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Veröffentlicht am 26.03.2019

Ursula, die Gamswirtin, fleissig und bescheiden

Die Gamswirtin
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Maria Buol ( 1861-1943) war eine Tirolerin Dichterin und hat zur Hundertjahrfeier des 'Tiroler Aufstands' 1909 die Erzählung "Die Gamswirtin" veröffentlicht. Es handelt sich um die Lebensgeschichte ...

Maria Buol ( 1861-1943) war eine Tirolerin Dichterin und hat zur Hundertjahrfeier des 'Tiroler Aufstands' 1909 die Erzählung "Die Gamswirtin" veröffentlicht. Es handelt sich um die Lebensgeschichte der Ursula Knoflach.

Jetzt, gute 100 Jahre später, hat Georg H. Knoflach, ein Nachfahre der Gamswirtin, diese Erzählung neu bearbeitet. Er hat sich sehr bemüht, dem Charakter und der Sprache des Textes treu zu bleiben.

Die junge Urschel kommt mit 10 Jahren in ihre erste Dienststelle als Magd. Als Tochter einfacher Leute hat sie nichts, nur 2 fleißige Hände und ein gutes Herz. Mit Anfang 20 wirbt der junge Gamswirt um sie, obwohl der Standesunterschied groß war. Es wird eine Ehe aus Liebe geschlossen und die beiden sind mit dem Wirtshaus und den Kindern gut beschäftigt.

Mit der Schließung des Klosters 'Maria Waldrast' verlieren die Wirtsleute eine wichtige Einnahmequelle, den die Wallfahrer sind auch gerne eingekehrt. Bald darauf müssen sich die Tiroler gegen französische Truppen wehren. Eine schwere Zeit für die armen Leute.

In diesem Buch ist es geschickt gelungen, historische Ereignisse mit der Lebensgeschiche der Ursula Knoflach zu verbinden.

Die Erzählung ist in einer modernen Sprache verfasst, die Dialoge sind so gut es ging in der alten Sprache und Ausdrucksweise gehalten. Das ist schön und bringt dem Leser diese Zeit nahe, aber es braucht mehr Aufmerksamkeit.

Mir war die Person Ursula Knoflach sympathisch und ich habe die Zeitreise ins 18. Jahrhundert genossen.

Veröffentlicht am 25.03.2019

Gelungener Abschluss der Reihe um Kaspary und Wenninger

Schatten
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Im vierten und letzten Teil der Reihe um die Salzburger Ermittler Kaspary und Wenninger, wird Beatrice Kaspary mit ihrem größten Schmerz der Vergangenheit konfrontiert. Dem brutalen Mord an ihrer Freundin ...

Im vierten und letzten Teil der Reihe um die Salzburger Ermittler Kaspary und Wenninger, wird Beatrice Kaspary mit ihrem größten Schmerz der Vergangenheit konfrontiert. Dem brutalen Mord an ihrer Freundin Evelyn.

Zwei Todesfälle, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, führen Beatrice Kaspary zurück in ihre Studentenzeit. Sie gibt sich noch heute die Mitschuld am Tod ihrer besten Freundin. Doch durch Evelyns Tagebücher bekommt Beatrice eine ganz neue Sicht auf die damalige Zeit und ihre Freundschaft.

Dummerweise habe ich, aus Versehen, den 3. Teil 'Stimmen' übersprungen und habe dadurch manche Aspekte erst im Nachhinein verstanden. Einige Handlungen bauen aufeinander auf und es ist wirklich ratsam die Teile hintereinander zu lesen bzw. anzuhören.

Andrea Sawatzki hat wieder hervorragend gelesen und konnte mit ihren ruhigen und charaktervollen Stimme eine passende Atmosphäre schaffen.

Veröffentlicht am 25.03.2019

rasant - derb - mit aktueller Brisanz

Zara und Zoë - Rache in Marseille
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Bei diesem Buch haben mich das schöne Cover und der Klappentext neugierig gemacht.

Zara, die wohl beste Profilerin bei Europol, hat bei dem Fund einer Mädchenleiche eine Vorahnung. Irgendwas schlimmes ...

Bei diesem Buch haben mich das schöne Cover und der Klappentext neugierig gemacht.

Zara, die wohl beste Profilerin bei Europol, hat bei dem Fund einer Mädchenleiche eine Vorahnung. Irgendwas schlimmes wird passieren. Eine Katastrophe. Sie hat autistische Züge und nimmt mehr wahr als das Offensichtliche.
Zoe, ihre jüngere Zwillingsschwester, arbeitet für die Mafia und ist eine Legende in ihren Reihen. Eiskalt und brandgefährlich.
Zwischen den Schwestern steht ein jahrzehntealter Konflikt. Nichts verbindet die Beiden.
Zara erkennt, dass sie selber in dieser Angelegenheit nicht weiterkommt und um eine Katastrophe zu verhindern sucht sie den Kontakt zu ihrer Schwester. Die allerdings hat nichts anderes im Kopf als den Tod von Zara.

Beide Charaktere sind interessant und auf ihre Art sympathisch. Ein wenig haben mich die beiden an 'Lisbeth Salander' erinnert.

In diesem Buch hat der Autor sehr geschickt und fast schon zu glaubwürdig, eine düstere Geschichte um organisierte Kriminalität, Fremdenfeindlichkeit, arabische Clans und islamistischen Fanatismus entworfen.

Ich habe das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen können und hoffe, dass es eine Fortsetzung gibt.

Veröffentlicht am 18.03.2019

Urig bayrische Unterhaltung, "gewürzt" mit einem Vermisstenfall

FASTENPREDIGT IN UNTERFILZBACH
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Hier in diesem Buch erzählt Eva Adam zum 2. Mal Geschichten aus Unterfilzbach. Es dreht sich hauptsächlich um die Familie Scharnagel mit dem Familienoberhaupt Hansi.

Auf sehr unterhaltsame Weise erzählt ...

Hier in diesem Buch erzählt Eva Adam zum 2. Mal Geschichten aus Unterfilzbach. Es dreht sich hauptsächlich um die Familie Scharnagel mit dem Familienoberhaupt Hansi.

Auf sehr unterhaltsame Weise erzählt sie Episoden aus dem Dorfleben und bringt dem Leser nebenbei bayerische Kultur und Tradition nahe.

Im ersten Band, den ich nicht kenne, kommt Hansi mit seinem Kollegen Sepp zu Ruhm, weil er einen Mordfall aufklärt. In diesem Ruhm sonnt er sich in diesem Band und steht vor ganz neuen Herausforderungen. Neben einer Ehekrise und Stress bei der Arbeit, kommt noch ein Wahlkampf und die Suche nach einem Vermissten dazu.

Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an die bayerische Kultur und bietet unterhaltsame Lesestunden. Ich hätte mir noch etwas mehr Krimi gewünscht, sonst gibt es nichts zu bemängeln.

Veröffentlicht am 07.03.2019

Der Wahn hat viele Gesichter

Und es wurde finster
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Diese düstere Geschichte spielt in einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Ingolstadt. In einem maroden Bauernhof werden 4 bestialisch zugerichtete Leichen gefunden. Eine ganze Familie wurde ermordet. ...

Diese düstere Geschichte spielt in einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Ingolstadt. In einem maroden Bauernhof werden 4 bestialisch zugerichtete Leichen gefunden. Eine ganze Familie wurde ermordet. Die 14 jährige Tochter ist wahrscheinlich Zeugin. Nur leider ist sie stumm und hat Trisomie 21.

Die Ermittler stehen vor einem Rätsel und einer Mauer des Schweigens, da die teils bigotten Dorfbewohner nach ihrer ganz eigenen Moral leben.

Dem Autor gelingt es sehr geschickt, die Leser ganz nah an die Handlung hin zu führen und die Szenen lebhaft darzustellen. Er verlangt von den Lesern einiges ab, weil er Einblicke in ganz tiefe Abgründe vermittelt.

Themen wie Satanismus, religiöser Eifer, Missbrauch und psychische Störungen bringen eine wohl dosierte, düstere Stimmung in das Buch.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann mir gut vorstellen, weitere Bücher von dieser neuen Reihe zu lesen.