Eine Menge Potenzial einfach verschenkt
Die Frauen von SalagaWestafrika, Ende des 19. Jahrhunderts. Die junge und privilegierte Wurche wird zu einer errangierten Ehe gezwungen, während in einem weit entfernten Dorf die junge Aminah von Plünderern und Sklavenhändlern ...
Westafrika, Ende des 19. Jahrhunderts. Die junge und privilegierte Wurche wird zu einer errangierten Ehe gezwungen, während in einem weit entfernten Dorf die junge Aminah von Plünderern und Sklavenhändlern aus ihrem Leben gerissen wird. Während Wurche aus trotz eine Affäre beginnt, um sich zu beweisen, dass sie nicht ganz unter der Fremdbestimmung existiert, wird Aminah auf dem Sklavenmarkt zum Verkauf angeboten. Das Schicksal bringt Aminah und Wurche zusammen, Wurche kauft Aminah und beide versuchen gegen das Patriarchat ihre Frau zu stehen.
Mein Fazit:
Das Cover ist unglaublich. In meinen Rezensionen erwähne ich das Cover nur selten, aber dieses hier ist so schön farbenfroh und macht sich unglaublich gut im Bücherregal.
Was leider nicht so sehr überzeugen konnte, war die Geschichte die nach dem Cover kam. Wurche und Aminah bleiben sehr kühl gezeichnet. Das koloniale Afrika wird ebenfalls nur sehr oberflächlich beschrieben. Der Schreibstil bleibt wenig detailliert, wodurch ich mich nicht mit der Geschichte anfreunden konnte. Die Thematik ist immer noch topaktuell allerdings geht die Botschaft der Autorin nicht wirklich aus den wenigen Seiten hervor. Sie hatte eine sehr gute Idee, die sie eher mau umgesetzt hat. Ich habe mir mehr Afrika, mehr Kampf und Rebellion gewünscht. Statt dessen ist dies hier eine wenig mitreißende Version von "Die Rebellinnen- Tracy Banghart". Sehr, sehr schade. Ich hatte mir mehr erhofft.