ihm und erteilt den Auftrag eine bestimmte LP aufzuspüren. Die anschließende Suche gestaltet sich nicht so einfach wie gedacht, denn es häufen sich seltsame Todesfälle, die alle irgendwie mit der Platte zusammen hängen.
Der Charakter des Vinyl Detektives ist interessant gewählt. Viel erfährt man über ihn nicht. Er lebt in einem Haus ohne Heizung und liebt seine beiden Katzen. Einer geregelten Arbeit geht er nicht nach und auch ein ungefähres Alter kann man nur schätzen.
Dumm ist er nicht, denn er hat einiges an Ahnung bezüglich der Vinyl Platten.
Das Buch ist aufgeteilt wie eine LP - es gibt eine A und eine B - Seite. Während ich die A-Seite eher etwas langatmig empfand, da mir einfach zuviel Jazz drin vorkam,ging es in der B-Seite so richtig spannend ab. Es gab einiges an guten Action Szenen wie bei einem James Bond Film.
Unter einem Thriller verstehe ich allerdings etwas anderes - für mich ist das eine tolle Krimikommödie. Wer sich an die alten Schallplatten noch erinnern kann und beim Lesen gerne etwas Swing hat, der ist hier richtig aufgehoben.

Veröffentlicht am 04.03.2019

Wissenswertes, verpackt in einem Krimi

Kein Erbe ohne Tod
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Kein Erbe ohne Tod von Agatha von Wysn ist ein Krimi, der im Obdachlosenmilieu spielt. Spannendes, ziemlich nah mit der Realität verknüpft. Obwohl mir bereits ziemlich zu Anfang klar war, wer hier der ...

Kein Erbe ohne Tod von Agatha von Wysn ist ein Krimi, der im Obdachlosenmilieu spielt. Spannendes, ziemlich nah mit der Realität verknüpft. Obwohl mir bereits ziemlich zu Anfang klar war, wer hier der Täter war, habe ich voller Interesse weiter gelesen, da sich die Geschichte erst so nach und zu einem Ganzen gefügt hat.
Kommissar Oder, ein sehr sympatischer Ermittler mit Ecken und Kanten, ermittelt in einem Mordfall, bei dem ein Toter auf dem Friedhof in einer eigenartigen Haltung auf einem Grab gefunden wird. Der Tote wird eindeutig als ein Obdachloser identifiziert und das reicht seinem Chef um es als unspektakulären Aktenfall zu schließen. Kommissar Oder ist damit nicht einverstanden und begibt sich sogar in Obdachlosenkreise um den Todesfall zu klären.
Die Charaktere sind durchweg alle glaubhaft und nachvollziehbar geschildert. Einige davon könnte ich mir sogar in meinem Bekanntenkreis vorstellen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und gut lesbar.
In angenehmer Art erfährt man hier viel interessantes über Obdachlose. Wie schnell man darin abrutschen kann, warum diese Menschen lieber auf der Straße leben, wie man sich ihnen gegenüber verhalten soll, über deren Zusammenhalt untereinander. Man kommt auf jeden Fall ganz schön ins Grübeln, merkt wie sehr sich die Autorin doch mit dem Thema beschäftigt hat. Da gerät der Mord schon fast in den Hintergrund und erscheint eher unwichtig - die Stränge sind jedoch raffiniert miteinander verknüpft.
Das Ende, nun ja, ich habe es mir zwar so gewünscht; die Realität würde allerdings mit Sicherheit anders aussehen.

Veröffentlicht am 19.02.2019

Realität oder doch eher Science Fiction

Ein wirklich erstaunliches Ding
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Ein wirklich erstaunliches Ding, ein Roman von Hank Green.Ein Buch, dass ich eigentlich nur aus Neugierde lesen wollte, denn den Namen Hank Green hatte ich schon diverse Male bei den Kindern gehört. Ich ...

Ein wirklich erstaunliches Ding, ein Roman von Hank Green.Ein Buch, dass ich eigentlich nur aus Neugierde lesen wollte, denn den Namen Hank Green hatte ich schon diverse Male bei den Kindern gehört. Ich sage nur YouTube Star und schon wird uns allen klar sein von was das Buch wohl handelt - Social Media und Globalisierung. Ich finde es als älteres Semester auch ganz gut gelöst.

Die 23jährige April lebt eigentlich ein ganz normales Leben als Grafikdesignerin und kann von ihrem Gehalt so gerade leben. Heim und Bett teilt sie mit einer Freundin. Eines Nachts trifft sie in Manhattan auf eine riesige Skulptur, macht mit ihrem Freund einen Clip daraus und stellt diesen ins Netz. Dieser wird zigfach angeklickt und aus April wird noch ein vielgefragter Star mit einem Haufen Geld.

April ist eine normale junge Frau der heutigen Zeit, die ihre Erfahrungen noch sammeln muß, oberflächlich, naiv und selbstverliebt, lernt sich schnell zur Schau zu stellen und den Leuten ihre eigene Meinung selbstbewusst zu verkaufen. Willkommen in der Zeit von YouTube, Facebook und wie sie alle heißen.

Der Schreibstil ist jugendlich leicht und lässt sich gut und zügig lesen.
An manchen Stellen ist es etwas langatmig, es wird Kritik geübt und es gibt Science Fiction Elemente. Einiges sollte man ernst nehmen, anderes nicht.
Das Ende überrascht auf jeden Fall noch einmal.

Veröffentlicht am 07.03.2026

Guter Mix

Schüsse auf einen Engel
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Zunächst einmal hat mich hier der Genre Mix angesprochen. Krimi und Fantasy in einem und Diversität sowie viel Witz fehlt auch nicht. Schüsse auf einen Engel von C.N.Stance ist ein handliches Taschenbuch ...

Zunächst einmal hat mich hier der Genre Mix angesprochen. Krimi und Fantasy in einem und Diversität sowie viel Witz fehlt auch nicht. Schüsse auf einen Engel von C.N.Stance ist ein handliches Taschenbuch mit 185 Seiten. Es ist bereits der zweite Fall für den Engel Quin und seinem dämonischen Kumpel, dem Meerschweinchen. Engel Quin betätigt sich neuerdings als Privatermittler und befindet sich im Chicago der 1930er Jahre. Dort teilt er sich eine kleine Wohnung mit dem dämonischen Oggi. Aufspüren soll Quin für ein Landei einen Betrüger und tritt dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste.

Erzählt wird aus der Sicht von Quin. Die Ermittlungsarbeiten gestalten sich in meinen Augen eher dilettantisch, aber das würde der Storyline sonst auch das Wichtigste nehmen, nämlich den Humor. Mich konnte hier mehr der mit seinem Dialekt sprechende Dämon Oggi begeistern. Das Gefühl sich in die 1930er Jahre zu begeben ist gut gelungen. Man fühlt sich in dem Buch wie in einem alten Ganovenfilm. Den Charakter Engel fand ich ebenfalls perfekt dargestellt, trottelig, dennoch liebenswert, gerade weil er auch immer wieder ins Fettnäpfchen tritt. Eigentlich ist ja der Dämon der rettende Engel bei den Ermittlungen.

Mich konnte der Mix nicht so ganz erreichen, die Art von Humor ist nicht meins. Empfehlenswert ist es für zwischendurch aber auf jeden Fall.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Nicht gerade meins

Schneeflockenfunkeln
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Lynn versucht nach ihrer Kündigung in Starwood bei ihrer Tante, die hier ein Geschäft führt, zu überlegen wie es weiter gehen soll. Hier trifft sie auf Miles, beide fühlen sich sofort voneinander angezogen ...

Lynn versucht nach ihrer Kündigung in Starwood bei ihrer Tante, die hier ein Geschäft führt, zu überlegen wie es weiter gehen soll. Hier trifft sie auf Miles, beide fühlen sich sofort voneinander angezogen und versuchen sich der Liebe wieder zu nähern. Nicht nur Lynn hat schlechte Erfahrungen damit gemacht.

Die weihnachtliche Stimmung kommt hier gut rüber und auch die Charaktere sind ansprechend dargestellt. Mir persönlich ist es aber von Anfang an schon zu vorhersehbar und es plätschert irgendwie vor sich hin. Von einem Wohlfühlroman erwarte ich schon etwas mehr Tiefe und auch einen kleinen Spannungsbogen. Das fehlt mir hier beides.

Das Cover ist toll und sehr ansprechend, passt für mich auch echt gut zum Titel. Die Playlist anfangs finde ich ebenfalls gut. Ich mag alle Lieder, wusste aber nicht, dass Taylor Swift hier reichlich mit einbezogen wurde. Ist vielleicht der Grund, warum die Mädchen es toll fanden.

Für mich ein Buch, was ich zwar gelesen habe, aber nicht hätte haben müssen.

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