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Veröffentlicht am 03.10.2016

Eine neue Seite von Cecelia Ahern – und keine schlechte

Der Ghostwriter
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Taschenbuch: 160 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (26. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596196050
Originaltitel: Herman Banks and The Ghost Writer
Preis: 8,99 €

Eine neue Seite ...

Taschenbuch: 160 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (26. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596196050
Originaltitel: Herman Banks and The Ghost Writer
Preis: 8,99 €

Eine neue Seite von Cecelia Ahern – und keine schlechte

Inhalt:

Herman Banks hat es in Amerika vom Farmersohn zum Multimillionär gebracht. Er hat alles, was man sich nur wünschen kann. Nur ein Ziel hat Herman noch – er möchte ein Buch schreiben, einen großen Roman. Dazu zieht er sich mit seiner jungen Frau nach Südengland zurück, wo er das Anwesen eines verstorbenen Autors gekauft hat. Doch das Haus inspiriert ihn nicht, wie er es gehofft hatte. Seite um Seite hämmert er in die Schreibmaschine, nur um sie anschließend wieder zu zerknüllen. Bis etwas absolut Unerwartetes geschieht …

Meine Meinung:
Cecelia Aherns Versuch einer Novelle ist durchaus gut gelungen. Knackig wird die Geschichte von Herman Banks und seiner Frau Amber erzählt. Anfangs hatte ich noch meine Probleme, weil die Handlung etwas langsam in Schwung kommt, aber bald schon fand ich die Geschichte richtig spannend.

Die Autorin versteht es, die Veränderung, die das Haus mit Herman anstellt, dem Leser nach und nach nahezubringen. Man kann einerseits Hermans Besessenheit, diesen Roman schreiben zu müssen, nachvollziehen, gleichzeitig graut es einem vor dem, was da noch auf ihn zukommt. Die Beschränkung auf nur wenige Personen bringt den Leser umso näher an diese heran.

Toll fand ich auch die Parallelen in Hermans Leben und seinem Roman, den wir ausschnittsweise zu lesen bekommen.

Cecelia Ahern gibt uns reichlich Stoff zum Nachdenken, Liebe und Vertrauen, Familie und Tod, Reichtum und Ehre…

Fazit:
Nettes Lesevergnügen für zwischendurch. Wenn Novelle drauf steht, darf man halt keinen Roman erwarten.

★★★★☆

Veröffentlicht am 02.10.2016

Unterhaltsames aus dem alltäglichen Schulwahnsinn

Kann ich Pflaster für mein Handy, Frau Steinbeck
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Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (23. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596032655
Preis: 9,99 €

Unterhaltsames aus dem alltäglichen Schulwahnsinn

Hinter dem Pseudonym ...

Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (23. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596032655
Preis: 9,99 €

Unterhaltsames aus dem alltäglichen Schulwahnsinn

Hinter dem Pseudonym Frau Steinbeck versteckt sich der Autor Maryanto Fischer. Schulsekretärinnen in ganz Deutschland haben ihm aus ihrem Berufsalltag erzählt, und er hat die einzelnen Begebenheiten zu einem Buch zusammengefasst. Es ist nicht wirklich ein Roman, eher eine Ansammlung von Anekdoten. Diese wird aber durch einen roten Faden, nämlich eine Liebesaffäre der Sekretärin Desirée Steinbeck, zusammengehalten. Außerdem sind die einzelnen Vorkommnisse chronologisch in den Jahresablauf eingebaut.

So begleiten wir Desi von ihrem ersten Arbeitstag in der Sophie-Scholl-Schule, an dem sie abends am liebsten alles hinschmeißen würde, bis zum Schulfest im nächsten Jahr. Stets muss sie kleine und größere Wunden versorgen, besorgte Eltern beruhigen, sich gegen die zickige Rektorin wappnen und dabei den unverschämt gut aussehenden Sportlehrer Max Patzke umgarnen. Dabei lernt sie nicht nur diesen, sondern vor allem auch die Kinder lieben, die ihr im Lauf der Zeit so sehr ans Herz wachsen, wie sie sich das nie vorstellen konnte.

Frau Steinbeck erzählt in flapsig-lockerem Ton mit viel Wortwitz, der mal mehr, mal weniger witzig rüberkommt. Ich konnte viel schmunzeln, aber an manchen Stellen wirkt es auch ziemlich aufgesetzt und gekünstelt. Trotzdem ist das Buch sehr unterhaltsam, obwohl durchaus auch ernste Themen zur Sprache kommen, von denen es in einer Multi-Kulti-Schule wie der Sophie-Scholl-Schule natürlich einige gibt.

Schulsekretärinnen und alle, die in irgendeiner Weise mit Schule zu tun haben, als Eltern von Schulkindern, ältere Schüler usw. werden sicher ihren Gefallen an diesem Buch finden und vieles in der eigenen Schule wiedererkennen.

★★★★☆

Veröffentlicht am 01.10.2016

Im Darknet bist du anonym

Anonym
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Inhalt:
Nina Salomon wurde gerade von Bremen zum LKA Hamburg versetzt, als sie dort auch schon mit ihrem ersten Fall konfrontiert wird: Die ausgeblutete Leiche eines Anwalts ist gefunden worden. Schnell ...

Inhalt:
Nina Salomon wurde gerade von Bremen zum LKA Hamburg versetzt, als sie dort auch schon mit ihrem ersten Fall konfrontiert wird: Die ausgeblutete Leiche eines Anwalts ist gefunden worden. Schnell wird bekannt, dass Mitglieder eines Forums im Darknet, jenem schwer zugänglichen Teil des Internets, abstimmen konnten, welcher von vier Kandidaten sterben sollte. Und die nächste Abstimmungsrunde läuft schon …

Meine Meinung:
Ich schätze sowohl Ursula Poznanski als auch Arno Strobel als Autoren sehr. Auch ihr erstes gemeinsames Werk, „Fremd“, fand ich klasse. So war es nur logisch, dass ich auch „Anonym“ lesen musste. Auch dieser Thriller hat mich gefesselt und mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Dummerweise habe ich erst neulich einen Thriller von Chris Carter gelesen, in dem das Setting sehr ähnlich ist. Auch dort konnten die Menschen per Internet über den Tod eines anderen abstimmen. Hat mich dieses Szenario bei Carter noch absolut mitgenommen, war es nun bei „Anonym“ eben nichts Neues mehr für mich und deshalb auch nicht so schockierend.

Hinzu kommt, dass ich in der ersten Hälfte des Romans ein wenig Spannung vermisst habe. Hier wird sehr viel Zeit darauf verwendet, die Personen zu charakterisieren – nicht nur die beiden Protagonisten Nina Salomon und Daniel Buchholz, sondern auch ihre Chefin Arendt, der Staatsanwalt sowie weitere Kriminalbeamte, die an dem Fall mitarbeiten. Ich muss sagen, wirklich sympathisch war mir keiner von ihnen.

Nina Salomon benimmt sich sehr zickig und hält sich ungern an Regeln und Anweisungen. Das finde ich absolut unprofessionell und in dieser Art bei der Kripo untragbar. Daniel Buchholz ist genau das Gegenteil. Er klammert sich an Regeln, kehrt auch gerne mal den Chef raus und ist die Ordnung in Person. Das Schöne an dieser Konstellation sind die bissigen Dialoge, die zwischen den beiden daraus resultieren und einen schon mal zum Schmunzeln bringen. Zum Glück wird die Zusammenarbeit im Verlauf des Buches immer besser und sie lernen sich gegenseitig schätzen. Hier nimmt dann auch die Handlung an Fahrt auf und wird immer spannender.

Die Erzählweise hat mir ganz gut gefallen. Nach einem Prolog, der in Mali spielt und die Neugier des Lesers weckt, geht es in Hamburg weiter. Dabei erzählen Nina und Daniel abwechselnd ein Kapitel aus ihrer Sicht, wobei sie nicht nur den Fall, sondern auch den Partner genau unter die Lupe nehmen. Dieselbe Szene wird so auch manchmal von beiden Seiten beleuchtet, was ganz interessant ist, denn man kann dieselbe Sache ja unter Umständen ganz anders empfinden. Leider ist am Schreibstil nicht immer sofort zu erkennen, wer gerade erzählt, und eine entsprechende Markierung gibt es nicht. So kann es schon mal eine halbe Seite dauern, bis man weiß, wessen Part man gerade liest. Das ist kein Problem, solange man das Buch nicht aus der Hand legt, weil wirklich nach jedem Kapitel der Ich-Erzähler wechselt. Aber wenn man eine Pause machen muss und nicht mehr weiß, wessen Perspektive zuletzt dran war, kann es eben verwirrend sein. Hier hätte man mit einer entsprechenden Überschrift leicht Abhilfe schaffen können.

Die Abfolge der Kapitel wird durch einige kurze Einschübe, die den Täter beleuchten, unterbrochen. So weiß der Leser manchmal ein bisschen mehr als die Ermittler.

Fazit:
„Anonym“ behandelt den ersten Fall für das Team Nina Salomon und Daniel Buchholz. Der Roman thematisiert die psychischen Abgründe der menschlichen Seele und die Gefahren des Internets, wo man sich anonym wähnt und meint, keine Verantwortung für seine Taten übernehmen zu müssen. Besonders in der zweiten Hälfte legt der Thriller stark an Spannung zu. Der Roman ist in sich abgeschlossen. Ich hoffe aber sehr auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit von Salomon und Buchholz.

Veröffentlicht am 27.09.2016

Unterhaltsam, spannend, ein wenig abstrus

Zorn - Kalter Rauch
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Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2 (26. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596031924
Preis: 9,99 €

Unterhaltsam, spannend, ein wenig abstrus

Inhalt:
Ein unerklärlicher ...

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2 (26. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596031924
Preis: 9,99 €

Unterhaltsam, spannend, ein wenig abstrus

Inhalt:

Ein unerklärlicher Fischregen führt zu Aufräumarbeiten, die wiederum in einem öffentlichen Papierkorb ein gebrauchtes künstliches Hüftgelenk zutage fördern. Es stellt sich die Frage, was mit der Besitzerin des Hüftgelenks ist. Zorn und Schröder suchen nach der Frau, Donata Zettl. Doch nicht einmal ihr Mann Gregor kann sagen, wo sie ist. Dieser schwebt bald selbst schon in Lebensgefahr …

Meine Meinung:
Dies ist schon der 5. Fall für Zorn und Schröder. Ich würde das Lesen in der richtigen Reihenfolge auf jeden Fall empfehlen. Nur so kann man die Entwicklung der Protagonisten nachvollziehen, und die ist schon wichtig.

Ich habe bisher alle Bände der Reihe gelesen und bin immer wieder aufs Neue angetan. Stephan Ludwig schreibt einfach klasse, das flutscht wie nix. Auch wenn die Spannung nicht gerade atemberaubend ist, ist sie doch stets vorhanden. Hinzu kommen die Charaktere, die einen Großteil des Lesevergnügens ausmachen. Hauptkommissar Zorn und Schröder ergänzen sich einfach wunderbar. Beide haben in diesem Roman ihre Probleme – Zorn wirkt zuweilen richtig depressiv, zeigt aber natürlich trotzdem noch seine rotzige Art. Die Dialoge zwischen den beiden sind einfach super, kurz, prägnant, angereichert mit einer Prise Humor.

Es gibt im Groben zwei Handlungsstränge. Einmal schauen wir den Ermittlern Zorn und Schröder über die Schulter, zum anderen sind wir bei Gregor Zettl, der sich einer massiven Bedrohung ausgesetzt sieht. Speziell die Szenen in seinem Haus sind nicht unbedingt etwas für zart besaitetes Gemüter.

Wie schon die Vorgängerbände konnte mich auch „Zorn – Kalter Rauch“ überzeugen. Es hat mich lediglich ein wenig gestört, dass hier am Ende Fragen offen bleiben, zum Beispiel, wie das künstliche Hüftgelenk in den Papierkorb kam. Außerdem erschien mir das Verhalten des Mannes, der Gregor Zettl bedroht, nicht ganz konsequent und stimmig.

Die ersten vier Teile der Reihe wurden bereits fürs Fernsehen verfilmt. Das Drehbuch schrieb jeweils Stephan Ludwig (mit). Schon beim Lesen kommt das Kopfkino wunderbar in Gang – ich kann mir die Handlung daher wirklich gut als Verfilmung vorstellen.

Die Reihe:
1. Zorn – Tod und Regen
2. Zorn – Wie sie lieben
3. Zorn – Wo kein Licht
4. Zorn – Wie sie töten
5. Zorn – Kalter Rauch

★★★★☆

Veröffentlicht am 27.09.2016

Leichte Kost fürs Herz

Morgen kommt ein neuer Himmel
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Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 3 (29. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596196357
Originaltitel: The Life List
Preis: 9,99 €

Leichte Kost fürs Herz

Inhalt:
Brett ...

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 3 (29. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596196357
Originaltitel: The Life List
Preis: 9,99 €

Leichte Kost fürs Herz

Inhalt:

Brett Bohringer ist 34, hat einen lukrativen Job, einen Anwalt als Lebensgefährten und alles scheint gut, als ihre über alles geliebte Mutter stirbt. Doch während Bretts Brüder ein Vermögen erben, muss Brett selbst sich ihr Erbe erst verdienen. Als Vierzehnjährige hatte sie eine Liste mit Lebenszielen aufgestellt, aber irgendwann weggeworfen. Doch Mama hat die Liste aus dem Papierkorb gefischt und kurz vor ihrem Tod befunden, dass es für Brett das Beste wäre, ihre damaligen Lebensziele doch noch zu verfolgen und sich ihre Wünsche zu erfüllen.

Meine Meinung:
Romane, in denen irgendwelche Listen abgehakt werden, gibt es mittlerweile ja zuhauf. In dieser Hinsicht ist der Roman also nichts Besonderes. Und doch habe ich ihn ganz gerne gelesen. Er ist recht gefühlvoll geschrieben und lässt sich flott lesen. Man kommt gleich gut in die Handlung rein, hat auch mit der Vielzahl der Personen kein Problem, denn alle sind gut beschrieben und unterscheiden sich.

Mein größtes Problem war die Protagonistin Brett. Sie war mir für eine gestandene Frau einfach zu jämmerlich und wehleidig und irgendwie zu naiv. Einmal streift sie einen Monat lang durch die Stadt, um witzige Szenen zu finden, die sie für ihren Comedy-Auftritt verwenden kann, macht sich fleißig Notizen, um bei ihrem Auftritt dann quasi nur zwei Sätze zu sagen, die alles andere als lustig sind. Haha. Und dann wundert sie sich, dass das Publikum nicht lacht.

Dann hat es die Autorin auch etwas mit Bretts Entwicklung übertrieben, wie ich finde. Das verwöhnte, reiche Mädchen wird quasi über Nacht zum Gutmenschen, kümmert sich um kranke oder schwer erziehbare Kinder und Obdachlose, versöhnt sich mit Homosexuellen und alleinerziehenden Vätern. Hier kommt praktisch jede denkbare Randgruppe in den Genuss von Bretts Zuwendung. Ein paar weniger wären realistischer gewesen. Aber auch sonst spart Lori Nelson Spielman in ihrem Debütroman nicht an Klischees.

Vieles in dieser Geschichte war mir einfach zu vorhersehbar. Wer am Ende das Rennen in Liebesdingen bei Brett machen wird, war mir beim ersten Auftreten dieser Person schon klar – Brett merkt es erst auf den letzten Seiten. Da will man die Protagonistin doch einfach nur schütteln. So was macht mich beim Lesen dann immer etwas wütend.

Wenn man aber nicht zu viel darüber nachdenkt und sich einfach berieseln lassen will, macht man mit diesem Buch nichts verkehrt. Ich vergebe knappe 4 Sterne in Anbetracht der Tatsache, dass das nicht mein bevorzugtes Genre ist und Leser des Genres sich sicher mit dem Buch wohler fühlen als ich.

★★★★☆