Profilbild von Nati

Nati

Lesejury Star
offline

Nati ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Nati über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2017

Mehr Familiendrama denn Thriller

Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor
0

Die alleinerziehende Stephanie, ist früh verwitwet, kümmert sich liebevoll um ihren Sohn Miles und ist leidenschaftliche Bloggerin ihres „Moms Blog“. Sie freundet sich mit Emily an, deren Sohn Nicky mit ...

Die alleinerziehende Stephanie, ist früh verwitwet, kümmert sich liebevoll um ihren Sohn Miles und ist leidenschaftliche Bloggerin ihres „Moms Blog“. Sie freundet sich mit Emily an, deren Sohn Nicky mit Miles befreundet ist. Es kommt öfter vor, dass Emily es nach der Arbeit nicht schafft, den Sohn pünktlich aus der Vorschule abzuholen. Für Stephanie ist es kein Problem, dann mit beiden Jungs nach Hause zu fahren, so dass Emily ihn dann später abholen kommt. Doch an einem Tag ist alles anders. Emily kommt an diesem Abend nicht vorbei um Nicky zu holen. Sie meldet sich nicht auf die gesendeten SMS, so etwas war noch nie passiert. In ihrer Verzweiflung ruft Stephanie Sean, den Vater von Nicky und Emilys Mann, an, der sich zur Zeit im Ausland befindet. Doch auch Sean weiß nicht, wo sich Emily aufhalten könnte. Wochen vergehen und Emily taucht nicht auf, so kümmert sich Stephanie rührend um Sean und Nicky. Bis sie einen unerwarteten Anruf erhält.

Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, jeweils aus der Sicht von Stephanie, aber auch Emily und Sean kommen zu Wort. Unterbrochen werden die Erzählungen durch die Blogbeiträge von Stephanie, die das Verschwinden von Emily und die Sorgen, die sie sich macht, nach draußen getragen.

Leider wurde ich mit den Hauptprotagonisten nicht warm, Stephanie empfand ich dumm sowie naiv, Emily war eine Meisterin der Manipulation und Sean ging den Weg des geringsten Widerstandes. Die Spannung setzte für mich sehr langsam ein und ich hatte etwas Probleme, die zeitlichen Abläufe richtig einzuschätzen. Es gab einige Zufälle, so dass vieles auf mich sehr konstruiert wirkte und am Ende blieb einiges offen.

Ich sehe dieses Buch nicht als Thriller, sondern würde es mehr als Familiendrama einstufen.

Veröffentlicht am 27.11.2016

Weihnachten bis du tot

Stiefkind
1

Eine Wende tritt in das Leben von Rachel ein, als sie den charmanten und attraktiven Anwalt für Unternehmensrecht David Kerthen kennenlernt. Es war Liebe auf den ersten Blick und acht Wochen nach ihrem ...

Eine Wende tritt in das Leben von Rachel ein, als sie den charmanten und attraktiven Anwalt für Unternehmensrecht David Kerthen kennenlernt. Es war Liebe auf den ersten Blick und acht Wochen nach ihrem ersten Date heiraten beide. Rachel, die in London in einer Sozialwohnung aufgewachsen ist, fühlt sich auf Davids großem Anwesen in Cornwall glücklich. Die Abgeschiedenheit stört sie nicht und sie kümmert sich um Jamie, den achtjährigen Sohn von David. Nina, die erste Frau von David, kam durch einen tragischen Unfall in der Morvellan Mine ums Leben. In einem wassergefüllten Schacht fand man ihren Mantel, der Leichnam wurde aber nicht gefunden. Im Laufe der Zeit verändert sich Jamie auf unfassbare Weise und beginnt Zukunftsvisionen zu äußern. Er behauptet, dass seine Mutter noch lebt und Rachel würde Weihnachten nicht mehr da sein, da sie dann tot ist. Was steckt dahinter? Kommt Jamie mit dem tragischen Tod seiner Mutter nicht klar und ist stärker traumatisierter als alle dies annehmen?

Durch die Klappentext und das Cover fühlte ich mich von dem Buch angesprochen. Doch die Geschichte begann sehr gemächlich, bis sie ab der Mitte spannender wurde und man nicht wusste, wer ist der Gute und wer der Böse. Der Erzählstil von S. K. Tremayne hat mir an einigen Stellen zwar gut gefallen, aber oft fand ich die Beschreibungen über die Landschaft und die Minen von Cornwall etwas zu ausschweifend. Am Ende war ich doch etwas enttäuscht, da die Zusammenhänge auf mich nicht ganz nachvollziehbar und sehr konstruiert wirkten.

Veröffentlicht am 30.09.2016

Reicht 94%ige Übereinstimmung für die Liebe aus?

Ausgerechnet wir
0

Tom, ein 29jähriger freiberuflicher Unternehmensberater, ist Single und möchte diesen Zustand ändern. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass er in Berlin durch Zufall die passende Partnerin findet. Da ...

Tom, ein 29jähriger freiberuflicher Unternehmensberater, ist Single und möchte diesen Zustand ändern. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass er in Berlin durch Zufall die passende Partnerin findet. Da er ein Zahlennerd ist, hofft er auf einer algorithmusbetriebenen Datingseite die perfekte Frau kennenzulernen. Denn Tom vertritt die Ansicht, dass man Zahlen vertrauen kann. Schon nach kurzer Zeit erhält er Nachricht von Lisa, deren Profil eine 94%ige Übereinstimmung ergibt. Doch das erste Treffen verlief nicht wie erwartet. Tom hätte in seinen kühnsten Träumen nicht gedacht, dass er sich erst einmal bei einer mütterlichen Prüfungskommission durchsetzen muss, denn an Stelle von Lisa kommt ihre Mutter Penelope. Wird doch noch ein erstes Treffen mit Lisa stattfinden?

Die Autorin war mir bereits bekannt aus der Reihe „Die Dienstagsfrauen“, die ich mit Begeisterung gelesen habe. Doch das neue Buch, mit einem sympathischen männlichen Protagonisten, konnte mich nicht überzeugen. Es gab einige lesenswerte Abschnitte, aber auch längere Passage in denen ständig Formeln und Rechenbeispiele aufgezeigt wurden, um die Zahlenleidenschaft von Tom zu verdeutlich, hier wäre weniger mehr gewesen. Gleichzeitig führte es dazu, dass der flüssige Schreibstil dadurch unterbrochen wurde.

Einige Handlungsstränge wurden kurz angerissen und nicht in ausreichendem Maße weiterverfolgt. Vielleicht bin ich auch mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen, denn gern hätte ich mir mehr Gefühl gewünscht. Trotz allem gab es ein überraschendes Ende, das mich wieder mit dem Buch versöhnt hat.

Veröffentlicht am 20.10.2025

Kein Buch für mich

Morden in der Menopause
0

Die Ich-Erzählerin Liv Steinhammer ist Ehefrau und Mutter von drei pubertierenden Kindern. Halbtags arbeitet sie in einem Küchenstudio als Planerin. Die ersten Anzeichen der Wechseljahre stellten sich ...

Die Ich-Erzählerin Liv Steinhammer ist Ehefrau und Mutter von drei pubertierenden Kindern. Halbtags arbeitet sie in einem Küchenstudio als Planerin. Die ersten Anzeichen der Wechseljahre stellten sich ein mit Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen. Gleichzeitig ging sie schnell an die Decke, dass musste der Dealer, der ihrem Sohn Drogen verkaufen wollte, mit dem Leben bezahlen. Nun musste Liv sich nicht nur mit ihrem Hormonhaushalt rumärgern, sondern hatte auch das Problem eine Leiche verschwinden zu lassen.

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und auch die Kapitelanfänge fand ich interessant, da sie wissenswerte Informationen über die Menopause beschrieben. Doch nach dem ersten Mord ging mir Liv auf die Nerven. Alles war realitätsfremd und nicht mein Humor. Die Figuren waren für mich zu platt gezeichnet und die Geschichte kam nicht voran. Ab der Hälfte habe ich den Krimi quergelesen, denn er konnte mich leider nicht unterhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2025

Fand keinen Zugang

Die Rettung
0

Dominic Salt lebt mit seinen drei Kindern auf einer verlassenen Insel mitten im Südpolarmeer irgendwo zwischen Australien und der Antarktis. Ein Forschungsteam war damit befasst gewesen Pflanzensamen zu ...

Dominic Salt lebt mit seinen drei Kindern auf einer verlassenen Insel mitten im Südpolarmeer irgendwo zwischen Australien und der Antarktis. Ein Forschungsteam war damit befasst gewesen Pflanzensamen zu schützen und den Fortbestand für die Zukunft zu sichern. Nun haben sie die Basis bereits aufgegeben, weil der Meeresspiegel steigt und die Insel verschlingen wird. Auch die Familie soll bald Shearwater Island verlassen, doch vorher zieht ein schwerer Sturm über die Insel und spült eine schwerverletzte Frau an die Küste.
Der Schreibstil ist eine Mischung aus Poesie und Eindringlichkeit. Erzählt wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. Aus der Sicht von Rowan und Dominic ist die Handlung in der Ich-Perspektive erzählt, die der Kinder Raff, Fen und Orly ist im personalen Erzählstil geschrieben. Am Anfang der kurzen Kapitel steht jeweils der Name der erzählenden Person.
Mich hat die Geschichte leider nicht packen können und ich fand keinen Zugang zu dem Buch, da mir der Erzählstil nicht zusagte und einige Dinge unglaubwürdig erschienen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere