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Veröffentlicht am 15.09.2016

Dead Beautiful

Dead Beautiful - Deine Seele in mir
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Ein wenig anders als alle anderen - so hat sich Renée immer schon gefühlt. Jetzt, wo sie an ihrer neuen Schule angekommen ist, fühlt sie sich zumindest ein wenig mehr geborgen, zugehörig. An dieser seltsamen ...

Ein wenig anders als alle anderen - so hat sich Renée immer schon gefühlt. Jetzt, wo sie an ihrer neuen Schule angekommen ist, fühlt sie sich zumindest ein wenig mehr geborgen, zugehörig. An dieser seltsamen Schule, an der Fächer wie Bestattungskunde unterrichtet werden, fühlt sich Renée wohl, sie findet Freunde. Dass da Dinge vor sich gehen, seltsame, todbringende Dinge mit mehr als nur einem Hauch Grauen. Da ist Dante, zu dem sich Renée hingezogen fühlt, obwohl sie etwas in ihr vor ihm warnt. Seltsamerweise will derselbe Teil dringend zu ihm - Renée ist bald zu abgelenkt, zu verwirrt, denn es gibt Tote. Freunde wie Feinde, auch, wenn nicht wirklich klar ist, wer wer ist. Dante selbst ist unbestreitbar Teil des Mysteriums. Auch, als sie sich näher kommen, hält er Renée auf Abstand, hält etwas von sich zurück, das er zu verbergen sucht. Was also sollte sie anders tun, als den Geheimnissen auf den Grund zu gehen?

Dieses Jugendbuch bietet eine tiefsinnige Sichtweise des Todes, einmal anders aufgerollt. Der Tod ist allgegenwärtig - er spielt eine wichtige Rolle bei Renées Weg zu ihrer neuen Schule. Ein Hauch von Grusel durchzieht das mit Spannung durchwebte Werk, findet hinter den unerwartesten Ecken seinen Höhepunkt. Dem Leser wird Einblick in die komplizierte, jugendliche Psyche gewährt, die sich ihm aber dennoch entzieht und somit zumindest zum Teil unfassbar bleibt. Renée selbst ist es, die ihre Geschichte erzählt - personal und im inneren Monolog. Die Sprache ist an das jugendliche Publikum angepasst und macht die Handlung realer. Alles in Allem ein sehr gutes Buch mit einigen rasanten Höhepunkten und einem grandiosen Ende. Es bleiben viele Fragen offen, die zum Nachdenken anregen.

Veröffentlicht am 21.04.2017

Breakaway

Breakaway
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Dieses Buch beschäftigt sich mit einigen sehr gewagten Themen und spricht neben Mobbing, das allbegleitend Randerscheinung ist, Alkoholabhängigkeit und Kindesmisshandlung an.
Der Schreibstil ist sehr trivial, ...

Dieses Buch beschäftigt sich mit einigen sehr gewagten Themen und spricht neben Mobbing, das allbegleitend Randerscheinung ist, Alkoholabhängigkeit und Kindesmisshandlung an.
Der Schreibstil ist sehr trivial, das findet man nicht sehr häufig. Passt sehr gut zur Story, da diese sich im Milieu der unteren Mittelschicht bewegt. Da ich das Buch in der Buchverlosung gewonnen habe, hätte ich jetzt gern sehr viel Positives über die Geschichte geschrieben, aber das Buch hat mich leider nicht besonders überzeugt. Trotz der interessanten Themen und der realen Schilderung des gesellschaftlichen Stresses, unter dem die Protagonisten stehen, konnte mich die Story nicht fesseln. Sowohl Kyle als auch Adam weisen interessante Züge auf, bleiben aber irreal und sowohl viele ihrer Handlungen als auch ihre Gedankengänge sind für mich nicht nachvollziehbar.


Positive Punkte: Die Geschichte bleibt samt personalem Erzähler mit auktorialer Neigung eng an den Protagonisten. Die Charaktere der beiden sind stellenweise sehr detailliert. Obwohl die Mehrheit der Leser hier ja Kyle sehr sympatisch zu finden scheint, mag ich Adam als Charakter mehr. Er kommt irgendwie ein Stück authentischer rüber.


Negativ: Das Cover mit seinen weichen Linien und dem verschwommenen Hintergrund ist für mich ein No-Go. Handlungen weiderholen sich sehr oft und dienen zwar der Integration der Protagonisten in den Alltag, sind dafür aber zu ausführlich beschrieben. Die "Handschrift" Adams an den Stellen, die die Praktika der beiden Jungen beschreiben, ist nur sehr schwer lesbar.


Ich habe sehr lange für diese Buch gebraucht, weil ich mich selbst dazu überreden musste, es immer wieder in die Hand zu nehmen. Kann man lesen, ist nicht schlecht, nimmt mich aber nicht mit.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Poldark 2

Poldark - Von Anbeginn des Tages (Poldark-Saga 2)
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Ich habe beide Teile gewonnen, hatte aber nach der Enttäuschung des ersten Teils nur noch wenig Lust darauf, den zweiten zu lesen. Kann nicht sagen, dass sich das im Verlauf wesentlich geändert hat, ich ...

Ich habe beide Teile gewonnen, hatte aber nach der Enttäuschung des ersten Teils nur noch wenig Lust darauf, den zweiten zu lesen. Kann nicht sagen, dass sich das im Verlauf wesentlich geändert hat, ich sehe das Tolle daran immer noch nicht.
Nun ja, also: Die Geschichte geht weiter (wer hätte das gedacht), Thema ist ähnlich spannend wie beim ersten Teil, der Schreibstil aber leider auch. Das Cover gefällt mir allerdings, das ist sogar besser als das des vorangegangenen Teils.
Das Leben im England der frühen Neuzeit wird - meiner Einschätzung nach, ich bin kein Experte - recht akkurat dargestellt, da ist die Kongruenz zu Diana Gabaldon und ihren wundervollen Highland-Romanen wahrhaft vorhanden.
Durch die nicht vorhandene Akzeptanz ihrer Mitmenschen wird die Liebe zwischen Ross und Demelza vor eine neue Zerreißprobe gestellt.
Das Ende lässt auf einen weiteren Teil schließen - die sind, wie ich nach meiner Recherche festgestellt habe, auch schon in Reichweite.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Poldark 1

Poldark - Abschied von gestern
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Aufgrund von Cover und Leseeindruck habe ich mich für dieses Buch beworben, kann aber leider nicht sagen, dass ich sonderlich überzeugt davon gewesen wäre. So ist der Schreibstil im Gegensatz zur Geschichte ...

Aufgrund von Cover und Leseeindruck habe ich mich für dieses Buch beworben, kann aber leider nicht sagen, dass ich sonderlich überzeugt davon gewesen wäre. So ist der Schreibstil im Gegensatz zur Geschichte wenig mitreißend und konnte mich deswegen auch nicht wirklich fesseln. Vom Thema her ist das Buch interessant, die Geschichte entwickelt sich auch trotz aller Widerstände der nicht direkt an der Handlung Beteiligten. Es treibt jeder auf seine Weise sein eigenes Spiel, es gibt viel Entschlossenheit (und zum Teil gerade dadurch verursacht) viel Schmerz für alle Beteiligten. Ein passendes Bild einer noch zu starren Gesellschaft gerade zu Beginn der Industrialisierung. Stände und ein standesgemäßes Leben sind noch immer das Wichtigste im Leben dieser Menschen.
Ein Problem, wenn sie so schmählich missachtet werden..

Veröffentlicht am 15.09.2016

Katz und Mord

Katz und Mord
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Regionalliteratur vom Feinsten. Auch das Salz in der Suppe fehlt nicht, geschrieben ist unterhaltsam, passend zum Genre. Die Charaktere erscheinen amüsant, man kann sich meiner Meinung nach aber nicht ...

Regionalliteratur vom Feinsten. Auch das Salz in der Suppe fehlt nicht, geschrieben ist unterhaltsam, passend zum Genre. Die Charaktere erscheinen amüsant, man kann sich meiner Meinung nach aber nicht besonders gut in sie hinein versetzen. Am Anfang der Erzählung treten zwei alte Frauen auf, die die typischen Muttchen des Dörfchens im Irgendwo darstellen, dazu passt ihre Sprache.
Wem die Leseprobe gefällt, dem sollte auch das Buch gefallen.
Erzählt wird personal.
Allerdings mag ich Krimis nicht allzu sehr, noch weniger Regionalkrimis. Hier also kein Objektivitätsanspruch